Syrien-Krieg: Jetzt greift Putin mit Bodentruppen ein!

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Schon seit einem Jahr konzentrieren sich die Kampfhandlungen im Syrien-Krieg auf die im Nordwesten des Landes gelegene Provinz Idlib, die letzte Hochburg der Gegner des Staatspräsidenten Baschar al-Assad im Land. Diese ist mittlerweile mit einer Vielzahl von islamistischen Terroristen und Extremisten regelrecht kontaminiert.

In den vergangenen Jahren war es zu einer Gewohnheit geworden, beim Fall einer von Assad-Gegnern gehaltenen Stadt oder Provinz die überlebenden und zumeist islamistischen Kämpfer nach Idlib ausreisen zu lassen, um ein Massaker zu vermeiden.

Erdoğans gebrochenes Versprechen

Dies soll beispielsweise nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte auch Ende vergangenen Jahres der Fall gewesen sein, als die Syrische Regierungsarmee Hunderte von Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) aus der im Osten des Landes gelegenen Provinz Deir ez-Zor nach Idlib verbracht haben soll.

Im September vergangenen Jahres konnten sich der russische Staatspräsident Wladimir Putin und sein türkischer Gegenüber Recep Tayyip Erdoğan (die Provinz Idlib gilt als Einflussgebiet Ankaras) im russischen Seebad Sotschi auf die Aufteilung der Provinz in mehrere demilitarisierte Zonen einigen, die vom türkischen und russischen Militär gemeinsam kontrolliert werden sollten.

Doch der türkische Präsident erwies sich einmal mehr als unsicherer Kantonist. Er war entweder nicht willens – oder nicht in der Lage – das in Sotschi gegebene Versprechen einzuhalten, die islamistischen Terroristen aus der Provinz zu vertreiben. Die Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“ (FSA), die der türkischen Regierung nahe stehen, in der sich aber viele ehemalige IS-Kämpfer befinden sollen, mussten zu Beginn dieses Jahres sogar eine krachende Niederlage gegen die HTS-Miliz (Haiʾat Tahrir asch-Scham), einem Ableger der Terrorgruppe  al-Qaida, einstecken.

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Die islamistischen Terroristen können deshalb im Nordwesten Syriens weiter schalten und walten, wie sie wollen. Vor allem haben sie weiterhin die Möglichkeit, das Gouvernement Latakia, das immer zum Kernbereich des von Assad beherrschten Territoriums zählte, mit Raketen zu beschießen – hier befindet sich auch die russische Luftwaffenbasis Hmeimim.

„Tiger“-General: „Kampf gegen schlimmsten Feind hat begonnen“

Die Offensive der syrischen Regierungsarmee gegen die Islamisten im Gouvernement Idlib steckt schon seit Monaten fest. Nun haben laut verschiedenen Medienberichten auch russische Bodentruppen in die Kämpfe eingegriffen, denen es gemeinsam mit ihren Verbündeten gelungen sein soll, den strategisch wichtigen Humaimat-Hügel im nördlichen Hama zurückzuerobern. Auch schiitische Milizen, die dem Iran nahe stehen, sollen sich der Offensive angeschlossen haben.

Syrien-Experten wie Sam Heller oder Danny Maki rechnen damit, dass es in Idlib keinen schnellen Sieg der Regierungstruppen geben wird, da aus Sicht der islamistischen Milizen hier ihr letztes verbliebenes Refugium mit allen Mitteln verteidigt werden muss. Der Journalist Danny Makki stellte in einem Artikel für das Middle East Institute unlängst fest, dass aus der Sicht der Führung in Damaskus in Idlib das „brutale Endspiel“ gegen den Erzfeind Türkei begonnen hat. Der syrische Brigadegeneral Suhail Salman al-Hasan, Kommandeur der „Tiger“-Eliteeinheit, soll bei einem Truppenbesuch an der Front gesagt haben: „Ihr kämpft jetzt gegen unseren schlimmsten und bösartigsten Feind, nämlich die türkischen und US-amerikanischen Bodentruppen.“

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8 Kommentare

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    Theodor Stahlberg am

    Nach den Regeln der Moslembruderschaft hat Erdogan keine andere Wahl – er kann seine islamischen Kettenhunde nicht aufgeben, sonst verliert er sein Ansehen unter den Islam-Fanatikern komplett – außerdem würde das bedeuten, dass Zehntausende, im Zweifel Hunderttausende Halsabschneider aus dem Kampfgebiet abziehen und über die Grenze in die Türkei einreisen lässt – daran kann er ebenfalls keinerlei Interesse haben. Also wird er weiter eine Doppelstrategie fahren: die Terroristen weiter dort halten, sie weiter mit Waffen unterstützen und zugleich unter lautstarken rhetorischen Gesten in Kauf nehmen, dass die Sunni-Terroristen mühsam, unter hohem Blutzoll, von Syrern, Russen, Iranern und Hisbollah-Kämpfern ausgeschaltet werden. Und dass es dabei auf beiden Seiten sowie unter den Zivilisten Blutbäder gibt.

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    Jürg Rückert am

    So eine Terrormiliz dürfte für die USA brauchbar sein als Knüppel aus dem Sack gegen Assad. Der Krieg zwischen dem Iran und dem Irak wurde über 8 Jahre durch Waffenlieferungen an beide Seiten am Leben gehalten! Je länger der Konflikt in Syrien dauert, desto kleiner Assad, das ist die Maxime. Humanitäre Gesichtspunkte existieren nicht.
    Die Verwicklung der Großmächte tut Europa nicht gut.

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    Putin greift hoechstens zur Sicherung seiner Stuetzpunkte ein. Das wars. Vor 3 Jahren sagte er schon sinngemaess, dass eine halbwegs gut ausgeruestete Armee die rauschgiftsuechtigen “IS”-Terroristen innerhalb 2 Wochen besiegen koennte. Nun liefert er S-400-Systeme und anderes Kriegsgeraet an die Tuerkei, wo doch auch ihm bekannt sein duerfte, dass Erdowahn der groesste Feind Assads ist und Erdowahn nebst Familie und Kabinettsmitglieder erhebliche finanzielle Vorteile durch die Zusammenarbeit mit dem “IS” und dem Raub des syrischen Erdoels hat, welches u.a. auch in Deutschland landet. Putin wird Syrien nicht befrieden. Dafuer ist er viel zu sehr mit den USA, mit Israel und auch mit der Tuerkei verbandelt. Es ist nicht abwegig zu denken, dass Putin weiterhin als Heilsbringer auftreten will, in Wirklichkeit aber die Aufteilung Syriens in einen israelischen und einen tuerkischen Teil betreibt. Woher kommen die Kredite die Putin Assad gewaehrt? Mal recherchieren. Zur Lage in Syrien (die Putin ohne weiteres verbessern koennte) ein guter Artikel bei Pets Ansichten mit dem Titel: “Fiktion und Realität in Syrien – Eine Gegenüberstellung”.

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    Zitat:
    …islamistischen Terroristen und Extremisten…

    Wo ist denn da ein Unterschied ?
    Ist doch beides ein und dasselbe !

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      Fischer's Fritz am

      @L.BAGUSCH
      Einen "kleinen" Unterschied gibt es schon. Extremismus bezieht sich erst mal allein auf das denken bzw. die Ideologie. Ein Extremist muß nicht von vornherein auch gewalttätig gegen Unschuldige/Unbeteiligte und damit ein Terrorist sein. Ein bißchen Differenzierung kann nicht schaden. 😉

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        Wenn mal den Koran gelesen hat, dann weiß man das es keinen Unterschiede gibt, das ist nur rethorischer Sondermüll von den Leidmedien und Politdarstellern !
        😉

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    Erdogan ist selbst Alibaba pur……. der hängt auch am Tropf der Amerikaner.Er provoziert gerne ,aber wenn der Turban qualmt,weiss er wo sein Platz istum dem türkischen Harakiri zu umgehen….
    Putin weiss das,aber er hatte den Schachzug der Verblüffung gut gesetzt.

    Mit diesen IS Leuten wird viel zu human gespielt …. ,die verdienen einen Kopf ab Richter ihresgleichen….

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    Sachsendreier am

    Kein Salafismus ohne Islamismus. Und kein Islamismus ohne Islam. Wieso sollte vom Obermufti der Türkei Interesse bestehen, dass in Syrien, oder auch woanders, eine Art liberaler Islam die Oberhand gewinnt? Seit Erdogan an der Macht ist, wird die Türkei immer rückschrittlicher, der Hang zur totalen Verherrlichung des Islams, ist unübersehbar geworden. Zudem nutzt die Türkei den Krieg für eigene Belange – die Bezwingung kurdischer Widerständler. Wer denkt, es würde in Syrien "richtiger Frieden" möglich werden, sollte sich an Afghanistan orientieren. Ohne Friedenstruppen wären dort längst wieder die Radikalen am Ruder, eventuell schwelender Bürgerkrieg. Womit sollen in derart perspektivlosen Gebieten die durch zu hohe Geburtenzahlen nachströmenden Jugendlichen beschäftigt werden? Für den Aufbau fehlt nicht das Geld, sondern vorwiegend Motivation. Es gibt genügend Bildmaterial über Afghanistans Städte, wo immer noch inmitten von Schuttmassen teetrinkende Männer lachend Tee trinken und gestikulierend Handel treiben.

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