Krieg gegen Bargeld: Südkorea plant bis 2020 Münzgeld abzuschaffen

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Die südkoreanische Zentralbank startete letzte Woche ein Experiment, das die Bürger noch stärker an das Bezahlen mit Plastikkarten gewöhnen soll.

In Südkorea können die Kunden von rund 23.000 Supermärkten sich seit Donnerstag ihr Wechselgeld an der Kasse auf Guthabenkarten für den Nahverkehr oder auf Kundenkarten buchen lassen. Wer möchte, kann sich das Rückgeld wie üblich in Münzen auszahlen lassen, berichtet die FAZ.

Schon 2020 soll damit allerdings endgültig Schluss sein. Bis dann sollen Münzen aus dem Geldumlauf verschwunden sein. Um dieses Ziel zu erreichen, wolle die Zentralbank es bald ermöglichen, sich das Rückgeld nicht nur auf Guthabenkarten, sondern gleich direkt auf das eigene Bankkonto auszahlen zu lassen.

Durch die Umstellung könnten Münzprägungskosten von umgerechnet 45 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden – von den langfristigen Möglichkeiten der Schröpfung des Vermögens von Bürgern, die über ihr Bargeld nicht länger frei verfügen können, ganz zu Schweigen.

Während eine Bundesbankstudie von 2014 errechnete, dass Deutsche rund 80 Prozent ihrer Einkäufe in bar begleichen, sollen die Südkoreaner im vergangenen Jahr nur für ein Viertel ihrer Zahlungen Bares verwendet haben. Gemessen am Einkaufswert sei Bargeld dort sogar nur für 14 Prozent der Zahlungen eingesetzt worden.

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/agenda/korea-versucht-die-muenzlose-gesellschaft-14979277.html


Über den Autor

Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

13 Kommentare

  1. Also ich bin ja auch Gegner einer Bargeldabschaffung!
    Was würde man bei einem Stromausfall auch tun? Verhungern?

    Aber das Beispiel Südkorea ist ein Schlechtes! Man sehe sich den Wert der Währung an. Alles kostet Tausende Won.
    In dem Land macht es Sinn, die Münzen abzuschaffen, oder eine Währungsreform durchzuführen wie die Türkei es vor ein paar Jahren gemacht hat.

  2. Mann Baumgarten am

    Warnung an Mister Schäuble der abgeschotteten Freimaurer Oberlogen :
    Die rote Linie ist überschritten solltet Ihr in Deutschland das Bargeld abschaffen !
    Dann werden wir nicht nur generalstreiken sondern massenhaft mit unserem gesicherten ehrlichen
    physikalischen Kapital abwandern ! Nestle hat noch nicht und kann auch nicht die Trinkwasser-quellen
    in den Alpen alle aufkaufen ! Nestle-mitarbeiter, welche meinen Trinkwasserquellen zu besetzen ,treten wir vor
    Ort in den Hintern ! Wasser ist kostenloses Naturrecht aller Menschen und Tiere !
    Neuseeland wird einen Aufschwung erleben oder eben Österreich oder
    die Schweiz !
    Mister Schäuble und seine Oberlogen-freimaurer , welche sich zuletzt in Dresden abgeschottet trafen
    sollen mal ohne uns richtig körperlich arbeiten gehen oder Ihr beschmutztes Papier bei
    Generalstreik , Infrastruktur Versorgung lahm gelegt, fressen !
    Es reicht uns Deutschen ! Abwahl 2017 der korrupten Altparteien : CDU/SPD/Grüne/FDP,Linke !!!
    ++
    Wir wollen sofort parallel die deutsche D-Mark mit Golddeckung zurück zum Lügen-Euro Draghis !
    Die blöde amerikanische Militär-besatzungsregierung Merkel & Schulz sollen abhauen oder in das Gefängnis !

  3. Detlev Burghardt am

    Der direkte Zugang von der eMail hierher wurde verweigert!! Ein Gruß von …. wem auch immer? Von der Homepage aus war es dann kein Problem.

  4. Südkorea ist stets ein Ziel von Agenteneinschleusungen aus
    dem Norden. Wird das Bargeld abgeschafft, haben es die
    Agenten aus dem Norden schwerer Fuß zu fassen.
    Sicherer wird es trotzdem nicht !

    Mit besten Empfehlungen, Raubautz 4

  5. Das einzig Wahre ist das Bargeld als Kurantmünze! Kurantgeld bedeutet, daß die Münze aus ihrem Metallwert heraus ihren Wert in sich selbst darstellt.
    Mit Kurantgeld hat man Jahrtausende lang bezahlt und keine Banken nötig gehabt!
    Kurantgeld erfüllt die 3 Geldfunktionen aufs Beste: Recheneinhaitsmittel, Wertaufbewahrungsmittel, Devise.

    Schon der Doge von Venedig stellte gegenüber den Brüdern Polo fest, als diese die frühen chinesischen Geldnoten mitbrachten, daß kein Geld sein könnte, was brennbar ist. (Wertaufbewahrung)
    Elektronisch generiertes Geld erfüllt das erst recht nicht: Ist es doch abschaltbar, nicht mehr vorhanden bei Ausfall des elekrischen Systems sowie bereits durch Magnetfelder zerstörbar. Damit ist es auch als Recheneinheitsmittel höchst unzuverlässig und setzt als Devise voraus, daß der Handelspartner dabei mitmacht. Weraufbewahrung geht garnicht! Es ist also kein wirkliches Geld, sondern soetwas wie ein Warenzuteilungssystem für Sklaven der Banken! (Und deren Hintermännern.)
    Ähnlich den Negersklaven in den USA , die von ihren Haltern Lebensmittel und Kleidung in Naturalien zugeteilt bekommen hatten, kann man so bestimmen, was einer kaufen darf oder muß, bezw. nicht haben darf!
    Die Menschen sind inzwischen leider schon so umerzogen worden, daß sie Neuerungen nicht (mehr) kritisch gegenüberstehen, sondern möglichst haben wollen – frei nach dem System der Erzählung "Des Kaisers neue Kleider!" Nur Wenige trauen sich zuzugeben, daß sie die "Moderne" ablehnen und laut rufen: Er hat ja garnichts an! In Ostasien offensichtlich besonders viele.

    ALSO SCHAFFEN WIR DIE BANKEN AB; BEVOR SIE UNS UND UNSERE FREIHEIT ABSCHAFFEN!

    Die Wirtschaft hat mit Kurantgeld jahrtausendelang ohne jede Bank funktioniert!
    Angesichts der heutigen Verschuldungsanhäufungen ganzer Staaten und der damit verbundenen sich abhängig und damit erpreßbar Machung von ihnen – sogar erheblich besser!!!

  6. Klabauterkarl am

    Im heutigen Geldsystem macht dies leider viel Sinn aber Bargeld ist eine Funktion, sie kann nur sehr begrenzt abgeschafft werden. Devisen oder bitcoin werden dann aufkommen! Wer Silvio Gesell kennt: googel: "nur ein buch als pdf" – der weis warum die Geldsystemkrisen in die Kriege münden müssen! Geld sollte ein Vollgeld sein mit einer Umlaufsteuerung. Es geht auch nicht um die Zinsen auf dem Konto sondern um die Zinsen in den Preisen – die nach Schätzungen bei 50 bis 75% liegen!

    • Ich würde mich über ihre Aussage über die Zinsen in den Preisen gerne weiter informieren. Haben Sie vielleicht einen Link?

  7. Karl Blomquist am

    Geld ist geprägte Freiheit

    Gerade für uns Deutsche aus dem Rumpfstaat, denen "man", das heißt die Besatzungsmacht USA und die diese beherrschenden Globalisten, sonst so ziemlich alle politischen Freiheiten genommen hat, ist diese Freiheit um so wichtiger. Eigene Währung ist Freiheit und Souveränität. Ich will mich daher Volker Spielmann anschließen:

    Der Euro muss zerstört werden.

  8. Heute sah ich irgendwo auf youtube einen alten Clip von und mit Andreas Popp, in dem er die Vorteile einer Bargeldabschaffung erklärt – für die Banken! Sein Beispiel: Die Bilanzsumme einer (süddeutschen) Sparkasse. Die hat auf der Seite der Verbindlichkeiten alles zusammengerechnet rund 3,35 Mrd. Euro. Und auf der Haben-Seite? 20, x Millionen Bargeldbestand! Plus noch mal ca. 65 Millionen Guthaben bei der Bundesbank.

    Allein die Verbindlichkeiten, die auf Girokonten für die Kunden theoretisch jederzeit – also ohne irgendwelche Kündigungsfristen – abgerufen werden könnten, betrugen … ich glaube 1,6 Mrd. Euro!! Dieses Verhältnis muß man sich einfach vergegenwärtigen und sich dann überlegen was passierte, wenn Kunden auch nur 2% dieser Summe hier, jetzt und heute cash haben wollten…

    Zudem ist Bargeld EINZIGES gesetzliches Zahlungsmittel, d.h. Bargeld MUSS als Zahlungsmittel angenommen werden! Kartenzahlung ist also demnach wohl kein gesetzliches Zahlungsmittel – kann also auch verweigert werden. Die Dummen hängen schon am Tropf … – aber es reicht ihnen noch nicht – sie wollen noch an weitere Tröpfe gehängt werden, über die andere bestimmen und über die ihnen jederzeit der Saft abgestellt werden kann. Unglaublich …

  9. Volker Spielmann am

    Ist selbst das Papierbargeld den Privatzentralbanken zu viel oder frönen diese nur mal wieder ihr grenzenlosen Herrschsucht und und maßlosen Gier?

    „Nun ist aber kraft Übereinkunft das Geld gleichsam Stellvertreter des Bedürfnisses geworden, und darum trägt es den Namen Nomisma (Geld), weil es seinen Wert nicht von Natur hat, sondern durch den Nomos, das Gesetz, und es bei uns steht, es zu verändern und außer Umlauf zu setzen.“ Sagt der Alexanderlehrer Aristoteles über das liebe Geld und man fragt sich als kleines Licht mal wieder, was unsere heiß und innig geliebten Privatzentralbanken mit dem Bargeldverbot bezwecken wollen: Ist ihrer Geldentwertungswirtschaft nun selbst das Papierbargeld zuviel oder handelt es sich dabei lediglich um einen Ausfluß der alt bekannten grenzenlosen Herrschsucht und maßlosen Gier? Wobei es sich auch um eine bunte Mischung aus beiden Dingen handeln könnte. Aufgehalten werden muß dieser Unfug auf jeden Fall: Elektronisches Geld kann man nämlich jeder Zeit löschen und dann kann sich der Betroffene noch nicht einmal ein Brot kaufen und die Halbleiterteile unter der Haut erübrigen jedes Kommentars…

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  10. Bargeld ist die Brandschutzmauer gegen den totalen Überwachungsstaat !
    Den Südkoreanern bedeuten 45 Millionen Münzprägungskosten offensichtlich mehr als die persönliche Finanzfreiheit. Sie sollten sich dagegen wehren.
    Jede elektronische Finanztransaktion hinterlässt Spuren und so wird jeder Bürger gläsern.

    Durch die Abschaffung des Bargeldes lässt sich das Konzept der zinslosen und totalen Geldvermehrung bequem durchsetzen , denn der Staat kennt dann das Finanzvermögen jedes einzelnen Bürgers über welches er ggf. verfügen kann.
    Weltweit werden massive Staatsschuldenkrisen erkennbar. Steuerquoten von 50 %, Teuerungsraten, schleichende Geldentwertung, Steigerung der Inflationsraten sind an der Tagesordnung. Deshalb ersinnen immer mehr Regierungen perfide Tricks, um ihre aufgeblähten Systeme indirekt zu finanzieren.
    Schritt für Schritt (erst sind es die Münzen, dann die 500 €-Scheine) wird die Bargeldabschaffung vorbereitet. Der Bürger merkt es anfangs gar nicht. Ihm wird suggeriert: bezahlen per Karte oder Handy ist ja so wunderbar bequem und zeitgemäß. Aber schon durch die Einführung der Bargeldobergrenzen ist die Freiheit der Bürger bereits eingeschränkt.

    In Spanien sind seit 2012 Bargeldgeschäfte über 2.500 € verboten.
    In Frankreich ist es seit 2015 nicht mehr möglich, Beträge über 1.000 € bar zu bezahlen.
    In Deutschland ist das bereits ab 15.000 € gängige Praxis.
    In Großbritannien startete die HSBC-Bank 2 Tage lang einen Test – Kunden, die ab 5.000 Pfund von ihrem Konto abheben wollten, mussten schriftlich die weitere Verwendung des Bargeldes erläutern.

    Bürger, die aus Bequemlichkeit das Bargeld abschaffen wollen, brauchen hinterher auch nicht mehr zu demonstrieren, wenn der Staat im Notfall ihre Privatkonten gänzlich einfriert oder nur teilweise freigibt.
    Wenn der Staat Geld braucht, ist ihm jedes Mittel Recht und ein entsprechendes Gesetz ist schnell erlassen.

  11. Anderer Meinung am

    Es gibt unterschiedliche Studien. Andere Studien sagen das in Deutschland nur noch ca. 50 % der Einkäufe in Bar bezahlt werden.(Angabe der Bundesbank bereits in 2015) Mittlerweile dürften der Wert sogar noch höher liegen.

    Bargeld erachte ich schon noch als erforderlich. Aber Münzgeld erachte ich auch als überflüssig und vor allem die unselige Preisauszeichnung in Deutschland mit gebrochenem Kleingeld ( 1, 69 €, 1,99 € etc.) gehören verboten. Dies scheint eine deutsche Unsitte zu sein. Im Ausland entdecke ich dieses nie und auf Kleinstbeträge wird grundsätzlich kein Wechselgeld mehr herausgegeben.

    • Viel "effektiver" im Sinne des gewünschten Ziels der Bargeldabschaffung wäre es, das Papiergeld anstelle des Münzgeldes abzuschaffen. Das wissen auch die Bänkster. Der Anfang mit dem 500-er Schein ist ja bereits gemacht.

      Es mag ja eine Unsitte sein, Preisauszeichnung mit "gebrochenem Kleingeld" zu machen. Der Ruf allerdings nach einem derartigen Verbot scheint mir dann doch sehr fraglich. Soll doch jeder Händler so machen, wie er es für richtig hält. Wenn Ihnen das lästig vorkommt, so können Sie doch ganz einfach immer aufrunden und auf das Wechselgeld verzichten. Keiner wird Sie daran hindern. Muss denn für jeden Scheiss ein Gesetz her?

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