Skandal: Anschlag auf Meinungs- und Pressefreiheit – Deshalb tritt ex-MdB Weißgerber aus SPD aus

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„Das Recht zu sagen und zu drucken, was wir denken, ist eines jeden freien Menschen Recht, welches man ihm nicht nehmen könnte, ohne die widerwärtigste Tyrannei auszuüben. Dieses Vorrecht kommt uns von Grund auf zu; und es wäre abscheulich, dass jene, bei denen die Souveränität liegt, ihre Meinung nicht schriftlich sagen dürften.“ Ja, es ist abscheulich, Monsieur Voltaire. Die aber wohl bekannteste Aussage zur Meinungsfreiheit, die der französische Philosoph – einer der meistgelesenen Autoren der Aufklärung im 18. Jahrhunderts – traf, lautet: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

Nicht aus Angst nahm der bekannte Journalist und Publizist Roland Tichy vorgestern  seine Darlegung des zur SPD gehörenden RedaktionsNetzwerkes Deutschland (RND) von seiner Seite Tichys Einblick, sondern um einer Unterlassungsklage, die sich durchaus im sechsstelligen Eurobereich bewegen kann, zuvorzukommen. Ob eine solche vorliegt oder angestrengt wird oder angedroht wurde, ist ebenso unklar wie die Hintermänner, die die (noch) freie alternative Presselandschaft einzuschüchtern und zu zensieren suchen.

Fest steht, dass die SPD große Medienbeteiligungen unterhält, und diese Behauptung ist sattelfest. Denn Wikipedia schreibt dazu:

„Die DDVG kommt als Verlagsgruppe mit den ihr zuzurechnenden Tageszeitungen auf eine anteilige Gesamtauflage von rund 435.000 Exemplaren und einen Marktanteil am bundesdeutschen Tageszeitungsmarkt in Höhe von 1,9 %. Sie hält mit einer Ausnahme ausschließlich Minderheitsanteile an über 40 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von ca. 2,2 Millionen verkauften Exemplaren bei einer Gesamtauflage aller Zeitungen in Deutschland von 21,1 Millionen im Jahr 2006. Lediglich am Verlag der Neuen Westfälischen in Bielefeld hält die DDVG eine Mehrheit der Kapitalanteile; bis Ende 2015 mit indirekt 57,5 % und seit dem 1. Januar 2016 mit 100 %.

Der Jahresüberschuss der DDVG belief sich 2008 auf 15,5 Mio. Euro und 2007 auf 17,2 Mio. Euro, von denen 11,4 Mio. an die SPD als Gesellschafterin ausgeschüttet wurden.

Die SPD steht für ihre großen Medienbeteiligungen häufig in der öffentlichen Kritik. Die Unionsparteien werfen der SPD vor, die Beteiligungen zu verheimlichen. So würde die SPD sich damit einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil verschaffen und durch die Medienbeteiligungen die Berichterstattung über sich selbst beeinflussen können. Tatsächlich hatte die ehemalige SPD-Bundesschatzmeisterin und Generaltreuhänderin der DDVG, Inge Wettig-Danielmeier, über die Parteibeteiligung an Medien gesagt: „Auch dort, wo wir nur 30 oder 40 Prozent haben, kann in der Regel nichts ohne uns passieren.“

Parteipolitiker von CDU und FDP forderten im Zuge der Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die DDVG, dass die Besitzverhältnisse einer Zeitung im Impressum ausgewiesen werden sollten sowie dass Mehrheitsbeteiligungen von Parteien an Medienunternehmen gesetzlich untersagt werden sollten. 2008 veröffentlichten die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages ein Gutachten über das Ausmaß der Beteiligung bestimmter Parteien an Medienunternehmen. Grundlage der Prüfung bildeten Rechenschaftsberichte verschiedener Parteien. Die Bestandsaufnahme ergab, dass die CDU, FDP und Die Linke ebenfalls Beteiligungen an Medienunternehmen besitzen.“

Vor diesem Hintergrund erklärte gestern das langjährige SPD-Bundestags-Mitglied Gunter Weißgerber seinen Austritt aus der Partei.

Gunter Weißgerber, CC0, commons.wikimedia.org/ 53161969

Zur Person (Quelle Wikipedia): Der Ingenieur für Tiefbohr-Technologie, Unternehmensberater und Publizist Gunter Weißgerber (63) gehörte in der DDR zu den Leipziger Gründungsmitgliedern der Sozialdemokratischen Partei Deutschland und vertrat diese 1990 in der freigewählten Volkskammer, bis er am 3. Oktober jenes Jahres Mitglied des Deutschen Bundestages wurde. Gleich darauf zog er über die Landesliste Sachsen und danach stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Leipzig II in den Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er dort 35,3 Prozent der Erststimmen, womit er das sachsenweit beste SPD-Einzelergebnis als Direktkandidat erreichte. Bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

COMPACT übernimmt sein Kündigungsschreiben, das er heute an die SPD sandte und im kulturwissenschaftlich-politischen Magazin GlobKultunter dem Titel „Es reicht. Mein Austritt aus der SPD“ publizierte, im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 6. Februar 2019 zerstörte die SPD für mich den letzten verbliebenen ihrer früheren Grundsätze und wechselte endgültig auf die Seite derer, die die Freiheit nur für sich selbst beanspruchen und ihre Kritiker repressiv behandeln.

Am 4. Februar 2019 erschien in Tichys Einblick ein gut recherchierter Artikel über die Medienmacht der SPD: „Zeitungen, auf die die SPD heimlich und indirekt Einfluss nimmt / Wie SPD in die Zeitungen kommt“. Die fundierte Meinungsäußerung gefiel der SPD nicht. Das ist aus SPD-Sicht nachvollziehbar. Kritik gefällt niemandem wirklich.

Am 06. Februar 2019 schrieb Roland Tichy in seinem Blog Tichys Einblick (TE):
„Dieser Artikel wird um 14.00 gelöscht. TE verfügt nicht über die Ressourcen, um mit diesem machtvollen Gegner presserechtliche Auseinandersetzungen zu führen. Pressefreiheit ist die Freiheit sehr reicher Organisationen und Personen.“

Unter der Überschrift Pressemacht in Deutschland. Es muss gelöscht werden legte die Redaktion seither nach:
„Wir bitten Sie um Verständnis für unsere Entscheidung. Die Pressefreiheit sei die Freiheit von 200 sehr reichen Leuten, hat der frühere FAZ-Herausgeber Paul Sethe in den 50er-Jahren formuliert. Daraus sind starke Konzerne und mächtige Verbünde entstanden. Sie bekämpfen jeden, der mit Hilfe der neuen Medien Nachrichten in Umlauf setzt, die ihnen nicht gefallen oder ihre Wahlchancen reduzieren könnten. Um diese Macht im Verborgenen geht es. Sie hat noch einmal einen Triumph erfahren. Wir bitten ebenfalls um Verständnis, dass das Presserecht uns auch verbietet, über den Sachverhalt detailliert zu berichten oder öffentlich Stellung zu beziehen. Meine Bitte an Sie: Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen berichtet. Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir sind gezwungen, der Macht aus dem Weg zu gehen.“

Bisher verteidigte auch ich die SPD und ihre Medienbeteiligungen vor dem Hintergrund der SPD-Verbotsgeschichte in Kaiserreich, NS-Staat und DDR. Die SPD besaß zudem über mehr als ein Jahrhundert keine Gönner in der Wirtschaft und musste sich selbst finanzieren. Prof. Uwe Danker legt die Problematik ausführlich in „140 JAHRE GESCHICHTE: Schlaglichter auf die unternehmerische Tätigkeit der SPD“ (Website der ddvg) dar.

Bisher nahm die SPD den öffentlichen Diskurs über ihre Medienmacht immer an und stritt mit Argumenten für ihre Positionen. Das ist mit dem Löschen des Tichy-Artikels Geschichte!

Die SPD war lange Zeit eine Partei der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, des „allgemeinen, gleichen, geheimen und unmittelbaren“ Wahlrechts, der Gewaltenteilung, des antitotalitären Grundkonsenses, des Wissenschafts-, Industrie- und Wirtschaftsstandortes Deutschland, der europäischen Idee gleichberechtigter Partner und der Verankerung in der transatlantischen Wertegemeinschaft. Die SPD war immer die Partei der Facharbeiter, Ingenieure, Klein- und Mittelständler, auch der sozial engagierten sehr Erfolgreichen, kurz eine Partei der Leistungswilligen, eine Partei des „Förderns und Forderns“.
Der Schutz Israels als einziger Demokratie im Nahen Osten gehörte ebenso zu den glaubwürdigen Anliegen der deutschen Sozialdemokratie. Israel schützt jegliche Religionssausübung, in den Nachbarländern Israels wird jüdisches Leben staatlich verfolgt. Das hat die SPD nahezu komplett vergessen. Ich mag mich für die heutige SPD nicht mehr schämen müssen.

In dieser Woche verletzte die SPD nun auch für mich eklatant das Recht auf die Meinungsfreiheit. Vorige Woche gab die SPD-Justizministerin öffentlich kund, das Wahlrecht verbiegen zu wollen.
Mit den Wahnvorstellungen aus der Umgebung Nahles, die Antifa für die SPD gewinnen zu wollen, wurde der antitotalitäre Konsens endgültig verlassen. Was für eine Enttäuschung!

Spätestens mit der sogenannten Energiewende zeigte die SPD, was sie tatsächlich vom Energiestandort Deutschlands und seinen Arbeitnehmern hält: nichts. Nicht einmal die Energiekosten begreift die SPD als brennende soziale Frage. Im Gegenteil! Die SPD-Umweltministerin ist beständig bestrebt, die Kosten unnachgiebig in die Höhe zu treiben. War die SPD vormals stolz auf ihre Politik des sozialen Ausgleichs mit Augenmaß, so ist die heutige SPD eine der wichtigsten Vorantreiber der Umverteilung von unten nach oben – zur grünen Schickeria.

Die SPD macht sich hauptschuldig an der Zerstörung des Automobilstandortes Deutschland. Hieß es vor zwei Jahrzehnten in den Diskussionen um Lohnerhöhungen noch „Autos kaufen keine Autos“, um notwendige Einkommenserhöhungen volkswirtschaftlich zu begründen, so steht die SPD heute für „Keine Autos können nicht gekauft werden und die Arbeitsplätze sind uns egal. Die individuelle Mobilität als Freiheit aller Bürger ist uns, der SPD, ein Dorn im Auge!“. Ganz im Stil von Ulbricht und Honecker, die meinten „Der Sozialismus braucht Busse und Straßenbahnen, keine Autos“. Eine repressive Anmaßung, die auch ein Grund für die „Friedliche Revolution 1989 war. Macht nur weiter so.

Nach 1990 war der Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit eine tägliche Notwendigkeit. Keinem Politiker, erst recht keinem Sozialdemokraten, wäre es eingefallen, ganze Industriezweige zum Tode zu verurteilen, diesen geradezu planvoll herbeizuführen.
Es ist die SPD, die sich dreißig Jahre später nach Kräften bemüht, funktionierende Industrien wie z. B. den Kohlebergbau, strategisch zu vernichten.

Der Atomenergiestandort Deutschland mit seinem vormaligen Wissenschafts- und Technologievorsprung liegt bereits auf dem Altar der Sozialdemokratie, nun kommt der Braunkohlebergbau dazu.

Es wird keine Versorgungssicherheit allein mit Sonne, Wind und Wasser geben können. Geschweige denn die neuen werteschaffenden Arbeitsplätze, die als Ersatz benötigt werden. Planwirtschaft funktioniert nicht.

Auch an der schwierigen Situation der Europäischen Union trägt die SPD massive Mitschuld. Die Solidarität der Partner einfordern und gleichzeitig deren Positionen abbügeln, das musste zum Brexit und muss zu schwersten Verstimmungen führen.
Wie die SPD mit den Balten, Polen, überhaupt mit den Mittelosteuropäern umgeht, das gereicht ihr nicht nur zur Schande, es stärkt die Zentrifugalkräfte innerhalb der Union. Zu Freude und Nutzen der Konkurrenz aus Übersee und Asien.

Die SPD des Jahres 2019 entledigt sich mit Eifer ihrer bisherigen Wähler und vieler ihrer bisherigen Mitglieder. Zu denen ich jetzt auch gehöre.

Ich trete mit heutigem Datum 07. Februar 2019 aus der SPD aus und ziehe meine Beitragseinzugsermächtigung mit sofortiger Wirkung zurück.

Die augenscheinliche Verletzung der Meinungsfreiheit durch die SPD ist dabei nur der letzte, besonders schwerwiegende Auslöser. Wo „SPD“ draufsteht, ist heute so etwas wie „SED ohne Mauer, Stacheldraht, Schießbefehl“ drin. Ich wünsche eine gute Reise.

Meinen vielen Mitstreitern, Unterstützern und Helfern über mehr als zwei Jahrzehnte danke ich. Trösten wir uns, Politik ist nicht alles im Leben und Parteimitgliedschaften kannten die meisten von uns vor 1989 auch nicht. Man sieht sich.

Gunter Weißgerber
SDP/SPD-Mitglied 1989/2019

 

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Über den Autor

Iris N. Masson

25 Kommentare

  1. Sehr erstaunlich, dass Herr Gunter Weißgerber für seine Analyse so lange benötigte.

    Ein Blick in die SPD Zukunft aufgrund der laufenden ideologischen Theologisierung der Partei hat er nicht gewagt. Aber er wäre dazu doch prädestiniert, oder?

    Ich kann ihn aber beruhigen, die heutige, pardon, flache polit. Dummdödelei der SPD begann sich bereits ab Ende der 60er Jahre in Bremen und später in Hamburg zu zeigen, mit hinterhältig triefender Schlaumeierei.

    Irgendwie hatte Franz Josef Strauss (kein unbeschriebenes Blatt!) recht als er mal sagte: die Linken bestreiten alles, nur nicht den eigenen Lebensunterhalt.

    Die SPD ist mittlerweise sowas von geistig abgewirtschaftet, inkl. ihren Krakenarmen in die ‚Deformierte Kirche‘, dass sie ihr Verschwinden im selbstverliebten Modus nicht mehr bemerkt.

    Nahles macht sich ja die Welt, wie es ihr gefällt. Dumm nur, dass sich diese Welt nicht nach SPD Nahels Nasen dreht.

  2. Mit Nahles an der Spitze, und den neuen Finanzminister Scholz war das Desaster doch abzusehen, auch schon vorher!
    Scholz fällt plötzlich ein kommendes Milliardenloch auf, AHA, die Vorbereitung auf weiteren Zugriff in die Taschen der Steuerzahler!, von einem, der schon in Hamburg nichts konnte….
    Die Schweinereien ( Sorry, aber anders kann man es nicht mehr sagen ) haben in Bezug auf die Steuerzahler noch lange kein Ende.
    Und Heil mit seinen Rentenplänen ist auch nur noch eine Lachnummer, um den Rentnern ein Bröckchen für die anstehenden Wahlen hinzuwerfen!
    SDPCDUCSUGRÜNELINKEFDP brauch hier niemand mehr,denn die stehen nur noch für Ausbeutung in jedem Bereich!

  3. DerSchnitter_Maxx am

    "Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht." (T. Jefferson)

  4. Es ist aber nicht nur die SPD! CDUCSULINKEGRÜNESPD! Die arbeiten gemeinsam eifrig daran hier alles zu Grunde zu richten! Auf Politischem Wege ist in Deutschland eh nichts mehr zu retten! Dank des fehlenden Widerstandes ist es für usrael und deren zionisten ein leichtes Spiel! Wer jetzt nicht erkennen kann was da abläuft der wird es auch nie kapieren! Ich glaube mittlerweile, das daß Merkel Regime ganz offen sagen könnte das Deutschland fertig gemacht werden soll und es würde sich hier kein nennensweter Protest bilden! Dem deutschen geht’s soooo gut…..jederzeit kann man sich in neue Schulden stürzen….am besten im 4 Schicht System arbeiten und einmal im jahre zum Ballermann fliegen um die Festplatte zu löschen……warum soll man sich mit wichtigen Dingen wie Politik rum ärgern….

  5. Was für ein elender Niedergang der einstigen "Partei des kleinen Mannes", die zum Steigbügelhalter und Paladin von Linken und Grünen mutierte, dem eigenen Volk schadet und sich mit Unfähigen und Halbgescheiten segnet, die sich ohne volksdienliche Gegenleistungen an Steuergeldern schadlos halten und allenfalls noch dazu taugen, sich ihre verkümmerten Daseinsberechtigungen und ihr jämmerliches, unnützes Wirken und Handeln an prallgefüllten Büffets schön zu fressen. Diese Partei und ihre abgehalfterte Führungsriege geben den Judas am eigenen Volk und glänzen durch eine scheinheilige, moralische Verkommenheit die mittlerweile allem und jedem dienlich ist, nur nicht den Interessen des eigenen Volkes und schon schon gar nicht dem Wohl des kleinen Mannes. Wer diesen abgestandenen, schalen Sozi-Haufen noch wählt, fördert und beschleunigt den Untergang Deutschlands, woran Linke und Grüne Umvolker ebenfalls mit aller Macht und schäbigen Mitteln mitwirken.

    • alle auf die Straßen am

      Wenn die Bürger Deutschlands nicht endlich aus den Sesseln kommen,um es Frankreichs Bürgern gleich zu tun,wird Merkel’s zurecht geruckelte Groko, Deutschland bis 2021 den Rest geben.
      Jetzt wurde auch die Stasi-Zentrale in der Chausseestrasse eröffnet,Ex-DDR Bürger kennen das.
      Mehr als 5000 Mitarbeiter werden dann in unseren Wohnungen und Privatleben sein.
      Wehret der Diktatur !

  6. Die größte Medienpräsenz bei den Parteien ist doch dieses unsägliche TV, das auch noch zwangsweise per Art Kopfsteuer bezahlt wird! Die Glotze abschaffen, TV abschalten, sofort!
    Daß die Parteien an Tageszeitungen beteiligt sind – das "Parteiblättchen" gab es schon zu Kaisers Zeiten – ist eher für die Vergangenheit ein Fehler. Unter den Jüngeren Nachbarn kenne ich keinen Einzigen, der eine Tageszeitung abonomiert oder liest. Für Leute unter 50 uninteressant! Die Tageszeitungen "leben" wahrscheinlich nur noch von der Werbung und weil die Firmen, die diese schalten, sie von der Steuer absetzen können.
    Für die SPD ist doch wichtiger, um Wähler zu gewinnen, den alten Leuten Rentenerhöung ums Maul zu schmieren, das hat um 1970 schon mal funktioniert! Und die Alten sind in der Überzahl, da haben Jüngere keine Chance!

  7. „obwohl Sokrates natürlich zu klug ist, um gegen die Kommentarregeln zu verstoßen.“

    COMPACT: naja, schon den Vornamen, den Sie Herrn Gauland gegeben haben, beinhaltet einen solchen Verstoß. Von anderem zu schweigen.

  8. HERBERT WEISS am

    Es ist einfach nur konsequent, etwas gegen den Klimawandel zu tun, wenn man ihn als echtes Problem betrachtet. Wir werden ohnehin nicht bis in alle Ewigkeit Kohle verfeuern oder die Straßen mit unseren Blechkisten unsicher machen können. Denn irgendwann werden selbst die Saudis wieder vom Mercedes aufs Kamel umsteigen müssen. Und selbst bei der Kohle ist eines Tages Schicht im Schacht oder im Tagebau.

    Wenn jedoch Oma Käthe aus Brandenburg die Durchleitungsgebühren für bayerische Skilifte und Schneekanonen bezahlen soll und wenn Autofahrer ihr Wägelchen, welches sie im guten Glauben an dessen einwandfreie Abgaswerte erworben haben, nicht mehr benutzen dürfen, ist nicht nur etwas faul, sondern eine ganze Menge.

    Wenn schließlich jemand missliebige Meinungen mit der juristischen Kosten-Keule zum Schweigen bringen will, dann ist das kaum besser als nackte Gewalt

  9. Jeder hasst die Antifa am

    Es wundert einen überhaupt das noch welche bei dieser bunten Kaspertruppe bleiben.

  10. Michael Theren am

    Der TE Artikel zeigte nichts Neues und nichts Geheimes (sondern nur allgemein öffentlich zugängliches Material), brachte aber die Pikanterien des sterbenden Riesen auf den Punkt (auch wenn es strategisch natürlich Wasser auf die Mühlen der Grünen ist); ich hoffe der Artikel wird in den (noch) freien Medien nun vielfältig verbreitet und auch Compact geizt dann ausnahmsweise nicht mit Links, warum Herr Ticky keine Risiken eingehen will, ist seine Entscheidung, Compact kann sicher wieder mit Spenden rechnen…

  11. Doris Mahlberg am

    @ Werte Frau Masson,
    vielen Dank für diesen sehr guten Artikel. So muß Journalismus sein : ehrlich, informativ und auch mutig.

    Das Kündigungsschreiben des Herrn Weißgerber ist sehr aufschlußreich und läßt ahnen, in welch verlogenem, korruptem Sumpf die SPD langsam untergeht. Ich sehe ihr gern dabei zu, denn wer auf Kaffeebechern deutlich macht, daß er sich für seine Heimat nicht "die Bohne" interessiert und zudem noch Abtreibung bis zum 9. Monat fordert, der sollte auch untergehen. Und ziemlich zügig, wenn ich bitten darf.

    Doris Mahlberg

    • Selbst die Chinesen haben zu Zeiten der Einkindpolitik nur bis zum siebten Monat abgetrieben und die waren schon nicht zimperlich.
      Warum nicht, wenn man schon fremde Völker verbrechen begehen läßt, dann ist das nur ein logischer Schritt.

  12. Tja, nur daß genau dieser franzische Schreiberling "Voltaire" eigentlich auf den Scheiterhaufen gehört hätte. Ein Widerling ,der selbst dem Markgrafen von Brandenburg und König in Preußen,dem Freimaurer Friedrich II. zu viel wurde. Zum Glück sind beide längst tot . (Man verzeihe diese historische Abschweifung)

  13. Mögen ihm viele folgen, daß diese Verräterpartei endlich draufgeht, nicht nur Mitglieder sondern vor allem Wähler!
    150 Jahre SPD. Zeit zu sterben!

  14. Auf der anderen Seite will die SPD Hartz4 abschaffen und Andrea Nahles aus der NATO austreten. Dann diese neue Zusatz-Grundrente. Schon hat die SPD wieder über 60% Zustimmung bei den Wählern. Und da ist Gabriels Comeback noch gar nicht eingerechnet. Wie lange kann Angela Merkel mit ihrer Zweifronten-Pipeline-Politik da noch gegen halten?

    • Wenn die Wähler so dumm sind, das zu glauben, dann haben sie nicht besser verdient. Alzheimer oder Demenz ist keine Entschuldigung für Dummheit

      • Doris Mahlberg am

        @ Werte Saheike,
        ja, leider ist das so. Der deutsche Wähler ist leicht zu beeinflussen und glaubt gerne alles, was er glauben möchte. Im Oktober 2018 bei den LW in Bayern lief die grün-bunte Jugend durch München und rief allen Leuten zu :" Wählt die Grünen, wählt die Grünen", und schon hatten die Grünen in München die absolute Mehrheit mit 42,5 %. So einfach ist das !

        Doris Mahlberg

      • Frau Mahlberg.
        Beeinflussung geht ganz einfach.
        Wenn auf einem Grillfest einem jungen Vater gesagt wird, wie, deine Frau muss immer noch den Kinderwagen schieben.
        Dann weis er Bescheid. Und wenn er das nicht ganz schnell ändert, ist er beim nächsten Grillfest nicht mehr dabei. Die LINKS / GRÜNEN sind da brutal.
        Es spricht sich im Umfeld herum, in der Firma. Beim Bäcker wird er schief angesehen.
        Seine Nachbarn dehen sich weg. Ausgrenzung ist ein schweres Geschütz, was gerne erfolgreich in Stellung gebracht wird.

    • Jeder hasst die Antifa am

      Die Wahlen im Osten stehen an, da fangen die roten Genossen an mit angeblichen Wohltaten um sich zu werfen aus scheißender Angst vor der AfD ob finanzierbar oder nicht der Wähler muss erst einmal verarscht werden das haben sie schon so oft wiederholt, bloss im Osten ist man nach 40 Jahren SED nicht mehr so leichtgläubig.

  15. Sachsendreier am

    Ein bewundernswerter Schritt. Und eine total mutige Aktion dazu. Meine Hochachtung.
    Ich erinnere mich da sofort an Ende der 80er. Als sich viele SED-Mitglieder in die SED-Kreis-Leitungen aufmachten, um dort ihre Parteibücher demonstrativ "auf den Tisch zu werfen". Irgendwann beginnt sie eben, die offene Konfrontation langjähriger Unzufriedener mit den Verursachern von Bevormundung oder Willkür.

  16. Die Bestandsaufnahme ergab, dass die CDU, FDP und Die Linke ebenfalls Beteiligungen an Medienunternehmen besitzen.

    Och! Echt jetzt! Komisch dass das alle schon seit 20 Jahren wissen.

    Bei ARD & ZDF werden die Jobs auch nach Parteibuch vergeben um die Beiträge BRD-BUNT zu gestalten.

    Und dann wird klar warum das Volk diese Schmierfinken ablehnt, die sich selber Qulitäts-Presse schmipft.

    Das ganze ist wie eine Käseglocke unter der die BRD-BUNT-Hirnwäsche brutal betrieben wird.

    Und wer der hohen Pristern der reinen Wahrheit nicht folgt wird fertig gemacht.

    Ist doch alles nix neues. Hatten wir doch alles schon zwei mal. Nun zum 3. mal.

    Nach Hitler und Honeker nun Erika Ferkel.

  17. Respekt, Herr Weißgerber. Interessant natürlich, was der Auslöser war. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Medienkontrolle wird genau so gut von Seiten der CDU ausgeübt. Nimmt man SPD und CDU zusammen, ergeben sich daraus mindestens 90% der kontrollierten Medienlandschaft. Nicht zu vergessen dabei die Staatssender ARDZDF und ihre Anhängsel, einschliesslich der Radiosender. Der Rest, die Privaten, kämpfen ohne grosszügige Subventionierung durch den Zwangssteuerzahler ums Überleben. Um halbwegs am Ball zu bleiben, übernehmen diese die gängige Dressur der Staatsmedien dem Volk gegenüber. Fernseher, Radio bleiben über Stunden hinweg bei mir ausgeschaltet. Ich frage mich, wie dieser Dressurabstinenz demnächst entgegen gewirkt wird. Wahrscheinlich durch stundenlange Lautsprecherdurchsagen in den Strassen wie in Venezuela oder Nordkorea.

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