Syrien: Martin Schulz bezeichnet Kriegsgegner Gauland als Faschisten

70

In der heutigen Generaldebatte zur Haushaltswoche im Bundestag wandte sich Alexander Gauland gegen eine deutsche Beteiligung bei einem Syrienangriff. Dies könne eine neue Flüchtlingswelle auslösen. Wegen dieses Arguments bezeichnet ihn Martin Schulz (SPD) als „Faschisten“.

Der Bundestag debattiert über eine deutsche Beteiligung bei Angriffen auf Syrien. Alexander Gauland (AfD) hatte zuvor bereits an Merkel kristiert, dass sie zum Thema Chemnitz nichts als Sturheit anböte. Bei der Frage zu einem Syrienangriff wandte er ein, dass dies eine neue Flüchtlingswelle auslösen würde. Damit zog er den Zorn des Establishments auf sich. Martin Schulz (SPD) warf ihm Faschismus vor.

Gauland, so Schulz, habe nur „ein einziges Thema, in der Regel bezogen auf eine Minderheit im Land“. Diese „Reduzierung komplexer Sachverhalte auf ein Thema (…) ist ein tradiertes Mittel des Faschismus“. – Interessant: Die Warnung vor Krieg, dessen Gewalt Menschen tötet und in die Flucht treibt, ist für den Globalisten Schulz ein Faschismus, der der Komplexität der Realität nicht gerecht werde. Für diesen Blödsinn erntete Schulz spontanen Applaus.

Schulz weiter: Diese Behauptung, dass Migranten an allem schuld sein, habe es „in diesem Hause“ (gemeint ist der Reichstag) schon einmal gegeben (gemeint ist die Zeit 1933-45). – Mit anderen Worten: Gauland mache die Migranten dafür verantwortlich, dass die GroKo keinen Krieg gegen Syrien führen dürfe. Schulz würde also gerne drauflosbomben und sich auf neue Flüchtlinge freuen?… Wer verdient hier die Nazikeule?

Gaulands rhetorische Mobilisierung, so Schulz, führe zu Enthemmungen, deren gewalttätige Resultate sich auf der Straße wiederfinden ließen. – Meint Schulz damit die Antifa-Schläger oder die Messerstecher? Jedenfalls sei es „Zeit, dass die Demokratie sich gegen diese Leute wehrt!“ Diesem Satz folgte eine Standing Ovation.

Bei der Live-Übertragung des Senders Phoenix sagte die Kommentatorin: „Das war Martin Schulz mit seinem leidenschaftlichen Plädpyer für mehr Demokratie.“ – Falsch, es war der Versuch, Gegner von Kriegshetze als Faschisten zu brandmarken.

Unabhängigen Journalismus unterstützen – Abo abschließen – Prämie kassieren

COMPACT lesen! Denn Demokraten brauchen keine Regierungs-Propaganda.

Über den Autor

Avatar

 

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel