Trump wird Präsident – Lügenpresse hat fertig

130

„Ding-Dong, die Hexe ist tot!“ heißt es im Zauberer von Oz. Zumindest Clintons politische Karriere ist vergangene Nacht von der Trump-Revolution begraben worden.

Ralf Stegner hat an diesem Morgen richtig schlechte Laune. Der SPD-Vize hatte noch vor wenigen Tagen Klinken im US-Wackelstaat Ohio geputzt, wo er aktiv Wahlkampf für Hillary Clinton betrieb. (1) Doch um circa vier Uhr morgens stand fest: Ohio geht an Donald Trump! Als sich wenige Minuten später auch noch der Swing State Florida in den Grafiken rot färbte, wurde es für Clinton und ihre Demokraten ganz eng. Stegner musste fortan sehr tapfer sein.

Am Ende konnte Killary ihr ehrgeiziges Lebensziel nicht erreichen. Eine Frau mag eines Tages im Weißen Haus sitzen. Die kriminelle Karrierelügnerin Clinton wird es jedenfalls nicht sein. Ein Staat nach dem anderen, den die Demokraten sicher in der Tasche geglaubt hatten, ging schließlich an Trump.

Man möchte vor Freude fast weinen. Nein, nicht, weil wir wüssten, was Trump in den nächsten vier Jahren tun oder nicht tun wird. Fest steht allerdings, dass Clinton, das „zentrale Zahnrad“, das Wallstreet, den Sicherheitsapparats und Saudi-Arabien zusammenschaltet (Julian Assange), objektiv betrachtet die denkbar schlechteste Wahl für Amerika, für die Welt, war. Trump muss sich beweisen. Clinton hatte 30 Jahre, um zu zeigen, wer sie ist. Die Bilanz der kriegslüsternen Globalistin ist bekannt.

Man möchte vor Freude fast weinen, weil die ganze feige Riege europäischer Statthalter jetzt zum Telefonhörer greifen muss, um den Mann zu beglückwünschen, den sie als einen Witz, als Narren kleingemacht hatten. Viel Spaß, Frank-Walter Steinmeier und Francois Hollande, ihr leeren Anzüge.

Man möchte vor Freude fast weinen, weil die Stegners in diesem Land, nicht länger Kriege rechtfertigen und ihren Verrat an den unter der Globalisierung leidenden Massen mit falscher Hingabe zu allerhand Minderheiten überschminken werden können. Nicht ohne Spott vom nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu kassieren.

Man möchte vor Freude fast weinen, weil neben den Presstituierten in den US-Konzernmedien, die jedes Verbrechen Killarys gedeckt haben, auch die hiesigen Schreibtischtäter nicht feierlich Hillarys Sieg als Triumph der Gerechtigkeit und Demokratie über die Mächte der Finsternis verklären können.

Diese liberalen Medien, schrieb die australische Journalistenlegende John Pilger kürzlich, „präsentieren sich als erleuchtete, fortschrittliche Volkstribune des moralischen Zeitgeists. Sie sind antirassistisch, pro-feministisch und pro-sexuelle Minderheiten. Und sie lieben Krieg.“ (2) Das Falsche, das Egoistische zu tun, hätte unter Clinton mehr denn je als chic gegolten. Denn der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her.

Stattdessen haben die Schmierfinken nun ausgedient. Ein Jahr lang haben sie eine Bewegung diffamiert und rigoros als chancenlos niederzuschreiben versucht, die nun einen historischen Wahlsieg errungen hat. Wenn sie die Massen nicht länger erfolgreich indoktrinieren können, ist die Journaille für das Imperium nutzlos. Für die Bürger ist sie es schon lang.

Als amerikanischer Brexit wurde der Wahlabend bezeichnet. Das passt. Die Attacke der Globalisierer auf Nationalstaat, Demokratie und Souveränität hat zum zweiten Mal in wenigen Monaten die rote Karte vom Volk gezeigt bekommen. „Wir stehen am Scheideweg in der Geschichte unserer Zivilisation“, hatte Trump Mitte Oktober in Florida erklärt, „an dem entschieden wird, ob wir, das Volk, die Kontrolle über unsere Regierung zurückgewinnen“.

Es geht um Widerstand gegen demokratiefeindliche Freihandelsabkommen, offene Grenzen und Masseneinwanderung sowie die Diktatur politischer Korrektheit. Niemand verkörpert dies mehr als Clinton mit ihrem abstrusen Fokus auf von Problemen ablenkende Identitätspolitik. Von alldem Unsinn gibt es nun die einmalige Chance sich zu lösen. Dafür steht Trump.

Eben weil der Fisch vom Kopf her stinkt, wird auch durch die europäischen Satellitenstaaten ein frischer Wind wehen. Die Tugendwächter und rotlackierten Faschisten, in den Altparteien und auf der Straße, werden in ihre Kissen beißen, weil patriotische Bewegungen auch hierzulande nun elektrisiert nach vorne schreiten werden. Die Trump-Revolution war nur durch die Mobilisierung der politikverdrossenen Massen möglich. Das kann und wird sich auch hier wiederholen. Der globale Aufstand hat begonnen. Keine Frage: daraus kann ein globaler Bürgerkrieg werden. Amerika ist nach wie vor so gespalten wie nie. Auch das trifft auf ihre Satelliten zu.

Man möchte noch aus einem anderem Grund fast vor Freude weinen. Die Verhinderung einer Clinton-Präsidentschaft im 21. Jahrhundert ist auch das Verdienst von Wahrheitskämpfern wie Julian Assange. Donald Trump täte gut daran, sich dessen zu erinnern, wenn er im Januar eingeschworen wird, und Assange aus seinem vierjährigen Exil zu befreien, indem er klarmacht, das ihm keine Verfolgung droht. Wir werden den 45. US-Präsidentin und seine Taten auf jeden Fall mit scharf prüfendem Blick beobachten.

(1) http://www.metropolico.org/2016/10/27/ralf-stegner-auf-reisen/

(2) http://johnpilger.com/articles/inside-the-invisible-government-war-propaganda-clinton-trump

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel