Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), als Co-Architekt der Hartz-Gesetze einer der Hauptverantwortlichen für Armut und Installation des Billiglohnsektors, hat seine soziale Arterie entdeckt: nach einem Besuch der Galapagos-Inseln surft er auf der grünen Welle und will seinen Amtssitz, Schloss Belevue, zu einer Art Klima-Labor umgestalten.

    Irgendwie wollte Steinmeier ein Zeichen setzen. Vor allem auch ein Denkmal für sich selbst. Da verpestet der Bundespräsident die Luft mit einem Langstreckenflug zu den Galapagos-Inseln (nahe Ecuador), um auf die gefährdete Vielfalt der Flora und Fauna hinzuweisen, die dort durch Klimawandel drohe… Da werden die Einwohner freilich happy gewesen sein, dass ein deutscher Bundespräsident ihre Inseln zur Kulisse seiner medialen Selbstinszenierung gewählt hat. Nun, sie haben dafür auch was bekommen: Um die Inseln doch noch zu retten, wird dort jeztzt – auch mit deutscher Unterstützung – ein nachhaltiges Kraftwerk gebaut. ie Bewohner können sich beruhigt zurücklehnen: Super-Frank-Walter rettet ihre und die restliche Welt.

    Warum aber hat Super-Frank-Walter seine Frau und nicht gleich Greta Thunberg auf diese Reise mitgenommen? Nun, Greta hat ein Problem mit dem Fliegen. Stattdessen unternimmt sie lieber tagelange Zugfahrten, bei denen sie Lebensmittel aus der Plastikverpackung futtert. Das widerum wäre Steinmeier peinlich gewesen, schließlich sind die Galapagos-Strände voll mit Plastikmüll aus Asien und Südamerika.

    Glücklich nach Berlin zurückgekehrt, will Steinmeier sich und der Welt beweisen, dass die Steuergelder für seine Galapagos-Reise nicht umsonst verpulvert wurden. Dem Spiegel steckte der Geistesriese seine einzigartige Erkenntnis: „Wir haben nur einen Planeten“. Um den zu säubern, kündigte er an – das ist leider keine Satire! -, seinen Amtssitz, Schloss Bellevue, klimafreundlicher zu gestalten. Im Bundespräsidialamt suche man derzeit nach Optionen, den Plastikverbauch zu reduzieren. Zudem sollen seine Beamten künftig im Elektroautos durch die Straßen brausen. Und jetzt kommt’s: Derzeit gibt es Gespräche mit einem deutschen Fahrzeughersteller, dass Schloss Bellevue künftig für Probefahrten neuer Elektroautos zur Verfügung stehe… Steinmeiers Protz-Bude als Verkehrskindergarten, zum Austesten unausgereifter Technik.

    In einem Punkt ist der Bundespräsident freilich ganz der alte Hartz-Architekt. Wie AfD-Politiker Dirk Spaniel im COMPACT 03/2019-Präsentationsvideo erklärte, könnten sich nur gut betuchte Bürger ein Elektro-Auto leisten. Die Ärmeren würden bei einem Verbot tradioneller Treibstoffe ihrer Mobilität beraubt. Damit wäre die Differenz zwischen Arm und Reich noch ein Schritt weiter getrieben.

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    Und noch eine geniale Idee liefert Steinmeier zur Rettung des Klimas: Die endgültige Abschaffung des Feuerwerks beim Bürgerfest, das im vergangenen Somer schon wegen extremer Trockenheit ausgefallen war. Auch das ist leider keine Satire…

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