Eine neue Folge aus der Reihe: Geschichten aus dem Land der “Haltung”, der “Courage” und der “Toleranz”.

    600 Gläser Tomatensuppe wollte Ralf Stadler, Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Passau, der Tafel im niederbayrischen Waldkirchen vorbeibringen. Bitteschön, Dankeschön, gern geschehen – so einfach hätte es sein können, und schon wären wieder 600 Bedürftige satt geworden. Doch nicht in Deutschland, oh nein!

    Der Passauer Neuen Presse erklärte die Leiterin der Tafel, warum man die Spende leider nicht annehmen könne: “Wir können uns im Wahljahr nicht mit einer Partei ablichten lassen”, so Christina Lang. Das muss diese Zivilcourage sein, von der dauernd gesprochen wird. Frau Lang wird dann den hungrigen Tafel-“Kunden” erklärt haben, warum die Bäuche heute leer bleiben müssen.

    Die AfD reagierte auf dieses Verhalten mit verständlicher Irritation. In den sozialen Netzwerken erlebte die Partei eine Welle der Solidarität mit Ralf Stadler, und die Tafel einen gehörigen “Shit-Storm”. Ob Jörg Sartor von der Essener Tafel diesen Anti-AfD-Unsinn mitgemacht hätte? Wohl kaum!

    Bild: Screenshot Twitter AfD-Bayern

    Als die Tafel in Waldkirchen politische Korrektheit über Wohltätigkeit stellte, sagte sich die AfD-Bayern in Person von Herrn Stadler: Ok, wir werden schon eine Tafel finden, die die Spende gerne annimmt. Kurz darauf bot man die Suppen der Hutthurmer Tafel an. Doch – oh, Wunder! – auch dort wurde abgelehnt. Der Vorsitzende der Tafel in Hutthurm im Landkreis Passau, Rainer Haupka, habe dazu erläutert: die Tafel nehme “grundsätzlich keine Spenden von Parteien an, sondern nur von Firmen, Privatpersonen und Geschäftsleuten”.

    Oh. Ob das mal stimmt? Natürlich nicht! Drei Minuten Recherche offenbaren:

    Fall 1: 23.2.2018, pfalz-express.de

    “Maximiliansau – Einen Spendenerlös in Höhe von 3.300 Euro brachte der letzte Weihnachtsmarkt in Maximiliansau. Jürgen Nelson, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, überreichte für die teilnehmenden Vereine und Gruppen je 1.500 Euro an die Wörther Tafel und den Weißen Ring Landau, sowie 300 Euro für die betreuende Grundschule Maximiliansau. Der Vorsitzende der Wörther Tafel, Thomas Stuhlik, zeigte sich dankbar für die Unterstützung.”

    Fall 2: 7.2.2018, mrn-news.de – Hier verteilt SPD sogar Steuergeld an die Tafel!

    “Ludwigshafen / Metropolregion Rhein-Neckar. Im Rahmen ihrer Vor-Ort-Termine besuchte der Arbeitskreis SOZIALES der SPD Stadtratsfraktion die Ludwigshafener Tafel in der Bayreuther Straße und informierte sich über die dortige aktuelle Situation. (…) Die als Lagerräume genutzten Außen-Container sind „in die Jahre gekommen“ und abgenutzt. Hier wird die SPD versuchen neueren Ersatz zu vermitteln. (…) Deshalb wird die SPD im Sozialausschuss anfragen, ob hier nicht ein laufender Betriebskostenzuschuss im Rahmen des städtischen Haushaltes gewährt werden müsste.”

    Fall 3: 7.7.2017,  noz.de

    “Meppen. Mit einer Spende unterstützt der Ortsverein der SPD auch in diesem Jahr die Schultütenaktion der Meppener Tafel. Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder übergab den Scheck am Freitag an Anita Leipnitz, Leiterin der Tafel in Meppen.”

    Fall 4: 18.12.2017, Focus Online:

    “Schon gute Tradition ist es für die SPD-Gemeinderäte aus Pfeffenhausen, Rottenburg und Hohenthann, einen Teil ihres Sitzungsgeldes an die Rottenburger Tafel zu spenden. Die beiden Stadträte Franz Gumplinger und Angelika Wimmer aus Rottenburg überreichten zusammen mit den Pfeffenhausener Gemeinderäten Thomas Niederreiter und Ruth Müller und der Hohenthanner SPD-Gemeinderätin Christine Erbinger die Spende an die Leiterin Gerti Weinzierl.”

    Man könnte jetzt ewig so weitermachen und beschreiben, mit was für einem breiten Grinsen sich diese Tafel-Bosse mit Sozen haben ablichten lassen. Alles kein Problem, solange man nicht von der AfD ist!

    Tafel-Betreiber und Massenmedien versuchen nun ihr Bestes, die Ablehnung der Spende auch damit zu begründen, dass man der AfD einen “PR-Coup” vorwirft. Ja, unerhört! Dass ein Politiker, der nun mal von der Öffentlichkeit seiner Arbeit lebt, die Spende an die Tafel gerne bebildert und dokumentiert gehabt hätte, ist wirklich eine Sauerei! Nehmen wir uns da doch besser ein Beispiel an Merkel und anderen Linkspolitikern, die ja ihre Wohltätigkeit für Flüchtlinge ebenfalls stets demütig im Verborgenen belassen und in keiner Weise mit ihrer pseudo-humanitären Propaganda hausieren gehen…

    Die Unterhaltung zwischen Stadler und dem Chef der Tafel in Hutthurm veröffentlichte der Politiker mittlerweile auf Facebook. Darin findet sich der wahre Grund für die Ablehnung der Spende:

    Bild: Screenshot Twitter

     

    Was soll man dazu sagen? Wer nicht will, der hat…sie halt nicht alle. Traurig. Vielleicht sollte die Tafel-Chefetage die “Firmenpolitik” nochmal überdenken.

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