Der Filmemacher Tommy Robinson ist zurzeit einer der prominentesten politischen Häftlinge in Europa. Während die Bundesregierung den deutschenhassenden Journalisten Deniz Yücel aus türkischer Haft freikaufte, weigern sich Auswärtiges Amt ebenso wie Europa-Menschenrechtsbeauftragte, dem im britischen Gefängnis in akuter Lebensgefahr schwebenden Islam- und Migrationskritiker beizustehen. Flankenhilfe bekommt er nun von prominenter Seite, dem ehemaligen „Smiths“-Frontmann Steven Patrick Morrissey.

    „Wie mit ihm umgegangen wird, ist schockierend“, sagte der Sänger der britischen Indie-Legende, die in den 1980er Jahren Unangepasstheit und gesellschaftliches Außenseitertum kultivierte und mit Hits wie „Suedehead“ und „Interesting Drug“ weltweit Erfolg hatte. Seit vielen Jahren führt er als Solokünstler die Tradition der „Smiths“ fort – samt deren Rebellentum. Bereits 2007 beklagte er: „Je größer die Einwanderungswelle ist, desto mehr verschwindet die britische Identität.“ Gegenüber dem Spiegel sagte er am 18.12.2017: „Ich will, dass Deutschland deutsch ist. Ich will, dass Frankreich französisch ist. Wenn man versucht, alles multikulturell zu machen, hat man am Ende gar keine Kultur mehr.“ Daraufhin hagelte es Kritik und Proteste von allen Seiten.

    Morrisseys Kritik am muslimischen Bürgermeister Londons

    Er selbst wurde ebenfalls des „Rassismus“ beschuldigt, als er den Bürgermeister Londons kritisiert hatte, nachdem ein islamistischer Selbstmordattentäter am 22. Mai 2017 bei einem Konzert in Manchester einen Nagelbombenanschlag verübte, der über 20 Menschen das Leben kostete. Dem pakistanischstämmigen und muslimischen Sadiq Khan warf er vor, sich zwar mit Manchester solidarisiert, aber den Islamischen Staat, der sich zu dem Anschlag bekannt hatte, nicht verurteilt zu haben. Schließlich bekam auch die Regierungschefin der Tories ihr Fett weg: „Theresa May sagt, solche Angriffe werden uns nicht brechen, aber ihr eigenes Leben findet in einer kugelsicheren Blase statt.“

    Mehr dazu in COMPACT-Magazin 8/2017

    Robinson sei sich bewusst gewesen, dass ihm wegen seines Facebook-Live-Videos zur Gerichtsverhandlung gegen die pakistanische Kinderschänder- und Mädchenprostitutions-Gang rechtliche Restriktionen sowie die Gefahr der Inhaftierung drohten. Dennoch sei für ihn die freie Rede das höchste Gut, die auch dem nun für 13 Monate einsitzenden Robinson, Mitbegründer der englischen Defense League, zustehe.

    Keine freie Meinungsäußerung mehr in Groß Britannien

    Das Wort „Rassist“ diene nur einem einzigen Zweck: Diejenigen zu verunglimpfen, die nicht konform sind. „Menschen können absolut, absolut dumm sein“, so Morrissey gegenüber independent.com/UK. Die Parteien in England ließen keine freie Meinungsäußerung mehr zu. „Menschen aber, die eine offene Debatte wollen, als ‘rassistisch’ zu beschuldigen“, offenbare ein „sehr unglückliches modernes Großbritannien“.

    COMPACT-Magazin im Juni 2018

    Trotz des Londoner Protestes „Free Tommy“ von rund 30.000 Menschen, trotz der bislang mehr als 625.000 Unterzeichner einer entsprechenden Online-Petition gab sich das Parlament bislang stur. Und auch der niederländische PVV-Chef Geert Wilders hat interveniert: Auf besagter Demonstration forderte er die sofortige Freilassung von Tommy Robinson: „Er ist der größte Freiheitskämpfer in Großbritannien dieser Zeit. Und wir werden nicht schweigen, bis er wieder frei ist!“

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