Es ist eine Schande, wie die Gerichte in Deutschland offensichtlich mit zweierlei Maß messen. Der Ex-Freund der 15 Jahre alten Mia muss nur für läppische achteinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er das Mädchen im Dezember 2017 in Kandel erstochen hat. Das Landgericht Landau hatte dieses Urteil am Montag verkündet.

    Die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger hatten zuvor eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert, die Verteidigung sieben Jahre und sechs Monate wegen Totschlags. Wobei man im Falle Mias wohl kaum von Totschlag sprechen kann. Und nach dem Jugendstrafrecht drohte dem Angeklagten eine maximale Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Als über 18-jähriger Heranwachsender wäre für ihn auch eine Strafe von maximal 15 Jahren möglich gewesen.

    Die Staatsanwaltschaft blieb bei ihrer Forderung damit unter dem was machbar war; immerhin wurde nachgewiesen, dass der Killer bei seinem Alter gelogen hatte. Allerdings kündigten die Ankläger laut SWR an, wegen des zu niedrigen Urteils in Revision zu gehen. Doch trotz der möglichen Revision wirft dieses Urteil ein beunruhigendes Licht auf unser Rechtssystem.

    Ein Mörder, der ein Menschenleben ausgelöscht hat, bekommt lediglich achteinhalb Jahre Gefängnis, während Nino K. in Dresden zu neun Jahren und acht Monaten verurteilt wurde. K. hatte in Dresden Sprengstoffanschläge auf eine Moschee und ein Kongresszentrum begangen. Natürlich sind solche Taten zu verurteilen und die Täter gehören ins Gefängnis, aber bei seinen Attacken wurde niemand verletzt oder getötet.

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    Es hätte natürlich jemand verletzt oder getötet werden können, aber dabei drängt sich zwangeläufig die Frage auf: Ist Mord nicht schlimmer als versuchter Mord? Zumal wenn bei dem Versuch niemand verletzt wurde. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen, weil bei dem einen Fall der Täter ein Deutscher und die Opfer Muslime sind und es im Fall Mia umgekehrt ist?

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