Seit zwei Jahren und acht Monaten werden die Mainstreammedien diesseits und jenseits des Atlantik nicht müde, ihre Konsumenten mit der sofortigen, alsbaldigen oder demnächst stattfindenden Absetzung von US-Präsident Donald Trump zu ergötzen. Ja, wenn es nach ihnen ginge. Geht es aber nicht.

    Im Fall der Amtsabsetzung (Impeachment), der letzte Woche via New York Times, CNN und also auch ARD über uns kam – ich las darüber, denn einen Fernseher habe ich nicht –, ist der Anlass, dass sich Trump nicht nur – wieder einmal !! – daneben benommen hat, sondern ein ausländisches Staatsoberhaupt erpresst und in den jetzt anstehenden Präsidentenwahlkampf 2020 ungesetzlich eingegriffen hat. Da sind sich die Medien ganz sicher, denn ein Whistle Blower aus einem der 19 US-Geheimdienste hat es ihnen gepfiffen.

    Der Reihe nach: Im Juli telefonierte – man sollte es ihm verbieten – Trump mit dem in der Ukraine frisch gewählten Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Bei diesem Gespräch soll Trump den ukrainischen Komödianten, der jetzt das blau-gelbe Staatsschiff am Dnjepr lenkt, genötigt haben, in Sachen Joe Biden etwas zu unternehmen. Zur Erinnerung: Dieser sleepy Joe war unter Barack Obama der Vizepräsident der USA, jetzt schickt er sich an, Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden. Dass sich Trump für den möglichen Herausforderer interessiert, kann man verstehen. Nur was ihn interessiert, werden viele nicht komisch finden.

    Joe Biden engagierte sich, als er noch der US-Vizepräsident war, in der Ukraine. Das war die Zeit, als die USA gerade mit der freundlichen Beihilfe eines Investors namens George Soros 2014 einen Regime Chance in Kiew veranlasst hatten, der den gewählten, aber aus US-Sicht zu sehr Russland-freundlichen Präsidenten sein Amt kostete. Zum neuen, nunmehr US-genehmen Mann namens Poroschenko reiste Biden nach Kiew, um ihm klarzumachen, dass die dringend benötigte US-Finanzhilfe an eine Bedingung gebunden sei. Ein Wunsch unter Freunden. Sollte nicht binnen sechs Stunden der ukrainische Staatsanwalt, der die Ermittlungen gegen einen US-Bürger leitete, abgesetzt werden, werde er, Joe Biden, seinen Regierungsflieger besteigen, und der US-Kredit sei futsch.

    Die Ukraine beugte sich. Der US-Bürger, der folglich unbehelligt bliebt, war Hunter Biden. Das ist der Sohn des damaligen Vizepräsidenten, verstrickt in Geschäfte im Energiekonzern der Ukraine. Sein Tun dort hatte die einheimische Korruptions-Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Jetzt kommt das Erstaunliche: Biden, der Vater, war von dem eigenen Auftritt à la Wyatt Earp in Kiew so entzückt, dass er vor feixendem Publikum auf einer Versammlung des Council on Foreign Relations – das ist der Club der Reichen und Superreichen, wo in den USA seit 1921/22 die Weichen gestellt werden – über seine Mission berichtete. Heute ist ihm vermutlich klar, dass er besser geschwiegen hätte. Vor ein paar Tagen ist ihm zum Glück eingefallen, dass er mit seinem Sohn niemals über dessen Geschäfte gesprochen habe. Klingt total glaubwürdig, zumal der Junior ganz anderes darüber erzählt hat.

    Der Leser fragt entgeistert: Und deswegen soll Donald Trump seines Amtes enthoben werden? Tja. Nachdem die New York Times ihre Anti-Trump-Tatarenmeldung abgesetzt hatte, eilten die üblichen, mit einem Wählermandat versehenen Verdächtigen zu den Mikrofonen, um das Amtsenthebungsverfahren anzukündigen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi (Demokraten), sprach von einer ernsten Lage für Amerika. Vermutlich verwechselte sie – wie es Politikern zuweilen geht – die Lage ihres Landes mit der ihrer Partei. Eigentlich müsste der Parlamentssprecherin klar sein, wie die Regeln sind: Der Antrag auf Amtsenthebung wird ins Repräsentantenhaus eingebracht. Dort muss er durch Abstimmung von der Mehrheit unterstützt werden.

    Sodann findet ein Verfahren vor der anderen Parlamentskammer, dem Senat, statt, in dem – einem Gerichtsverfahren ähnlich – die beschließende Repräsentanten-Mehrheit als Ankläger auftritt, der des Amtes zu Enthebende als die andere Partei. Der Senat fungiert als Quasi-Gericht. Seine Endentscheidung muss für den Fall einer Amtsenthebung mit zweidrittel Mehrheit gefällt werden. Nur nebenbei: Im Senat haben die Republikaner die Mehrheit. Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump? Der letzte Versuch – der Leser erinnert sich sicher dunkel – liegt erst wenige Wochen zurück. Dort ging es um den Ratschlag des Präsidenten an vier junge weibliche & farbige Abgeordnete, die Kritik an den Verhältnissen in den USA unter Trump geübt hatten.

    Der legte ihnen via Twitter nahe, in die Länder ihrer Abkunft, wo schreckliche Zustände herrschten, zurückzukehren, dort für Ordnung zu sorgen und sodann in die USA zurückzukommen, um alle an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen. Große Rassismus-Aufregung. Das angegeigte Impeachment scheiterte im Repräsentantenhaus, in dem die Demokraten die Mehrheit haben, jämmerlich. Nun also ein da capo. Wie oft noch? Die Sache wirkt ermüdend. Zum Glück haben wir (und die Amerikaner) unsere Kanzlerin, die mit fünf Regierungsmitgliedern und vier Regierungsfliegern zum Klimagipfel nach New York reiste. Was sie dort tat, habe ich bei Bernd Zeller gefunden.

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    15 Kommentare

    1. ROEWER: “The Ukrainian President said himself he felt no pressure.”

      ME: “He only has 250 million reasons to lie.”

      Roewers alberne talking points sind Beleg für die Tatsache, dass er in einem Paralleluniversum lebt.

    2. Erst einmal beglückwünsche ich Sie weil sie kein TV besitzen – vorbildlich! Mit Regime Chance meinen sie wohl Regimewechsel – wieso schreiben Sie es nicht auf Deutsch!
      Trump war von Anfang an der Kandidat des amerikanischen Volkes, nicht der Reichen und "Schönen". Die haben ihn auch noch von Anfang an als Verräter ihrer Klasse angesehen, da er Politik – so gut er kann – gegen sie macht und selber zu den Reichen gehört, sich die Wahl zum Präsidenten selber finanziert hat.
      Daß er mit "Amerika zuerst" nicht die EU meint ist auch deutlich aber für europäische Staatschefs und vor allen die Presse Europas wohl nicht ganz klar. Der Mann ist wirklich für sein eigenes Volk, da er alt genug ist, seine Karriere hinter sich zu haben und reich genug, daß er das Amt nicht braucht, um sich zu bereichern. Also weder erpreßbar noch bestechlich.
      Also ist sehr wahrscheinlich, daß er wiedergewählt wird und das "Establishment" der Reichen und Schönen wersucht deshalb ihn über unlautere Mittelchen loszuwerden … aber selbst die Abgeordneten ihrer eigenen Partei (Demokraten) sehen ein, daß das so nicht geht! (Besonders wenn sie wissen, daß einer ihrer eigenen Leute den Dreck am Stecken hat.)

    3. Heinrich Wilhelm an

      Die hiesigen Qualitäts- und Vordenkermedien haben Herrn Trump schon im Visier gehabt,
      als er noch gar nicht im Amt war. Ist eben nicht ihr Liebling.
      Vor der eigenen Türe zu kehren, wäre da wesentlich besser.
      Außerdem: Totgesagte leben länger.

    4. Mir Wurst.Die Bevölkerung der USA ist in den letzten 50 Jahren von 200 auf 300 Mio gewachsen.Ich Wette 1000 Thaler gegen ein Paar alter Schuhe,daß an diesem Zuwachs nicht ein einziger weißer Säugling beteiligt war. In 40 Jahren ein Shithole-Staat ,aber nuklear hoch gerüstet,spannend.

    5. Die Hillary ist ja auch am Gift spucken gegen Trump.
      Die möchtegern Demokraten in den USA besiegeln mit ihren Lügen, Tatsachenverdrehungen und Intrigen ihren eigenen Untergang, so wie die Altparteien in der BRiD !
      Der Biden Senior und auch seine Sohnemann ist sind ein Beispiel von raffgierigen und korrupten Abzocker.
      Nun wurde ihnen auf die Schliche gekommen und versuchen ihre Habgier mit Lug und Trug zuverteidigen !

    6. Jeder hasst die Antifa an

      Da können sie Hetzen Gift und Galle speien der nächste Präsident heißt Donald Trump der beste Präsident den die USA je hatte.

    7. War doch klar, dass dies so kommt.
      Bevor man auf die Zielgerade des Wahltages einbiegt, wird mit allmoeglichem Dreck geworfen.
      Denn das ausschließliche Ziel der "Weltelite", des tiefen Staates ist es, die Wiederwahl Trumps zu verhindern.
      Es könnten in dessen weiterer Amtszeit Sachverhalte publik werden, die den "Herrschaften" unangenehm werden könnten.

    8. Sehr verständlich, wie die Altparteien und Hetzmedien dies- und jenseits des Atlantiks reagieren. Donald Trump hat mit seiner Rede vor der UN der globalen Herrscherqlique nichts geringeres als den Krieg erklärt. Trump steht für alles, was die linksgrünen New-Order-Faschisten verachten.

      Im Übrigen sprach er von der Souveränität ALLER Staaten – Das hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Heimat und unsere Zukunft. Sollte er wirklich umsetzen, woran er glaubt, könnte die Deutsche Souveränität in greifbarer Nähe sein.

      Interessante Zeiten stehen bevor

      • Martin Landner an

        Joa, wenn die Sachsen & Bayern mal unabhängig werden wollen, können wir vielleicht in Amerika anrufen. Die Bundeswehr
        & Polizei sind ja eh AfD & dann gibt es ja niemanden mehr, der nen eigenen Staat verhindern könnte.

    9. Tja, beim BRD-Mainstream aus Politik, Journaille und Gutmenschen ist immer der Wunsch Vater des Gedankens, doch entscheiden bei Trump, Putin, Johnson und Rohani die jeweiligen Völker über Verbleib oder Absetzung besagter Staatsmänner und nicht die höheren Mächte. Einmal mehr wies die große Trump-Rede (danke an Compact für die Veröffentlichung!) den VSA-Staatschef als Patrioten und Anti-Globalisten aus, leider gepaart mit unseligen Angriffen gegen die antiimperialistische Islamische Republik Iran…

      • "Patriot" a la Compact,schon möglich. Aber "Anti-Globalist",zum totlachen. Der Dieb schreit "haltet den Dieb" und alle Naiven fallen drauf herein.

    10. Er wird wieder gewählt werden……die Mehrheit im Amiland ist pro Trump…..und selbst dann werden die Hetzer weiter hetzen.

    11. Seit Trumps Rede vor der UN feuern die brd-Staatsmedien mit maximaler Kraft aus allen Rohren. Bei besagter Rede hat er linksliberalen Globalisten, diesmal deutlicher denn je, jegliche Legitimation abgesprochen.