Tiefer als tausend Höllen – Zum Kinostart von „Der Hauptmann“

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Am Donnerstag startet Der Hauptmann in den Kinos: Die letzten Tage des zweiten Weltkriegs als absurdes Drama. Keine Anklage, keine Rehabilitierung, sondern ein ungeschönter Blick in die Natur des Menschen. Und die ist schrecklich genug. Deshalb verwundert es nicht, dass der Film auf einer realen Begebenheit beruht.

1945, wenige Wochen vor Kriegsende. Soldat Willi Herold rennt um sein Leben, flüchtet vor den eigenen Kameraden. Sein Vergehen? Erfährt man nicht. Egal. Jedenfalls verfehlen die ihm nachgeschossenen Kugeln ihr Ziel. Er entkommt.

Ziellos irrt Herold durch das Niemandsland. Da entdeckt er die Uniform eines Hauptmanns. Augenblicklich erkennt er seine Chance, zieht sie an und kopiert die Performance von Befehlsberechtigten. Es funktioniert: Ihm weit überlegene Soldaten bieten ihre Dienste an, unterwerfen sich freudig-devot seinem Diktat. Das stärkt das Selbstbewußtsein.

Aber vorsicht! Das ist kein Spaß à la Hauptmann von Köpenick… Einmal liefern Dorfbewohner ihm einen Dieb aus, fordern dessen Liquidierung. Herold muss mitspielen, damit sein Schwindel nicht auffliegt. So entsteht gegenseitige Abhängigkeit. Regisseur Robert Schwendtke (Die Frau des Zeitreisenden) bestätigt:

„Diese Tragödie fand deshalb statt, weil alle mitgemacht haben und keiner gesagt hat ‚Stopp‘. Selbst wenn sie gewusst haben, dass er kein Hauptmann ist, haben sie mitgemacht – sie konnten ihn ja genauso benutzen, wie er sie benutzt hat.“

Der Hauptmann

(c) Julia M. Müller / Weltkino Filmverleih

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Hauptmann Herold erfindet sich einen Auftrag: Für den „Führer“ soll er die Situation hinter der Front erkunden. Aber um der Glaubwürdigkeit willen muss er seine Brutalität steigern, den Blutzoll regelmäßig erhöhen. Vor allem, als er in einem übervollen Arbeitslager „für Ordnung“ sorgen, den „Platzmangel“ beseitigen soll…

Der Hauptmann ist kein Film, der verurteilt. Pädagogen und Zeigefinger-Fans bietet er keinerlei Halt. Auch ist er, trotz bizarrer Situationen, keine Satire, keine schwarze Komödie. Sein Horror liegt im distanziert-kalten Aufzeigen: Seht, so ist der Mensch! Ecce Homo! Ein Abgrund, tiefer als 1000 Höllen. So funktioniert er.

Obwohl…Blitzt in manchen Momenten nicht Lust am Absurden auf? Bekämpft der Hauptmann den Irrsinn womöglich durch dessen Steigerung, wie einst der Caligula (1944) von Albert Camus? Oder überwindet Herold die eigene Angst vor der Todesmaschinerie, in dem er selber Teil von ihr wird? Eine Identifikation mit dem Aggressor vornimmt?

Solches Fragen intendiert keine „Entschuldigung“, bemüht sich nicht um „Verständnis“. Wir erfahren wenig über das Innenleben der Protagonisten. Alles, was sie tun, ist Re-Aktion zur Erhaltung eigener Existenz. Deshalb verwundert es überhaupt nicht zu erfahren, dass Willi Herold wirklich existiert hat, dass der Film auf Tatsachen beruht.

Historisierende Schwarz/Weiß-Bilder zeigen trostloses Niemandsland hinter der Front – schlimmer noch als die Trümmer einer Stadt. An den Rändern matschiger Straßen liegen Autowracks und Leichen, schaffen Assoziationen zu Jean Luc Godards Endzeitdrama Weekend (1967). Auch Der Hauptmann spielt in einer Endzeit. Vielleicht ist für den Menschen einfach immer Endzeit?

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33 Kommentare

  1. Marc Hofmann am

    Uns so funktioniert "SOZIALISMUS"…..das Diktat eines KOLLEKTIV über die FREIHEIT des Individum. Egal ob das Diktat des "SOZIALISMUS" jetzt im Nationalen oder Grünen Gewandt daher kommt….Sozialismus steht für die Abhängigkeit…eine Abhängigkeit die uns unsere Unabhängigkeit, Selbstbestimmung kostet…die uns unserer Freiheit beraubt und uns unter das Joch des Kollektiv stellt….das Diktat eines Kollektiv das sich in Deutschland immer schön hinter der Fassade des "SOZIALEN" verbergen lässt….Mal ist diese "Soziale Fassade" National und mal Grün angestrichen aber im Grunde bleibt diese Fassade im Kern ein Diktat des Kollektiv über die Selbstbestimmung des Menschen!

    • Der ungehemmte und uneingeschränkte Individualismus hingegen funktioniert so, wie man es heute beobachten kann.
      Das schwächere Individuum wird zur Ausbeutung und Ausplünderung durch das stärkere freigegeben. Die Finanzoligarchie kann Individuen, die keine soziale oder völkische Bindung haben mühelos gegeneinander ausspielen. Eine atomisierte Masse kann sich nicht zur Wehr setzen, das ist ja letztlich auch der Sinn der derzeitigen Überflutung mit artfremden Individuen.

  2. Alles inszeniert?

    Was wenn der ganze sog. 2. WK nur eine inszenierung war? Selbst AH könnte bei seiner Aufenthalt in England 1912-13 von dem Geheimdienst rekrutiert und ausgebildet gewesen sein. Er führte den Krieg am Anfang so dass die Deutschen begeistert wurden (und die Bereitschaft für weitere Eroberungen stieg) aber die wichtigsten Punkte (Dünnkirchen, Tunesien, Stalingrad) hat er dermassen vermasselt, das es nur noch richtung totaler Kapitulation gehen konnte. Das war schon Ende der dreisiger der proklamierte Ziel der britischen Machthaber. Es gibt genügend Zitate von Churchill diesbezüglich…

    Siehe auch hier: http://www.theworldoftruth.net/

    • Werner Wolff am

      Ja, ich halte Ihre Annahmen nicht für abwegig, sondern vom Prinzip her für sehr plausibel. Das sehe ich ganz ähnlich. Es gibt einfach zu viele gravierende Ungereimtheiten insgesamt zu dem Thema und wenn es diese Fährte gab, von der Sie und ich denken, dass es sie gab, dann ist die Frage, wo das Ganze angefangen hat. Möglich, dass A.H. in England als Agent mit dem Ziel Einflussagent angeworben wurde. Das setzte aber voraus, dass derselbe auch wirklich in England war. Das wiederum ist nicht klar erwiesen. Klar erwiesen dagegen ist, dass „Putzi“ Hanfstaengel auf Empfehlung von US-Militärattaché Truman Smith den Kontakt zu A.H. suchte und zwar sehr erfolgreich, wie man ja weiß. Auf Empfehlung eines US-Militärattachés? Welches Interesse konnte der an A.H. haben? Der Anfang liegt in der Frage nach dem Motiv für das Interesse des Attachés an der Person des A.H., nicht im Beginn der „Freundschaft“ von Hanfstaengel und A.H.

      Die Inszenierung, die Sie ansprechen, ist, unter Berücksichtigung der Fakten, nicht von der Hand zu weisen. Sollte das erreicht werden, was erreicht wurde oder ist etwas schiefgelaufen dabei, für mögliche Auftraggeber oder für A.H.? Warum wurde Deutschland, aber nicht das Haupt der Hydra in der Wolfsschanze bombardiert? Den Standort soll die alliierte Funkaufklärung nicht gewusst haben? Ein Schelm, der Arges dabei denkt?

  3. Direkter Demokrat am

    Solche konstruierten Erzählungen tragen nicht zur wahrheitsgemäßen, unvoreingenommenen und neutralen Aufarbeitung der deutschen Geschichte von 1914 bis 1945 bei. Die ist aber zwingend notwendig, damit sich das Deutsche Volk endlich von den Fesseln des Lügenschuldkultes befreien kann.

  4. Da ich unsere Wehrmacht- unsere Väter und Großväter – wohl besser beurteilen kann als jeder heutige Filmemachertrottel schaue ich derlei Käse generell nicht an.

  5. Andreas Walter am

    Sorry, doch ich weiß nicht wohin damit. Um Krieg geht es aber auch:

    „Man kann nur den Zeitraum bis zum Tod verlängern“, auf Welt inline

    (es geht um den angeblich vergifteten russischen Ex-Spion Sergej Skripal, 66, und seine Tochter Julia, 33)

    Augenöffnend sind bei dem Artikel jedoch die Kommentare, die wirklich gute und kritische Fragen stellen.

    Wozu soll das also führen das der Westen unbedingt jetzt glauben soll, Putin stünde hinter dem Angriff, falls er überhaupt echt war, und kein Theater?

    Gewöhnliches Putin-Bashing, oder steckt mehr dahinter?

    Will May womöglich nur von inneren Spannungen in Großbritannien ablenken? Womöglich wegen Telford?Wurde wirklich überhaupt jemand vergiftet? Will man Großbritannien womöglich zurück in die EU zwingen, den BREXIT rückgängig machen? Warum hängen sich sofort auch NATO, Trump und Merkel da mit rein? Was soll auch das Neben-Bashing gegen Nordkorea und Iran in dem Fall?

    "Die Spur des russischen Ex-Spions führt auch zum Trump-Dossier", auch auf Welt inline

    Das ist doch alles bullshit. Hier läuft doch irgendeine Megaverarsche.

    • Andreas Walter am

      Was der Rühle nämlich für ein ********* ist, das könnt ihr hier erfahren:

      "Der frühere Leiter des Planungsstabes im Verteidigungsministerium, Hans Rühle, sagte der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" wörtlich: "Ich habe damals alles getan, diese Informationen zu unterdrücken." Der heute 63-jährige Pensionär fügte hinzu, Hintergrund seien Befürchtungen gewesen, dass Presseschlagzeilen über 1.000 strahlende US-Panzer auf deutschen Straßen die Proteste gegen den NATO-Raketen-Beschluss noch angeheizt hätten. Rühle, der von 1982 bis 1988 Planungschef war, wird mit den Worten zitiert: "Das wäre das Ende der Nato gewesen." "

      Die Nachricht stammt aus dem Jahr 2001 und es geht um Uran-Munition. Irgendwie kam mir der Name nämlich bekannt vor.

      "DU-Munition: Verteidigungsministerium hielt Informationen über US-Uran-Panzer zurück", Googlen

      An Uran-Munition im Kosovo, daran hat der Name mich nämlich erinnert.

      "Invisible War – Depleted Uranium and the politics of radiation", auf YouTube

      "Balkan Cancer (The name sometimes does lie: NATO’s “Merciful Angel” intervention against Yugoslavia)", auch auf YouTube

      Einem Kalten Krieger glaube ich darum gar nichts.

      "Der Kosovo-Krieg- Es begann mit einer Lüge – Deutschlands Weg in den Kosovo Krieg", YouTube

      Mein Gott, wie sie alle Lügen.

  6. heidi heidegger am

    danke, Jonas, für den filmtipp. etwas mehr leitkultur braucht’s, denn auf der suche nach GABIs himmelsnetz-youtube-kanal, stiess ich auf nen del-nose-derivat, quasi. den A. Nahles-kanal. wie krank ist das? das imago/(k)anal-bild: ehklichehklich. und die kommentare: urschlecht, ey!

    [ Hitmen Meyer möchte kein Mongole mehr sein und wird Muslima ]

  7. Nach der Kriegserklärung Englands und Frankreichs gegen Deutschland ging es um Leben und Tod. Die deutschen Soldaten haben letztlich nicht für Hitler, sondern für Deutschland und ums Überleben kämpfen müssen. Aber in dem Film das Übliche. Die deutschen Soldaten als dumme Befehlsempfänger. Kann nichts Gutes an dem Film entdecken, habe allerdings nur den Trailer gesehen. Der Artikel hätte so auch in der taz stehen können.

  8. Im 19. Jahrhundert wurden der Telegraph und das Telefon erfunden – technische Hilfen, um den dialogischen Austausch räumlich zu erweitern. Das 20. Jahrhundert jedoch brachte den Rundfunk und das Fernsehen hervor, monologische Medien mit nur einer einzigen Richtung des Informationsflusses von einem "Sender" zu den "Empfängern"; eine Technologie, wie sie faschistischer nicht sein könnte, das krasse Gegenteil zum urdemokratischen Stammtisch oder Thing. Der Führer konnte landesweit befehlen, die große Herde wurde gehirngewaschen und folgte; und noch immer befehlen die Führer, und emanzipiertermaßen nun auch Führerinnen. Mit Beitragspflicht "für die Demokratie", doch "the medium is the message" (Marshall McLuhan); der Inhalt ändert nicht das Faschistische einer Technologie. Das Internet knüpft am Stammtisch, am Thing und an dialogischer Technologie an und steigert sie. Und sogleich greifen obrigkeitliche Inquisitoren ins frei sich verbindende Netz, um es reaktionär zu verderben.

    Und wie wirkt das Kino? Gleicht die leibhaftige gemeinsame Anwesenheit sehr vieler Zuschauer die einseitige Richtung der Berieselung durch die Möglichkeit von Gesprächen und neuen Bekanntschaften aus?

  9. Werner Wolff am

    Den Film werde ich mir ganz sicher nicht ansehen. Nach dem Trailer zu urteilen: Was will der Filmemacher mir jetzt damit sagen?

    Ob die verfilmte Tragödie deshalb stattfand, weil keiner Stopp gesagt hat? Zu einfach gestrickt, das Problem ist ein anderes und liegt tiefer; es liegt im Anfang und nicht im Ende, denn das Ende ist nur das Resultat, das sich im Anfang verwirklicht hat, wie der Anfang eines Kreises, der als Resultat sich am Ende in seinem Anfang als Kreis verwirklicht. Im oben genannten Fall als Tragödie. Wer hätte denn am Ende noch Stopp sagen können? Und am Anfang? Der beinhaltete ja bereits das Ende, wenn keiner Stopp sagt, wohl wissend, das könnte das letzte Wort zum Thema sein, im Sinne des Wortes. Dieses Problem wirft auch ein prinzipielles Schlaglicht auf die deutsche Gegenwart, die uns allen ja augenscheinlich ist. Wo war da der Anfang und wer hat Stopp gesagt und um welchen Preis? Ein neues Polizeigesetz in Bayern? Schon gelesen? Wenn ein Ding z. B. alle Merkmale einer mechanischen Uhr hat, dann ist es eine mechanische Uhr, wenngleich nicht dieselbe als Ding, aber wohl als Prinzip und Funktion dasselbe: es zeigt die Zeit an und evetntuell, was die Stunde in Wahrheit geschlagen hat. Ist doch unbestreitbar einfach zu verstehen, oder?

    Ansonsten, Schicksale, wie sie wohl in jedem Krieg auf die eine oder andere Weise vorgekommen sind und auch weiter vorkommen werden.

  10. Deutsche Nazifilme über alles. Besonders in den letzten 5 Jahren haben sie wieder stark zugenommen. Netflix ist voll davon. Und damit sie auch ja nicht nachlassen, schlaegt jetzt auch Hollywood Direktor Robert Schwentke erneut die Nazitrommel und kommt extra zurück nach Deutschland um die "Wahrheit" aufzuzeigen.

    Hah, jedes Mal wenn ein Film sich auf eine "reale Begebenheit" beruft, weiß ich was ich davon zu halten habe. Aber was solls, Hauptsache der Deutschenhaß wird erneut geschürt und die Kasse klingelt für Herrn Schwentke.

    Solange sich deutsche Schauspieler für solchen Dreck immer noch hergeben und man sich so etwas immer noch in Deutschland ansieht, wird sich auch nie etwas ändern.

    Hollywood Reporter Todd McCarthy beginnt seinen langen Film Review so:

    "The rot of Nazism is shown as having contaminated the very German soul in The Captain, an initially compelling if increasingly problematic parable set at the end of World War II that basically argues that it was never too late to become a vicious exterminator….."

    Ja Ja, die kranke deutsche Seele heute. Immer noch von In- und Ausland gehetzt und schon fast verstuemmelt.

    Ohne mich.

    • Diesen Dreck werde ich mir ebenfalls nicht ansehen ! In den ganzen Filmen, welche über den Krieg gedreht wurden, werden die Deutschen und deren Landser immer nur als die absoluten miesen Menschen, Kriegsverbrecher und natürlich als DIE Verlierer hingestellt.
      Die Sieger waren ja sooooo lieb … haben ja Deutschland befreit, was ja sogar stimmen mag … befreit von Kulturgütern und jeder Menge Patente … was waren denn bis 1945 schon die Amis und Russen ?
      Es gab wenige Filme, wo man versucht hatte, realistisch über diesen unsäglichen Krieg, zu berichten, z.B. "Das Boot" oder "Soweit die Füße tragen".

      Ich kann auch keine Schauspieler verstehen, die z.B. in solchen Drecksfilmen wie die vom Tarantino, mitspielen und natürlich deutsche Bestien darstellen, aber bekanntlich gibt es ja Leute, die für Geld alles machen …

  11. Drachentöter am

    Na kommt schon Freunde, wenn nix mehr über Deutsche schlechtes geht, über diese Zeit geht immer was und wenn es der grösste Blödsinn ist. Völlig belanglos ob es diesen Typen gab oder nicht aber gut, wenn sich deutsche Geschichtsschreibung seid 45 nur um diese 12 Jahre dreht muss man auch nix anderes erwarten

  12. Jürg Rückert am

    Willi Herold kommt in ein britisches Gefängnis 2018. Um zu überleben muss er Muslim werden.
    Die Filmemacher verpassen ob ihrer Bewältigungen die wahre Gegenwart.
    Aber Gegenwartsfilme mit solchen Themen dürften nirgendwo gezeigt werden bzw. nur unter Gefahr.

  13. Volker Spielmann am

    Die Siegesfeiern der Landfeinde sind eine wahrhaft lächerliche Darbietung

    Die Siegesfeiern der Landfeinde anläßlich des Sechsjährigen Krieges erinnern stark an die Siegesfeiern der Perser an den Thermopylen über die Spartaner und in der Tat könnten ebenso gut ein paar Zehntklässler mit blutenden Nasen, ausgeschlagenen Zähnen und blauen Augen sich rühmen, es dem fiesen Siebtklässler gezeigt zu haben, wie sich die Landfeinde ihres Sieges rühmen. England besaß damals schließlich noch neben seinen Pflanzstaaten, Indien und halb Afrika und das Welschenland die andere Hälfte. Angesichts der gewaltigen Überlegenheit an Menschen und Material mußten sich die Landfeinde also ziemlich abstrampeln und man kann wohl sagen, daß die Unfähigkeit des Autobahnbauers mindestens zur Hälfte die Niederlage Deutschlands verschuldet hat und es den Landfeinden wohl schlimm ergangen wäre, wenn ein Feldherr wie Friedrich der Große oder Prinz Eugen den Oberbefehl geführt hätte, die nimmermehr rumänische Fachkräfte zum Schutz ihrer Flanken angeworben hätten und dergleichen Späße mehr.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    • Im Übrigen hätte uns ein feindliches Italien weniger geschadet und gekostet, als ein befreundetes.
      Ohne Jugoslawien, Albanien, Griechenland und Afrika wäre Barbarossa zum Erfolg geworden.
      Vielleicht wäre noch 1943 ein Separatfrieden mit Stalin mit einem Status quo als Grundlage, schlimmstenfallst einem Status quo ante, möglich gewesen.
      Das Kriegsziel war eigentlich 1941 erreicht, nämlich den von Stalin geplanten, vernichtenden Schlag gegen Europa zu verhindern.

    • Hermann der Cherusker am

      ….wie immer ein Genuss Ihre Kommentare! Werter Herr Spielmann

    • Nicht der Autobahnbauer ist daran "Schuld" sondern die Verräter im Generalstab und natürlich die Übermacht der Aggressoren, die nahezu 10:1 betrug.
      Jedenfalls hatte der Autobahnbauer noch so viel Menschlichkeit, daß er die zweifelsfrei bereitliegenden A-Waffen nicht einsetzte.

      Die übernahmen dann die Verbrecher aus Übersee und hatten keine Skrupel.

  14. Aristoteles am

    "Seht, so ist der Mensch! Ecce Homo!"

    Der ‚Homo Nationalsocialisticus‘ genauer gesagt.
    Sonst würde das eindeutig den Rahmen sprengen.
    Auch Schwarz-Weiß-Bilder habe ich sehr lange nicht mehr gesehen
    (ich glaube zuletzt vor zwei Tagen auf ZDF-Info, wurde mal wieder Zeit).

  15. Die Kragenspiegel sind genau die, die ich vor über 40 Jahren auch hatte, Luftwaffe, allerdings Bodentruppe, Aufklärung, Funkortung, der DDR, NVA, Grundwehrdienst, 18 Monate.

    Ich denke, daß ich in einer der letzten richtigen deutschen Armeen gedient habe, mehr will ich aber dazu nicht schreiben, da ich ansonsten wieder von diesem SOKRATES hier persönlich angegriffen und als Deutscher beleidigt werde.

    • Sind bei mir auch schon 40 Jahre.
      Allerdings weder Luftwaffe noch NVA, sondern eine der sogenannten Bruderarmeen, Fernmeldebataillon.

    • Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

      Das denke ich auch, allein die NVA -Uniformen im Vergleich mit den lächerlichen westdeutschen und österreichischen Amikopien…Was andere schreiben, lieber Landsmann aus Thüringen, sollte Ihnen genauso egal sein wie mir die Nichtveröffentlichung von immer mehr meiner Beiträge durch Compact, obwohl ich weder unsachlich noch extremistisch argumentiere.

      • Ebenfalls vielen Dank für Deine netten Zeilen !

        Wenn es Dich interessieren sollte, dann google mal nach :

        Dienen bei der NVA – Zur Geschichte einer deutschen Armee

        Habe ich vorhin gerade gemacht, hatte ja die drei Teile auch schon gesehen, aber da kann man auch interessantes vom Autoren dieser Filme lesen, z.B. daß die NVA
        Anfang der 70er Jahre durchaus eine schlagkräftige Truppe war.

        Herzliche Grüße !

    • Deutsche Beobachtungstelle am

      @Thüringer:
      Meine Zustimmung und meinen Beistand hast Du! D’accord!
      Die Zustände in der DDR und unser damaliges erzieherisches Wertesystem waren viel preußischer als im Westen, ob bewusst herbeigeführt von den Machthabern oder nicht. Im Vergleich dazu ist die heutige BRD-Welt der Multikulti-Lügen und des systemgewordenen, Wahnsinns des machthabenden, selbsthassenden politisch-medialen Kartells ein geistiger Rückfall ins tiefste Mittelalter! Wie ich diese Verbrecher dafür hasse! Und der schlafende Michel lässt sich alles gefallen!

      Etiam si omnes, ego non!

      Patriotische Grüße eines vor fast 40 Jahren aus Südthüringen nach Preußen Ausgewanderten!

      • Vielen Dank für die netten Worte ! Ich bin auch vor fast 30 Jahren von Ostthüringen eben nach Berlin (West), Preußen, "ausgewandert" …

        Auf meinen Beitrag haben ja nun einige Foristen geantwortet, vielen Dan an alle !

        Was die NVA nun betrifft, ich kann mich nicht erinnern, daß es auch nur einen meiner Kameraden Spaß gemacht hätte sich dort drillen zu lassen ABER, die hanen Kerle aus uns gemacht ! Von der Warte her muß ich denen dafür sogar dankbar sein.

        Im ZDF kam vor einigen Jahren mal ein Dreiteiler, der hieß "Dienen bei der NVA" die Geschichte einer deutschen Armee, sehr sehenswert. Meine Zeit betraf den zweiten Teil. Anfang der 70er Jahre, als ich da gedient hatte, gab es die meißten Todesfälle dort, daß wurde in diesem Teil sogar von ehemaligen DDR Offiziern angesprochen.

        Ehemalige Bundeswehrsoldaten sagten mir einmal, daß die Bundeswehr gegen die NVA keine Chance gehabt hätte, die waren ja an den Wochenenden immer zu Hause. Ich war in den 18 Monaten 8 Mal zu Hause auf kurzen Urlaub !

    • Kann sein, aber die Qualität war im Vergleich zur richtigen deutschen Armee eher mäßig.

    • Direkter Demokrat am

      @Thüringer: Die NVA war wie die Bundeswehr keine deutsche Armee. Beide entstanden in den jeweiligen Besatzungszonen, die KEINE Staaten waren. Eine nationale Armee setzt aber einen Staat voraus. Die NVA war wegen ihrer Uniformfarbe, den Rangabzeichen und der preußischen Tradition dennoch ‚deutscher‘ als die Bundeswehr.

      • Die Rangabzeichen waren nur der äußeren Form denen der Wehrmacht gleich, die Anordnung der Sterna entsprach der sowjetischen Praxis.
        So war zum Beispiel Streifen + 1 Stern bei der NVA Unterleutnant (den es bei der Wehrmacht gar nicht gab), bei der Wehrmacht wäre es ein Oberleutnant gewesen.
        Analog dazu silbergeflochten + 1 Stern NVA = Major, WM = Oberstleutnant.
        Die Anordnung der Sterne zum Dreieck gab es bei der WM nur beim Stabsfeldwebel.

    • Jeder hasst die Antifa am

      Da haben sie Recht wenn man den Politischen Blödsinn in dieser Armee außen volässt war es eine disziplinierte einsatzbereite und schlagfähige Truppe was man von der jetzigen bunten Wehr nicht mehr sagen kann, sie wurde zur gegenderten Operettenarmee verunstaltet.

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