Was uns schön macht und zugleich schützt.

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Sie gilt als offensichtlichster Ausweis des Befindens. Sie zeigt außen an, was drinnen vorgeht. Sie ist Verpackung, eine Hülle, aber sie enthüllt angeblich auch, was unter der Oberfläche passiert. Nichts wird so sehr gepflegt wie sie. Ob im Babyalter oder später beim Älterwerden. Morgens. Abends. Wer regelmäßig pflegt, kann dafür viel Geld ausgeben. Manchmal wird er belohnt durch gesundes Aussehen, auch im fortgeschrittenen Alter. Bloß viel hilft nicht immer, manchmal schadet zu viel Pflege auch.

Verdeutlicht man sich, dass bei einem erwachsenen Menschen die Haut eine Fläche von rund zwei qm einnimmt, dann ist klar, dass sie damit das größte Organ unseres Körpers ist. Einerseits soll uns die Haut vor Umwelteinflüssen schützen, andererseits gilt sie neben Darm, Leber und Nieren zu den Ausscheidungsorganen. An guten Tagen verlieren wir so bis zu zehn Litern Flüssigkeit. Sie beinhaltet neben dem Tastsinn auch das Wärme-, Kälte- auch das Schmerzempfinden. Tatsächlich ist kaum ein anderes Organ so empfindlich für Einflüsse von außen wie von innen. Mehr als eine Million Tastorgane. Außerdem mindestens so viele freie Nervenenden – wie eine riesige Antenne.

Viele Gefühle werden über die Haut offenbart: zum Beispiel beim Erröten oder Erblassen. Zudem funktionieren beim Menschen die evolutionär angelegten Muskeln noch, die bewirken, dass sich Haare sträuben. Dass seelische Probleme die Haut angreifen können, verwundert angesichts der sensiblen Ausstattung nicht. Dass die äußere Haut auch mit unserem inneren Schleimhautsystem im Körper in Verbindung steht, dürfte nicht so bekannt sein.

Grundsätzliches
Unsere Haut besteht aus drei Schichten: der Ober-, der Leder- und der Unterhaut und erfüllt zahlreiche Aufgaben. Gemeinsam mit ihrer Hornschicht schützt die gefäßfreie Oberhaut vor Umwelteinflüssen wie Sonne, Wasser und Kälte. Eine Mischung aus Fett und Feuchtigkeit helfen ihr dabei.
Kollagen- und Bindegewebsfasern durchziehen die darunter liegende Lederhaut und halten die Haut fest und elastisch. In der Lederhaut befinden sich Talg- und Schweißdrüsen sowie Haarwurzeln. Während die Talgdrüsen Hornhaut und Haare fetten, töten die Schweißdrüsen Krankheitserreger ab und kühlen den Körper durch Verdunstung.
Als dehnbares Bindegewebe speichert die Unterhaut Wasser und Fett. Das Unterhautfettgewebe steht als Energiereserve zur Verfügung und polstert den Körper gegen Druck von außen ab. Verdeutlicht man sich, dass die äußere Haut mit der inneren (Schleim)haut in Verbindung steht, so können Umweltgifte über diesen Weg auch in unseren Organismus gelangen.

Die Haut als unser größtes Organ hat viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Aus diesem Grund ist eine naturbelassene und schadstofffreie Hautpflege für die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung der Hautgesundheit außerordentlich wichtig. Gleichzeitig beeinflusst die Ernährung unsere Hautgesundheit. Sie kann Hauterkrankungen vorbeugen oder diese deutlich bessern, z. B. die Psoriasis und die Neurodermitis.

Gesunde Haut
Gesunde, glatte Haut ist nicht nur ein Schönheitsideal sondern auch ein Indiz für einen gesunden Organismus. Falten, Akne und andere Hautprobleme sind immer auch ein Spiegel der inneren Gesundheit. Eine mineralstoffliche Unausgeglichenheit, oxidativer Stress oder entzündliche Prozesse, die in unserem Körper stattfinden, spiegeln sich häufig in einem unreinen oder unebenen Hautbild. Viele natürliche Nahrungsquellen, die reich an Antioxidantien und Mineralien sind, können uns dabei helfen, eine strahlende und gesunde Haut zu bekommen.

Viele Faktoren schaden der Haut
Sonne, Nikotin, Make-up – das sind bekannte Feinde der Haut. Jedoch der Hauptfeind ist Stress. Stress schädigt die Haut in vielerlei Hinsicht. Denn Stimmung und Gefühle lassen sich gerade im Gesicht nur schwer verbergen. Man wird blass vor Angst, rot bei Scham und schon sprießen die Pickel aus allen Poren. Die Haut wird nicht umsonst als Spiegel unsere Seele bezeichnet. Stress ist Feind Nummer 1 für unsere Haut, denn er hemmt die Zellteilung und so die Regeneration der Haut. Anspannung und Rastlosigkeit nehmen unserer Haut daher die Frische, ihre Straffheit und ihren zartrosa Teint.

Du bist, was du isst – gilt auch für unsere Haut. Mit falscher Ernährung kann man mehr Schaden anrichten als wenn man mal eine Creme vergisst. Zu viel Alkohol, zu viel fettige Nahrung, zu viel Zucker – auch hier gilt: Eine ausgewogene Ernährung stärkt nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Haut und macht sie nebenbei auch widerstandsfähiger. Ständige Abnehmkuren mit dem berühmten Jojo-Effekt setzen der Elastizität unserer Haut arg zu. Sie verliert Spannkraft und Straffheit.

So wohltuend die ersten Sonnenstrahlen im zeitigen Frühjahr sind, wir geradezu danach lechzen, so sehr muss man sich bewusst sein, dass die UV-Strahlung mit Vorsicht zu genießen ist. Ab einer bestimmten Dosis greift diese unsere Haut an. Neben Sonnenbränden sind im Weiteren Infektionen und Krebs möglich. Sonnenbrände können die vorzeitige Hautalterung und die Bildung von Falten begünstigen.

Wer raucht, weiß oft mit diesem Laster umzugehen. Trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass Rauchen aktiv und passiv schädlich für unsere Haut ist. Häufiger Konsum ist sogar schädlicher als zu viel Sonne. Die Haut von Rauchern altert schneller, wird dünner und hat mehr Falten. Das ist unter anderem dadurch begründet, weil Nikotin die Blutgefäße enger werden lässt, wodurch Feuchtigkeit und Elastizität verloren gehen.

Auch für unsere Haut gilt manchmal, dass viel nicht viel hilft, zu viel sogar schadet. Gemeint ist das zu häufige Reinigen und Waschen. Unsere Haut hat zu ihrem Schutz eine natürliche Fettschicht. Diese könnte angegriffen werden, was die Haut austrocknen lässt und der Bildung von Ekzemen Vorschub leistet. Auch die falsche Seife oder Waschlotion kann Schaden anrichten. Sind diese zu alkalisch, greifen sie den Säureschutzmantel an und führen zu Rötungen und unangenehmen Reizungen.

Wer Pickel ausdrückt, riskiert, dass Bakterien auf der Haut in die nun offene Wunde gelangen. Manche helfen sich mit Zahnpasta oder ähnlichem, um Pickel möglichst schnell wieder loszuwerden. Dabei gelten diese oft auch als Indikator für Erkrankungen.

Zum Schluss: Der Umsatz mit Kosmetika in Europa ist von 16,4 Milliarden Mark im Jahr 1997 auf heute mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr gestiegen. Die Haut als unser größtes Organ bedarf spezieller Beachtung. Die Zusammenhänge sind sehr komplex und der Mühen Lohn nicht immer sichtbar. Jedenfalls nicht sofort.

Gebräunte Haut als Zeichen von Erfolg
Blass galt früher als vornehm und zeigte an, dass man nicht ungeschützt in der Sonne arbeiten musste. Heute ist blass gleichbedeutend mit langweilig oder kränkelnd. Gebräunte Haut steht trotz aller Warnungen vor Hautkrebs für Vitalität und zeigt an, dass man sich viel Zeit in der Sonne leisten kann, weil man wenig(er) arbeiten muss. „Wer du bist, wird über die Haut ausgedrückt“, sagt der Hamburger Dermatologe Kristian Reich.

Dass Menschen vom Äußeren aufs Innerste schließen, stigmatisiere Betroffene noch stärker. Hautkrankheiten würden ohnehin als schmutzig und ansteckend wahrgenommen. Cremehersteller, Hautärzte und kosmetische Institute befördern den Trend, den sie einzudämmen vorgeben. Einerseits wird Patienten wie Kunden geholfen, wenn die Haut juckt, schuppt oder Pusteln aufwirft. Gleichzeitig befeuern sie das Streben nach der stets perfekten Haut, auch wenn die angebotenen Rezepte oft gar nicht wirken können. Das führt zu einer bitteren Pointe in der Dermatologie: Wer seine Haut besonders intensiv pflegt, überstrapaziert sie.

Jeder Hautarzt kennt Patienten, die dreimal täglich Gesicht, Hals und Dekolleté mit einer teuren Pflegeserie eincremen, Körperlotion benutzen und an eben jenen Stellen immer mehr Pickel und Ausschlag bekommen. „Die Menschen machen viel zu viel mit ihrer Haut“, sagt der Hamburger Dermatologe Volker Steinkraus. „Weniger ist mehr, denn die besten Kosmetika produziert die Haut selbst.“ Zur großen Verwunderung ihrer Patienten empfehlen Ärzte dann, Kosmetik und Pflege einzuschränken und die Haut weniger zu malträtieren. Wer übertrieben reinlich ist, dessen Haut schuppt sich leichter, ist eher gerötet und infiziert sich schneller mit Pilzen und Bakterien. Kontaktekzeme gedeihen besonders in Achselhöhlen, die regelmäßig rasiert und täglich mit Duschlotionen, Cremes und Deos traktiert werden. „Die Haut muss nach Bedarf gepflegt werden“, sagt Steinkraus.

Die Haut als Indikator von Krankheiten
Leicht abzulesen an der Haut ist der Lebensstil. Rauchen, Alkoholkonsum und intensive Sonnenbäder lassen die Körperhülle schneller verwelken. Jede Form von Mangel- und Fehlernährung belastet die Haut. Einseitige Essgewohnheiten, extreme Hungerkuren oder die gestörte Verdauung von Nährstoffen zeigen sich an Haut und Haaren. Die Haut wird trocken und dünn, schuppt sich, verliert an Spannkraft und verfärbt sich weiß bis gräulich. Fingernägel brechen leichter und die Haare können ausfallen.

An der Haut zeigen sich bereits bestehende Erkrankungen deutlich. Übergewichtige Menschen neigen zu Hautinfektionen durch die erhöhte Schweißbildung in den Hautbeugefalten. Bei Personen mit Diabetes oder Nierenerkrankungen ist die Haut anfälliger für Entzündungen und Juckreiz aufgrund der Veränderungen an Nerven und Gefäßen. Besonders deutlich sichtbar wird der Zusammenhang von Ernährung und dem Hautbild bei Lebensmittelallergien. Ein gesunder Speiseplan kann therapiebegleitend sinnvoll sein, selbst wenn Essen und Trinken nicht als Ursache der Hauterkrankung gilt.

Die Zahl der Hauterkrankungen hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Immer häufiger sind Menschen von Hautproblemen wie Pusteln, Abszessen, Ekzemen, Neurodermitis oder Psoriasis betroffen. Selbst Babys kommen immer öfter mit einer kranken Haut auf die Welt.
Auch andere Erkrankungen wie Diabetes, Hepatitis, Rheuma lassen sich an der Haut ablesen. Solche Störungen und Mangelerscheinungen wie Eisenmangel, Pilzinfektionen, Vitaminmangel, erhöhtes Osteoporose-Risiko, Schilddrüsenüberfunktion, Stoffwechselstörung zeigen sich an unserer Haut.

COMPACT-Spezial: Öko-Diktatur

Was macht unsere Haut krank?
Herkömmliche Hautpflege-Produkte können viele chemische Substanzen wie Weichmacher, Konservierungs- und Farbstoffe, künstliche Duftstoffe oder Bindemittel beinhalten. Durch diese chemischen Stoffe verliert die Haut ihren – von der Natur gegebenen – Regulationsmechanismus.

Wird die äußere Haut durch diese chemischen Substanzen negativ beeinflusst, belastet dies das innere Schleimhautsystem ebenfalls. Das wiederum hat zur Folge, dass die gesamten Mikroorganismen im Körper nachhaltig geschädigt werden. Hauterkrankungen wie Ekzeme, Neurodermitis und Psoriasis können das Ergebnis einer derartigen Schädigung sein.

Auch Stress, Depression und andere Probleme, die psychischen Druck ausüben, lassen sich nicht selten am Zustand der Haut ablesen. Der Körper reagiert stets dann über die Haut, wenn seine Ausleitungsorgane (Nieren, Darm) überfordert sind. Bei einem gesunden Körper geschieht dies problemlos. Jedoch, ist der Organismus geschwächt, kann die Ausleitung über die Haut sehr unangenehm werden. Die Haut beginnt zu jucken, ist insgesamt sehr trocken und gereizt; es können sich Bläschen oder sogar offene, teilweise nässende Stellen bilden. Chronische Hauterkrankungen können die Folge sein.

Ganz gleich, in welcher Form sich das Hautproblem darstellt; der Darm ist bei Akne, bei Ekzembildungen, Neurodermitis oder Psoriasis in den meisten Fällen beteiligt. Darmstörungen machen sich daher sehr oft in Form von Hautproblemen bemerkbar. Deshalb geben Hautprobleme grundsätzlich auch immer Aufschluss über die Darmsituation des Betroffenen. Das macht deutlich, dass neben der Hautpflege ebenso die Ernährung und die Pflege des Darmes zu berücksichtigen ist.

Welche Ernährung benötigt unsere Haut?
Gesunde, frische Haut basiert grundsätzlich auf einer basenüberschüssigen Ernährungsweise, die viel hochwertiges Obst und Gemüse beinhaltet. Frisches Obst und Gemüse liefert dem Körper wichtige Vitamine, Spurenmineralien und Antioxidantien, die unser Hautbild verfeinern und uns vor Falten bewahren können. Wobei zu beachten ist, dass statt Obst mehr Gemüse gegessen werden sollte, da der Fruchtzucker auf die Zuckerbilanz einzahlt.
Neben einer ausgewogenen Ernährung braucht unsere Haut zudem eine ausreichende Menge stilles Wasser – mindestens 2 Liter pro Tag. Wasser ist unbestreitbar der wichtigste Stoff, den wir tagtäglich zu uns nehmen, unser Körper besteht schließlich bis zu 60 Prozent daraus. Es dient als Medium für chemische Reaktionen und Stoffwechselvorgänge, reinigt den Körper und hilft zudem der Haut dabei, schädliche Stoffe auszuscheiden. Auch wasserreiches Obst und Gemüse kann die Haut bei der Ausleitung von Schadstoffen unterstützen.

Nährstoffe für die Haut
Welche Nährstoffe sind für eine gesunde Haut besonders wichtig? Neben dem schon erwähnten Wasser gehören dazu die Vitamine A, B2, Vitamin C und E sowie Fettsäuren (Omega-3) . Unsere Haut kann nur gesund bleiben, wenn sie auch ausreichend mit Mineralstoffen versorgt wird. Wichtige Mineralien sind dabei Silizium, Zink, Schwefel, Selen und Magnesium. Diese Mineralstoffe sind die Grundlage für eine funktionsfähige, aktive und junge Haut.

Zink
Zink hilft unter anderem bei der Kontrolle des Fettgehalts der Haut und gleicht die androgenen hormonellen Prozesse aus, die Akne hervorrufen. Zink ist ebenfalls sehr wichtig für die Bildung von Kollagen – einem Protein, welches die Basis des Bindegewebes und der Haut darstellt. Ohne Zink bildet sich keine Hautzelle und kein Haar.

Biotin
Biotin auch bekannt als auch Vitamin H leistet ebenfalls einen Beitrag zum Erhalt von Haut und Haaren. Es ist an der Bildung von Kreatin beteiligt. Kreatin ist die Grundsubstanz der Haare, aber auch als Strukturprotein in Haut und Nägeln enthalten. Vitamin E schützt die Körperzellen durch seine antioxidative Wirkung.

Selen
Selen ist ein antioxidatives Mineral und trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei, sorgt für Geschmeidigkeit des Gewebes und hilft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Es hilft die Haut z. B. vor Sonnenbrand schützt.

Vitamin C
Vitamin C ist eines der wichtigsten Vitamine, die täglich für die Haut benötigt werden. So ist Vitamin C u. a. ein Co-Faktor für die Kollagenproduktion. Es unterstützt die normale Kollagenbildung und hat somit Einfluss auf die Hautgesundheit und die Bildung von Falten.

Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Zellmembranen (Zellwände), die jede Zelle umgeben und schützen. Sie sorgen für die notwendige Stabilität und einen gesunden Feuchtigkeitshaushalt. Fettsäuren machen die Haut geschmeidig.

Silizium
Für gesunde Haut, Haare und Nägel ist auf die ausreichende Versorgung mit Silizium achten, denn Silizium ist ein Bestandteil der Haut und des Bindegewebes. Ein Mangel an Silizium führt zu einer geringeren Hautelastizität, was eine beschleunigte Faltenbildung begünstigt und die Bildung von Altersflecken beschleunigt. Z. B. auch gut in Salatgurken enthalten.

Vitamin B2
Vitamin B2 auch als Riboflavin wird auch „Wachstumsvitamin“ genannt. Es ist wichtig für den Energiestoffwechsel und auch für die Hautgesundheit relevant.

Vitamin A
Für eine gesunde Haut sollten wir auf eine gute Versorgung mit Vitamin A oder dessen Vorstufe Betacarotin achten. Für die Struktur und Gesundheit der Haut spielt Vitamin A nämlich eine zentrale Rolle. Eine unzureichende Versorgung kann sich beispielsweise in Trockenheit der Haut äußern. Provitamin A beziehungsweise Betacarotin gehört darüber hinaus zu den Antioxidantien. Diese helfen, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor einer möglichen Ursache der vorzeitigen Hautalterung.

Magnesium Brain - gut fürs Gehirn und gegen Demenz

Schwefel
Schwefel ist für seine entgiftenden Eigenschaften bekannt, welche die Ausleitungsorgane unterstützt und so die Haut entlastet. Schwefelreiches Gemüse besitzt z. B. die Fähigkeit, den Abbau von Giften in der Leber und den Aufbau von Gallenflüssigkeit zu unterstützen.

Eisen
Eisen ist vor allen Dingen wichtig für den Transport von Sauerstoff im Blut. Eisenmangel äußert sich in blasser Haut.

Antioxidantien für eine glatte Haut
Um das vorzeitige Altern der Haut zu verhindern, sollte man viele antioxidativ wirksame Lebensmittel zu sich nehmen. Antioxidantien bauen oxidativen Stress ab und schützen die Haut vor freien Radikalen, welche unter anderem für die Faltenbildung verantwortlich sind. Ein Übermaß an freien Radikalen entsteht durch eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise (Nahrungsmittelzusatzstoffe aus Fertiggerichten, Rauchen, Alkohol, Sonnenbrand etc.). Vitamin C, Vitamin E und Coenzym Q10 sind die bekanntesten Antioxidantien, die unter anderem für eine strahlende Haut verantwortlich sind. Auch das indische Gewürz Kurkuma kann für die Haut und den Körper von unglaublichem Nutzen sein. Kurkuma enthält viele antioxidative Inhaltsstoffe, die auch als Curcuminoide bekannt sind. Experten haben angedeutet, dass diese Curcuminoide 5 bis 8 mal so effektive antioxidative Eigenschaften haben wie Vitamin E und andere bekanntere Antioxidantien. Kurkuma hilft nebenbei bei der Reinigung und Pflege der Haut und sorgt für deren Geschmeidigkeit. Zusätzlich unterstützt das Gewürz die natürliche Flora, die unsere Haut vor gefährlichen Mikroben schützt.

Spinat
Auch Spinat ist ein tolles Lebensmittel für unsere Haut. Er ist reich an Wasser, Vitamin C, Magnesium, Folaten und Chlorophyll, welches die Entgiftung unterstützt und so die Haut stärkt. Außerdem finden sich im Spinat viele antioxidative Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin, die die Haut vor oxidativem Stress durch freie Radikale schützen. Jungspinat zeichnet sich zudem für das natürlich enthaltene Coenzym Q10 aus. Weitere Lebensmittel, die Coenzym Q10 enthalten, sind zum Beispiel Nüsse, Zwiebeln oder Pflanzenöle wie Sesamöl.

Q10
Die meisten Antioxidantien wie zum Beispiel Coenzym Q10 sind sehr empfindliche Stoffe, die durch das Erhitzen zerstört werden können. Daher sollte man antioxidative Lebensmittel eher roh verzehren oder wenn, dann nur sehr schonend gedünstet.

Neun Zugaben für die Schönheit durch Magnesium

1. Für strahlenden Teint
Magnesium wirkt nicht nur in Form von Lebensmitteln und Kapseln: Als Zusatz in Kosmetikartikeln versorgt es die Haut von außen mit seinen wertvollen Eigenschaften. So klärt und glättet Magnesium das Hautbild. Vor allem trockene und empfindliche Haut profitiert davon. Die Haut wird beruhigt und kann Feuchtigkeit besser binden, Spannungsgefühle werden beseitigt.

2. Für straffe Haut
Falten entstehen auf natürliche Weise: Wenn die Haut altert, verliert sie an Spannkraft. Magnesium hält diesen Prozess zwar nicht auf, kann ihn aber verlangsamen. Als antioxidativer Wirkstoff schützt Magnesium die Haut vor freien Radikalen, die Hautalterung und Faltenbildung vorantreiben.

3. Für volles Haar
Sogar das Haar profitiert von Magnesium. Wenn nicht über die Nahrung und Ergänzungsmittel, dann über ein Pflegeshampoo mit entsprechenden Zusätzen: Produkte mit Magnesium, anderen Mineralstoffen und dem Provitamin B5 sollen dem Haar mehr Volumen geben und vor Haarbruch schützen.

4. Gegen Pickel
Magnesium besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Weil Pickel und Akne durch entzündete Talgdrüsen entstehen, wirkt Magnesium gegen die unschönen roten, manchmal eitrigen Hautunreinheiten.

5. Gegen Rosazea
Rosazea ist eine Hautkrankheit, von der viele Erwachsene betroffen sind. Sie äußert sich durch stark gerötete Gesichtshaut, es kommt zu Eiterpickeln und Knötchen. Manchmal bilden sich knotige Verdickungen auf der Nase. Weil die Rosazea durch Entzündungen ausgelöst wird, kann auch hier Magnesium Abhilfe schaffen. Die Rötungen gehen zurück, die Haut wird beruhigt.

6. Gegen Ekzeme
Auch hinter Ekzemen stecken Hautentzündungen. Diese äußern sich in der Regel durch gerötete, juckende und schuppige Haut. Weil Magnesium die Feuchtigkeit und Elastizität der Haut aufrechterhält, haben Entzündungen wie Hautekzeme keine Chance.

7. Gegen Stress
Oftmals bedingt psychischer Stress das Hautbild: Bei Ärger im Job oder privaten Sorgen entstehen umso mehr Pickel und chronische Hautkrankheiten brechen aus. Magnesium wirkt gleich zweifach dagegen: Zum einen hemmt Magnesium die Produktion von Stresshormonen, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Zum anderen fördert es die Produktion von Serotonin, dem Stimmungsmacher unter den Hormonen. Der Mineralstoff hilft also, Stress in körperlicher Hinsicht einzudämmen und das Wohlbefinden zu steigern. So können wir mit einem Lächeln im Gesicht und ohne Hautausschläge in den Tag starten. Eine starke Psyche, die mit Stress und Sorgen zurechtkommt, ersetzt eine Dosis Magnesium aber nicht.

8. Für besseren Schlaf
Der Traum vom Schönheitsschlaf kann wahr werden: Über Nacht regeneriert sich die Haut. Wer die Nacht durchmacht oder sehr schlecht schläft, sieht am nächsten Morgen entsprechend aus. Ausreichend erholsamer Schlaf ist also Gold wert für unsere Schönheit. Wichtig für die Nachtruhe: das Schlafhormon Melatonin. Dieses wird aus dem Wachhormon Serotonin gebildet. Da Magnesium die Serotonin-Produktion fördert, fördert es auch einen gesunden Schlaf.

9. Für mehr Wellness
Wer dem Schlummermodus auf die Sprünge helfen möchte – oder sich einfach nur etwas Gutes tun will – nimmt ein Magnesiumbad. Dazu einfach Magnesium-Flakes ins Badewasser geben. Damit der Mineralstoff seine volle Wirkung entfalten kann, muss die Konzentration ausreichend hoch sein. Dann sorgt Magnesium für Entspannung pur, für eine gesunde und gepflegte Haut und bei Sportlern für entspannte Muskeln. Denn wie bereits erwähnt: Der Körper kann Magnesium auch über die Haut aufnehmen. Alternativ behandelt man die Haut mit Magnesium-Öl. Die Mischung aus Wasser und Magnesiumchlorid hat eine ölige Konsistenz und macht die Haut etwa bei einer Massage samtig zart.

Magnesium Vitality stärkt die Lebenskraft und schützt vor Schmerzen

Zusammenfassung
Klar ist Schönheit ein relativer Begriff. Gesundheit jedoch nicht. Dieses Wohlbefinden möchte jeder gerne möglichst bis ins hohe Alter verspüren. Wer seiner Haut Gutes tut, sowohl von innen als auch von außen, verhilft sich auch zu mehr Gesundheit. Wer sich zu ausgewogener Ernährung noch ein Mehr an zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen und eine gesunde Lebensweise leistet, dem dankt auch die Haut dafür. Umgekehrt lassen sich an der Haut schnell Defizite in der Ernährung oder auch eine ungesunde Lebensweise ablesen. Im Zusammenspiel von Ernährung, Pflege und Lebensweise lassen Körper und Geist lange erhalten. Unsere junge Haut könnte als Gradmesser gelten.

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13 Kommentare

  1. Avatar
    Sorgenbürger am

    Meine Frau ist Anfang 40, hat noch nie irgendwelche Cremes, geschweige denn Make up benutzt und wird auf Anfang bis Mitte 20, niemals jedoch älter als Ende 20 geschätzt. Ein klarer Beweis, daß Chemie niemals gut für die Haut ist…

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    Meine Umgebung attestiert mir, dass ich nicht nur schoen und intelligent bin, sondern auch gut gewachsen und charmant. Das liegt daran, dass es in meiner Jugendzeit Haferflocken mit Milch und Zucker, Ruebenkrautbrote, Zuckerbrote, Fische ausm Fluss, Mehlkloesse, Markkloeschensuppe, Reibekuchen mit Apfelmus, vom Fensterbrett des Nachbarn geklaute Broetchen, Quer durch den Garten, Plunz (ganz billige Blutwurst) und Sonntags 1 kg Rindfleisch gab. Vater 800g, ich 100g und die anderen 100g haben sich mein Bruder und Mama geteilt. Tja, so wird man 1,93 Meter gross und sieht aus wie Arnold. So what? Ihr Vitaminwerfer.

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    HERBERT WEISS am

    Guter Beitrag! Gerade auch beim Bräunen gilt: Der Blödsinn fängt bei der Übertreibung an! Ist aber auch eine Frage der individuellen Veranlagung. Als wir im Sommer 1997 unser abgeschlossenes Umweltsanierungsprojekt (biologischer Abbau von Kohlenwasserstoffen militärischen Ursprungs) beräumten, war der einzige Schatten unser eigener.

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      heidi heidegger am

      Hmm, der fast stets eh hilfose Dermatologe wird da-dann was Cortison-haltiges verschreiben. Wirksam zwar, aber es macht auch hässlich..oohyeeegerrl !

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        # Crisaborol: Bor-Verbindung lindert Neurodermitis – Deutsches Ärzteblatt

        aber nicht füe den Plebs in der EU und schon gar nicht für den Deutsch Michel

        PS: "alte Blechdose, Apotheke Borsalbe #G654" gleich mal auf archive.is unter ciJIO

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      @ ANONYM

      Gegen Ekzeme (Arschpickel beispielshalber)
      hilft Ringelblumensalbe und gegen Stress,
      bedingt durch Kummer und Sorgen, hilft
      ein Gläschen Wodka am frühen Morgen.
      Dazu ein Schälchen Hirsebrei und schon
      bist du aknefrei. (also schön)

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        Hirse mir neu, nach einweichen Wasser weggießen oder ist das noch zu nutzen?

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        heidi heidegger am

        Höhö, die italienische Variante des *Woda am Morgen* wäre ein *espresso coretto* mit einem Schuss Grappa oder Vecchia Romagna..lecker-lecker! Büromenschen "sogar" schaue ich da regelmässigst bei meinen Italien-KontrollBesuchen dabei zu, hihi.

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        Hirse … tatsächlich in vergessenheit geraten, soll guter Mineraliensammler sein
        welche Sorte ist zu empfehlen?
        Beim Reismehl bin ich beim Glutinous Rice Flour, Wind Mill

        Und Kartoffeln für echte Grüne Klöße müssen oxidieren beim reiben, sonst werden die Klöße nicht "Grün" … aber derart naturbelassene Kartoffeln und ohne krebsverdächtigem Chlorpropham sind Mangelware.

  4. Avatar
    heidi heidegger am

    Zink und Schwefel sind schon mal gut, auch als Salbe, falls der Pickel (schon) in den Brunnen der Haut gefallen äh befallen ist, quasi. 😕 Was die Fee auf der Sommerwiese zusätzlich schützt gegen Krabbeltiere, also Insekten undoder Spermatozoiden (frau weiss nie, ob da nicht 8 Stunden zuvor ein Bauernbursch sich ergoß in die Wiese hinein einfach so..oder ein MTB-Fahrer), wäre ein enganliegender innen eingepuderter Latex-Schlüpper..ich müsste irgendwo doch noch einen.. äh ämm..*zacknweg*

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      Jeder hasst die Antifa am

      Phosphor und Schwefel sind für dich noch besser geeignet da brauchste keine Latexschlüpper das beizt alles weg hahaha

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        heidi heidegger am

        Tsstss, oller Bombenbauer-watte-biss-wohl, hihi. Und mimimich willste wg. e i n e m wissenschaftl. eingebundenen kleinen Hknkrz einsperren in‘ Ziegenstall, häh? D u schläfst dann aber unten im Stockbett..LOL

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