Tommy Robinson, der bekannte Islam-Kritiker im Vereinigten Königreich und schon oft Redner bei Pegida, sitzt seit 25. Mai im Gefängnis, nachdem er mit einem Video über einen mutmaßlich moslemischen Vergewaltigungsring berichtet hatte. Er wurde in einem Schnellverfahren abgeurteilt und soll 13 Monate hinter Gittern bleiben!

    *** Letzte Meldung 3.8.2018: Tommy Robinson wieder frei, soll auf der COMPACT-Konferenz am 29.9. in München sprechen. Jetzt anmelden! ***

    _ von Werner Fuchs

    Doch in Großbritannien wächst der Protest gegen diese Willkür in lange nicht mehr gesehenen Dimensionen an: 20.000 zogen gestern unter dem Slogan #FreeTommy nach Downing Street No. 10, zum Sitz der Premierministerin. Auf der Großdemonstration sprachen unter anderem die niederländischen Politiker Geert Wilders und Filip Dewinter. Anderen Freunden von Tommy Robinson wie Martin Sellner (Identitäre Bewegung) und Lutz Bachmann (Pegida) war schon in den Vormonaten die Einreise nach Großbritannien verweigert worden. Die Stimmung war kämpferisch, wie das Video zeigt.

    https://www.youtube.com/watch?v=u2kOX92PJ3o

    Mit der Inhaftierung Tommy Robinsons hat sich die britische Regierung und Justiz wahrscheinlich das größte Eigentor seit dem Volksaufstand von 1642 geschossen. Folgten Stephen Christopher Yaxley-
    Lennon (so sein bürgerlicher Name) über die vergangenen Jahre immer nur einige hundert bis maximal 1.500 Patrioten bei Demonstrationen, entwickelt sich derzeit eine Lawine gegen dieses Unrecht.
    Die Menschen fragen sich, zurecht, was es für die einstmalige Wiege der westlichen
    Demokratie bedeutet, wenn ein Mann wegen der Berichterstattung über bestialische
    Verbrechen inhaftiert werden kann, während jene, die Jahre, ja Jahrzehnte wegschauten, weiter
    auf warmen Stühlen in Freiheit sitzen dürfen.

    Mittlerweile kommen nicht mehr Hunderte oder Tausende, zusammen, nein, 13 Tage nach der Inhaftierung waren es am gestrigen 9. Juni 2018 über 20.000 Briten, die Freiheit für Tommy Robinson auf Londons Straßen forderten. Aus einem Schneeball wurde eine Lawine. Und das ist verdammt noch mal gut so! Der Protest schwillt an, nicht nur in London! Leeds, Manchester und viele andere Städte waren vorher schon mit
    Tausenden auf der Straße. Millionen folgen den Demonstrationen an den Bildschirmen. Und die
    Weigerung, auch der deutschen Presselandschaft, über das Unrecht zu berichten, weiter alles
    in rosarotem Glanz zu präsentieren, macht das Wort Lügen- oder Lückenpresse umso wahrer.

    Die Folgen werden schwer wiegen. Die Spaltung unserer Gesellschaft wird nicht durch
    unangenehme Wahrheiten vorangetrieben, sondern durch die Weigerung diese zu benennen
    und das Unrecht zu beseitigen.

    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Die Briten sind ein rebellisches Volk. Wenn einem der ihren erhebliches Unrecht angetan wird, dann lassen sie nicht eher Ruhe
    einkehren, bis das Unrecht beseitigt ist, die Schuldigen bestraft wurden und das Recht wieder
    hergestellt wurde. Die Regierung May hat allen Grund zur Sorge. Auch wenn die Britische
    Presse sich noch an das Verbot der Berichterstattung hält, so ist doch der Tag abzusehen, an
    dem sich dieses Verbot nicht mehr aufrechterhalten läßt.

    zensur spezial09
    Wie schlimm es um die Meinungsfreiheit in unserem Land steht, zeigt Ihnen das COMPACT-Spezial 9: Zensur in der BRD.

    Es ist im 21sten Jahrhundert für niemanden mehr nachvollziehbar, dass man einerseits auf Staaten wie Russland, Polen und die Türkei mit dem Finger zeigt und die Wahrung der Presse- und Redefreiheit einfordert, andererseits aber selbige in Form von drastischen Maßnahmen unterbindet. Präsidentensohn Eric Trump sagte kürzlich, direkt nach der Inhaftierung Tommy Robinsons: „Das ist der Grund, warum es gut war, uns 1776 vom Königreich zu trennen!“

    So etwas treibt die Leute auf die Straße. Jedenfalls in Britannien. In Deutschland sind wir weit
    davon entfernt. Hierzulande akzeptiert man weiterhin die Einschränkung der
    „Meinungsäußerungsfreiheit“ auf einen „demokratischen Rahmen“. Soll heißen: Wir lassen es
    zu, dass das Grundgesetz, die Freiheit der Lehre, Rede und Presse, durch das Strafrecht
    eingeschränkt werden. Wie lange noch? Wer die Meinungsäußerungsfreiheit gesetzlich
    reglementiert, der schafft sie ab. Punkt. Da gibt es nichts zu beschönigen, das ist ein Fakt.

    Meinungsäußerungsfreiheit ist wohl die unangenehmste Sache, mit der sich eine Regierung
    auseinandersetzen muss. Und genau dies ist der Grund für deren Einschränkung. Mit dem
    Versuch der Verhaftung Oliver Cromwells hat die britische Regierung 1642 eine Reihe von
    Bürgeraufständen und Bürgerkriegen hervorgerufen. Wer die Geschichte kennt, der sollte alte
    Fehler vermeiden!

    Um es mit Theodor Körner zu sagen: Nun Volk, steh auf und Sturm brich los!

    *** COMPACT, die scharfe Waffe der Unterdrückten, steht immer an der Seite des Volkes. Hier unterstützen! ***

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