Donald Trump wirbelt nicht nur den politischen Hühnerstall auf, sondern sorgt mit eigenwilligen Stellungnahmen auf Twitter oder in Interviews regelmäßig für Grusel bei den Konformisten. Jetzt äußerte sich der US-Präsident über einen der prominentesten Musiker der vergangenen Jahrzehnte – Michael Jackson.

    Trump verriet gegenüber dem Nachrichtensender CNN, er wisse, woran der „King of Pop“ vor neun Jahren gestorben sei: „Ich kenne die wahre Geschichte über Michael Jackson. Wissen Sie, als er gestorben ist, haben viele Leute über ihn gesprochen – Leute, die ihn nicht besonders gut gekannt haben!“

    Trump, der nach eigener Aussage zu Michael Jacksons engsten Freunden gehörte, erklärt die zahllosen verpfuschten und missglückten OPs als Grund dafür, dass der Star zuletzt nur noch als Schatten seiner selbst gewirkt habe: „Er war ein unglaublich talentierter Kerl, aber er hat sein komplettes Selbstvertrauen verloren. Ehrlich gesagt war das wegen dieser schlechten Operationen. Und wenn man sein Selbstvertrauen verliert, verliert man manchmal auch sein Talent.“

    Michael Jacksons Bruder bestätigte die Aussage Trumps, fügte jedoch die Wut und die Ungerechtigkeit, die der „King of Pop“ durch die Außenwelt erfahren habe, als weitere Gründe hinzu. Allerdings zeigte er sich enttäuscht, dass Trump die verpfuschten OPs in der Öffentlichkeit thematisiert habe.

    Jedoch Trumps Aussage, die von dem Musikmagazin Rolling Stone als „ungeheuerliche Theorie“ gebrandmarkt wurde, ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Erstens enthält sie einen wiederholten Angriff des Präsidenten auf die menschenfeindliche Geschäftemacherei der Medizin. Schon kurz nach seinem Amtsantritt hatte er die hohen Preise der Pharmaindustrie als „Mord“ an sozial Schwachen gebrandmarkt.

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    Zweitens hatte ein Großteil der Operationen, die Michael Jackson an sich vornehmen ließ, die Funktion, ihn, den Schwarzen, in einen Weißen zu verwandeln. Trump scheint diese Selbsthass-OPs missbilligt zu haben. Dies und seine enge Freundschaft zu Jackson sind ein weiterer Hinweis, dass die Rassismus-Vorwürfe gegen ihn auf wackeligen Beinen stehen. Darauf verwies bereits ein Foto (siehe Screenshot, oben) im vergangenen Jahr.

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