Leipzig, die Hochburg des Antifa-Schwachsinns: Eine riesige Mehrheit der linken Parteitagsdelegierten stimmt heute für offene Grenzen und damit für den Untergang Deutschlands. Doch Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht lässt sich nicht beirren, will sich den Mund nicht verbieten lassen. Die Masseneinwanderung ist eine Gefahr für die Schwachen und Armen in diesem Land, bedeutet Lohndumping für die Arbeiter durch Billiglöhner aus dem Ausland – das wird sie nicht müde zu betonen.

    Wie schwach die Multikulti-Fraktion in der Partei selbst unter den Delegierten des Parteitags der Linken ist, zeigt das Wahlergebnis bei der Vorsitzenden-Wahl: Katja Kipping, erbitterte Gegnerin von Wagenknecht, erhält gerade 64 Prozent: Diese Totengräberin ist noch unbeliebter als Nahles in der SPD! Und Kippings Wunschkandidat als Generalsekretär brauchte zwei Wahlgänge, um sich dann mit gerade drei Stimmen durchzusetzen. Zu Tode gesiegt, nennt man das…

    Vor allem im Osten entfernt sich die Partei mit ihrem irren Refugee-Welcome-Kurs von ihrer proletarischen Basis. Eine aktuelle Umfrage von INSA ist wie ein Paukenschlag: Jeder vierte Befragte (25 Prozent) kann sich vorstellen, bei Wahlen eine “Liste Sahra Wagenknecht” zu wählen – und das fast unabhängig von der eigentlichen Parteisympathie. Im Detail bedeutet das, dass 78 Prozent der Befragten, die aktuell die Linke wählen, sich vorstellen könnten, eine Liste Wagenknecht zu wählen.

    *** In der aktuellen COMPACT 7/2018 gibt es zwei Artikel zur Spaltung in der Linkspartei: “Sahras letztes Gefecht” und “Marx und Murks.” ***

    Wagenknecht und ihr Ehemann Oskar Lafontaine haben bereits angekündigt, ihre Anhänger in einer eigenen Bewegung sammeln zu wollen – mit der Gründung wird im September gerechnet. Warum aber keine eigene Partei? Sahra und Oskar haben das Problem, dass die Aktivisten der Linken zu 90 Prozent verrückte Multikulti-Typen sind. Als Partei braucht man aber Kader, die Infostände machen, Plakate kleben und so weiter. Damit sieht es bei Sahra mau aus…COMPACT-Shirt als neue Aboprämie

    Björn Höcke hatte in seiner Rede auf der COMPACT-Souveränitätskonferenz im November 2017 (abgedruckt in COMPACT 1/2018) Wagenknecht durchaus Courage zur Spaltung der Linken gemacht: “Das Bündnis der alten, authentischen Linken mit der neuen, globalistischen Linken beruht auf einem absurden, sinnlosen Versuch, einerseits den Sozialstaat zu preisen und zugleich seine Grundlagen und Voraussetzungen zu zerstören; einerseits die Solidarität hochzuhalten und zugleich gewachsene solidaritätsstiftende Gemeinschaften zu zerstören; einerseits sich als antikapitalistisch zu inszenieren und zugleich die Agenda des globalen Großkapitals zu vertreten. Die Linke ist ein Opfer ihrer politischen Aporie! Einigen der klügeren linken Politiker, Sahra Wagenknecht oder Oskar Lafontaine zum Beispiel, erkennen diesen unüberbrückbaren Interessengegensatz. Entsprechend massiv sind die Anfeindungen, die ihnen aus ihrer eigenen Partei entgegenschlagen. Bis jetzt haben sie aus dieser misslichen Lage freilich nicht die Konsequenz gezogen, vor der ein Lenin nicht zurückgeschreckt wäre, nämlich ihre Partei aufzuspalten und sich von den zutiefst destruktiven und volksfeindlichen Globalisierungslinken, die vor allem aus den alten Bundesländern stammen, zu trennen.”

    Als Elsässer noch links war und die Wagenknecht noch auf Stalin abfuhr – ein Bild aus längst vergangener Zeit. Foto: Privatschatulle des COMPACT-Chefredakteurs

    Meine Prognose: Sahra und Oskar werden sich nicht trauen, eine eigene Partei zu gründen. Aber ich würde mich freuen, wenn ich mich irrte. Die AfD hätte dann endlich einen Koalitionspartner, der bei aller Kritik zuverlässiger wäre als die Altparteien. In Italien koaliert ja gerade auch eine Rechtspartei, die Lega, mit einer wagenknecht-ähnlichen Querfronttruppe (“Fünf-Sterne-Bewegung”). Also, Sahra, trau Dich! Oskar will sowieso: Das alte Schlachtross sticht der Hafer…

     

     

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