Thomas de Maizière: Deutsche brauchen wieder Identität und Religion

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Kein Scherz! Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat gegenüber dem „Stern“ doch tatsächlich festgestellt: „Wir wissen nicht mehr genau, wer wir sind und wer wir sein wollen. Was uns als Deutsche ausmacht“. (1)

_von Michael Richter

Wie kommt das bloß, fragt sich de Maizière: „Obwohl es uns ökonomisch gut geht wie selten zuvor, sind wir uns unserer selbst, unserer Identität nicht sicher genug.“ Im Land von Prekarisierung und Billiglohn geht’s „uns“ also ökonomisch gut. Aber unabhängig davon sollte de Maizière sich doch freuen, denn seine Partei arbeitet doch auch an einem postnationalen Europa, an der Herrschaft der neoliberalen EU.

Aber der neu-identitäre De Maizière wirft den Deutschen nicht nur mangelnde Identität vor, sondern auch das Verschwinden der christlichen Religion: „Die Zahl der überzeugten Christen in Deutschland ist kleiner geworden.“ Macht doch nichts. Dafür haben wir doch Konsumtempel. Aber de Maizière hat einen pragmatischen Grund, denn es macht „die Integration vieler Muslime nicht einfacher, dass sie auf eine Gesellschaft mit einem – gegenüber früher – verunsicherten christlichen Selbstbewusstsein stoßen“. Und die Integration des Islams sei schwerer als beispielsweise die der Russlanddeutschen: „Die Auseinandersetzung zwischen dem Christentum und dem Islam war über Jahrhunderte hinweg kompliziert. Das ist im historischen Gedächtnis der Deutschen verankert.“

Mit anderen Worten: Die Deutschen sollten jetzt möglichst schnell Identität erlernen und wieder religiös werden, damit die Integration besser funktioniert? Da wird unser neu-identitärer Minister wohl bald Besuch von der Antifa erhalten…

(1) zit. n. http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/wir-wissen-nicht-wer-wir-sind-de-maiziere-beklagt-mangelndes-nationalbewusstsein-der-deutschen-a1354280.html

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