Wegen Kritik an Syrien-Invasion: Erdoğan will Europa mit 3,6 Millionen Flüchtlingen fluten

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Recep Tayyip Erdoğan ignoriert die Menschenrechte, er lässt wahllos verhaften und foltern, er suspendiert die Presse- und Meinungsfreiheit. Nun ließ er seine Armee in den Nordosten Syriens einmarschieren – und gebiert Not und Tod und neue Flüchtlingsströme. Wegen Kritik an seiner sogenannten Militäroffensive droht der türkische Präsident der EU, 3,6 Millionen Flüchtlinge gen Europa zu schicken.

„Hey EU, wach auf! Ich sage erneut: Wenn Ihr unsere Operation als Invasion darzustellen versucht, ist unsere Aufgabe einfach: Wir werden die Tore öffnen und 3,6 Millionen Menschen werden zu Euch kommen“, so Erdoğan ganz im Sinne derzeit trendigen Vertragsbruches. Bereits Anfang September hatte er angedroht, die Grenzen nach Europa für syrische Flüchtlinge zu öffnen und damit den 2016 abgeschlossenen Flüchtlingspakt zu brechen. Dieser sieht vor, dass Griechenland illegal eingereiste Migranten zurück in die Türkei schickt und Europa im Gegenzug über drei Jahre hinweg zweimal je drei Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge in der Türkei zahlt sowie sukzessive syrische Flüchtlinge aufnimmt. Ankara könne einen möglichen weiteren Flüchtlingszustrom aus Syrien nicht alleine schultern, es sei denn, die EU stelle weitere finanzielle Unterstützung bereit, forderte Erdoğan.

Außerdem habe diese ihr Versprechen noch nicht vollständig eingehalten: Von den zugesagten sechs Milliarden Euro seien bislang nur drei Milliarden gezahlt, und „nun sagen sie, dass sie uns die drei Milliarden Euro vorenthalten werden. Habt Ihr jemals Eure Versprechen an uns eingehalten? Nein“, schimpfte Erdoğan jetzt vor Politikern der Regierungspartei AKP in Ankara. Er beklagt seit Jahren, dass die zugesagten Hilfen nicht rasch genug überwiesen würden. Nach EU-Angaben wurden bisher 2,6 Milliarden Euro ausgezahlt. So kann Erdogan mit der EU spielen wie ein Zuchtmeister mit seinem Gaul. Und die sieht wieder einmal ohnmächtig zu, wie der Despot vom Bosporus, der seine Flüchtlinge zwangsumsiedeln und nach dem angekündigten Abzug des US-Militärs aus Syrien endlich seine Stunde gekommen sieht, die ihm verhassten Kurden zu vernichten, die nächste Flüchtlingskrise heraufbeschwört.

Am Mittwoch hat die Türkei ihre Offensive gegen die Kurden-Miliz YPG in Nordost-Syrien begonnen, die sie als Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation einstuft. Eigenen Angaben zufolge wolle man im Grenzgebiet auf syrischem Boden eine sogenannte Sicherheitszone schaffen, in der bis zu zwei Millionen syrische Flüchtlinge angesiedelt werden sollen.

Diese Offensive hatte international scharfe Kritik hervorgerufen: In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten die EU-Staaten am Mittwoch, die „erneute bewaffnete Auseinandersetzung im Nordosten werde die Stabilität in der ganzen Region weiter untergraben, das Leiden der Zivilisten verschlimmern und zusätzliche Vertreibungen provozieren“. Die Türkei gefährde zudem die Erfolge der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Es bestehe das Risiko, dass durch die Kämpfe von der YPG inhaftierte IS-Terroristen freikommen könnten.

Was nicht von der Hand zu weisen ist. Zwar spricht Erdoğan von Terrorabwehr – tatsächlich aber dürfte er ethnische Säuberungen von Kurden, Christen und anderen Minderheiten im Auge haben, die in den Kurdengebieten vor der IS-Terrorherrschaft Zuflucht gefunden hatten. Bereits jetzt schon haben sich nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte von den rund 450.000 entlang der syrisch-türkischen Grenze lebenden Menschen mehr als 60.000 auf den Weg gemacht: zu Fuß, in Autos, auf Motorrädern. Sie flüchten vor den Kriegshandlungen aus den Grenzstädten Ras al-Ain, Tal Abjad und Derbasije gen Osten und erhoffen sich Sicherheit in der Region um die Stadt Hasake.

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Dennoch hält die EU-Kommission an ihrer Kritik fest und fordert die Türkei zur Erfüllung ihrer Pflichten als Beitrittskandidat auf. Ein Lockmittel, dem der türkische Despot kaum mehr auf den Leim gehen dürfte. Mit seiner Operation „Quelle des Friedens“, die weiteren Terror, andauernden Krieg und zusätzliche Flüchtlingsströme hervorbringt, dürfte Europa in die Knie gehen und Erdoğan sein erpresserisches Spiel gewonnen haben.

Über den Autor

Iris N. Masson

24 Kommentare

  1. Avatar
    Rumpelstielz am

    Unser Obertürk ist ein Völkermörder der die Kurden ausrotten will – und wir lassen Ihn gewähren.
    Lieferungen von Waffen und Munition aus der Türkei in das von Daesh kontrollierte syrische Staatsgebiet
    Der Hauptlieferant für die Waffen und das Rüstungsmaterial, mit dem die Kämpfer des IS versorgt werden, ist die Türkei; sie handelt durch Vermittlung von Nichtregierungsorganisationen. Die Aktivitäten in diesem Bereich werden überwacht von der nationalen türkischen Geheimdienstorganisation [MIT]. Die Lieferungen werden in erster Linie auf dem Straßenweg befördert, auch mit Fahrzeugen, die Bestandteil von humanitären Hilfskonvois sind.

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    Man sollte wissen, dass die Kurden zusammen mit dem IS die ganze Zeit die Hilfstruppen der USA gegen Assad waren und von den USA auf kräftig bewaffnet wurden.

    Syriens Präsident Assad hat niemals sein Volk mit Giftgas o.ä. getötet, das ist nur eine böse Erfindung der USA!

    Assad hat vor einigen Jahren den USA eine Ölpipeline verweigert und ist deshalb dann zum Teufel erklärt worden.

    Juni 2016 Daniele Ganser erklärt den Syrienkrieg ! Wenn das die Bevölkerung herausfindet, dass der Westen den IS unterstützt

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    HERBERT WEISS am

    Ein passender Cartoon zum Thema:

    Ein Ehepaar betrachtet im Fernsehen eine zerbombte Stadt in Nordsyrien. Fragt er: "Hat Erdogan >>Schutzzone<< oder >>Schuttzone<< gesagt?"

    Bis vor die Tore Wiens hatten es die Vorfahren Erdowahns schon zweimal geschafft…

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    Bei diesen Zahlen reichen die Einnahmen aus der CO2 Bepreisung nicht aus und der Bundeshaushalt gerät aus den Fugen.

    Und dann?

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    Ein Afghane, der in seiner Heimat Beamter war, arbeitet in der Poststelle eines deutschen Konzerns und tütet in gemächlichem Tempo Briefpost ein. Dabei erzählt er seinem deutschen Kollegen, der in selbigem Tempo eintütet, dass das Arbeitsleben in Afghanistan nicht so stressig sei wie hier in Deutschland. In Kabul, da sei er, wenn ihm danach war Pause zu machen, mehrmals am Tag nach Hause gegangen. Bürotür zu, Schlüssel umdrehen, ab dafür. Einen Happen essen, Tee trinken, mit der Familie oder Bekannten quatschen, und dann wieder zurück ins Büro.

    Ein als politisch Verfolgter anerkannter Nigerianer erzählt dem deutschen Richter, der ihn wegen Drogenhandels verurteilen wird, dass seine regelmäßigen Flüge nach Nigeria keineswegs der Drogenbeschaffung gedient hätten, vielmehr habe er einfach nur Urlaub gemacht in seinem Heimatland.

    Ein syrischer Kriegsflüchtling erzählt den beflissen nickenden deutschen Journalisten, dass er zunächst in die Türkei geflohen sei. Dort habe er zwei Jahre gearbeitet, es sei ok gewesen, "aber in Deutschland ist es besser".

    Eine türkische Wohnungseigentümerin nimmt einen Telefonanruf entgegen, hört sich das Anliegen des Anrufers kurz an und sagt dann: "Wir vermieten nicht an Deutsche."

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    Vielleicht erinnert sich jemand an das Jahr 2016 … als Erika Erdogan mehrere Milliarden zu schob, um Flüchtlinge zurück zu halten, alles Geschwätz … es wurden Deutsche Waffen gekauft, damit werden jetzt in Syrien Christen niedergemetzelt.
    Dies war von Anfang an der Plan, Krieg zu führen, denn nur dann verdient die NWO Geld, sieh Jugoslawien, Erika ist auf den Thron gesetzt wurden, um der NWO den Weg zu ebenen.
    Die linken und Grünen sind nur der Steigbügelhalter für das ganze Szenario, sie müssen nicht arbeiten, was sie auch nicht können, also inszenieren sie Ablenkungen zu Hauff, Hilfe von Stasi und linkem VS.
    … es gibt nicht umsonst 4 Pläne .. um das Europa so zu gestalten, wie die Welt Geldmächte es wollen, man schaue nur mal in den Lebenslauf von Erika.

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    Reiseführer am

    Deutschland wäre gut beraten, das Angebot des Herrn Erdogan anzunehmen. Es ist ein Schnäppchen.
    Für jeden Flüchtling, den das großtürkische Reisebüro hier zubucht, schicken wir zwei türkische Staatsangehörige aus Deutschland in ihr islamisches Schlaraffenland zurück.

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      Gesslers Hut am

      Ich empfehle zusätzlich noch eine Visapflicht für deutsche Türkeiurlauber. Schön Deutsch mit perfekter Verwaltung. Überprüfung aller Deutsch-Türkischen Renten- und KKassen Zahlungen, Importsteigerung Spanischer Oliven, Nutellaverbot, Subventionen für inländische Textilhersteller und und und…und

      Das Märchen von türkischer Macht glauben nur kleine Kinder und Currywursthasser..

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    Nur noch IRRE am

    Hier in Schland werden offiziell 25Mrd/Jahr für "Flüchtlinge" ausgegeben, Dunkelziffer wohl 2-3x so viel.

    Da sind natürlich 3 Mrd. von der gesamten EU, strategisch zurück zu halten.

    "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte"

    War das nicht diese seriöse 1 Mann AG mit Sitz in ???London??? die den Faßbomber Assad überführt hat?

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      "War das nicht diese seriöse 1 Mann AG mit Sitz in ???London??? die den Faßbomber Assad überführt hat?" Ja. Das war sie. Eine ganz tolle Quelle für Nachrichten aus Syrien. LOL

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    > Erdoğan will Europa mit 3,6 Millionen Flüchtlingen fluten

    quatsch mt soße. er hat damit *gedroht*. das ist etwas anderes. leute, die übel androhen, bluffen nicht selten. das solltet ihr eigentlich wissen. erdogan hat kein interesse daran, den mrd-deal mit der eu zu gefährden.

    BREAKING: Attorney General Barr and Rupert Murdoch Reportedly Had Private Meeting at Murdoch’s Home — as Trump Attacks Fox
    https://www.mediaite.com/trump/attorney-general-barr-and-rupert-murdoch-reportedly-had-private-meeting-at-murdochs-home-as-trump-attacks-fox/

    man stelle sich vor, obamas ag eric holder hätte weiland daheim bei jeff zucker (cnn) diniert. elsässer wäre der erste gewesen, der sich darüber echauffiert hätte. doppelmoral, ick hör dir trapsen…

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      Hann—————–
      Die braucht Erdogan nicht zu schicken. Die kommen von alleine. Gehen Sie mal an einem großen Flughafen. Dort werden Sie sehen wie sie kommen und von unseren Damen mit glücklichen Augen aufgenommen werden.
      Der Migrtionspackt ist Ihnen ein Begriff.
      84 Millionen haben wir bereits. Der Mais ist zum großen Teil verreckt. Der Weizen war auch nicht viel besser. Denken Sie mal weiter. Oder besser nicht, denn sonst bleibt Ihnen das noch vorhandene Essen im halse stecken.
      Schweden will 60 bis 80.000 abschieben, Wohin haben sie nicht gesagt. Raten wir mal.
      Und in ca. 15 bis 20 Jahren gibt es 10 Milliarden Menschen.

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      Friedolin Semmelweiss am

      Nein – Erdogan wird es auch machen, bzw. müssen, weil denen dort auch schon bald die Hose platzt; die Flüchtlinge waren auch von Anfang an für Europa gedacht.

      Es ist auch wichtig für Europa – zu verstehen bzw. zu lernen – so wie die USA immer wieder neu aus seinen Fehlern lernen muss – frei nach dem Prinzip: LEARNING by BOMBING !!!

      Die Kriegsmaschinerie läuft wieder an !!!
      Die Waffen-Exporte gehen in die Höhe…

      Hau Ruck – und auf geht´s !!!
      Wir faffen daff !!!

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    DerSchnitter_Maxx am

    "Wenn du lange genug in einen Abgrund blickst, bilickt der Abgrund auch in dich."(Nietzsche)

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    Paul, der Echte am

    "Die Türkei ist mächtig – viel mächtiger als – Merkelland."

    Das mag stimmen, was die militärische Schlagkraft ausmacht, aber wirtschaftlich sind die Bückbeter nur dritte Klasse oder weniger 😉

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      Friedolin Semmelweiss am

      Der Stellverteterkrieg durch den IS hat in Syrien nicht durchgegriffen, und hat nur eine Flüchtlingswelle nach EUROPA ausgelöst,

      und die Türkei soll jetzt dafür in die Presche springen… Erdogan wird nun – vielleicht auch unabsichtlich für den NWO-Plan … aktiv … (riskante neue Stellverteter-Position der Türkei);

      die USA bleibt dabei passiv in Deckung, und wartet auf seine Chance …
      alles taktisch … mit Blick auf Eskalationsmöglichkeiten.

      die merkel´sche ScheckBuch-Politik á la Hans-Friedrich Genscher muss nun nur noch durch- bzw. weitergeführt werden. Alles EASY-GOING !!! Geld ist ja genügend da … muss nur noch angewiesen werden … und kann jederzeit nachgedruckt werden … oder Steuern erhöht werden …

      dazu ist die Frau schlussendlich eingestellt worden – und nun soll´se mal machen – näh !

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        Querdenker der echte am

        So iss es!
        Und dann auch mal überlegen:
        Weshalb war Seehofer wenige Stunden vor der türkischen Invasion in Syrien wohl bei Erdogan?
        Wegen Flüchtlingsfragen wurde uns erzählt. Na ja. Oder
        Rückendeckung für Erdogans Krieg gegen Syrien?
        Man weis es (NOCH) nicht !!

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      die kommen auch mit weniger aus. die hälfte verhalten wir mit deutschen steuergeldern…
      guck an und du wirst entsetzt sein was türk bekommt und was deien oma bekommt.

  12. Avatar
    Friedolin Semmelweiss am

    Erdogan hat nun sehr viel für die Flüchtlingsaufnahme in seinem Land getan.

    Die Türkei ist mächtig – viel mächtiger als – Merkelland.

    Merkel muss sich nun einfach Erdogan beugen.
    So einfach kann Politik sein !

    Na ! oder Näh !
    Nun machen Sie mal – Näh !

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