Skandal! SPD-nahe Stiftung lädt deutsch-jüdischen Autor aus: wegen dessen Kritik am Establishment

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Das Establishment feiert sich selbst als Verteidiger der Rechte von Minderheiten. Vor allem nutzt es diesen Anspruch, um auf Kritiker einzudreschen: Wer links-grüne Politik ablehnt, wird per se mit der Nazi- und Rassismuskeule bedroht. Aber auch angeblich geschützte Minderheiten sind vor linksgrünem Meinungsterror nicht sicher. Vertreten die eine abweichende Meinung, erleben sie ganz schnell „tolerante“ Ausgrenzung. Der Patriot Serge Menga, gebürtiger Kongolese, hat dies oft genug zu spüren bekommen.

Diesmal traf es den deutsch-jüdischen Schriftsteller Chaim Noll. Vor Monaten hatte ihn die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung zu einer Lesung ins Ariowitsch-Haus (Leipzig) eingeladen. Drei Tage vor dem Termin erhielt Noll eine Absage. Daraufhin rief dieser die Stiftung an – und erhielt keine Auskunft. Der Ausgeladene berichtet auf Achgut: „Der Leiter des ,Landesbüros Sachsen‘, Matthias Eisel, verfiel auf ein Mittel, das ich von DDR-Funktionären kenne: Er hörte auf zu sprechen. Als wollte er zu verstehen geben: Sie werden wohl selbst am besten wissen, womit Sie sich diese Bestrafung zugezogen haben.“

Schließlich ließ sich die Stiftung doch noch zu einer Antwort herab: Eisel behauptete, er sei eine Woche zuvor, während der Vorbereitung zur Veranstaltung, auf eine Äußerung Nolls gestoßen, die ihn aus der Diktatoren-Hose fahren ließ. Sie lautete: „Deutsche Politiker der herrschenden Parteien sind wie niemand sonst bemüht, das Mullah-Regime im Iran zu stärken, das Israels Liquidierung vorbereitet und die Vernichtung und Vertreibung der dort lebenden Juden. ,Nie wieder!‘, rufen sie, sitzen mit betroffenen Mienen in Feierstunden, haben ein Showbusiness von Gedenkstätten und Jüdischen Museen geschaffen, von Mahnmalen und früheren Folterkammern, an denen Foto-Ops gegeben werden. Die gleichen Politiker sorgen dafür, dass unablässig Gelder fließen an die Mullahs, an Terroristen im Nahen Osten, an Organisationen, die Israel boykottieren. Es ist eine Heuchelei, die sprachlos macht. Sie hat sich längst eingebürgert, ist ,normal‘ geworden wie damals, da das Leben in deutschen Städten ,normal‘ weiterging, als man die Juden deportierte.“

Chaim fährt fort: „Wenn es drauf ankam, den Juden beizustehen, in ihrem Land oder außerhalb, in Kriegen, die man Israel aufgezwungen hatte, oder bei Bedrohung in deutschen Städten, haben deutsche Politiker – von seltenen Ausnahmen abgesehen – grundsätzlich versagt. Die Partei Alternative für Deutschland war die einzige, die im Deutschen Bundestag einen Umzug der deutschen Botschaft nach Jerusalem forderte. Die Botschafts-Verlegung in eine Stadt, die de facto Israels Hauptstadt ist, wäre eine Selbstverständlichkeit. Alle anderen Parteien haben finstere Gründe, dagegen zu sein.“

Des Autors Schlußfolgerung: „Für Juden, ob in Deutschland oder Israel, gibt es keinen Grund, diesen Politikern entgegenzukommen. Sie sind nicht unsere Freunde, sie verraten uns bei jeder Gelegenheit. Es gibt keinen Grund, ihre Ratschläge zu befolgen oder sich von ihnen instrumentalisieren zu lassen. Sie mögen die Alternative für Deutschland als Teufel an die Wand malen, für uns ist das kein Grund, es nicht mit einem Gespräch zu versuchen. Israel-feindlicher als die anderen deutschen Parteien kann die AfD kaum sein.“

Der letzte Abschnitt dürfte entscheidend für die Ausladung gewesen sein. Kritik am „alternativlosen“ Establishment mag ja gerade noch angehen, aber die AfD gegen deren heuchlerischen Angriffe zu verteidigen, dass kann eine SPD-nahe Stiftung unmöglich dulden. Noll kommentierte die Begründung so: „Früher, als die Bundesrepublik Deutschland noch eine Demokratie war, als es noch so etwas wie Meinungsfreiheit gab und Pluralität, haben mich parteinahe Stiftungen zu ihren Veranstaltungen eingeladen, auch wenn ich dort kritische Gedanken vortrug. Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt offenbar nur noch Gäste ein, die sich im Sinn ihrer Partei-Linie äußern. Es ist reine Heuchelei, wenn die dahinter stehende Partei die Bedrohung demokratischer Werte durch die AfD beklagt. Oder wenn der deutsche Außenminister, ein Mann eben dieser Partei, die Opfer der Shoah als Schmuck für seine politische Karriere verwendet.“ Zur Erinnerung: Der derzeitige Außenminister heißt Heiko Maas und wurde von Noll bereits als „Zwergnase des NetzDG“ bezeichnet.

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18 Kommentare

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    Katzenvater am

    Puh, das ist schon harter Tobak von Compact, quasi eine "Umwertung der Werte". Als Abonnent der ersten Stunde vernahm ich früher, dass Compact eine Lanze für den antiimperialistischen Islam, die Schiiten und die islamische Befreiungstheologie brach. Heute wird jemand bejubelt, der aus ganz unberufener Ecke unterstellt, die Mullahs und die Terroristen aus dem Nahen Osten würden Geld aus Deutschland bekommen. Bloß weil der Noll sich pro-AfD äußerte, darf das kein Freibrief dafür sein, ihn "hier" hochzuhalten. Allerdings hat ja ein Gauland gesagt, dass deutsche Soldaten bereit sein müssten, für Israel zu sterben. Vielleicht traf sich doch, was zusammen gehört. Wenn sich aber Compact entgültig in diese zionistische Phalanx einreiht, muss man mal einiges überdenken. Noll und andere sollten lieber erforschen, wer für den Aufbau und Funktionalität der wahren islamistischen Terroristen verantwortlich ist. Mich dünkt, dass man da etwas nach Westen schielen muss. Jedenfalls wird z.B. der Iran sicherlich nicht genau jene steinzeit-islamischen Kräfte unterstützen, die den schiitischen Islam auszulöschen gedenken. So herum wird ein Schuh draus. Ich hoffe nicht, dass Compact mit solchen Artikeln schon so weit ist, auzuloten, wer sich hier antizionistisch äußert. Und es gibt auch hierzulande patriotische Muslime, von denen sich so mancher autochthone "Patriot" (auch und gerade in der AfD) eine Scheibe abschneiden könnte…

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    Chaim Noll, naha ich vergisse da kein Mitleid. Da hat die SPD die richtige Entscheidung getroffen.
    Iran heisst Land der Arier.
    Das sind unsere Brueder und Schwestern.

    Is rael will die lokalen Machtkonkurrenten ausschalten und trommelt deswegen zum Krieg.

    Die Juden in der BRD versuchen immer die Deutschen als die Taeter hinzustellen.
    Ich glaub (((denen))) kein Wort mehr.

    Man suche nur mal nach dem Yinon Plan.

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      Deutsche Beobachtungsstelle am

      @Bruce:
      Muss Dir da zustimmen – auch wenn’s diesmal leider gegen Compact geht.
      … in Kriegen, die man Israel aufgezwungen hatte …:
      Das ist doch wohl ein Witz! Das aggressivste Volk in der Levante ist doch wohl seit über hundert JAhren … na ihr wisst schon wer! Wer okkupiert, tötet und attackiert derzeit Syrien ohne Gewissensbisse? Na ihr wisst schon wer! Wer verteufelt das "Mullah-Regime" im Iran und hetzt zum Krieg? Na ihr wisst schon wer!
      Auch wenn es in diesem Bericht oben gegen die stets volksverräterische, intolerante SPD geht, bleibt dieser Chaim Noll für mich ein Kriegshetzer, mit dem man sich nicht solidarisieren sollte!!

      Schöne Grüße aus Preußen!
      Für eine grundlegende geistige Erneuerung Deutschlands!!!

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    Nee,der Skandal liegt ganz woanders,nämlich darin,daß sich ein "patriotisches" Magazin mal wieder als zionistisches U-Boot entpuppt. Schnell noch ein Schnaps und dann ins Bett,bevor mir speiübel wird.

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      @ SOKRATES

      Sie werden doch nicht etwa dem Alkohol
      verfallen wollen? Eine Partie Schach mit
      Tauben ist viel entspannender, als sich über
      vermeintlich zionistische U-Boote aufzuregen.

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    Sachsendreier am

    Egal, wie man nun den ausgeladenen Autor benennt – es ist und bleibt eine Schande für eine angeblich funktionierende Demokratie, was da abging. Er sollte sich damit trösten, dass die SPD jetzt schon dort ideologisch herum dümpelt, wo früher die Linke ihre festen Grundsätze vertrat. Der Juso-Kevin hat ja jetzt drastisch gucken lassen, wie weit die Gedankengänge der Sozen mittlerweile gediehen sind…

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      Jeder hasst die Antifa am

      Da sind doch die ach so Toleranten Ausgrenzer wieder am Werk,die SPD Heuchler zeigen ihre Toleranz.

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    Peter Töpfer am

    Wer fällt heute noch auf ZioCons und Nationalzionisten rein…

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      Henryk Marcin Broder, Eigenbezeichnung Henryk Modest Broder?

      In der Antisemitenfalle – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM

      18.10.2011 · … auf seiner Heimatseite unter anderem eine Selektion in „Kriegsjuden“ und „​Friedensjuden“ vornimmt …

      pöser Thomas Immanuel Steinberg; … sicher schuldig am Flüchtlingsschiff "Exodus" wie der Deutsche an allem Schuld.

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    König Kurt am

    "Wenn es drauf ankam, den Juden beizustehen, in ihrem Land oder außerhalb, in Kriegen, die man Israel aufgezwungen hatte, oder bei Bedrohung in deutschen Städten, haben deutsche Politiker – von seltenen Ausnahmen abgesehen – grundsätzlich versagt."

    Was für ein Wichser. Auch wenn er Jude ist, sorry. Bei so einem fehlen einem die Worte

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    Na, Kritik am Establishment, das geht aber schon mal gar nicht in Merkel-Land!

    Chaim Noll kommt nun auf den E-Pranger derer die die Weißheit mit Löffeln gefressen haben.

    Dort wird er nun disliked und nieder-getwietet von linken digitalen Schlägertuppen für seine Kritik am Establishment.

    Kritik am Establishment galt früher mal als heldenhaft bei den Linken!

    Nicht unter Merkel, mit den Pfeifen von der SPD auf dem Soziussitz!

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    Manschuli am

    Ich waere schon mal ganz froh, wenn hier nicht immer diese Wortklauberei stattfinden wuerde wenn es um Menschen juedischen Glaubens geht. Noll ist kein deutsch-juedischer Autor. Er ist ein deutschstaemmiger Israelit juedischen Glaubens, denn dort gibts noch Andersglaeubige. Wenn man das abkuerzen will kann man auch deutsch-israelitischer Autor schreiben. Oder bin ich ein deutsch-katholischer Kommentator? Ansonsten ist mir die Aktion gegen ihn voellig Wurst. Er soll sich an seine Glaubensbrueder-und schwestern wenden, die den ganzen Mist in Deutschland mit tragen und bejubeln. Erste Adresse waere da die Namensvetterin seiner Frau.

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      Wortklauberei … nun ja per GEZ gibt es nur einen Einheitsjuden und der wählt stramm Netanjahu. Basta!

      Für sich selbst hat er die Doppeltraumrolle von Autor und Regisseur reserviert. "Und eigentlich bin ich darin noch immer der Dramatiker. Ich nehme arme, verlumpte Leute von der Straße, stecke sie in herrliche Gewänder und lasse sie vor der Welt ein wunderbares, von mir ersonnenes Schauspiel aufführen …" Seine überbordenden Ideen ordnet er dann zu einem Memorandum, zu der "Rede an die Rothschilds". (Theodor Herzl oder das befreite Wien
      Ein Essay von Nike Wagner 5. April 1985, Aus der ZEIT Nr. 15/1985 )

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        Und weil wir gerade bei Herzl "Sie sind der große Geldjude, ich bin der Geistesjude", (Dritter Brief an Baron Hirsch, Paris. 1895)
        Aber wehe dem Henry Ford wenn er wagte zu dif·fe·ren·zie·ren …

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        " dif·fe·ren·zie·ren …"
        klar darum ist Israelkritk Antisemitismus weil der Einheitsbrei-Jude Reinhard Heydrich Zionist gewesen ist.
        Hoffe das tut richtig weh in der Gehirnwindung.

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      Peter Töpfer am

      Bis auf die Teilnahme an der Wortklauberei volle Zustimmung.

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      heidi heidegger am

      Er wäre ein DDR-Deutscher jüdischen (oder katholischen oder oder..) Glaubens, wenn er keinen Israel-Pass hätte, häh? *dablicknocheinerdurch*

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        Mensch Heide,wer die wahre christliche Religion echt annnimmt,hört auf,jude zu sein.davon ist hier aber nicht die Rede.

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