Ellen Kositza über ihr Schockerlebnis der Woche. Von gegenderten Sandmännchen und Transgender-Kitas.

    Kika hat mal wieder zugeschlagen: Dort streut das Sandmännchen den Allerkleinsten bereits gegenderten Sand in die Augen. Die Autorin Ellen Kositza erzählt auf der Sezession-Online, wie sie mit ihren Kindern eine Sandmännchen-Folge sah – und vor allem, was sie da sah! Jedoch liefert Frau Kositza, Literatur-Redakteurin bei Sezession, keine verbiestert-verbitterte Abrechnung, sondern berichtet in einem entspannt-ironischen Ton, der nur wahrhaft Souveränen gelingt.

    Die kurze Folge erzählt von zwei Begegnungen des Strichmännchens Lennart, und beide Male erfährt es wichtige Genderlektionen. Zuerst trifft Lennart auf eine tolle, schöne Frau „mit roten Lippen und hohen Schuhen. Aber hoppla, dann hat er gesehen, daß sie wahnsinnige Muckis hat und eine ganz tiefe Stimme.“ Man darf eben nie aufs Äußere achten. Das sagt nämlich wenig darüber als was jemand sich fühlt. Nächste Begegnung:

    Lennart „geht ins ,Grummeltal’, vulgo Traumland. Dort machen seine drei Freunde gerade verbal ein rosa Schweinchen fertig. Sie lachen über dessen viel zu kurzen Schwanz, seine Farbe und eigentlich über die ganze Gestalt. Das Schweinchen sagt, es sei kein Schwein, sondern eine Katze. Sein Papa sei eine edle Perserkatze – wovon in der Tat nichts zu sehen ist.

    Die bösen Freunde wollen sich kaputtlachen. Lennart aber hält zu dem Verfemten: ,Aber – wenn er wirklich eine Katze ist…?’ Heulend zieht das diskriminierte Schwein von dannen. Lennart tadelt seine Freunde: ,Ouhr, Ihr seid echt gemein!’, er folgt dem katzeseinwollenden Schwein.“

    Lennart sieht, wie die Katze ein armes Vögelchen aus dem Käfig befreit. Das will er seinen Freunden erzählen. Aber das Schweinchen will nicht für seine ethische Großtat bewundert, sondern nur als das akzeptiert werden, was es seiner Meinung nach ist: „,Laß nur. Es langt, das wir wissen, daß ich eine Katze bin.’ Und dann wird – miau, miau – geschmust. Abspann: Sandmann, der bekanntlich tut, was er tun muß: Sand in die Augen streuen, damit die Kinder gut schlafen und die richtigen Träume haben.“

    Was hier gelehrt wird, ist nichts anderes als infantile Allmachtsphantasie: Nicht die Akzeptanz von Realität, sondern der Glaube, dass Gedanke, Gefühl und Wille die Realität beugen können. Ich bin anatomisch ein Schweinchen,fühle mich aber als Perserkater, also bin ich einer.

    Wer sich in der Gender-Zone solchem Realitätsverlust hingibt, wird auch in anderen Bereichen die Realwelt seiner Wunsch- und Traumwelt unterordnen. Im Übrigen sollte Kika endlich Mut zur Konsequenz zeigen und das sexistische SandMÄNNCHEN in ein in ein/e Sand-x-n umbenennen. Die Kleinen haben dafür bestimmt Verständnis.

    Damit diese Propganda ihr Ziel auch nicht verfehlt, erhält das TV reichlich Unterstützung: So hat beispielsweise die Berliner Landesregierung für Kindertagesstätten eine Orientierungshilfe zur «genderneutralen» und «vorurteilsfreien» Erziehung bereitgestellt. Titel der Broschüre: Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben.

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    COMPACT-Pirinçci 01 “Schnauze! Jetzt rede ich.” als Aboprämie bis zum 20.04.2018

    Es folgt ein Auszug aus dem Artikel “Seid Ihr alle heute schön schwul gewesen?” in der aktuellen COMPACT 4/2018:
    _ von Martin Bader

    Sophie will jetzt Ben heißen und ist nur noch ein paar Hormonpräparate davon entfernt, ihr Geschlecht zu wechseln. Das ist aber okay, denn sie muss sich frei entfalten können. Sophie will aber auch alle Süßigkeiten auf einmal aufessen, bis nachts um zwölf Uhr aufbleiben und bringt ihren unsichtbaren Freund mit in den Kindergarten. Vielleicht würde sie auch aus einer Laune heraus gern auf dem Fensterbrett spielen. Ist das auch nötig für die freie Entfaltung?

    Die Kinder, deren vorgebliche Schicksale in der Broschüre geschildert werden, sind zum Teil nicht einmal drei Jahre alt und werden schon zu Rollenmodellen aufgeblasen: Sie sollen der «gesamten Gesellschaft» zeigen, «dass es mehr gibt als Jungen und Mädchen, Frauen und Männer». Sie sollen für eine gesellschaftliche Vielfalt «sensibilisiert» werden, die «queer», «trans» oder «geschlechtsvariant» ist.

    Begründet wird der Gender-Unsinn für Kleinkinder unter anderem mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum sogenannten dritten Geschlecht, die dieser und ähnlicher Absurditäten die Tore weit geöffnet hat. Bereits in den ersten Zeilen der Broschüre wird auf den Diskriminierungsabsatz des Paragrafen 1 des Kindertagesförderungsgesetzes Berlin-Brandenburg hingewiesen.

    Dass aber im selben Paragrafen auch festgeschrieben ist, dass alle fördernden Maßnahmen in der Kita «alters- und entwicklungsgemäß» zu erfolgen haben, wird salopp übergangen – schwerwiegende Folgen für die natürliche psychische Entwicklung der Kleinen könnten die Folge sein. Kein Wunder, dass eine Online-Petition schon von fast 50.000besorgten Eltern unterzeichnet wurde.

    «Die betreuten Kleinstkinder sollen Kind sein dürfen, ohne in jüngsten Jahren mit Fragestellungen zur sexuellen Identität konfrontiert zu werden», begründete der Berliner CDU-Fraktionschef Florian Graf die auch von der AfD mitgetragene Forderung, die Broschüre zurückzuziehen. Angesichts der rot-rot-grünen Mehrheit im Abgeordnetenhaus ist der Vorstoß freilich ohne Chance.

    Schluss mit Genderwahnsinn! COMPACT stellt sich gegen die Heranzüchtung von Geschlechtskrüppeln durch Frühsexualisierung. Unterstützen Sie den Widerstand mit einem Abo unserer monatlichen Printausgabe.

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