Widerstand gegen Mega-Moschee: Identitäre stellen Kreuze auf Bauplatz

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In Regensburg soll eine Moscheeanlage mit Minarett entstehen. Aktivisten haben den zu bebauenden Platz nun in einen Friedhof verwandelt.

26 schneeweiße Holzkreuze ragen seit Samstag dort aus dem Boden, wo der türkische Moscheeverband DitiB mit Einwilligung des Regensburger Stadtplanungsausschusses ein Islamzentrum mit einem 21 Meter hohem Minarett mitten im Stadtgebiet errichten will. Insgesamt wäre es die Fünfte Moschee in diesem Stadtteil.

Die Kreuze sind mit den Namen der Opfer des Terroranschlags in Brüssel im Jahr 2016 beschriftet.

Die Identitäre Bewegung Bayern hat sich zur Aktion bekannt! Auf Facebook schreiben die Aktivisten:

Ungeachtet der Kritik an der Nähe der Türkisch-Islamischen Union Ditib zum türkischen Staat stellt die Bundesregierung auch für 2018 erneut Fördermittel für Projekte des umstrittenen Verbands bereit. Es ist und bleibt ein Skandal, dass die Islamisierung Deutschlands weiterhin, auch wenn in kleineren Dosen, vom Steuerzahler finanziert wird.

Identitäre Aktivisten stellten deshalb 30 Holzkreuze auf dem Baugrundstück für die DITIB – Moschee auf. Auf jedem Kreuz stand ein Name von einem Opfer islamistischer Terroranschläge.

DITIB hat natürlich mit dem IS oder mit Terroristen die Anschläge verübten nichts zu tun, das muss an dieser Stelle klar gesagt werden. Aber sie predigen den politischen Islam, lassen Hass-Prediger zu Wort kommen und stellen sich so gegen eine Integration von Muslimen in die deutsche Gesellschaft und deren Werte. All das kann den Nährboden für eine Radikalisierung besonders bei jungen Muslimen bereiten.

Das Establishment, welches sinnbildlich für Selbsthass und Selbstverleugnung, für Islamisierung und Zensur, offene Grenzen und Masseneinwanderung steht, trägt für diese Zustände die Verantwortung. Der einzelne, rechtschaffene Migrant oder Muslim ist deshalb niemals Zielscheibe unseres Protestes, sondern die Politik, die in ihrer Gesamtheit zu diesen chaotischen Zuständen geführt hat.

Der örtliche Ditib-Verband keift, die Kreuze seien von „anonymen Islamhassern“ aufgestellt worden. Man wünsche eine „lückenlose Aufklärung“.

Weiter heißt es:

„Die Türkisch-Islamische Gemeinde verurteilt diese islamfeindlichen Angriffe vom politisch-extremen Spektrum als ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben, das man seit der Gründung vor 40 Jahren gemeinsam in Regensburg aufgebaut hat, aufs Schärfste. Diese Intoleranz der Moscheegegner vergiftet die seit Jahren aufgebaute Atmosphäre des Dialogs und der Zusammenarbeit. Dies ist auch ein Angriff auf die innere Sicherheit dieses Landes.“

Eine lachhafte Stellungnahme. DitiB gilt als der verlängerte Arm der Erdogan-Partei AKP in Deutschland. Auf vielen Moscheedächern weht die türkische Fahne. Bei einer Wohnungsdurchsuchung einer Wolfsburger Salafisten-Einheit fand die Polizei die Aufzeichnung einer Predigt aus einer Berliner DitiB -Moschee. Darin huldigten die Vorbeter dem Märtyrertod. (Mehr Infos hier.)

Bis nach Ankara schlug die Aktion Wellen. Der „deutsch-türkische“ Jurist und AKP-Abgeordnete des türkischen Parlaments twittert:

Moschee-Gegner sehen den Verband als „als Verbreiter des politischen Islam, der die Weltherrschaft der Muslime und als Nahziel die ‚Eroberung‘ von Europa durch den Islam anstrebt“, wie es eine Bürgerinitiative auf ihrer Facebook-Seite ausdrückt.

Der Bayrische Rundfunk schreibt: „Nötig geworden ist die neue Moschee, weil es in Regensburg immer mehr Muslime gibt, die Gebetsräume brauchen. (…) Für sie ist das ehemalige Zentrum in der Altstadt zu klein geworden.“ Der Bau der Megamoschee sei aber kein Grund zur Sorge. Das Minarett werde nur „zur Zierde dienen“. Auch eine Sprecherin der Stadt Regensburg beteuerte Ende Januar: „Dort wird kein Muezzin sitzen und zum Gebet rufen.“

Sie habe Geduld. In wenigen Jahren wird auch sie den islamischen Gebetsruf „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah“, hören können. Das Minarett steht dann schon bereit.

Über den Autor

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Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

 

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