Trump will Mexikos Drogenkartelle als Terrororganisationen einstufen

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In Mexiko hat der linke Präsident López Obrador den Kampf gegen die Kriminalität verloren, weite Teile des Landes befinden sich fest in der Hand der Drogenkartelle. Zumindest im Weißen Haus scheint man sich aber noch gegen den Vormarsch der Banditen im südlichen Nachbarland wehren zu wollen.

Im Podcast des Moderators Bill O`Reilly äußerte der US-Präsident, er arbeite derzeit daran, die Kartelle als ausländische Terrororganisationen einzustufen, was aus psychologischen und finanziellen Gründen sinnvoll sei. Allerdings handele es sich um einen schwierigen Prozess, der seine Zeit benötige.

Die Demütigung von Culiacán

Erstaunlich wenig beachtet von der internationalen Presse wurde Trumps Nachsatz, er habe den mexikanischen Präsidenten López Obrador schon gefragt, „ob er uns reingehen und ausputzen lässt“, doch das lehne dieser bislang ab. Schon zuvor hatte Trump einmal festgestellt, dass Mexiko mit einer Zahl von etwa 42.000 Morden im letzten Jahr „völlig die Kontrolle über die Kartelle verloren“ habe.

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Gerade letztere Aussage ist sicherlich keine Übertreibung des US-Präsidenten. Südamerika erscheint derzeit zwar allgemein wie ein Pulverfass, das vom tropischen Ecuador bis hinunter zum subantarktischen Chile von Aufständen und Massenprotesten gegen die jeweiligen Regierungen erschüttert wird. Der Situation in Mexiko widmen die Medien weniger Aufmerksamkeit, doch auch hier steht die öffentliche Ordnung in einigen Regionen des Landes kurz vor dem Zusammenbruch.

Der Grund dafür sind aber nicht Massendemonstrationen, sondern die immer offener ausgeübte Herrschaft der Drogenkartelle in dem lateinamerikanischen Land. Zu einer äußerst blutigen, regelrechten Demütigung des Staates kam es zuletzt in Culiacán, der Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa.

Die Kartelle als innermexikanische Besatzungsmacht

Hier war Mitte Oktober der aus Soldaten und ehemaligen Polizisten bestehenden mexikanischen Nationalgarde mit der Festsetzung von Ovidio Guzmán Lopez scheinbar ein spektakulärer Erfolg gelungen – immerhin handelte es sich um den Sohn des berüchtigten und in den USA zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilten Drogenbosses El Chapo, der den bürgerlichen Namen Joaquín Guzmán trägt.

Doch die Freude über die Gefangennahme einer Spitzenkraft des berüchtigten Sinaloa-Kartells, das nach Auffassung der US-Geheimdienste die mächtigste Organisation von Drogenhändlern weltweit ist, währte nur kurz. Vermummte Kämpfer des Kartells eroberten das Stadtzentrum, errichteten hier Straßensperren, paradierten auf Pritschenwagen mit aufgepflanzten Maschinengewehren durch die Stadt und kontrollierten bald die wichtigsten Ausgangsstraßen sowie die Zufahrt zum Flughafen.

Am Ende mussten die Nationalgardisten aufgeben, da sie von einer weit größeren Zahl von Gegnern umgeben waren. Ovidio Guzmán Lopez sowie vier seiner Kumpane, die mit ihm gemeinsam festgenommen wurden, wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, um ein Blutbad zu vermeiden.

Viele Mexikaner machen den sozialistischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador für derartige Zustände verantwortlich. Dieser hatte im Sommer vergangenen Jahres mit seiner Sammlungsbewegung Morena die Präsidentschaftswahlen schon im ersten Wahlgang mit großem Vorsprung vor seinen Mitbewerbern gewonnen und war danach wie ein „tropischer Messias“ – so der Züricher Tages-Anzeiger – gefeiert worden.

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Doch nach der Euphorie macht sich nun zunehmend Ernüchterung breit. Kritiker werfen ihm vor, im Bereich der inneren Sicherheit unentschieden und naiv zu agieren und damit also auf dem Politikfeld, auf dem sich die Zukunft des gesamten Landes entscheiden wird, zu versagen. Schon in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 15.000 Menschen in Mexiko ermordet, Tausende andere gelten als vermisst.

Ganze Provinzen des Landes befinden sich faktisch in der Hand von Drogenkartellen. Im Nordwesten herrscht das Sinaloa-Kartell, in dem Bundesstaat Jalisco die ebenso berüchtigte Verbrecherbande CJNG („Jalisco Neue Generation“). Es ist nicht übertrieben, die Kartelle mittlerweile als globale Bedrohung anzusehen, denn sie haben in Dutzenden Staaten rund um den Globus Ableger gegründet.

US-Politologin sagt Trump-Sieg voraus

Auch die Reaktion der mexikanischen Regierung auf die Ankündigung Trumps, die Drogenkartelle zu terroristischen Organisationen hochzustufen, wirkt doch reichlich befremdlich. Außenminister Marcelo Ebrard bezeichnete einen solchen Schritt als „unnötig und ungünstig“, weil die USA und Mexiko bei der Bekämpfung der Verbrecherorganisationen bereits ein „gesundes Arbeitsverhältnis“ aufgebaut hätten.

Präsident López Obrador lehnte jede US-Hilfe ab, „weil wir keine Vaterlandsverräter sind“. Die laxe Haltung der mexikanischen Regierung in Fragen der inneren Sicherheit dürfte am Ende nur dazu führen, dass die Kartelle die unbeschränkte Hoheit über noch weitere Städte und Regionen in dem mittelamerikanischen Land übernehmen können.

In den USA scheinen die Wähler hingegen zufrieden mit der Arbeit ihres Präsidenten zu sein. In der österreichischen Tageszeitung Die Presse prognostizierte die US-Politologin Monika McDermott einen Sieg Trumps bei den Präsidentschaftswahlen im November kommenden Jahres. Alles deute auf eine Wiederwahl des Amtsinhabers hin, so die Wahlforscherin, da dieser aus Sicht seiner Wähler seine Versprechen eingehalten habe.

„Er rüttelt Washington durcheinander, und er konzentriert sich auf die Wirtschaft“, so McDermott weiter. Nach Auffassung der Politologin kann sein Sieg bei den Präsidentschaftswahlen nur noch durch einen Konjunktureinbruch gefährdet werden.

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12 Kommentare

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    Wenn Trump das wirklich ernst meint, dann sollte doch wohl der grösste Drogendealer der Welt hinter Gittern gebracht werden und das sind nunmal die CIA-Schergen !!!
    Die lassen Soldaten Mohnfelder in Afghanistan und Kokainfelder in Südamerika bewachen wie man ja schnell recherchieren kann.
    Daher ist auch der Krieg gegen Drogen eine Farce, denn die CIA lässt sich doch nicht vom Drogen-Thron stossen.
    Da füllen sich die schwarzen Kassen für diesen subversiven Verein und das ist kein grosses Geheimnis !

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    Die Einordnung der Drogenkartelle Mexkos als terroristische Vereinigung ist richtig! Offensichtlich haben diese in Mexiko die Macht im Staate übernommen und handeln damit nicht anders als die Taliban in Afghanistan – wenn auch aus völlig anderen Motiven! Sie beherrschen und terrorisieren die mexikanische Bevölkerung.
    Daß es soweit gekommen ist, liegt nur daran, daß Strafvollzug und Verfolgung in linken Systemen immer mehr aufgeweicht wurde – und als links als "fortschrittlich" solonfähig wurde, faktisch fast überall! Linke haben eben ein besonderes Herz für Kriminelle – und Stalin begann seine Kariere auch als Bankräuber in Georgien!
    Das Angebot "reinzugehen und auszumisten" der USA wäre wirklich nicht falsch, da der Justiz- und Polizeiapperat in Mexiko schon von den Kartellen irgendetwas zwischen eingeschüchtert und "eingekauft" sein düfte. In Ganoven in erste Linie auch Menschen zu sehen hat sich als grundfalsch herausgestellt und die ganze Humanisierung ihnen gegenüber in den letzten 50 Jahren in der westlichen Welt gehört rückgängig gemacht! In Mexiko allein hat sie offensichtlich zu mehr Toten geführt als der Straßenverkehr!

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    “I want Nothing!”

    UPDATE: Frei erfunden. Sondland hat für Trump Meineid geleistet. Die WashPo meldet heute, Trumps Alibi-Telefongespräch mit Sondland habe gar nicht stattgefunden…

    BOMBSHELL: (…) The White House has not located a record in its switchboard logs of a call between Trump and Sondland on Sept. 9, according to an administration official. No other witness testimony or documents have emerged that corroborate Sondland’s description of a call that day. There is, however, evidence of another call between Trump and Sondland that occurred a few days earlier — one with a very different thrust, in which the president made clear that he wanted his Ukrainian counterpart to personally announce investigations into Trump’s political opponents. The conflicting information raises serious questions about the accuracy of Sondland’s account, one that Trump has embraced to counter a growing body of evidence that he and his allies pressured Ukraine for his own political benefit.
    https://www.washingtonpost.com/politics/witness-testimony-and-records-raise-questions-about-account-of-trumps-no-quid-pro-quo-call/2019/11/27/425545c2-0d49-11ea-8397-a955cd542d00_story.html

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    DerSchnitter_Maxx am

    Man kann das … dummdämliche, nutzlose, antideutsche, fremdgesteuerte, unfähige, Geist- und Ehrlos-Regime, durchaus … auch als Terrororganisation einstufen 😉

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    "Mexiko mit einer Zahl von etwa 42.000 Morden im letzten Jahr"

    In der BRD sterben jährlich über 1000 Menschen an Drogen-Dysthanasie –
    (die seelische Verwahrlosung einst gesunder Menschen nicht mitgezählt).
    Ein gutes Mittel dagegen sind bekanntlich schwarz-weiße Hitler-Filme,
    die lenken auch immer schön von der Bahnhofskriminalität ab
    und von der Verslummung der Städte.

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    Trump soll zunächst mal die USA als terroristische Organisation einstufen,das ist lange überfällig.

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    "Kampf gegen die Kriminalität verloren", haha. Ganz Mexico war und ist kriminell,Polizei u. Militär eingeschlossen.

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        Da stimme ich Sokrates aber diesesmal zu. Der grösste Drogendealer der Welt sind die USA und die CIA hat das weltweit beste Verteilernetz. Von Afghanistan, wo deutsche Soldaten die Mohnfelder bewachen, bis in alle Hauptstaedte der Welt.

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        Jeder hasst die Antifa am

        Trump wird mit großer Mehrheit wiedergewählt und da können die Pinscher noch so gegen ihn kläffen.

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