So geht Energiesicherheit: Putin besucht Orbán – und hat zwei neue AKWs mit im Gepäck

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Alleine vier Mal seit 2015 besuchte der russische Präsident die ungarische Hauptstadt Budapest, was schon zeigt, wie innig das Verhältnis zwischen den beiden Staatsmännern ist. Bei dem derzeit gerade laufenden Treffen geht es vor allem um wichtige energiepolitische Weichenstellungen.

 Das in den siebziger Jahren von der Sowjetunion erbaute und aus vier Reaktorblöcken bestehende zentralungarische Atomkraftwerk von Paks soll nach den Plänen von Putin und Orbán um zwei weitere neue Reaktorblöcke erweitert und über russische Kredite finanziert werden. Schon heute liefern die noch aus dem 20. Jahrhundert stammenden AKWs etwa die Hälfte des ungarischen Stroms.

Nuklearboom in Osteuropa – von Ungarn bis Weißrussland

Ungarn liegt mit seinem Bemühungen im Trend. In Osteuropa sind in vielen Ländern Meiler in Betrieb, werden gerade modernisiert oder komplett neu gebaut. China und Rumänien haben sich im Zuge des „Seidenstraße“-Projekts vorgenommen, das schon bestehende AKW in Cernavoda an der Schwarzmeerküste mit Hilfe der China General Nuclear Power Group um zwei weitere Meiler zu erweitern.

2019 widmet sich die COMPACT-Konferenz dem Thema, das neben der Asylinvasion die zweite Riesengefahr für unser Deutschland bildet: der drohenden Klima-Diktatur mit der immer schlimmer werdenden Einschränkung unserer individuellen Freiheitsrechte und dem Kahlschlag unserer Industrie. Die Grünen als typische Verbotspartei treiben mit ihren jugendlichen Sturmtruppen die Altparteien vor sich her und setzen schon vor ihrer Machtübernahme immer mehr von ihrem Programm um. Auf unserer Konferenz referieren unter anderem AfD-Verkehrsexperte Dirk Spaniel, Daimler-Betriebsrat Oliver Hilburger oder Bestsellerautor Gerhard Wisniewski.

Die Slowakei will trotz aller Beschwerden aus Wien am Standort Mochovce zwei weitere Reaktoren errichten und würde damit vielleicht zum ersten Land der Welt, das seinen Energiebedarf fast vollständig mit Atomstrom decken könnte. Und während Deutschland seinen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 abhaken möchte, steigen Polen und Weißrussland jetzt erst ein und wollen im nächsten Jahrzehnt zu Nuklearnationen werden.

Hierzulande könnte es sich noch bitter rächen, den Entwicklungen in diesem Bereich bloß zuzuschauen. Das Potential der Kernkraft, das durch weitere wissenschaftliche Forschungen noch gehoben werden könnte, ist nämlich groß. Längst wird schon innerhalb einer weitverzweigten internationalen Forschungslandschaft, aus der sich Deutschland selbst herauskatapultiert hat, an Kernreaktoren der sogenannten IV. Generation geforscht.

Diese sollen alternative Brennstoffe wie Thorium oder Plutonium aus Kernwaffen als Brennstoffe nutzen. Der Traum von der „Transmutation“, also der Umwandlung radioaktiv strahlender Abfälle in frischen Brennstoff für die Meiler, rückt immer näher.

133 Milliarden Dollar Auftragsvolumen für Rosatom

Auch im Bereich der Kernfusion könnten nach Auffassung vieler Wissenschaftler entscheidende Durchbrüche kurz bevorstehen. In Deutschland wird auf diesem Gebiet zwar noch geforscht, aber längst haben andere Länder wie Frankreich oder die USA die Technologieführerschaft übernommen.

Öko-Diktatur. Die heimliche Agenda der Grünen. Ein COMPACT-SpezialDeutschland geht mit seiner „Energiewende“ einen unfassbar teuren und hochgefährlichen energiepolitischen Sonderweg, der im Rest der Welt nur noch mit Erstaunen und Kopfschütteln registriert wird. In den vergangenen Monaten schwebte schon mehrfach ein Blackout wie ein Damoklesschwert über dem ganzen Land. Immer deutlicher wird, dass die erneuerbaren Energien überhaupt nicht die Strommenge liefern können, die eine Industrienation wie Deutschland braucht, dennoch beschreiten die Deutschen ihren weltweit einmaligen energiepolitischen Sonderweg unbeirrt weiter. Lesen Sie mehr zum deutschen Irrweg, der zur Katastrophe zu werden droht, in dem neuen COMPACT-Spezial 22 „Öko-Diktatur – Die heimliche Agenda der Grünen“.

Für Russland ist die Atomindustrie längst schon zu einem Goldesel geworden, der zuverlässig Renditen abwirft. Die Erweiterung des Atomkraftwerks in Paks ist ein Zehn-Milliarden-Geschäft. Auf globaler Ebene dominiert der russische Staatskonzern Rosatom den Weltmarkt und betreibt 36 Reaktoren in zwölf Ländern, das Gesamtauftragsvolumen liegt bei stolzen 133 Milliarden Dollar. Rosatom baut derzeit neue Reaktoren unter anderem in Finnland, im Iran, in Indien, in China, Ägypten, Bangladesch und der Türkei.

Ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Weltmarkt ist das Angebot des Konzerns, den abnehmenden Ländern ein Gesamtpaket zu unterbreiten, das vom Export von Brennelementen über Zwischenlagerung von verbrauchten Brennstäben bis zum Rückbau nach dem Ende der Laufzeit alles beinhaltet, was man für eine kostengünstige Nutzung von Atomstrom benötigt.

So schafft sich Russland unabhängig vom reinen Rohstoffexport ein zweites wichtiges wirtschaftliches Standbein. In Deutschland ist es hingegen genau umgekehrt: Hier tritt die herrschende politische Klasse der Wirtschaft mit Brachialgewalt die Beine weg und läutet unter dem Zeichen des Klimawahns einen umfassenden Deindustrialisierungsprozess ein, der ganze Kernbranchen der Volkswirtschaft vor die Existenzfrage stellt.

 

 

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20 Kommentare

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    HERBERT WEISS am

    Nach dem GAU von Tschernobyl spotteten wir damals: "Gemeinsam mit der Sowjetunion in eine strahlende Zukunft!" Früher hatte ich die Atomkraftgegner einfach nur als Spinner betrachtet. Heute betrachte ich das Thema wesentlich differenzierter. Die Katastrophe von Fukuschima hatte mich in dieser Sichtweise bestätigt: Reaktoren, die im Störfall einer Notkühlung bedürfen, sind ein latentes Sicherheitsrisiko. Zudem verfügt Deutschland über leine ausreichenden Uranvorkommen mehr, nachdem die Russen das allermeiste weggeschleppt hatten. Andererseits ist die Frage der Endlagerung ungeklärt.

    Der Dual Fluid Reaktor wird gern als Patentlösung angeführt, doch daran glaube ich erst, wenn er sic im praktischen Einsatz bewährt hat. Ebenso verhält es sich mit er Kernfusion.

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      Gesslers Hut am

      Tschernobyl war veraltete Technik, in Fukushima waren Erdbeben und Tsunami ursächlich (Fehlplanung, mangelhaftes Sicherheitskonzept). Lilienthals 1. Flugzeug war auch nicht der burner.

      Unsere (deutsches Wesen) Skepsis interessiert den Rest der Welt überhaupt nicht. Wenn’s in Russland mal wieder richtig rumpst helfen deutsche Windmühlen auch nicht.

      Das einzig Kluge wäre daher (transparenter) Technologie-Vorreiter zu sein, und somit für mehr Sicherheit auf dem Weltmarkt zu sorgen.

      Das Grünen-Konzept besagt allerdings: Atomkraft überlassen wir künftig nur noch den Stooges. Wir retten von Deutschland aus das Weltklima, dafür macht die nächste Atomwolke einen Bogen um Schland.

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    Da ist sie wieder,die Lüge,daß es in Deutschland eine politische Klasse gäbe,die der "Wirtschaft" (dem Kapital) "die Beine wegtreten" könnte. Eine solche politische Klasse muß erst mal geschaffen werden,die aktuelle ist nur eine Marionette des Kapitals,unter dessen Diktatur wir leben.

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    Heinrich Wilhelm am

    Wer den Mut hat, zu suchen und zu lesen, der wird recht schnell darauf stoßen, dass die Forschung
    betr. AKW nicht stagniert, sondern floriert. Die Zukunft ist das Fusionskraftwerk, an dessen Entwicklung
    auch Deutschland maßgebend beteiligt ist.
    Natürlich sind die bekannten "Gruppen und Initiativen" sowie die "Naturschutzverbände" dagegen.
    Aber: Hier bietet sich zum einen die Möglichkeit der sauberen (weil endlagerfreie) Grundlastversorgung
    als Ergänzung zum derzeitigen Zappelstrom aus Windrädern und Solarpanelen und zum anderen die langfristige Möglichkeit, auf letztere verzichten zu können.
    Eine Chance dafür, dass die Merkelwindmühlen wieder verschwinden. Hoffentlich rückstandsfrei!
    Denn: Nichts währt ewig. Schon gar nicht das Zeugs, welches verquaste Politikerhirne verzapft haben.

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    Zu dumm,daß Tel Aviv dem Merkel klar gemacht hat,daß man dem "Tätervolk" schlecht erlauben kann,was man damals dem Iran gerade unter Androhung der Bombardierung gerade verbieten wollte.
    Ich halte übrigens die Kernkraftnutzung für überflüssig.Denn wo das System seinen Strom her bekommt ist egal und das revolutionäre Deutschland könnte sich nicht mit der Aufrechterhaltung einer derart komplizierten Technik aufhalten,es hätte besseres zu tun. Außerdem müßte man dann auch alle übrige Technik behalten und der Rückbau zum Agrarstaat fiele ins Wasser.

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    Fein,das beruhigt ungemein,wenn Staaten, die es nicht mal schaffen,daß auf allen Straßengullys Deckel liegen,Atomkraftwerke bauen,möglichst nahe an der deutschen Grenze.Aber es wirft ordentliche Renditen ab (für wen?),dann ist alles in Butter.

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      @ PHAIDON. Ich glaube du bist der einzige hier der etwas Durchblick hat. Wie kann man so dumm sein von Russland AKWs zu kaufen und dann noch auf Kredit. Urban ist wieder einmal voll in die (Kredit)-Falle gelaufen. Gretchenfragen: Wirtschaftet Russland so überschüssig, dass es in aller Welt AKWs finanzieren kann? Wenn Ja, seit wann? Wenn Nein, woher kommt das ganze Kreditgeld? Mit welchen Geldmitteln kann Russland Krieg führen und sich am Wiederaufbau z.B. Syriens beteiligen? Hilfestellung: Mit seinen Bodenschätzen ist das nicht zu machen.
      1 Minute Zeit ab….jetzt..

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    Jeder hasst die Antifa am

    Nur gut das Ungarn Atomkraftwerke baut sie werden wohl bald Deutschland mit ihrem Strom beliefern müssen wenn der Windmühlenzappelstrom zusammmenbricht.

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    Andreas Walter am

    Die neuen Kraftwerke (welcher Typ?) sollten aus Sicherheitsgründen wo anders stehen.

    Alles mit Wasser- oder Natriumkühlung ist nämlich Wahnsinn (die alten Kraftwerkskonzepte waren für die zivile Nutzung darum alle immer nur schlechte Kompromisse mit einer einzigen Ausnahme: Weinsteins MSRE, Molten Salt Reactor Experiment).

    Länger als 50 Jahre sollten Kernkraftwerke eh nicht laufen, es sei denn, es handelt sich um ein Modulsystem, das man völlig entkernen, nach 50 Jahren komplett austauschen kann.

    Kluge Transmutation ist auch bei dem DFR-Konzept (Dual-Fluid-Reaktor) vorgesehen, was auch darum mit zu den Besten oder sogar das Beste der Generation 4 gehört. Wobei ich zur Kühlung auch flüssiges Salz statt Blei bevorzugt hätte, doch bei diesem Konzept spielt es vom Risiko her eh (kaum eine) keine Rolle. Die längste Erfahrung mit Bleikühlung hat übrigens Russland. Gerade mechanisch ist dieses schwere Metall jedoch nicht ganz einfach zu handhaben, was bei manchen der russischen U-Boot-Reaktoren mit dieser Kühlung mehrmals zu Problemen geführt hat. Keine Gefahr aber für einen Flüssigsalzreaktor, wie bereits gesagt, wenn dort das Blei im Leckagefall sicher und leicht entfernbar aufgefangen wird.

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        Gesslers Hut am

        Nein, könnte er nicht (nicht mehr), selbst wenn er wollte.

        Der "Nachteil" bei Flüssigsalz-Reaktoren (Thorium) ist nämlich, dass keine (kaum) waffenfähige Nebenprodukte anfallen wie z.b. Plutonium, und Spaltmaterial fast vollständig wegzuspalten geht. Herkömmliche Brennnstäbe sind nach kurzem Beschuss bereits löchrig wie ein schweizer Käse (man trifft kaum noch Atome), 80?% Material werden endgelagert oder müssen wieder aufwändig aufbereitet werden.

        Das war evtl. DER Grund, warum sich diese Technologie niemals durchsetzen durfte (obwohl erfolgreicher Probelauf). Ganz Genaues weiß der gemeine Verschwörungstheoretiker natürlich nie. Aber durchaus vorstellbar, dass die Waffenindustrie ein Wörtchen mitzureden hatte.

        PS
        Thorium ist auch nicht wirklich knapp. Für 100.000 Jahre Energieversorgung würde es locker reichen.

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    So können die Grünen weiterhin beruhigt den Öko-Wackelstrom durchpeitschen. Sie wissen ganz genau: wenn’s hart auf hart kommt, kann Deutschland Kohlestrom und Atomstrom aus dem Ausland importieren. Bezahlen tut das der Michel, und man kann schön mit dem moralischen Zeigefinger auf andere zeigen, während man selber mit weißer Weste dasteht.

    Also die grünen Leithammel wissen das mit Sicherheit, und Merkel, ihre Vollstreckerin vom Dienst, auch. An der grünen Basis träumen sie vielleicht sonnige (und windige!) Blütenträume.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Alles … was -eigentlich- eine starke, fortwährende … Wirtschafts- und Industrie-Nation ausmacht … wird in Germoney, vorsätzlich und in geistesgestörter Weise, sukzessive beseitigt und zerstört ! 😉

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    ich weiß, wie wir auch aus dem Klima und Ökowahn profitieren können. Wir brauchen Zwangsarbeitslager für die Klimabekloppten. Die müssen molochen bis zum Umkippen.
    So können die die Schäden abarbeiten, die die verursachten.

    Die Ökosteuer bleibt, die CO2 Steuer kommt in voller Breite hinzu, damit Michel nicht merkt, dass er in der Gesamten Breite geschröpft wird, denn die Energiebesteuerung verteuert das gesamte Preisgefüge aller Waren.
    Die elenden Drecksmedien haben den Betrug angezettelt und reiben sich die Hände.
    Deshalb müssen die Lügenmedien bestraft werde. So ein örtliches Blödblättchen hat eine Klimademo angekündigt – 20 Figuren kamen statt 1500

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      Zwangsarbeitslager sind out, in Zukunft muß es Fortbildungslager heißen,klingt auch besser. Es ist aber noch nicht ausgemacht,daß SIe nicht selbst drin landen.

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      RUMPELSTILZ. Guckst bei Gockel unter FEMA-Camps. Vill. die neue Heimat der Deutschen die von den Klimabekloppten dorhin ausgesiedelt werden.

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    Gesslers Hut am

    Ich würde das nicht zu schwarz sehen. Warum sollte das Windmühlen-Endlager Deutschland nicht ein großes Stück vom CO2 neutralen, atomaren Restekuchen abbekommen?
    Mutti macht wohl gerade was mit Indien klar. Kann schon sein, dass sie 100 nigelnagelneue Kohlekraftwerke im Gepäck hat, oder zumindest zur Selbstabholung anbietet.

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      Hab gestern ein Video gesehen wo so ein Windrad ein Bussard-Paar vom Himmel holte. Drecksäcke verdammte.

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