Stasi 2.0: Aufruf zum Denunzieren von „Problemdeutschen“ und „Gesinnungskranken“

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Auf der Internetseite soko-chemnitz.de, die am Montag unter dem Motto „Gesucht: Wo arbeiten diese Idioten? Jetzt Komplize werden“ online ging, ruft das „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) – der Club der untoten IM-Faschisten – zum „Mithetzen“ gegen „Problemdeutsche“ und „Gesinnungskranke“ auf. Gemeint sind Demonstranten wie die in Chemnitz. Was klingt wie aus dem Lehrbuch des Dritten Reiches oder der DDR, ist auf dem Mist des sogenannten „Künstler“-Kollektivs gewachsen. Es zeichnet sich jedoch weder durch Schönheit aus noch durch Kunst, sondern durch Irrsinn, durch moralischen Kitsch.

Deutschland 2018 – der Denunziant als Idealbild des guten Staatsbürgers:

„Machen Sie jetzt mit! Während normale Menschen arbeiten, treiben tausende Arbeitnehmer oder Staatsdiener Ausländer durch Chemnitz, attackieren Presse und Polizeibeamte und grüßen Hitler. Was würde ihr Chef wohl dazu sagen? Um das herauszufinden, haben wir 3 Millionen Bilder von 7.000 Verdächtigen ausgewertet und danach gelöscht. Das Ziel: den Rechtsextremismus 2018 systematisch erfassen, identifizieren und unschädlich machen. Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofort-Bargeld. Helfen Sie uns, die entsprechenden Problemdeutschen aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst zu entfernen.“

Mit der Aktion wolle ZPS eigenen Ansprüchen zufolge die Demokratie retten, von der sich die rund 1.500 identifizierten Rechtsextremen seinen Recherchen zufolge entfernt haben sollen. Hinweise auf diese wolle man finanziell mit bis zu 90 Euro belohnen, um Unternehmern die Gelegenheit zu bieten, „Haltung zu zeigen und sich darüber zu informieren, ob die eigenen Angestellten an den Ausschreitungen von Chemnitz beteiligt waren”. Anstelle von Solidarität mit Bürgern gegen Zwangsmaßnahmen des Staates, gegen Eingriffe in bürgerliche Freiheiten, wie sie durch mangelnden Schutz vor kriminellen Übergriffen oder über die Gender- und Bildungsoffensiven an Kitas und in Schulen erfolgen, züchtet sich der Staat hier willfährige Helfer offensichtlich minderer Intelligenz heran, die Zwietracht säen: Regimeknechte, die Bürger denunzieren lassen, die sich nicht dem Kanon offiziell vorgeschriebener Meinungen anschließen.

Denn dass die Ausschreitungen in Chemnitz nahezu ausschließlich von parteiensubventionierten Krawallmachern der linksradikalen Antifaszene ausgingen, wird gezielt unterschlagen. Gleichfalls, dass die medial propagierten „Menschenjagden“ auf Asylanten im August frei erfunden waren. Man hatte sich auf ein Video von Antifa-Zeckenbiss eingeschossen, auf dem lediglich zwei Demoteilnehmer zu sehen sind, die über eine kurze Distanz Migranten verfolgen, die sich über ihre Trauer über die Ermordung eines deutsch‐kubanischen Familienvaters durch mutmaßlich zwei abgelehnte Asylwerber lustig machten, die sie in Gemeinschaft mit Tausenden anderer auf die Straße trugen. Hans‐Georg Maaßen, der diesen Clip gleichfalls als Fake entlarvte, wurde hernach aus seinem Amt als Präsident des Verfassungsschutzes entfernt.

Chef des ZPS: ein aufrechter Stasi-Genosse

Philipp Ruch, Chef des ZPS, betreibt mit dieser Form von Selbstjustiz eklatanten Tabubruch, kriminellen Verstoß gegen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte. Nicht der erste dieses Mannes, der sich moralisch berufen fühlt und doch nicht anders agiert als ein strammer Nationalsozialist, ein aufrechter Stasi-Genosse! Bereits in den vergangenen Jahren erlebte das Kollektiv aus selbsternannten „Künstlern” mit seinen „aggressiver Humanismus“ genannten Aktionen ihren zweiten Frühling als IM-Faschisten: In direkter Nachbarschaft zum thüringischen AfD-Politiker Björn Höcke hatte das ZPS Ende November 2017 einen Nachbau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas errichtet, nachdem er dieses als „Denkmal der Schande“ bezeichnet hatte. Er stand fortan unter Kameratyrannei: Nazi-Methoden von linken Krawallakteuren.

Curious and amazed business man listens | Foto: n_defender

Oder Zersetzungsmethoden der Staatssicherheit unter dem Deckmantel künstlerischer Freiheit: Ein skandalöser Angriff auf die Freiheit des Mandats, die Unversehrtheit einer Person, von Familie und Privatsphäre. Nichts anderes als moralisch verbrämter Psychoterror. Ebenso die Aktion im Rahmen des Kunstprojektes „Die Toten kommen“. Da hatte Ruch den „Marsch der Entschlossenen“ kommandiert: Die bestanden aus Hunderten Antifanten und anderen Verwirrten, die den Rasen vor dem Reichstag umpflügten, um die Schuld Europas und vor allem Deutschlands an den toten Flüchtlingen im Mittelmeer zu unterstreichen (COMPACT hatte schon im August 2015 vor dem ZPS gewarnt).

Denunziantentruppe ZPS | Screenshot Twitter

Denunziantentum wurde bereits im Dritten Reich gern gesehen. Heute stehen ihm im Unterschied dazu Bilderkennungsalgorithmen zur Verfügung, die steckbriefartige Fotos mutmaßlicher Demonstrationsteilnehmer zeigen, auf denen sie namentlich genannt und vorgestellt werden. Besucher dieser Seite werden aufgefordert, weitere hinzuzufügen, den Arbeitgeber der dargestellten Person zu kontaktieren. Diesem stehen zwei vorgefertigte Kündigungsschreiben beziehungsweise eine Kündigungsvollmacht zum Download zur Verfügung, um „einen antidemokratischen Feigling” aus seinem Unternehmen zu werfen und eine gerichtsfeste Entlassung zu garantieren: Das eine Formular zielt auf die „Kündigung aufgrund charakterlicher Eignung”, das andere auf „Kündigung wegen Rufschädigung”. Dabei werden „Beweise“ wie Facebooklinks oder Zeugenberichte verlangt.

Widerrechtlich also sammelt diese SA Daten über Dritte, wertet sie aus und verstößt damit eindeutig gegen die Datenschutzgrundverordnung. Man werde in den kommenden zwei Wochen 100 Firmen kontaktieren, hieß es auf der Pressekonferenz. Das brachte jetzt eine Reihe von Bürgern in Rage: Neun Strafanzeigen wurden bereits erstattet, und unzählige weitere Betroffene werden ebenfalls auf Unterlassung klagen und die Sturmabteilung des Regimes anzeigen. Nicht von ungefähr dieser Begriff: Bereits im März 2017 hatte auch der Gewerkschaftsbund ver.di praxisorientierte „Handlungshilfe“ für den Umgang mit Lesern von COMPACT, Junge Freiheit,  PI-News und Zuerst!, AfD-Wählern und sonstigen „Nazis“ veröffentlicht und eine Hatz auf andersdenkende  Kollegen in den Betrieben eröffnet (COMPACT berichtete).

Es ist, wie es ist: Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant. (August Heinrich Hoffmann von Fallersleben) Wahrscheinlich ist dies die Rache dafür, bereits auf dem Schulhof fürs Petzen vermöbelt worden zu sein…

Über den Autor

Iris N. Masson

 

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