Warum dieser silbrig weiße Stoff für uns so wichtig ist

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Es ist an einer Vielzahl von Vorgängen in unserem Körper beteiligt. Nicht alle Wechselwirkungen sind bisher durch die Wissenschaft ausreichend erforscht. Schon jetzt stellt sich jedoch heraus, dass ein Mangel viele Erkrankungen begünstigt oder verstärkt. Da es viele Lebenssituationen gibt, in denen der Verbrauch erhöht ist, kommt es inzwischen relativ häufig zu einem Mangel dieses wertvollen Minerals. Mindestens 25 Prozent der deutschen Bevölkerung sind davon betroffen. Andere sprechen von bis zu 40 Prozent. Da für die zusätzliche Einnahme dieses Stoffes eigentliche keine Nebenwirkungen bekannt sind, eignen sich diese sehr gut um das Defizit zu decken. 

Dass vor allen Dingen Sportler kaum darauf verzichten können, mit zusätzlichen Magnesiumgaben den eigenen erhöhten Bedarf an Magnesium zu decken, dürfte sich bereits herumgesprochen haben. Schließlich verliert man beim Schwitzen pro Liter mindestens 20 mg dieses Minerals. Dauert die sportliche Aktivität an, liegt der Verlust allein über den Schweiß schnell bei einem Fünftel oder mehr des täglichen Bedarfs an Magnesium. Dieser wird für Erwachsene bei ca. 350 mg Magnesium angegeben. Wie wichtig Magnesium generell für unseren Organismus ist, stellt sich jetzt zunehmend heraus.

Dass Magnesium eine enorme Bedeutung für die Biochemie unseres Körpers hat und ständig noch weitere Wirkungsweisen erkannt werden, blieb der Wissenschaft lange Zeit verborgen. Vor Generationen mag dies nicht weiter schlimm gewesen sein. Zum einen war die Nahrung damals noch reicher an Vitaminen und Nährstoffen, zum anderen sorgen heute Umstände unseres modernen Lebens für einen höheren Verbrauch. Hier kommt vor allen Dingen der Stress ins Spiel, von dem mindestens 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Westeuropa und anderswo mehr oder weniger betroffen sind.
Eine Folge, der bisherigen Vernachlässigung von Magnesium lässt sich bereits an anderen alarmierenden Zahlen ablesen: Mindestens ein Viertel der deutschen Bevölkerung ist bereits von Magnesiummangel betroffen. Manche sprechen sogar von 40 Prozent.

Unterm Strich bleibt: Zum einen ist Magnesium ein lebenswichtiger Mikronährstoff, den unser Körper nicht selbst herstellen kann. Zum anderen gilt: Ohne ausreichende Versorgung mit Magnesium kann unser Organismus die vielen wichtigen Funktionen, die durch Magnesium gesteuert oder beschleunigt werden, nicht optimal erfüllen. Es kommt zu Mangelerscheinungen.

Wofür brauchen wir Magnesium?

Magnesium ist ein Erdalkalimetall und hat als achthäufigstes Element der Erde eine beachtliche Bedeutung für die Entwicklung von Leben auf unserem Planeten. Die Herkunft der Elementbezeichnung „Magnesium“ wird seinem Entdecker, dem schottischen Physiker und Chemiker Joseph Black zugeordnet. Magnesium gehört zu den Elektrolyten, die gewöhnlich als Ionen vorliegen. Zu den wichtigsten biologisch aktiven Elektrolyten zählen neben Magnesium vor allem Natrium, Kalium und Kalzium sowie verschiedene Phosphate und Chloride. In der Biochemie spielen diese Substanzen eine wichtige Rolle. Sie steuern wesentliche Prozesse und stehen untereinander in enger Wechselwirkung.

Vom Magnesium sind im menschlichen Organismus ständig zwischen 20 und 25 Gramm gespeichert. Der Großteil davon befindet sich in den Knochen und in der Skelettmuskulatur, nur etwa ein Prozent zirkuliert im Blut. Daher ist es schwierig den Magnesiumgehalt nur an Hand seiner Konzentration im Blut zu messen. Das kann immer nur eine Momentaufnahme sein. Tatsächlich ist Magnesium einer der wichtigsten Mineralstoffe unseres Körpers. Aufgrund seiner vielseitigen Wirkungen kann es zur Unterstützung zahlreicher medizinischer Behandlungen eingesetzt werden.

Welche Funktion hat Magnesium in unserem Organismus?
Magnesium wirkt mit:
bei der Knochenbildung
im Energiestoffwechsel
bei der Herstellung von Proteinen, den Bausteinen des Lebens
der Muskeltätigkeit und im Nervensystem
der Bereitstellung von Nukleinsäuren (DNS)

Eigentlich gibt es keinen Bereich in unserem Organismus, der nicht auf Magnesium angewiesen ist. Alle Zellen benötigen Magnesium, um entsprechend arbeiten zu können. Ein gut funktionierendes Immunsystem? Nur mit Magnesium. Eine ordentliche Verdauung? Nicht ohne Magnesium. Körperliche Fitness und eine gute Figur? Ja, mit genügend Magnesium in den Depots und im Blut. Gesundheit und Magnesium sind untrennbar miteinander verbunden.

Wirkung von Magnesium auf Psyche und Fitness
Magnesium hat Einfluss auf die Ausschüttung von Adrenalin, einem Stresshormon. Zudem beeinflusst es das hormonelle Gleichgewicht der Nebennieren, Nebenschilddrüse und der Schilddrüse und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutzuckers. Diese Hormonsysteme regeln viele Körperfunktionen, die in Zusammenhang mit unserem psychischen Wohlbefinden und unserer Regenerationsfähigkeit stehen.

Das Mineral ist zudem mitbeteiligt an der Übertragung des Aktionspotentials von der Nerven- auf die Muskelzelle und hat somit Einfluss auf die Erregungsleitung. Es reguliert das Zusammenziehen und Erschlaffen der Skelett-, Herz- und Gefäßmuskulatur und der Muskulatur der Gebärmutter und sorgt so für ein reibungsloses Funktionieren aller Muskeln sowie des zentralen Nervensystems im menschlichen Körper. Eine gut abgestimmte Funktion dieser Regulationsmechanismen wirkt sich unter anderem auf die Qualität des Schlafes und damit indirekt auf unser psychisches Wohlbefinden aus.

Ein ausreichender Magnesiumspiegel ist außerdem wichtig für unsere körperliche und geistige Fitness. Insbesondere Stress und sportliche Betätigung steigern den Magnesiumverlust sowohl durch eine erhöhte Ausscheidung im Urin als auch durch Schwitzen. Deshalb ist für Sportler eine sinnvolle Ergänzung mit Magnesium fast schon zwingend. Wer unter Dauerstress leidet, erhöht seinen Magnesiumverbrauch massiv und sollte gegensteuern. Magnesiummangel bei Stress erhöht sogar noch die ungesunden Folgen. Magnesium hat eine beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem.
Bei hohem Alkoholkonsum kommt es ebenfalls zu erhöhtem Magnesiumverlust über die Niere.

Wirkung von Magnesium auf die Knochen
Magnesium ist zusammen mit Kalzium von herausragender Bedeutung für die Knochenfestigkeit von Skelett und Zähnen. Bei Magnesiummangel werden die im Körper befindlichen Depots abgebaut. Das sind in erster Linie unsere Knochen. Es ist leicht vorstellbar, dass ein dauerhafter Abbau schädlich ist. Magnesiummangel kann zur Abnahme der Knochenfestigkeit führen und erhöht das Risiko für Osteoporose.

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Wirkung von Magnesium auf die Muskeln
Da Magnesium die Übertragung des Aktionspotentials von der Nerven- auf die Muskelzelle beeinflusst, wirkt es auf die Steuerung von Kontraktions- und Relaxationsphasen der Muskulatur. Dies ist wichtig, weil hier eine Störung zu Muskelkrämpfen führen kann. Diese Störungen gelten als die häufigste Ursache für Krämpfe. Meist handelt es sich dabei um ein Ungleichgewicht von Magnesium und Kalzium. Der Kalziumstoffwechsel steht unmittelbar mit Magnesium in Wechselwirkung. Eine gezielte Zufuhr von Magnesium gegen Krämpfe kann vielfältig wirksam sein. So lassen sich Wadenkrämpfe, Zehenkrämpfe, Lidzucken, Bauchkrämpfe und verspannte Muskelpartien im Schulter-Nackenbereich sowie im Rücken lösen.

Auch Schmerzpatienten, insbesondere Migränepatienten können von einer zusätzlichen Magnesiumgabe profitieren. Zur Vorbeugung von Migräne mit Magnesium wird eine zusätzliche Einnahme von bis zu 600 Milligramm empfohlen. Achtung: Hier ist die die Menge an reinem Magnesium gemeint. Da Magnesium aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit nur in Form von Salzen vorliegt, ist der reine Magnesiumanteil in diesen Verbindungen viel geringer. Meist nur zu 10 bis 15 Prozent. Bei Migräne überschreitet man also den empfohlenen Richtwert für die tägliche Magnesiumzufuhr auf fast das Doppelte.

Die krampflösende Wirkung von Magnesium kann auch zur Linderung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden. Bei PMS berichten Frauen häufig über eine zusätzliche positive Wirkung von Magnesium auf ihre Psyche. Ob das eine Folge der krampflösenden Wirkung ist oder eine andere Ursache hat, ist aber noch nicht ausreichend geklärt. Ferner kann eine kontrollierte Magnesiumgabe helfen, Asthmabeschwerden zu lindern.

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Wirkung von Magnesium auf das Herz
Wie schon weiter oben erwähnt, ist Magnesium unmittelbar mit dem Kalziumstoffwechsel verbunden, Magnesium wird auch als natürlicher Kalziumantagonist bezeichnet. Beim Herzen wird dieses Zusammenspiel besonders wichtig. Hier hat Magnesium großen Einfluss auf die Kalzium- und Kaliumkanäle, Darüberhinaus ist es wichtig für den ungestörten Ablauf der Erregungsleitung im Herzmuskel. Magnesiummangel kann unmittelbar zu Herzrhythmusstörungen führen.

Wirkung von Magnesium bei chronischen Krankheiten
Insbesondere Diabetiker, Herz-Kreislaufkranke, Betroffene von Bluthochdruck, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen sollten rechtzeitig eine zusätzliche Einnahme von Magnesium in Betracht ziehen. Natürlich nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Magnesiummangel kann bei bestimmten Grunderkrankungen das Entstehen von Folgeschäden begünstigen. Dies trifft besonders auf Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zu. So belegt eine Meta-Analyse von mehreren Studien aus dem Jahr 2012 eine relevante Minderung des Risikos, einen Schlaganfall zu erleiden, wenn Magnesium zusätzlich eingenommen wird.

Wirkung von Magnesium in der Schwangerschaft
Auch Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Sie sollten täglich mindestens 310 Milligramm reines Magnesium zuführen. Das sind in Form eines gut verträglichen Magnesiumpräparates in der Regel mehr als 2000 mg. In Studien konnten positive Wirkungen von Magnesium auf den Schwangerschafts- und Geburtsverlauf festgestellt werden. Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes treten unter Magnesiumsubstitution seltener auf. Schon lange wird in der Geburtsmedizin Magnesiumsulfat über die Vene verabreicht, um vorzeitige Wehen und Fehlgeburten zu verhindern.

Wirkung von Magnesium auf Jung und Alt
Jugendliche und Senioren zählen zu den Risikogruppen für Magnesiummangel. Die einen haben aufgrund des Wachstums einen erhöhten Verbrauch, die anderen ernähren sich eventuell nur ungenügend mit magnesiumreicher Kost. Eine zusätzliche Zufuhr von Magnesium für Kinder und Jugendliche kann hilfreich sein, um ein gesundes Knochenwachstum sicherzustellen. Bei Senioren kann die Einnahme von Magnesiumpräparaten helfend einer Osteoporose vorbeugen.

Magnesiummangel als Risikofaktor für die Gesundheit
Aufgrund seiner vielfältigen und komplexen Wirkung ist Magnesiummangel ein Risikofaktor für unsere Gesundheit. Entsprechend vielfältig sind die Anwendungsgebiete von Magnesium. Dabei sollte immer bedacht werden, dass die beste Magnesiumquelle eine gesunde, ausgewogene Ernährung darstellt. In vielen Situationen mag es aber notwendig sein, den täglichen Bedarf durch Einnahme eines Magnesiumpräparates abzudecken. Dies ist problemlos möglich, da so gut wie keine Nebenwirkungen bekannt sind.

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7 Kommentare

  1. Avatar

    Das Magnesium bei Muskelverspannungen und Kopfschmerzen oder Migräne helfen soll, kommt aus dem Reiche der Träume! Diese Beschwerden lassen sich nur durch manuelle Massagen beheben und durch nichts anderes. Dem Patienten wird nur diese Möglichkeit, durch Ärzte-und Pharma verweigert. Auch wird hier kein Arzt einen Mineral-und Vitaminspiegel erstellen, wo man solche Mangel feststellen kann! Der dumme Patient kauft sich dann durch solche blöden Ratschläge den Mist aus dem Supermarkt!

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      HERBERT WEISS am

      "manuelle Massagen" sind sicher sehr hilfreich. Eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist dennoch hilfreich. Über die genauer Mange mag man streiten. Der "Mist aus dem Supermarkt" kann daher weitaus nützlicher sein, als so manches Zeug aus der Apotheke. Ich denke da an diverse Schmerzmittel. Aber auch an Statine, Blutdrucksenker und weiß der Henker was sonst noch.

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    heidi heidegger am

    ♪ ♫ Josie Josie ♪, heidi "Peterle Maffay" heidigga grüßt und sagt: nur nicht schlappmachen! – das aktuelle Bild mit dem arischen Bébé + Mutter od. Tante(?) ist aukidauki, aber das vorige Bild (Debbie Harry/Blondie?) war besser! – > angespannt war ich zwar dadurch, aber alles andere als schlapp, yo! Ausgebrannt "hinterher" aber dann doch irgendwie, hihi.

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      heidi heidegger am

      Ergänzung: wisst ihr..(liebes Forum), meine Altmännerweisheit sagt mir, dass es Omis äh Babes jibbt wie Kate Moss oder eben DB oder die Süsse aus den Austin-Powers-Filmen, wo mann lügt wenn mann was anderes zu ihnen sagt bei der Ansprache als: "Ei-ei-ei noticed u around – Ei faind u very attractive – wudd u err err [ pause ] go to bed wiss mih?! *Trompetensolo einsetz’*, das dich dann rettet und die Peinlichkeit etwas zruggnimmt, quasi..toller Song (damals), gell?

      *zacknweg*

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        heidi heidegger am

        OT: in d. heidi-Sonderabteilung *Lesen was nie geschrieben wurde* finden wir aktuell -> GabiGabersen folgt in ihrem Buch der heidi auf ihren Reisen nach Italien. Sie entdeckt eine Hedonistin mit Hang zum Luxus, die allerdings eines nicht konnte: allein sein (und auch deshalb viel im Forum rumräppte). *kicher*

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      Jeder hasst die Antifa am

      Du brauchst bestimmt kein Magnesium bei dir hilft eine Packung Ziegenmist zacknweg hihi

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