Die EU mit ihrer grünen „Toleranz“-Diktatur muss erleben, wie ihre eigene Begrifflichkeit ins Absurde getrieben wird, aber der Anlass ist so furchtbar, dass sich jede Schadenfreude verbietet.

    „Toleranz“ ist der verbale Fetisch des Liberalismus. Er setzt freilich einen moralischen Relativismus voraus: nichts gilt wirklich, alle Ethik ist eine Frage des historischen oder geographischen Kontextes. So ließ sich hervorragend gegen Leitkultur und Integration polemisieren. Als postkolonialer Kampf des bösen weißen Mannes gegen alles „Andere“. Dieser Liberalismus wird nun von einem Brutalherrscher beim Wort genommen:

    Die EU erhielt nämlich ein Schreiben vom streng-islamistiche Regmine des Sultanats Brunei. Dessen Sultan Hassanal Bolkiah hatte am 3. April eine Hardcore-Version der Scharia eingeführt (COMPACT berichtete). Die beinhaltet u.a.: Steinigung für Homosexuelle sowie Handabhacken für Diebe und Amputation des linken Beines im Wiederholungsfalle. So weit, so grauenhaft. Die EU und prominente Establishment-Marionetten wie George Clooney protestierten – ausnahmsweise zu recht. Das aber will die regierung von Brunei so nicht stehen lassen.

    In dem Schreiben rechtfertigt es seine Horror-Gestze mit dem Willen zum Erhalt von „traditionellen Werte(n) und seiner Familienlinie“. „Die Kriminalisierung von Ehebruch und Sodomie soll die Heiligkeit der Familienlinie und der Ehe von einzelne Muslimen gewährleisten, insbesondere für Frauen, sicherstellen.“ Kritiker sollten dem „Toleranz, Respekt und Verständnis“ entgegenbringen.

    Ohnehin sei alles gar nicht schlimm: Homosexuelle würden nur selten gesteinigt, denn die Beweisschwelle wäre sehr hoch gesetzt: zur Verurtelung bedürfe es zwei bis vier Zeugen, die wiederum Männer mit „hoher Moral und Anstand“ sein müssten. Gleiches gelte bei Ampuationen.

    Auch Auspeitschen wäre gar nicht so krass: Der Deliquent müsse dabei voll bekleidet sein, und die Hiebe würden mit „moderater Kraft“ ausgeteilt. Dabei dürfe „die Haut dürfe nicht aufplatzen und die Knochen nicht brechen“. – Na, dann „toleriert und „respektiert“ mal schön, Ihr grünen Gender-Gutmenschen und bezeichnet weiterhin jede Forderung nach einer Leitkultur oder Respektierung der Menschenrechte als „rechtsradikal“.

    Von Hetzpublikationen der „Toleranz“-Fraktion bis zur brutalen Antifa-Gewalt: der faschistoide Kampf gegen „Rechts“ wird zum Nachteil der Demokratie auf allen Ebenen geführt. Lesen Sie darüber ausführliche Berichte in der Mai-Ausgabe des COMPACT-Magazins. Sie können die Ausgabe Ende der kommenden Woche am Kiosk kaufen oder bereits hier bestellen. Abonnenten erhalten sie in diesen Tagen und können die Artikel jetzt schon unter Digital+ online lesen.

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