Volker Bruch wurde als Kommissar Rath in der Serie Babylon Berlin vom Mainstream gefeiert, doch wegen seiner Corona-Kritik geschmäht. Wir haben beide Facetten des Schauspielers in unserer Geschichtsausgabe „Babylon Berlin“ positiv gewürdigt. Das schmeckt der Produktionsfirma überhaupt nicht – unser Heft will sie verbieten lassen. Noch ist die Ausgabe hier erhältlich

    Die Chancen stehen gut, dass Kommissar Gereon Rath für Volker Bruch zur Lebensrolle wird. So wie Stephan Derrick für Horst Tappert und Horst Schimanski für Götz George. Denn ohne breitkrempigen Hut und langen Mantel ist der 1980 geborene Deutsch-Österreicher kaum mehr vorstellbar. Wer ihn im Interview oder auf einer Kundgebung im T-Shirt erlebt, ist irritiert über das Fehlen seiner Markenzeichen.

    Volker Bruch (r.) mit Protest-Pionier Anselm Lenz am Rande einer Corona-Demo 2021. Foto: Demokratischer Widerstand / Screenshot Telegram COMPACT

    Zwar hatte Bruch bereits vor Babylon Berlin in zahlreichen Filmen und TV-Spielen mitgewirkt, aber es allzu oft waren es Nebenrollen: in der Brecht-Verfilmung Baal (2004) oder in Der Baader-Meinhof-Komplex (2008) als Zeitzeuge Stefan Aust mit großer Brille und Seitenscheitel.

    Den Bruder des legendären Fliegers Manfred von Richthofen verkörperte er in Der Rote Baron (2008). In Tannöd (2009) gehört Bruch zu den finsteren Dorfbewohnern, die den Mord an einer Familie totschweigen.

    Als junger Jurist Jerusalem befreundet er sich mit dem jungen Goethe (Goethe, 2010), um fünf Jahre später als Hauke Wölki lautstark Fack ju Göhte (Teil 2) zu rufen. All diese Filme erregten Aufmerksamkeit, aber es fehlte der Part, der Bruch ein Star-Image mit Wiedererkennungswert verlieh. Das gelang erst, aber umso nachhaltiger mit Babylon Berlin.

    Wenn der Schauspieler im Supermarkt einkauft, ruft manchmal jemand: „Ah, der Kommissar!“ Dabei hält sich die Schnittmenge zwischen Rolle und Privatperson in engen Grenzen.

    Bruch sagt:

    „Es ist nicht so, dass ich in die Figur schlüpfen würde, und dann bin ich dieser Typ und gehe auch noch als Rath ins Bett. Der gemeinsame Nenner zwischen Figur und Schauspieler ist eine gewisse Wachheit und Konzentration, der Drang, der Sache auf den Grund zu gehen. Das ist ein Arbeiten an der Szene, an dem Moment. Dann zieht man das Kostüm aus und geht nach Hause. Die Vorstellung aber, jetzt alle zwei Jahre für ein paar Monate in die Zwanziger abzutauchen, bis alle sieben Krimis verfilmt sind, finde ich super.“

    Der Autor der Romanvorlage, Volker Kutscher, hatte sich die Figur des Kommissar Rath anders vorgestellt:

    „Er nuschelt. Er nuschelt und hebt den rechten Arm eher so ein bisschen nachlässig, cool, amerikanisch, als würde er ,Hi’ sagen. Es klingt ein bisschen anders noch bei ihm, so eitler. Er macht es nicht immer, er hat auch Situationen, wo er es mal ein bisschen dann auch einmal doch deutlicher aussprechen muss, wenn es ihm dann weiterhilft.“

    Zum Glück folgt Bruchs Darstellung dem nicht. Sein Kommissar spricht mit deutlicher Stimme, ist durch sein Kriegstrauma eher verkrampft als lässig, oft feige bei privaten Problemen, aber beruflich strapazierbar. Letzteres ist wichtig, denn: „Es scheint den Autoren Spaß zu machen, Rath zu quälen“, vermutet der Darsteller.

    Das Berlin der späten 1920er Jahre mit seinen Hinterhöfen ist Kommissar Raths Revier. Foto: ARD Detego

    Was Bruch an Babylon Berlin besonders gefällt: dass der politische Zeitgeist in jeder Szene spürbar ist, in alle Ritzen dringt, „dass die Politik nicht unbedingt im Fokus der Handlungen steht, aber immer passiert. (…) Das ist sehr gelungen. Dass Du nicht mit dem Finger auf eine politische Situation zeigst, aber immer mitbekommst, dass da was brodelt, dass sich da was entwickelt.“ Während Geschichtsbücher sich um Zahlen und Fakten drehten, zeige Babylon Berlin die Geschichte als „Rausch, wo all diese Dinge passieren“.

    Kritik an den Corona-Maßnahmen

    Bruchs Interesse am Politischen beschränkt sich keineswegs auf die Aussagen seiner Filme. Weil das Wegsperren der Bürger 2021 kein Ende nahm, der Druck zur Impfung aufkam, und die Mainstream-Medien lediglich regierungstreu berichteten, starteten Prominente eine Videoreihe unter dem Hashtag #allesdichtmachen, die sich ironisch-kritisch mit den Corona-Maßnahmen der Regierung auseinandersetzte.

    Bruch, der bei Dreharbeiten bereits durch Maskenverweigerung aufgefallen war, spielte nicht nur in einem der Videos mit, sondern wurde im Impressum als Verantwortlicher gelistet. So nutzte er seine frisch erlangte Prominenz für eine zweite Karriere als „Querdenker“. Das unterscheidet ihn von zahlreichen Kollegen mit frischem Lorbeer: Die plagt oft große Sorge, durch nonkonforme Aussagen in Ungnade zu geraten. Nicht so Volker Bruch.

    Nach dem medialen Shitstorm gegen #allesdichtmachen distanzierten sich zahlreiche Teilnehmer: ihnen sei der „Kontext“ der Veröffentlichung nicht klar gewesen (ja, was habe die denn gedacht?). Als kurz darauf bekannt wurde, dass Bruch einen Aufnahmeantrag bei der maßnahmenkritischen Partei Die Basis gestellt hatte, eilten die ersten Cancel-Aktivisten herbei.

    So jammerte ein Mainstream-Zombie auf Moviepilot.de:

    „Ich bin weiterhin sehr gespannt auf Staffel 4, nur kann ich nicht leugnen, dass Volker Bruchs politische Aktivitäten meine Vorfreude mittlerweile etwas dämpfen. Erst recht, wenn man das Setting der Serie bedenkt.“

    Das Berliner Stadtmagazin Tip wählte ihn noch am Jahresende 2021 zum „peinlichsten Berliner“.

    Für die Meinungsfreiheit

    Kaum war der Aufschrei von #allesdichtmachen verhallt, landete Volker Bruch den nächsten Coup: Gemeinsam mit dem Schauspieler Wotan Wilke Möhring und weiteren Künstlern startete er die Interview-Reihe #allesaufdentisch. Hier sollten jene Fachleute zu Wort kommen, denen der Mainstream wegen abweichender Meinung kein Forum bietet.

    Bruch dazu:

    „Ich möchte mich zu Wort melden, wenn ich eine Diskrepanz zwischen der in den Medien abgebildeten Meinung und den verfügbaren Informationen sehe.“

    Zu den Befragten zählen unter anderem Prof. Dr. Michael Meyen, Joachim Steinhöfel und Hans-Joachim Maaz. Tatkräftige Unterstützung erhielt Bruch von seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Miriam Stein.

    Die Propaganda-Medien reagierten – natürlich – wieder mit Ablehnung. Auch Youtube löschte einige Beiträge mit der Begründung, dass darin getroffene Aussagen über Corona-Impfungen „der übereinstimmenden Expertenmeinung lokaler Gesundheitsbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprechen“.

    Bruch und seine Mitstreiterin Jeana Paraschiva zur Löschung:

    „Wir versuchen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Das ist Demokratie. Unsere Stimmen auszulöschen, ist das traurige Gegenteil davon.“

    Wie seine Kollegin Liv Lisa Fries (in Babylon Berlin Raths Assistentin Charlotte Ritter) ist Volker Bruch aufs Land gezogen: in ein 350-Seelen-Dorf, eine Stunde von Berlin entfernt. Die Ruhe dort wird er jetzt noch dringender brauchen.

    Verboten gut: Man will COMPACT-Geschichte „Babylon Berlin – Historische Hintergründe der großen Kultserie“ aus dem Verkehr ziehen. Besorgen Sie sich schnell noch ein Heft – oder gleich mehrere Exemplare, damit sie diese auch dann noch verteilen und verschenken können, wenn wir es nicht mehr dürfen. Die Ausgabe ist hier erhältlich.

    15 Kommentare

    1. Putinversteher an

      Demokraten widern mich an, Demokraten, die sich obendrein noch Patrioten nennen, erst recht. Demokratie ist das Gift, welches die WK2 -Sieger dem Deutschen Volk zwangsverabreicht haben, das genaue Gegenteil von Patriotismus.

      • Margarete M. an

        Es waren spätestens die WK1-Sieger.
        "Niemand darf wegen seiner Herkunft …" Solche Kriegserklärungen gegen die Integrität der Integrität der Stammesvölker finden sich sogar schon in der US-amerikanischen und französischen Verfassung aus dem 18. Jahrhundert. Echte Demokratie geht nur ohne solche Staaten.

        • Nationalistischer Beobachter an

          Richtig , ich darf als Deutscher verlangen, daß ich in Deutschland wegen meiner Herkunft BEVORZUGT werde. Der Art 3 GG ist ein Schlag ins Gesicht der Deutschen. Aber was heißt "echte" Demokratie ? Echt oder unecht, weg damit ! Geht auch nicht an zu übersehen, daß die WK 1- Sieger a.) danach 12 Jahre ausgehebelt waren, b.) sich auch ,im Einklang mit dem Völkerrecht, in die
          i n n e r e n Verhältnisse Deutschlands nicht eingemischt hatten .

      • jeder hasst die Antifa an

        Putin kann man wenigstens noch verstehen der spricht ganz gut Deutsch,im Gegensatz zu der lispelnten und stotterten Trampolinspringerin die überall nur verbrannte Erde hinterlässt.

      • Demokratie ist zwar auch irgendwie Käse, aber wie stellst Du Dir das konkret vor? Monarchie, Diktatur, Anarchie oder was?

        • Nationalistischer Beobachter an

          Wegen Anarchie müßtest du dich schon an verquerdenkende Compactisten wenden. Monarchie war gut, ist aber unwiederbringlich vergangen.

        • Professor_zh an

          Nein, wendet Professor_zh ein, die Monarchie ist keineswegs vergangen. Sie ist die natürliche Herrschaftsform, sei es im kleinen wie in der Familie, sei es im großen wie im König- oder Kaiserreich. Daß sie ausarten und zur Tyrannis werden kann, ist kein Gegenargument, denn: ,,Es gab gute und schlechte Monarchen, aber Demokraten sind alle Verbrecher.! (W. Frey)

          Die Stattsform als solche allerdings ist nicht das alleinige Argument, sondern es erfordert Herrscher (und deren Beauftragte), die sowohl über Bildung und Fähigkeiten als auch über guten Charakter verfügen. Beides ist heute Mangelware!

      • Warum beschwört selbst ein Kretschmao-Grüner-Khmer einen sogenannten "Patriotismus"?

        Warum nennt man es nicht fremdwortfrei "Vaterlandstreue" oder ohne Zwangspathos schlicht und prägnant "Heimatliebe"? Mal drüber nachdenken!

        • Nationalistischer Beobachter an

          Weil "Heimatliebe" nicht das Gleiche ist wie Patriotismus , etwas verzopftes hat, nach Gartenzwerg müffelt . Und weil "Vaterlandstreue" der Ismus ( gr. " in sich logisch geschlossene Ideenlehre" ) fehlt. deshalb. Wobei man bei Kretschmar davon ausgehen kann, daß ihm die Semantik des Wortes unbekannt ist, er meinte "Nationalgefühl" eine immer wirkende Naturkraft, selbst wenn verschüttet.

    2. First Angst an

      Mein Name ist Amerika First, ich bin Kommentator
      und ich habe Angst.
      Aber ich merke, wie meine Angst nachlässt und das macht mir Angst.
      2 Jahre lang hatte ich durchgehend Angst, doch diese Angst lässt jetzt nach.
      Ich will wieder mehr Angst haben, denn ohne Angst hab ich Angst.
      Ich will Angst haben vor einer Coronadiktatur, Angst vor Zwangsimpfung und Impfschäden, Angst vorm Kältetod und Stromausfall, Angst vor russischen Atombomben, Angst vor Zensur und Kommentarverbrennung, Angst vor NWO und ukrainischen Nazis, Angst vor Wahlbetrug und Gaulands Krawatte.

      Deshalb appeliere ich an Compact, macht uns mehr Angst! Die Compactleser brauchen diese Angst jetzt. Liebes Compact-Team, lasst uns in dieser Lage nicht allein. Es ist jetzt so wichtig, dass wir alle genug Angst haben.

        • First Angst an

          Ich wurde erhört. 24 Stunden-Ausbeute:

          #Geheimplan: Millionen müssen frieren
          #Corona-Impfungen: Die Horror-Bilanz
          #Krise und Notvorrat: Was Oma noch wusste
          #China gegen Taiwan: Die Lage spitzt sich weiter zu

          Danke!