Wenn eine Partei ihr Klientel verrät, stürzt sie ins Leere. Die SPD hat es mit Gerhard Schröder vorgemacht. Die Linke, die mit Sozialdemokraten und Grünen koalieren will, geht  denselben Weg.

    Macht euch nichts vor, liebe Linksparteigänger: Sahra Wagenknecht war der Magnet eurer Partei. Die letzte Linke im klassischen Sinne, die Gerechtigkeit nicht mit Sprachregelung, sondern auf ökonomischer Basis herstellen wollte. Die jener Unterschicht zuhörte, die Ihr inzwischen verachtet. Bestes Beispiel: Katja Kipping, die bei den französischen Wahlen dem Banker Macron die Daumen drückte und nach dessen Wahlsieg nur die Sorge hatte, dass dessen Neoliberlismus die Bevölkerung nach „rechts“ treiben könnte. Armut? Elend? – Egal. Hauptsache, die Ideologie stimmt.

    Mag Wagenknechts Bewegung „Aufstehen“ auch gefloppt sein: sie war ein Versuch, den Bürgern zuzuhören, nicht über sie hinweg zu entscheiden. Nach ihrem Scheitern und dem Rückzug der Gründerin wegen parteiniternem Mobbing  kann die Linkspartei sich getrost in „Weiterschlafen“ umbenennen. Denn jetzt zeigt der aktuelle INSA-Meinungstrend das erste Resultat von Wagenknechts Rückzug: Die Linke fährt mit halbem Punktverlust ihr schlechtestes Ergebnis seit zwei Jahren ein. Das Projekt einer rot-rot-grünen Koalition, bislang für die SPD ein möglicher Rettungsanker, könnte langfristig ebenfalls für die Linke lebenswichtige Bedeutung erlangen.

    COMPACT-Spezial 21 „Der Krieg der Grünen“

    Auch die CDU verliert mit 29,5 Prozent einen Punkt. Leider gewinnt die SPD einen Punkt dazu (16,5), die Grünen schaffen 17,5 und die AfD liegt bei 13,5. Die FDP bildet mit 10 Prozent verdientermaßen das  Schlußlicht. Die Grünen werden womöglich durch den neuen Klima-Hype noch zulegen. Deshalb ist Aufklärung über diese Partei umso dringlicher. Die liefert die neue Ausgabe von COMPACT-Spezial und zeigt dabei auf, wie oft die grüne Humanitätsheuchelei Menschenleben kostet – von 1999 bis heute: COMPACT Spezial 21: „Der Krieg der Grünen“

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