Volker Bouffier – der Opportunist im schwarzen Hessen-Sumpf

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Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier zählt zu Angela Merkels ergebensten Schildknappen, obwohl er noch vor zehn Jahren als Rechtsausleger galt. In linksliberalen Medien wird er sogar schon als ihr Nachfolger gehandelt. (Ausschnitte aus dem Artikel „Der treue Paladin“ der aktuellen COMPACT 8/2018, hier zu bestellen)

_ von Jan Nolte

Die Kanzlerin steht mit dem Rücken zur Wand. Zumindest kann man diesen Eindruck bekommen, wenn man die letzten Wochen Revue passieren lässt. Der Asylstreit hat ihrer Hausmacht erheblich zugesetzt: Das Grenzschutz-Theater der CSU war ein durchschaubares Wahlkampfmanöver, drängte die Kanzlerin aber dennoch in die Defensive. Indes bleibt bei den Christdemokraten der eigentlich folgerichtige Aufstand noch aus: Merkels Kettenhunden ist es gelungen, die Partei wieder auf Linie zu bringen und hinter der Rautenfrau zu formieren.

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Karriere nach Plan

Mit an der Spitze dieser Entourage aus Opportunisten präsentiert sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Als Sohn evangelischer Eltern 1951 in Gießen geboren, trat er schon während des Studiums in die Junge Union ein, deren Landesvorsitzender er von 1978 bis 1984 war. Der Apfel fiel nicht weit vom Stamm: Sein Großpapa war Mitbegründer der Gießener CDU, sein Vater CDU-Kommunalpolitiker und seine Schwester Karin Stadträtin im Gießener Magistrat.

Mit diesem Stammbaum war die politische Karriere quasi vorbestimmt – und sie nahm schnell Fahrt auf: 1978 zog Bouffier in den Landesvorstand der Hessen-CDU ein, 1982 wurde er erstmals Landtagsabgeordneter. Als Innenminister unter Roland Koch (1999 bis 2008) noch für seine harten Positionen bei der Bekämpfung von Ausländerkriminalität und der Ablehnung des Doppelpasses als «Schwarzer Sheriff» tituliert, entdeckte Bouffier nach der Übernahme des Ministerpräsidentenamtes im Jahr 2010 die Liebe zur Kanzlerin und ihren linksliberalen Positionen. Dabei erinnert er nicht von ungefähr an seinen Kollegen Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen. Auch dieser hatte 2017 im Wahlkampf als Rechtsausleger der CDU mit Law-and-Order-Themen versucht, im Lager der AfD zu wildern und verlorenes Vertrauen konservativer Milieus zurückzugewinnen. Einmal gewählt, dauerte es dann nicht lange, bis er sich als wachsweicher Opportunist entpuppte. (…)

Bouffier machte aus einem der konservativsten CDU-Landesverbände Merkel-Claqueure. Foto: Olaf Kosinsky / kosinsky.eu, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Original und Kopie

Hat Bouffier verdrängt, wie er sich vor zehn, 15 Jahren noch selbst für die innere Sicherheit eingesetzt hat? Als Innenminister unter Roland Koch investierte er viel Geld in die Ausstattung der Polizei, er sorgte regelmäßig für neue Fahrzeuge und bessere Ausrüstung. Diese Anliegen waren Bouffier damals so wichtig, dass er für die Erhöhung des Budgets sogar einen Streit mit dem damaligen Finanzminister Karlheinz Weimar riskierte. Als Dank für dieses Engagement war ihm und der hessischen CDU die Loyalität der Polizeibeamten sicher. Wer die grüne Uniform trug, der machte sein Kreuz meistens bei den Schwarzen. (…)

Doch inzwischen ist die Kanzlerin selbst in stürmische Wasser geraten. Eine schwarz-grüne Mehrheit auf Bundesebene ist nicht in Sicht. Die CSU ist auf Abstand gegangen. Und die Polizisten in Hessen stehen längst nicht mehr geschlossen hinter Bouffier, der seine früheren Zusagen verraten hat: Trotz Wahlkampfversprechen gab es für die Beamten zuletzt keine Gehaltserhöhung. Stattdessen vertröstete man sie mit freien Landestickets für den hessischen Nahverkehr, die in der Praxis kaum einen Nutzen haben: Uniformierte Polizisten durften Züge und Busse schon bisher kostenlos benutzen, nun eben auch in zivil. Auch bei den Spezialeinheiten murrt man über schlechte Ausstattung, die den Erfordernissen der gegenwärtigen Bedrohungslage nicht mehr gewachsen ist. Und so ist es kein Wunder, dass immer mehr Polizisten ihr Kreuz mittlerweile bei der AfD machen, die glaubhafter vertreten kann, sich für den Schutz der Bürger zu engagieren. Nicht umsonst befinden sich auf ihrer Landesliste drei Polizisten.

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Bouffiers Einsatz pro Merkel und contra Seehofer kann natürlich auch in seinen schlechten demoskopischen Werten in Hessen begründet liegen: Die AfD sitzt der CDU im Nacken, zuletzt mit starken Umfrageergebnissen von 15 Prozent – ein Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zur Bundestagswahl im September 2017. Doch Bouffiers Annäherung an die Multikulti-Positionen der Grünen könnte den Abwärtstrend genauso verschärfen wie die scheinheilige Übernahme von AfD-Positionen durch die CSU. In beiden Fällen dürften sich viele Wähler fragen: Warum soll ich das Kreuzchen bei der Kopie machen – anstatt beim Original? (Ende der Auszüge. Den vollständigen Artikel finden Sie hier!)

_ Jan Nolte (* 1988) ist Bundestagsabgeordneter der AfD und vertritt den hessischen Wahlkreis Waldeck. Er ist seit 2008 Oberbootsmann bei der Bundeswehr und spricht im Plenum häufig zu verteidigungspolitischen Fragen.


Über den Autor

Online-Autor

25 Kommentare

  1. Direkter Demokrat am

    Alle Altparteien haben ihre Glaubwürdigkeit seit Jahren verloren. Speziell an der CDU, seit 1949 fast lückenlos an der Macht, kann man erkennen, daß ihre Protagonisten nicht den Willen des Souverän umsetzen. Die SPD hat eine ähnliche Geschichte. Doch sie hat, im Gegensatz zur CDU, schon auf Widerständler schießen lassen. Das war im Januar 1919. Dieser Fakt allein macht sie eigentlich unwählbar und die Partei müßte verboten werden. Doch das Geschichtsbewußtsein von vielen Deutschen ist mangelhaft bzw. durch Alliierte Gehirnwäsche verkümmert. Generell gilt aber: Wer zur "Wahl" geht unterstützt das System. Dieses System arbeitet jedoch gegen uns. Wer kann so dämlich sein und sucht sich seinen Henker aus?

  2. Tja, es gibt Politiker die haben es kapiert, wer gegen Merkel ist fliegt! Und da Politik in diesem Land nicht mehr so wichtig ist, bleibt man / Mann lieber auf Linie der Chefin…. Dann klappts auch mit der Karriere.

  3. Bouffier ist auch nur ein Vaterlandsverraeter im Dienste einer anderen Macht. Wer ein wenig Zeit hat, der moege einmal nachforschen in welcher Foundation (oder auch Organisation) Liz Mohn, ihr verstorbener Mann Reinhard, Edmund Steuber, der fruehere NRW-Ministerpraesidenten Juergen Ruettgers und Volker Bouffier ihre gemeinsame Gesinnung ausleben. Man wird feststellen, dass Bouffier ein Mitglied derer ist, die Merkel von aussen steuern und somit groessten Einfluss auf die Politik der BRD nehmen. Auch auf die “Fluechtlings”-politik. Man braucht nur 1+1 zusammen zu zaehlen und schon wird man Seehofers Spruch: “ „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden” verstehen.

  4. DerSchnitter_Maxx am

    Opportunist … Schleimer und Arschkriecher .. ersten Grades … ekelerregend !

  5. Aristoteles am

    – Mitzwanzigerin in Rosenheim von zwei Dunkelhäutigen vergewaltigt.
    – Mitzwanzigerin in Pforzheim von einem Dunkelhäutigen lebensgefährlich verletzt.
    – Über 60-jährige in Helmstedt von einem Dunkelhäutigen vergewaltigt und erwürgt.
    – Im Sauerland vergewaltige mutmaßlich ein Afghane einen 18-jährigen Deutschen (???)

    Danke Soros für die Massenüberfremdung.
    Danke USA für Eure Besatzungspolitik.
    Danke USA für Eure NSA-Spionage.
    Danke antichristliche CDU für Eure Handlangerdienste.
    Danke Bouffier für deine Merkel-Kriecherei.

    Das ‚Danke‘ war jeweils IRONISCH.

    • Ja! Warum? Weil Puffier wiedergewählt wird, und mit ihm der ganze Club drumherum. Der Grund für unseren Niedergang sitzt schwitzend auf deutschen Balkonen und arbeitet sich an Özil ab.

    • @ J.H.D.A

      Natürlich, denn Wahlen interessieren die sowieso nicht.
      Ihre Renten sind sicher.
      Diese Sadisten machen alles aus Freude an der Lust.
      Schauen Sie deren Gesichter einmal genau an.
      Ekelerregend diese Fratzen. Genauso ist deren Charakter.
      Hermetisches Gesetz: Oben wie Unten, Außen wie Innen.

      • Jeder hasst die Antifa am

        Da habt ihr Recht um an der Macht zu bleiben gehen die auch ein Bündnis mit dem Teufel(Kommunisten und Grüne) ein

  6. Wohin steuert dieses Land?
    Der Eisberg ist längst gesichtet.
    Trotzdem: volle Fahrt voraus!
    Auf der Kommandobrücke weiß man bereits, dass die Rettungsboote NUR für den Käpt‘n und die Offiziere reichen.
    Der Rest der Besatzung und der Passagiere ist unweigerlich dem Untergang geweiht.
    Soviel weiß man auf der Kommandobrücke – aber eben NUR dort.
    Der Rest wähnt sich (noch) in trügerischer Sicherheit.
    Und nichts und niemand kann dieses Sicherheitsgefühl erschüttern.
    Nichts und niemand……

    • Das Sicherheitsgefühl ist nicht mehr vorhanden. Bis auf einige.
      1980 habe ich schon gewarnt, was nicht schwer war, aber wohl nur für mich, denn mein Umfeld hat sich darum nicht gekümmert und mich schief von der Seite angesehen.
      Man ging mir lieber aus dem Weg. Nur wenn sie besoffen waren, haben sie mir Recht gegeben.
      Heute geht man mir wieder aus dem Weg, weil man nicht von mir hören möchte, dass ich Recht behalten habe.
      In zwei dingen habe ich mich getäuscht.
      Ersten in der CDU und zweitens, dass ich noch mit dabei sein werde und schon bin.

  7. heidi heidegger am

    Bouffi ist ja mein landesvater (also habe ich die seuche, quasi) und sowieso ein halber Jeminit und kuschelt mit seinem grün-jemenitischen wirtschaftsminister Al-Wazzlos(?), aber bald kommt ja der gigant Schäfer-Gimp(el) an Bouffis seite und dann flüchte ich aus trotz nach ämm Görlitz?

    • heidi heidegger am

      ihr hessa- köpp der welt / Ihr Hessen (in Amerika)!: wir brauchen etzala die-unsere ganze elfenkraft, um Bouffi die wahl-show zu versemmeln im oktober. und ne goile kraftspendende mucke:

      [ Tony Clifton (feat. Kopfnuss Kalli) ]

      Am 07.08.2018 veröffentlicht

    • Jeder hasst die Antifa am

      Auf dem obigen Bild ist auch deine Chefin abgebildet weis sie das du hier Kommentare schreibst ,nicht das dir die Entlassung droht

      • heidi heidegger am

        jein bzw. vielleicht. aber angst vor’m verhungern habe ich nicht, denn dann komm ich zu dir und klaue dir dein pausenbrot. dick mit margarine und fleischsalt belegt, hihi.

      • Jeder hasst die Antifa am

        Da ich Grüner Veganer bin weide ich die Grasfläche vorm Haus immer ab,also nichts mit dicken Fleischsalatbemmen.

  8. Die AfD profitiert immer noch nicht ausreichend von der Ausverkaufspolitik der etablierten Parteien. Die müssten wesentlich mehr Druck machen. Nur Asylpolitik und Standpunkte vermitteln, wird mittelfristig nicht ausreichen. Damit verschreckt man nur die Winke-Omas und Winke-Opas, die einfach nur alle lieb haben wollen. Die sind zu ängstlich, nach 45 Jahren SPD/CDU was anderes zu wählen. Dabei sind das die Opfer von Merkels Asylwahnsinn. Daher braucht die AfD dringend ein zu lange vor sich hergeschobenes Rentenkonzept. Kernaussage- Ende der Rentenbesteuerung! Das ging vorher ohne, und wird auch wieder ohne klappen. Im Nachhinein sieht man ja, wozu die Rentenmilliarden gebraucht wurden…So kommt man eventuell noch an die Stimmen der Alten. Bald wird die Brut der hirngewaschenen Jugend aufgehen, die täglich in den Schulen zu Grünen-Jüngern erzogen werden. Dann ist es zu spät für einen Wechsel, siehe Fronkreisch.

  9. Typischer Karrierist, welcher seine Meinung an die jeweilige Parteiführung anpasst.

    Insbesondere von einem Ministerpräsidenten erwarte ich da viel mehr. Ein solcher muss nähmlich in erster Linie die Interessen seines Bundeslandes eigenständig vertreten. Auch dann wenn dieses von der Parteilinie oder auch von der Bundespolitik abweicht (Deswegen haben wir ja Landesregierungen).
    Statt dessen erleben wir hier nachgeordnete Stadthalter eine Bundeskanzlerin.
    Man könnte den Begriff "Ministerpräsident" dann auch in "Großmoff" umändern (Bezug auf Star Wars: Gouverneur des Imperators).

  10. Kritischer Rationalist aus Hessen am

    Die zermerkelte CDU und die arrivierten Grünen passen herrvorragend zusammen, wie man es nicht nur in Hessen, sondern auch in Baden Württemberg seit Jahren verfolgen kann. Wenn es um Macht und Pöstchen geht, dann lösen sich Prinzipien, Parteiprogramme und ehemalige Positionen flugs in Nichts auf. Der hessische Wähler wird sicher nicht vergessen, wie der einstmals Konservative Anwalt aus Giessen sich, um in einem allegorischen Bild zu sprechen, in ein grünes Zäpfchen verwandelt, was seine Konsistenz (das Selbst) im Anus der Bundeszäsarin langsam auflöst. Feigheit hat in Hessen einen grossen Namen; "Bouffier". Nichts wird vergessen, niemand wird vergessen werden am Tag der Abrechnung, Ende Oktober.

    • Helmut Herzberg am

      Ich lache mich schlapp :
      "Nichts wird vergessen (in Hessen)" . . . .
      ebenso wie in Deutschland zur BTW 2017

      Die Zahl der Gewohnheitswähler, der Nichtwähler und sonstigen Wähler
      ist nach wie vor ist viel zu groß als daß ein friedlicher Wechsel vollzogen werden könnte.

      Ich war in jungen Jahren links – schon da hat mich der Gleichmut der Bürger gestört
      "Bürger laßt das Gaffen sein . . . .
      Heute bin ich rechts (rechtens) und treffe auf den gleichen Gleichmut !
      "Mutti Merkel hat es schon immer richtig gemacht . . . .

      Das Gros des Deutschen Volkes ist politisch säkularisiert
      und bekennt sich lediglich zum eigenen Wohlergehen.

      Als Rationalist sollten Sie wissen, daß in Hessen nichts weltbewegendes passiert –
      selbst der OFC ist ein Allerweltsverein geworden.

      In diesem Sinne : mach’s gut

      • brokendriver am

        Schäfer-Gümpel..

        die neue Geheim-Waffe für grandiose Sozen-Wahlsiege in Hessen…

        Frage: Was unterscheidet Sozen-Schäfer-Gümpel von

        einer Schlaftablette ???

        Antwort: Nixx…

        ist halt ein alter Hessen-Sozen-Apparatschik…

        Starke Brille..leider fehlt ihm Über- und Durchblick…

      • Herr Herzberg, leider muß ich Ihnen rechtgeben. Die Kartoffeln fiebern regelrecht ihrem Untergang, bzw. ihrem "Endsieg" entgegen. Getrommelt wird doch schon seit über 25 Jahren, vom Kindergarten über die Schulen und Universitäten bis zum Rentnerstammtisch.
        Die politischen Eliten haben vorgesogrt, die fachlichen Eliten verlassen Schland, jährlich 1/2 Mio !
        Widerstand ? Die Antifa-SA wirds schon richten !
        Mein Optimismus ist den Bach runter.

    • brokendriver am

      Schleim heißt seine Spur….hoffentlich rutscht der Merkel-Bengel nicht darauf aus….

      Wenn doch..egal…illegal..sch***-egal…

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