George Soros gibt zu, Trump komplett unterschätzt zu haben. Der US-Präsident gefährde inzwischen sogar die Welt. Deshalb will der Multimilliardär Anti-Trump-Aktivitäten künftig noch mehr fördern.

    Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Ein Globalist gesteht, in einer Blase zu leben! Wer ist dieser Mensch, der so bewundernswerte Ehrlichkeit aufbringt? Nun, niemand anderes als George Soros gegenüber der Washington Post!

    Was ist Auslöser dieser welterschütternden Einsicht? Soros gesteht, Trumps kometenhaften Aufstieg nicht vorausgesehen zu haben. Eine Realitätsflucht, die er mit dem Gros westlicher Journalisten teilt, die in der US-Wahlnacht so richtig schön getollschockt wurden.

    Jetzt aber sei es zu spät: „Alles, was hätte falsch gehen können, ist falsch gegangen“, jammert der Investor. In der Tat könnten die von Soros via NGO gesponserten Farbrevolutionen und sein hemmungsloser Globalismus durch den derzeitigen US-Präsidenten leicht gestört werden. Nicht nur, weil Trump das Bündnis USA/EU zum Wackeln bringt. Mehr noch dürfte der gebürtige Ungar sich über die indirekte Wirkung des US-Präsidenten ärgern:

    Bei all den Fehlern, die Trump begeht: Der Ex-Baulöwe wirbelt eine als „alternativlos“ deklarierte Welt komplett durcheinander. Die Drohrhetorik des Establishments beeindruckt ihn nicht, deren Medien werden von ihm als „Fake-News“ verlacht. Es ist seine Respektlosigkeit gegenüber selbsternannten Pädagogen und Götzen, die auf so viele Menschen befreiend wirkt. Hinzu kommen Überraschungserfolge wie die Einigung mit Kim Jong Un.

    All das bedeutet für Soros freilich das Ende der Welt, wie er sie will. Weshalb er befürchtet, dass „Trump bereit ist, die Welt zu zerstören“. Aber der Strippenzieher der Globalisierung ist kein Mann, der aufgibt: Er kündigt vielmehr an, sämtliche Aktivitäten, die sich gegen Trumps Politik wenden, mit noch mehr Knete zu subventionieren.

    Unser Land, unsere Kultur, unsere Zukunft

    Ob das noch viel nutzt? Immerhin sind es ja demokratische Staaten, in denen sich Widerstand regt, in denen der Wähler zunehmend auf Richtungswechsel setzt – unbeeindruckt von der Propaganda-Beschallung.

    Was für eine politische Agenda George Soros verfolgt und weshalb er sich dabei die Staatschefs Viktor Orban und Benjamin Netanjahu zu Gegnern machte, lesen Sie in dem Artikel Ziemlich beste Feinde: Soros und Netanjahu. Es folgt ein Auszug aus einem Artikel, den Sie vollständig in COMPACT 6/2018 lesen können.

    _ von Rüdiger Lenhoff

    Die Stiftungen von George Soros, die sogenannten Open Society Foundations, verfolgen eine dezidiert linke Agenda. Dabei geht es freilich nicht um Kapitalismuskritik. Die würde man einem Mann, der mit Währungsspekulationen ganze Volkswirtschaften zu Fall brachte, auch nicht abnehmen. Ziel ist vielmehr eine Gesellschaftsveränderung im Sinne des Kulturmarxismus, bei der sich alles um Minderheitenkult, Gender Mainstreaming und Migranten dreht.

    Dieses gegen nationale Identitäten und gewachsene Gemeinschaftsbande gerichtete Auflösungsprogramm macht Soros zum Lieblingsmilliardär des linksliberalen Establishments von Berlin über Brüssel bis nach Washington. Regierungen, die ihre Völker und Nationalstaaten nicht auf dem Altar der One-World-Ideologie opfern wollen, wappnen sich gegen die Wühlarbeit der Sorosianer. Ungarns kürzlich triumphal wiedergewählter Regierungschef Viktor Orban kämpft mit offenem Visier gegen die von Soros finanzierten Einflüsterer der sogenannten Zivilgesellschaft, die sein Land zum multiethnischen und -religiösen Tollhaus machen wollen.

    So wittern die Soros-Stiftungen überall vermeintliche Islamophobie und werten Verhüllungsverbote demzufolge auch als «Diskriminierung muslimischer Frauen». Im Jahr 2015 erklärte die russische Generalstaatsanwaltschaft die Open Society Foundations und die mit diesen verwobene OSI Assistance Foundation im Putin-Reich für unerwünscht und schloss die Einrichtungen. Die Behörde begründete ihre Entscheidung damit, «dass deren Tätigkeiten die Grundlagen der verfassungsmäßigen Ordnung Russlands und die Sicherheit des Staates gefährden».

    Ein Herz für illegale Einwanderer

    Auch Teile der rechtskonservativen Regierung Österreichs betrachten das Treiben des selbsternannten Philanthropen mit Argwohn. Der FPÖ-Politiker Johann Gudenus äußerte Sympathien für die Anti-Soros-Kampagne des ungarischen Ministerpräsidenten und kommentierte, der US-Staatsbürger habe «mit viel Kapitalmacht versucht, alle möglichen Umwälzungstendenzen in Osteuropa zu finanzieren». Auch fördere er NGOs, die «für die Massenmigration nach Europa mitverantwortlich» seien.

    FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache nannte die daraufhin gegen seinen Parteifreund erhobenen Antisemitismusvorwürfe «absurd». Kritik an Soros sei völlig legitim und werde auch vom israelischen Ministerpräsidenten geäußert. Tatsächlich gilt Benjamin Netanjahu – wie sein ungarischer Amtskollege – als Intimfeind des Multimilliardärs aus New York.

    Das zeigte sich im Sommer 2017, als Orban im Zuge einer Aufklärungskampagne Plakate mit der Aussage «99 Prozent lehnen die illegale Migration ab» kleben ließ. Darunter stand in Großbuchstaben: «Lassen wir nicht zu, dass es Soros ist, der am Ende lacht!» Als Israels Botschafter in Budapest, Yossi Amrani, dagegen protestierte, wurde er von seinem Premier umgehend zurückgepfiffen. Netanjahu wirft Soros vor, Israels demokratisch gewählte Regierung zu unterminieren und antiisraelische Aktivitäten zu unterstützen.

    Unser Land, unsere Kultur, unsere Zukunft

    In einer Stellungnahme des Außenministeriums in Jerusalem hieß es, Soros finanziere Organisationen, die den Staat Israel verleumdeten und ihm das Recht auf Selbstverteidigung absprächen. Zeitgleich kamen in Netanjahus Likud-Partei, ähnlich wie in Ungarn, Überlegungen zu einem Anti-Soros-Gesetz gegen NGOs auf, die mit Auslandsgeldern arbeiteten.

    So fördert der 87-jährige Börsenmilliardär die Organisation Schowrim Schtika («Das Schweigen brechen»), die aus Reservisten der israelischen Armee besteht, die die Besatzungspolitik und das militärische Vorgehen im Westjordanland kritisieren. Die Feindschaft zwischen Soros und Netanjahu erhielt neue Nahrung, als Israels Regierung mit Jahresbeginn konkrete Schritte zur Abschiebung von bis zu 40.000 illegal im Land lebenden Afrikanern einleitete und Soros die Unterstützung von hyperventilierenden Flüchtlingshelfern vorwarf.

    Die Behörden verschickten tausende Abschiebungsbescheide an alleinstehende Sudanesen und Eritreer mit der Aufforderung, das Land bis Ende März zu verlassen. Im Weigerungsfall drohte man den «Eindringlingen », wie die Migranten in Israel genannt werden, die Inhaftierung an. (…)

    Ende des Auszugs. Vollständig lesen Sie ihn in der aktuellen COMPACT 6/2018.

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