Uni Tübingen bereitet Theologiestudenten auf Seelsorge für „rechtsextreme Christen“ vor

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An der Universität Tübingen gibt es jetzt ein Seminar über „neurechtes Christentum“, in dem künftige Seelsorger auf den Umgang mit rechtsextremen Schäfchen vorbereitet werden. Hier soll offenbar eine Parallele gezogen werden zwischen den „Deutschen Christen“ der NS-Zeit und heutigen Christen, die AfD wählen oder den Gender-Müll nicht ernstnehmen.

Diese Anbräunung konservativer Christen findet im Rahmen des TEAching Equality-Programms der Universität Tübingen statt. Als Gastdozentin stellt sich Frau PD Dr. theol. Sonja Angelika Strube zur Verfügung.

Der Ankündigungstext kommt gleich zur Sache: „Jenseits von Konfessionsgrenzen erstarken unter Christinnen und Christen xenophobe Einstellungen und Überzeugungen, überhaupt eine ,Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit‘; Christinnen und Christen beteiligen sich zur Verteidigung des ,christlichen Abendlandes‘ an rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen und Strömungen.“

Es folgt die klassisch-konformistische Rethorik, die jeden Widerstand gegen das Establishment als „reaktionär“ brandmarkt: „Im Internet betreiben sie (die ,neurechten Christen‘, Anm.) Seiten mit radikalen und reaktionären Inhalten, hetzen gegen abweichende Einstellungen und Überzeugungen, z.T. auch gegen kirchliche Institutionen und Amtsinhaber.“

Bis zu dieser Stelle könnte man annehmen, das Seminar richte sich gegen Islamkritiker. Aber nein, es geht primär gegen Genderkritik. Das Seminar soll Theologiestudenten „auf die praktisch-seelsorglichen Herausforderungen durch rechtsextreme ChristInnen, deren Zirkel und deren Medienpräsenz vorbereiten. Da das rechtsextreme Christentum – neben Fremden- und Islamfeindlichkeit – einen Anti-Feminismus und Anti-Genderismus sowie reaktionäre Frauen- und Familienbilder auszeichnet und gerade auch diese Momente in der Lehre der Gastprofessur bearbeitet werden, stehen ausdrücklich auch frauenpolitische Themen auf der Agenda der beantragten Gastprofessur.“

Mit anderen Worten: Wie sollen künftige Priester seelsorgerisch mit „rechtsradikalen Christen“ umgehen? Wie einem Gemeindemitglied Beistand leisten, das sich über die neuesten Genderdogmen nur totlachen kann (weil die genauso unwissenschaftlich sind wie einst die Rassenlehre der Nazis)? Ist doch klar: Exorzismus, Exkommunikation und Herbeirufung der Antifa, Scheiterhaufen… – Nein, nicht ganz so schlimm… Im Sommersemester 2018 startet das Hauptseminar: „Wie lesen Rechtspopulisten welche Bibel?. Die Bibel in rechtspopulistischen Argumentationszusammenhängen“.

Hey, die geben sich echt Mühe…

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