Toilettenprobleme: Propaganda-Medien betreiben Ekel-Hetze gegen Assange

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Dumm, Dümmer, Propagandapresse: nachdem die Mainstream-Medien ihr Weltbild kaum mehr verteidigen können, fordern sie offen Denkverbote oder betreibt primitivste Diffamierung widerständiger Personen. Jetzt ist Systemkritiker Julian Assange auf der Abschussliste: er soll im doppelter Hinscht ein „Scheiß“-Kerl sein.

Auf Zeit-Online jammerte jüngst ein Autor, dass unser Denken nach allen Dekonstruktions- und Differenzierungsübungen so komplex geworden sei, dass es die Eindeutigkeit realer Gefahren kaum mehr reagieren könne. Deshalb solle man die sehr realen (natürlich vom Menschen verübten) Ursachen für den Klimawandel nicht argumentativ zerpflücken und in Zweifel ziehen. Dadurch gehe kostbare Zeit zur Rettung verloren. Stattdessen: weg mit dem Denken, Greta folgen – so lautete der Appell des „Qualitätsjournalisten“, dessen Käseblatt dem Widerstand gerne „Vereinfachung“ vorwirft.

In diesen Tagen wurde ein großer Widerständler gegen das transatlantische Establishment in London verhaftet: Wikileaks-Gründer Julian Assange, der geheime Dokumente zur US-Kriegspolitik puliziert hatte.  Die darin erkennbaren Verwicklungen Hillary Clintons in den Syrienkrieg kosteten sie 2016 den Wahlsieg. Aber auch die Verstrickungen der USA mit dem IS und Europas unrühmliche Rolle stellte Assange in Interviews bloß.

Vorige Woche verweigerte die ecuadorianische Botschaft in London nach sieben Jahren eine Verlängerung von Assanges Asyl. Jetzt fordert die USA seine Auslieferung. Dort will man ihn wegen Spionage einknasten (COMPACT-Online berichtete). Dabei dürfte klar sein, dass die Pressefreiheit einmal mehr auf dem Spiel steht. Dass im Falle seiner Auslieferung an die USA ein Präzedenzfall geschaffen würde, der auch weitere Innovativ-Journalisten in Europa gefährden würde.

Diverse Propagandamedien versuchen jetzt, Denken und Solidargefühle der Leser vorbeugend zu sabotieren, in dem sie auf den Privatmenschen Assange umschwenken. Sie versuchen mit einem billigen Trick beim „sauberen“ Bürger kräftig Ekel bzw. Aversion gegen ihn aufzubauen. So überschrieb Web.de den heutigen Assange-Bericht: „Julian Assange bekam in der Botschaft Ecuadors für 4.000 Euro neue Toilette“ und „Assange spülte seine Toilette nicht“. Hohe kosten und Ekel. (Nein, das ist keine Satire. Leider nicht.) Auch der Focus blies mit der Schlagzeile „Assange spülte Klo nicht: Wächter verraten irre Details über Wikileaks-Gründer“ ins gleiche Megaphone.

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Der Web.de-Artikel beginnt mit der Frage: „Viele Menschen fragen sich, womit sich Julian Assange sieben lange Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London die Zeit vertrieben hat. Zwei spanische Sicherheitsleute waren ganz nahe dran. Was sie an Details verraten, erschüttert.“ – Oh weh? Was kommt da noch? – fragt man bibbernd.

Zuerst erfahren wir, mit Berufung auf die spanische Tageszeitung El Pais, dass Assange in der ecuadorianischen Botschaft tagsüber geschlafen und nachts aktiv gewesen sei. Außerdem habe er Besuch von Lady Gaga und Vivien Westwood erhalten. Weiterhin habe er sich in den vielen Jahren „manchmal mit Skateboardfahren oder Ballspielen im Flur“ die Zeit vetrieben. So weit, so „erschütternd“. Aber dann kommts knüppeldick:

„TV-Interviews gab er in Unterhosen, angezogen sei er nur vom Gürtel aufwärts gewesen, also dem auf dem Bildschirm sichtbaren Teil seines Körpers.“ Und jetzt fällt das letzte Tabu: „Er habe sich gehen lassen und die Toilette nach Benutzung nicht gespült. Die Botschaftsmitarbeiter störte es auch, wenn er in einem kleinen Raum auf einer elektrischen Herdplatte kochte.“ – Ja, so jemanden kann man nur an die USA ausliefern. Dank Web.de, Focus & Co. wissen die Leser, dass Assange im doppelten Wortsinn ein „Scheißkerl“ ist. Übehaupt: man sollte künftig die Klo-Gewohnheiten aller Politiker, von Jean-Claude Juncker bis Habeck, bespitzeln. Auch die der Journalisten. Wir wollen schließlich saubere Politik und Berichterattung.

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29 Kommentare

  1. Avatar

    Das Verhalten gegenüber Assange, ist für jeden denkenden, freien Demokraten , eine Schande.
    Die Volks- und Bürgerhasser in den "Gut"-Regierungen hängen jedem schleimigen Dummkopf Orden um den Hals, aber die wirklichen Helden, die für die Gemeinschaft wesentliches leisten, werden denunziert und verfolgt.
    Pfui, Teufel.

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    Der grundsätzliche Fehler des Mannes war es, sich nicht rechtzeitig in ein Land abzusetzen, das NICHT zur "westlichen" Szene gehört. Südamerika, spätestens seit den Monroe-Doktrieen "Hinterhof" der USA, gehört eben auch dazu und seit dem Tod von Castro und Cherves sind die USA auch ganz kurz davor, sich ihren Hinterhof wieder einzuverleiben …
    Er hätte sich eben sofort und rechtzeitig nach Moskau absetzen sollen – oder nach Nordkorea!
    Diese Länder haben es auch nicht nötig mit irgendwelchem Privatkram Aversionen bei der Bevölkerung zu schüren. Sowas steht angeblich im "freien Westen" ganz besonders unter Schutz! Sieht man ja!
    Inzwischen ärgert man sich, zum "Westen" zu gehören!

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      Manfred aus München am

      ja, der sogenannte Wertewesten, vor allen Dingen seine Sprachrohre, gehören mittlerweile zum abartigsten, was es auf dieser Welt zu bestaunen gibt. Um dieses Treiben zu beschreiben, trifft es der Begriff "fremdschämen" schon lange nicht mehr … es ist einfach nur noch eine Kloake, die zum Himmel stinkt … die Presse verbreitet dabei allerdings den übelsten Geruch. Für mich umso verwunderlicher, dass es ihnen immer noch gelingt diese übelriechenden Absonderungen ans Volk zu verkaufen … man muss davon ausgehen, dass sich die Kundschaft in dieser Kloake wohlfühlt. Gleich und Gleich gesellt sich gern.

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    HERBERT WEISS am

    Ich hatte 1992/93 gelegentlich mal den einen oder anderen Asylanten ans Spülen erinnert oder ihm die Klobürste in die Hand gedrückt, damit er die nach dem Stuhlgang hinterlassene Schweinerei beseitigt. Doch das stand in keiner Zeitung.

    Macht Euch Euren Reim darauf!

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    Jeder hasst die Antifa am

    Assange wird jetzt denunziert dafür wird der Deutschfeindliche Schmierfink Yüksel wieder aus der Versenkung geholt und zur Journallienikone erhoben.

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    Terence Pickens am

    Die Beendigung des Assange durch Ecuador gewährten Botschaftsasyls hat folgenden Grund: Das seit 1884 in Ecuador existierende nationale Zahlungsmittel, der Sucre, wurde 2000 durch den US $ abgelöst. Davon hat sich die Wirtschaft nie erholt, wie mir hier in Spanien lebende Ecuadorianer berichteten. Der IWF, wo die Amis das Sagen haben, hatte unlängst über Kreditgewährungen für Ecuador zu entscheiden. Durch Pressionen wurde Ecuadors korrupter Präsident gezwungen, vor Kreditkonzedierung das Asyl von Assange zu beenden und den Genannten aus der diplomatischen Vertretung verweisen zu lassen.

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      Mit einer Handvoll Amerika Dollars ………………….. kann man die Sau rauslassen , oder man muss sich schoen an die Kurse halten ,damit man auch morgen noch als Staat existiert und nicht vom Volk weggeblasen wird ……

      Der Dollar hat als Gegengewicht nur Mist und Slumps anzubieten,oder in aller Welt geklaute Rohstoffe und Deutschlands schon verknalltes Gold. Trump ist nicht bloede,er will fuer seine Ruestungsexporte an Deutschland mehr Geldinvestitionen sehen. Ihm geht es nicht um 3 Prozent mehr Verteidigungsanteil….,er will seine Scheiss Technik ,veraltet ,uns wie den Polen zuvor ueberlassen.Gewusst wie Kasse zu machen ist……..

      Von den Amerikanern lernen heisst Mist ueber die Welt zu bringen.

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      Danke fuer die Aufklaerung TERENCE. Zum Bericht allgemein ist lediglich festzustellen, dass es allen "Querschiessern" so geht wie Assange.

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    Ja, so tief ist diese Gesellschaft inzwischen gesunken. Ordinärer und empathieloser geht’s kaum noch, dafür aber umso mehr Gefühlsdusseligkeit bei "Flüchtlingen" oder "Alleinerziehenden". Ist halt immer die Frage, ob das Klientel zum Mainstream passt oder nicht. Und bei Julian ist sich die linksgrüne Mischpoke uneins. Gegen "unsere Hillary" ging gar nicht, auch nicht die unterstellten "Vergewaltigungen" in Schweden, und schon gar kein "Putinverständnis". Viel bleibt da nicht an Positivem, und so kann man locker darüber lästern, dass man als Mensch in Julians erbärmlicher Lage krank wird und verfällt. Einfach nur noch widerwärtig, die Schweine!!!

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    Jedenfalls läßt der ständige Aufenthalt in geschlossenen Räumen offenbar schnell altern.

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      @ SOKRATES

      Stimmt. Nur Schach spielen mit Tauben
      an der frischen Luft hält jung.

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    Ich brauche nur den neuen Präsidenten von Ecuador im Bett liegend sehen, wie er sich Hummerschwänze auftischen lässt, das sagt mir alles!
    Da braucht es keine Fragen mehr.

    Julian sollte den Nobelpreis bekommen, denn keine Demokratie darf Geheimnisse haben, sonst ist es keine mehr!

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      Demokratie ist,wenn der Demos (d.h.eine deutliche Mehrheit) herrscht (kratein= herrschen,den Gang derDinge bestimmen). Alle Zusätze zu dieser einzig sinnvllen Definition sind überflüssig.

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        HERBERT WEISS am

        Grundsätzlich richtig – allerdings kann nur ein gut informierter Demos die richtigen Entscheidungen treffen,

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    Übrigens die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die politische Schönheit eingestellt.

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      Ja Staatsanwaelte in Deutschland haben vorgeschriebene Schoenheitsfaktoren zu beachten.
      Wo kaeme Deutschland hin,wenn gleiche Charaktere kritisiert werden wuerden.Deutsche Justiz ….. politischer Fragen – pflichtbewusst ,Bestallung verpflichtet.

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    Wo ist denn da die Eigenleistung der "Zeit"?

    Miserabler Hacker, im Flur Skateboard gefahren, Bodyguards verprügelt, Wände mit Fäkalien beschmiert, das stand doch vorher schon alles in ecuadorianischen Zeitungen:
    [ Julian Assange, un problema de Estado ]

    Gezielt als bad boy vorbereitet. Dazu die Auslieferungsbeschränkungen im Quito-London-Deal. Jetzt noch ein MI6-Doppelagententraining und dann Putin als Antiwessi unterschieben. Putin glaubt doch alles!
    [ Festnahme von Assange wegen eines Bett-Fotos mit Hummer von Präsident Moreno? ]

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    Er hätte halt nicht das Bild vom jetzigen Staatschef von Ecuador: im Bett Hummer essend, veröffentlichen sollen. Man beißt halt nicht die Hand, die einen füttert.

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      Jedenfalls nicht,wenn man bei Sinnen ist. Aber muß man solchen Dreck wie Hummerschwänze fressen, wenn man sich Boef Stroganoff oder Coque Marengo leisten kann?

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        heidi heidegger am

        Das petze ich Sahra Wagenknecht. so! Ausserdem sind da Vinho Tinto (aus Brasilien) und 3 Teller mit Besteck im Bild und also ein CallGirl knippste das Bild und das andere ist im Bad oder unter der Decke oder so..hihi

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    Das ist ein alt bekanntes Phänomen. Menschen in Isolationsknast scheinen über Fäkalien ihre Frustration zu kompensieren. Das zeigt eigentlich die Menschlichkeit von Assange. Aber vermutlich hat der Mainstream dafür kein Verständnis, was für deren Unmenschlichkeit oder Dummheit spricht.

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      heidi heidegger am

      Manche IRA-Fighter wollten mit ihren "Produkten" den Soldaten-Status durchsetzen in Gefangenschaft in den 70ern. Unangenehm für die Parfümierten, daran erinnert zu werden, gell, Mrs. May?

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      heidi heidegger am

      a-a-aber Assange hat höchstmutmasslich bungabunga mit LadyGaga usw.

      Nun, das macht halt den MainstreamSpiesserLeser neidisch, und da-dann kannste die Brüderlichkeit vergessen..achach..also: wir vergessen sie niemals, aber das äh "SPD-Pack" schon sehrsehr lange, uff!

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        Und LadyGaga ist keine Lady sondern höchstwahrscheinlich ein Transman.

        Lady Gaga hat einen Penis | Stars – tz

        04.08.2009 · München – Lady Gaga rutschte beim Festival-Auftritt der Rock ein Stück zu hoch, so dass …

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        PS: "SPD-Pack" & Rattenfänger
        Wie wär’s mit Rattenfänger der Globalisten ?

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        heidi heidegger am

        Gaga-Penis? weggeschnippelt zwischendurch dann wohl, oder abgefallen oder weiss-der-Mimon, hihi..

        — Lady Gagas Auftritt bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles. Ihr knappes Outfit zeigt: Von einer Beule keine Spur. —

        schreibt d a s Kenner-Blatt "soester-anzeiger" in 2010..

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