Umfrage zur Landtagswahl: AfD stärkste Partei in Brandenburg

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Tja lieber Mainstream, das war nix. Da hat sich das Polit-Establishment und dessen Medien solche Mühe gegeben, die AfD zu rufmorden. Nicht mal vor propagandistischer Ausschlachtung des Mordes an Walter Lübcke schreckte man zurück, und jetzt das: laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Civey für Tagesspiegel und Spiegel ist die AfD in Brandenburg stärkste Partei.

Die Befragung fand zwischen dem 19.6. und dem 17.7. statt, insgesamt wurden 2.892 Bürger befragt. Gäbe es demnach am kommenden Sonntag in Brandenburg eine Landtagswahl, würde die AfD dort 21 Prozent einfahren. Vier Punkte darunter, bei 17 Prozent, liegt die SPD, einst die stärkste Partei in diesem Bundesland. Die Sozialdemokraten stünden auf gleicher Höhe wie die Linkspartei und ein Prozent über der CDU (16 Prozent). Die Grünen folgen mit 15 Prozent und die FDP weiß mit ca. 5 Prozent nicht, ob sie es überhaupt in den Landtag schaffen würde.

Besorgt konstatiert der Tagesspiegel: „Bestätigen sich diese Zahlen bei der Wahl am 1. September, wäre das ein großer politischer Umbruch in dem Land, das seit der Wende sozialdemokratisch dominiert war“. Am ostdeutschen Patriotismus beißt sich der Westen die Zähne aus. Über dessen historische Wurzeln hatte COMPACT bereits in dem Artikel „Dass ein gutes Deutschland blühe“ (Bestandteil der Ausgabe 5/2017) berichtet. Lesen Sie hier einen Auszug:

Der Wind des Patriotismus wehte durch den Ost-Berliner Friedrichstadtpalast. Februar 1981: Auf einer Tagung regionaler SED-Kader trat der Generalsekre­tär höchstselbst ans Rednerpult. Was Erich Honecker an diesem Tag zu sagen hatte, ließ seine Genossen aufhorchen. «Wenn der Tag kommt, an dem die Werk­tätigen der Bundesrepublik an die sozialistische Um­gestaltung gehen, dann steht die Frage der Vereini­gung beider deutscher Staaten vollkommen neu. Wie wir uns dann entscheiden, daran dürfte wohl kein Zweifel bestehen.» Das Protokoll vermerkte die Re­aktion der Delegierten: «Anhaltender starker Beifall.»

Deutscher Patriotismus in der DDR? Zumindest in der Geschichtsschreibung der Bundesrepublik ist der «Arbeiter-und-Bauern-Staat» längst zur fehl­geleiteten Fußnote umgedeutet worden, dessen Gebiet 1990 quasi nach Deutschland zurückkehr­te. Doch tatsächlich war – neben der Systemkon­kurrenz und dem zum Mantra erhobenen Friedens­begriff – die nationale Frage dessen dritter großer Legitimationsversuch. Insbesondere in der Frühzeit standen dabei gesamtdeutsche Ambitionen auf der Tagesordnung.

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«Nicht eher werden wir ruhen, bis die widerrechtlich von Deutschland losgerissenen Kerngebiete mit der DDR in einem einheitlichen demokratischen Deutschland vereinigt sind», ver­kündete Präsident Wilhelm Pieck am 11. Oktober 1949 einen allerdings nur wenige Jahre aufrecht­erhaltenen Alleinvertretungsanspruch. «Amerikaner nach Amerika, Deutschland den Deutschen», forder­te die Blockpartei NDPD (National-Demokratische Partei Deutschlands) in ihrem Wahlaufruf 1951.

Es sei falsch, die Vergangenheit als «Geschichte der deutschen Misere» umzuschreiben, proklamierte SED-Chef Walter Ulbricht 1952. «Es können noch soviel Besatzungsmächte in Deutschland sein, die historische Entwicklung der Deutschen zu einer Na­tion kann niemand aus der Welt wischen», beschwor Ministerpräsident Otto Grotewohl 1955.

Dabei setzte die DDR auf Pathos. «Deutsch uns­re Fluren und Auen, bald strömt der Rhein wieder frei», hieß es in der später aufgegebenen 4. Stro­phe eines Liedes über den KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann. Wie weit die DDR-Führung dabei zu ge­hen bereit war, erfuhr die erstaunte Öffentlichkeit ab März 1956. Die Einheiten der gerade gegründeten Nationalen Volksarmee paradierten in einem Waf­fenrock, der jenem der Wehrmacht zum verwechseln ähnlich sah. Die feldgrauen Uniformen, so erläuterte es die Wochenschau, «entsprechen im Gegensatz zu den amerikanischen Uniformen der westdeutschen Söldner den nationalen Traditionen unseres Volkes».

Tatsächlich lief das geschichtspolitische Selbst­verständnis der SED auf eine Teilung des nationa­len Erbes hinaus: Progressive Ansätze der deutschen Geschichte fanden ihr Vermächtnis in der DDR. Be­traf dies zunächst vor allem revolutionäre Traditio­nen insbesondere der Arbeiterbewegung, so erhiel­ten in den 1980er Jahren auch Martin Luther und der Eiserne Kanzler Otto von Bismarck ihren Platz in der Ahnengalerie. Unter den Rehabilitierten war auch Preußenkönig Friedrich II., den Honecker in einem In­terview 1980 nach entsprechendem Wink von Sow­jetbotschafter Pjotr Abrassimow als «der Große» be­zeichnete und dessen Reiterstandbild er kurz darauf wieder auf dem Berliner Prachtboulevard Unter den Linden aufstellen ließ.

«Eins hat die DDR im Laufe ihrer 40-jährigen Exis­tenz geschafft, was in der BRD nie gelungen war, nämlich die Wörter «Liebe» und «Vaterland» immer wieder in einem Satz unterzubringen», meinte der Publizist Erhard Crome von der Linkspartei-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung. (…)

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24 Kommentare

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    Rumpelstilez am

    Eines muss man den Ossis lasseen, sie haben die Honeggers die Stasischergen und Seilschaften aus der offenen Konfrontation in den Untergrund verbannt.

    Deshalb haben die Systemhochverräter auch solche Angst.

    Zunächst liebe Ossis zerschlagt den vollgefressenen verlogenen Staatsfunk – und lest keine Systempresse.

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    Frank Diederichs am

    Ich bin Mitte 50 und Wessi, und meine Gehirnwäsche in der Schule war der Böse Osten der eiserne Vorhang.
    Alles was aus dem Osten kam war Böse und Faul zum Arbeiten. Die Mauer wurde nur gebaut weil die Menschen aus dem Osten zu Faul waren Deutschland wieder auf zu Bauen. Ich habe den Osten früher immer gemieden, bis ich vor 15 Jahren Beruflich in den Osten Reisen musste. Ich dieser Zeit wurde ich eines besseren belehrt. Mann konnten sich mit den Menschen unterhalten, gerade über die Politik. Jetzt bereise ich seit 15 Jahren die Ostländer ob Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien usw. Seit 10 Jahren fahre ich nach Kroatien in Urlaub mit dem Auto. Heute in den Schulen werden unsere Lesben und Schwulen Genderkinder in der Linken Ecke transferiert, was wir heute sehen. Wir im Westen sind so ein verkommenes Drecks Pack geworden. Unglaublich

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    Andreas Walter am

    Dumm, wer schon vor dem Sieg triumphiert.

    Das hemmt nämlich den Wahlkampf, macht fett und träge.

    Oder liegt die AfD etwa schon bei 55%, oder was?

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      Frank Diederichs am

      Du Vollidiot, seit wann muss man mit 55% Siegen?
      Man kann auch mit 21% eine Sieg einfahren oder warst du nie auf der Schule ?

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        heidi heidegger am

        wie-watt?, die letzte Reichstagswahl, an der mehr als eine Partei teilnahm, brachte für die KPD schlappe 12.3%, höma!

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    Marques del Puerto am

    Habe die Ehre,
    grundsätzlich muss man da keinen riesen Budenzauber um die DDR machen. Die Bürger haben 40 Jahre eingetrichtert bekommen, liebe dein Land, deine Heimat und deine Eltern.
    Heute 30 Jahre später ist das alles Nazi Gerede oder zumindestens Gerede besorgter Bürger.
    Es gibt auch Politiker die auch solche Bürger als Pack oder Mob bezeichnen und damit auch noch gefeiert werden als lupenreine Demokraten.
    Die heute zwischen 45 und 70 Jahre alten ex DDR ler haben so ihre Probleme mit dem Zerfall des Landes.
    Einmal weil wir dem Westen immer noch finanziell weit hinter her hängen und weil die DDR Kultur doch noch zu sehr in uns steckt mit seit bereit, immer bereit !
    Alles U 30 ist schon verseucht, mit links grüner Propaganda und neuen Westlichen Wertevorstellungen.
    Das kann man auch gut sehen bei Compact Veranstaltungen die ich im übrigen bisher alle als sehr gelungen empfunden habe, aber auch da kann man sehen wer dabei ist. Wir reden meist von 40 plus bis in den Bereich 75.
    Kaum junge Leute die in den zwanziger sind und wenn nur eine Handvoll.
    Wenn wir was erreichen wollen müssen wir junge Leute mit in,s patriotische Lager ziehen und Ihnen die Augen öffnen für ihre Zukunft, für Ihre Heimat.
    Wir alten Säcke können hier reden und auch schreiben, aber letztendlich holen wir damit keinen toten Hahn von der Stange.

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      Marques del Puerto am

      Wir brauchen die Jugend und irgendwie brauch auch die Jugend uns ohne das sie es bis jetzt vermuten.
      Ich freue mich über Mitteldeutschland und die Wahlergebnisse für die AfD, zugleich ist es doch aber auch erschreckend was im Westen los ist.
      Hier und da wird von der Mauer geredet von Abspaltung, für mich der falsche Weg aber ich hoffe das wir den Westen friedlich auf Linie trimmen können. Vermutlich ist es schon lange zu spät aber etwas träumen kann ja wohl noch erlaubt sein…

      Mit besten Grüssen
      der Marques
      Ps. wo ist eigentlich Amigo Sokrates ? Urlaub oder am West-Afrikanischen -Ebola-Virus erkrankt ?!

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    Heinzelmännchen am

    Da gibt es doch tatsächlich höhere AfD-Funktionäre, um nicht zu sagen bornierte Bonzen, die es nicht lassen können auf die ehemalige DDR rumzuhacken, also nicht einmal das politische Einmaleins verstanden haben, aber ihre Hoffnungen in den im Osten setzen.

    Bei mancher Kritik, die man an der DDR üben könnte, war die Bewahrung der nationalen Identität und Erhalt des eigenen Volkes ihre oberste Verpflichtung.

    Es gab eine stolze Volksarmee und Militärführung die das Volk jederzeit zu schützen wußte; keinen haarnetztragenden verschwulten Haufen, NATO-Code: German Hair Force.

    Wer in der DDR sozialisiert wurde, bekam ein gute Ausbildung, war frei von Drogen, Pornographie, ständig eingeflößten Schuldgefühlen, Dekadenz, amerikanischen Kunst- und Kulturbetrieb, frei von Zweit- und Drittjobs, Hartz4, jeder gegen jeden, …

    Die AfD täte gut daran ihre Besten, das sind vor allem die, die von Parteiausschlüssen bedroht sind, in ihre Führung wählen. Erst dann kann sie sich mit existentiellen Dingen befassen und ins Volk tragen. Viele Bürger haben das Vertrauen bereits verloren. Nur logisch und konsequent, daß sich in Mitteldeutschland die AdP vernünftig entwickelt.

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    Duis Libero am

    Liest sich auf dem ersten Blick schöner als es in Wirklichkeit leider ist:

    4 * ca. 16% + 5% = ca. 70% für die De-facto Refugee-Welcome-Koalition auch in Brandenburg.
    Dennoch: Glückwunsch AfD!

    PS: Komme auf immerhin ca. 10% Sonstige. Weiß jemand, ob es hier erwähnenswerte Kräfte gibt?

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    DerGallier am

    Wetten dass, man noch auf irgendeine Dreckschleuder zurückgreift, um das Ergebnis nach unten zu korrigieren.

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      @ DERGALLIER

      Irgendetwas wird den Demokraten schon
      einfallen. Wenn die AfD z. B. stärkste Kraft wird, aber niemand mir ihr koaliert, wird eine Koalition aus Wahlverlierern gebildet und das nennen die Volksverraeter dann Demokratie. (siehe Groko)

      Halleluja

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        Jeder Bogen hat eine Belastungsgrenze.
        Das Problem ist vielmehr, dass die Parteien, außer der AfD, nicht mehr zu unterscheiden sind. Sie existieren eigentlich nur noch von dem Ruf, den sie während der konservativen Regierungszeit bekommen haben. Ihre Programme sind aber inzwischen beliebig untereinander austauschbar. Alle wollen Links sein, weil Konservativ Rechts so schlecht ist. Doch vergessen sie dabei, das Adenauer & Co., die also das Fundament für unseren Wohlstand gelegt haben, keine Linken waren und das die NSDAP das Gegenteil von rechts war, nämlich National-Links, inzwischen sind sie Global-Links, beides hat aber das gleiche Resultat.

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        Die Volldemokraten können nur solche Kaliber wie das Ibiza-Video von ihren Verbündeten der Halbwelt und anderen "Künstlern" fertigen lassen. Wichtig ist, daß auch die AfD-Wähler eine Wagenburg gegen den Dreck aus der Lumpenpresse bilden – jetzt erst recht.

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    UliLübeck am

    Die Ossis sind nun mal ein eigenes und nicht immer einfaches Völkchen – aber politisch sind sie deutlich erfahrener und realistischer als die seit 70 Jahren von Parteien und Medien gründlich gehirngewaschenen Wessis.
    Derartige Prognosen würde ich gerne auch aus westlichen Bundesländern hören.

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    heidi heidegger am

    gut.

    zur DDR: *Neues Deutschland* (statt heiliges od. geheimes) gefiel mir immer sehr als äh Chiffre für das Kommende/das Unterbrochene-Unvollendete, quasi. Hmm, schrieb nicht dereinst unser JE.., häh? jaha-dochdoch.

    Aber hier, ich hab‘ ein evtl. politinkorrektes Fundstück für uns:

    „Denken ist ein Ding, ²Räsonnement ein anderes."

    ²vernunftvolle Überlegung

    aus: Knut Hamsun / Im Märchenland. Rütten & Loening, Berlin 1990 (übersetzt von Cläre Greverus Mjoën, Gertrud Ingeborg Klett), ISBN 3-352-00299-1, Seite 177. Norwegisches Original 1903.

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    Fischer's Fritz am

    Freut Euch nicht zu früh. Bis zum Wahltag, 1. September, ist es noch eine relativ eine lange Zeit, in der viel passieren kann.
    Wäre doch gelacht, wenn es gewissen AfD-Geistesgrößen bis dahin nicht gelänge, mit einigen Eigentoren das aktuell gut prognostizierte Ergebnis zu torpedieren.

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      Andreas Kalbitz ist ein sehr Guter, immer auf den Punkt und gerade für die rbb-Dreckspresse ("Lügenpresse" ist für diese blutroten Hetzer noch geschmeichelt) immer genau die Ansage parat, die sie verdienen. Wird Zeit, daß auch in der West-AfD Klartexter nach vorne kommen. (Der Rücktritt der gescheiterten Pretzellianer ist da ein gutes Zeichen, mit Blex und Röckemann kann endlich im größten West-Bundesland erstmals seit 1980 – Machtübernahme vom unsäglichen Bibelbruder Johannes Rau – wieder Stolz auf Politiker zwischen Rhein und Ruhr aufkommen)

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      Chemnitzer am

      Wieder mal der linke Dummschwätzer Fischers Fritz! Sie xxxxxxxx, wir haben uns noch nie zu früh gefreut ihr geisteskranken Wähler der Mauermörderpartei und sonstigem volksverräterischen Unrat der Altparteien!

      Und Ihre kaputten Wunschtäume, will hier auch keiner hören, Genosse!

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        heidi heidegger am

        Nanana, sFritzle isch (doch) koi Commie, sondern gelegentlich ein Spassmänneken (wie Rudi Carrell) in heidis Richtung und in Elsässers auch manchmal..*kicher*

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      Jeder hasst die Antifa am

      Na eine FPÖ Affaire wird doch der VS schon noch hinbekommen kurz vor der Wahl und dann gibt es noch genug dumme in der AfD die ihre Partei untergraben.

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      Frank Diederichs am

      Soviel kann die AFD gar nicht Zerstören wie unsere Politik Huren heute agieren.

      das einzige Problem was wir haben sind die Verkrüppelten Inzucht Wähler.

  11. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Brandenburg … der OST-WALL deutscher Lebensweisen und Eigenschaften 😉

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