Skandal: Anis Amris Freunde freigelassen!

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Am Sonntag verhaftete die Polizei sechs Islamisten wegen des Verdachts auf Anschlagspläne gegen den Halbmarathon in der Hauptstadt. Die Verdächtigen gehören zum Bekanntenkreis vom Attentäter Anis Amri (COMPACT berichtete).

 

Inzwischen sind die Verdächtigen wieder auf freiem Fuß, weil angeblich die Beweise nicht ausreichten… Obwohl der Hauptverdächtige laut Welt bereits zwei Messer präpariert hatte und die Polizei Sprengstoff im Keller eines weiteren Verdächtigen fand, wurden die Männer am Montag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte, erging gegen sie kein Haftbefehl. „Bei den Durchsuchungen der Wohnungen wurden weder Waffen oder Sprengstoff noch andere Gegenstände gefunden, die den Tatverdacht untermauern könnten“, sagte ein Polizeisprecher dem Berliner Kurier.

Diese Partei hat sich selbst erledigt. Ein einmaliger Vorgang. Foto: COMPACT (C)

Ein offensichtlicher Widerspruch innerhalb der Mainstreammedien. Heute erzählen sie den Lesern, es wurden Waffen und Sprengstoff gefunden, morgen wird der Fund dementiert.

Auch Abed al-Rahman W. und Walid S. befanden sich unter den Festgenommenen. Der Hauptverdächtige W. war in der Vergangenheit aufgefallen, weil er Islamisten, welche nach Syrien ausreisten, zum Flughafen gefahren haben soll. Den späteren Attentäter Amri kannte er aus der Fussilet-Moschee, die inzwischen von den Behörden geschlossen wurde. Amri hatte die Vereinsräume im Ortsteil Moabit das letzte Mal eine Stunde vor dem Anschlag am Breitscheidplatz besucht. Auch Walid S. hatte Amri in der Moschee kennengelernt. Dieser hatte den späteren Attentäter sogar noch am Tattag getroffen. Noch am Abend des Attentats wurde S. auf dem Breitscheidplatz gesehen. Seine Erklärung: Er habe im Fernsehen von dem Angriff erfahren.

Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei in Berlin, sagte: „Es ist richtig, schon beim leisesten Verdacht tätig zu werden und kein Risiko einzugehen.“ Er nannte die Festnahme eine „Präventivmaßnahme“. Laut dem Tagesspiegel war der Hauptverdächtige bereits zwei Wochen lang observiert worden.

Es ist ein Skandal, dass die Staatsanwaltschaft Leute frei herumlaufen lässt, die dermaßen in die islamistische Szene verstrickt sind. Zumal die Ausrede eines Freundes des Attentäters, im Fernsehen vom Angriff erfahren zu haben, alles andere als glaubwürdig ist.

Diese Partei hat sich selbst erledigt. Ein einmaliger Vorgang. Foto: COMPACT (C)

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