Die Führerin der SPD leistet sich das nächste Eigentor. Sie und ihre Partei fordern Finanzhilfen für die von Erdogan regierte Türkei. Der türkische Präsident hat sich durch seine Politik in eine Krise manövriert und Andrea Nahles springt ihm sofort, ohne dass er fragen musste, hilfreich zur Seite. Mit einer Wirtschaftshilfe würde sie sein System nachhaltig stabilisieren.

    Ohne Not verkündete Nahles laut tagesschau.de: „Es kann die Situation entstehen, in der Deutschland der Türkei helfen muss – unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen mit Präsident Erdogan.“ Sicherlich sind ihr diese Worte leicht von den Lippen gegangen; immerhin zahlt sie das Geld nicht aus ihrer eigenen Tasche, sondern aus denen der deutschen Steuerzahler.

    Man fragt sich: Warum? Wieso will die SPD einen Regierungschef unterstützen, der mit seiner Organisation DITIB Türken in Deutschland ausspioniert und bei der letzten Bundestagswahl sogar dazu aufgerufen hat, nicht SPD, CDU oder Grüne zu wählen? Hintergrund dieser Aufforderung war höchstwahrscheinlich die Armenien-Resolution.

    Möglicherweise hofft die Nahles-SPD ja nach den letzten Wahlschlappen, dass die Erdogan-treuen Türken sie wieder wählten, wenn sie nur nett genug zu ihrem Herrscher sind. Und dafür ist sie natürlich gerne bereit, die deutschen Steuerzahler die Zeche zahlen zu lassen. Vielleicht ist die SPD-Chefin auch einfach nur zu naiv, um zu erkennen, wie gefährlich Erdogan ist. Sie und ihr die SPD mitführender Genosse Olaf Scholz sind nicht gerade für kluge Worte oder Entscheidungen bekannt – siehe G20 in Hamburg. Aber die SPD hat nunmal keine Besseren.

    COMPACT-Magazin August 2018 – Jetzt am guten Kiosk oder hier zu bestellen!

    Deswegen ist Nahles eventuell geistig gar nicht in der Lage, die Politik Erdogans zu beobachten und ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Dafür würden auch ihre folgenden Worte sprechen: „Die Türkei ist ein NATO-Partner, der uns nicht egal sein kann. Es ist in unser aller Interesse, dass die Türkei wirtschaftlich stabil bleibt und die Währungsturbulenzen eingedämmt werden.“

    Es mag sein, dass die Türkei offiziell ein NATO-Partner ist, aber inoffiziell und doch offensichtlich macht Erdogan sein eigenes Ding mit Russland, was freilich völlig in Ordnung ist, wenn es zum Frieden im Nahen Osten beiträgt. Dadurch aber wird das NATO-Argument von Nahles unwirksam, zumal Donald Trumps USA ebenfalls ein NATO-Partner ist. Nahles Logik folgend müssten wir also auch die USA bei ihrem Streit mit der Türkei unterstützen, weil sie ebenfalls in der NATO ist.

    Hinzu kommt, dass die USA sich nicht ohne Grund mit der Türkei streiten. Der Konflikt mit den USA um den in der Türkei verhafteten US-Pastor hat in den vergangenen Wochen zu einem enormen Kursverfall der Lira geführt. Am Freitag stuften die Rating-Agenturen Moody’s und S&P die Kreditwürdigkeit des Landes noch tiefer herunter.

    Wurden nicht auch mal deutsche Journalisten in der Türkei eingesperrt? Und linke Gutmenschenjournalisten, die kein Vaterland haben, denen die etablierten Parteien aber den deutschen Pass hinterhergeworfen haben? Richtig, da war ja mal was! Und trotzdem will die SPD Erdogan Geld geben; zusätzlich zu den Milliarden, die er bereits durch Merkels „Flüchtlingsdeal“ bekommt. Das ist keine logische Politik mehr, sondern unfassbarer Irrsinn. Aber was soll man als Bürger von einer Regierung erwarten, die Millionen Fremde unkontrolliert ins Land lässt?

    Wenn Sie COMPACT jetzt hier abonnieren, erhalten Sie sie portofrei noch vor Erscheinen am Kiosk und dazu eine Prämie!

    Die nächste Ausgabe von COMPACT 9/2018 befasst sich mit der Politik Erdogans.

    Kommentare sind deaktiviert.