Schweig, Pfaffe! Osterpredigt zwischen Schuldkult und Hypermoral

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Der Ratsvorsitzende und Landesbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat in seiner Predigt am Ostersonntag beim Festgottesdienst deutlich gemacht, dass seine Kirche voll hinter der Abschaffung Deutschlands steht. Jeder Widerstand dagegen soll dem Deutschen mit der Moralkeule ausgetrieben werden…

Im Zentrum der Macht in Berlin suhlt man sich gerne in einer Hypermoralität ohne jegliche Bodenhaftung. Das ist schade, fehlt unserer Gesellschaft der Glaube und die Hoffnung heute doch mehr denn je. Die Kirche(n) wären hier aufgerufen, zu dieser Selbstvergewisserung beizutragen und der deutschen Regierung unaufhörlich reinen Wein einzuschenken. Leider geschieht das genau Gegenteil. Die Pfaffen hüten sich, Merkel zu kritisieren und schlagen dafür aber umso härter auf die Deutschen ein.

Wer die Predigt des höchsten erhobenen Zeigefingers in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, am Sonntag im Berliner Dom auch nur am Rande mitbekommen hat, muss sich fragen: Wo lebt der Mann, was sollen solche Reden und welche Rolle spielt die Kirche in unseren Tagen eigentlich überhaupt noch, wenn sie – wie die evangelische – nur noch eine Aufgabe zu sehen scheint: Die stetige Vertiefung eines völlig deplatzierten deutschen Schuldkomplexes?

Nehmen Sie Sätze wie diesen, bezogen auf die Situation bei der Tafel in Essen: „Bei Armut geht es nicht nur um Geld. Armut ist im Kern fehlende Teilhabe“, so Bedford-Strohm. Fehlende was? Die Zustände bei der Tafel sind also deshalb entstanden, weil man den jungen Migranten, die dort mit erhobenen Ellenbogen gegen alte arme Frauen vorgehen, nicht genügen „Teilhabe“ ermöglicht hat? Missverständnis? Wie ist es dann gemeint? Dass Armut generell – egal ob Deutscher oder Zuwanderer – irgendwie etwas mit Ungerechtigkeit in der Gesellschaft zu tun hat? Ja, wow, geht es vielleicht noch ein bisschen diffuser und abstrakter?

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Zur Kommentierung der Vorgänge an der Tafel kann es nur eins geben: Die Verurteilung des asozialen Benehmens von Asylforderern und Migranten, unter denen die Deutschen zu leiden haben. Wer diese klare Angelegenheit verwässert, der zeigt damit, dass einem das Leid der eigenen Landsleute egal ist und dass er die Arbeit der Ehrenamtler als Sebstverständlichkeit ansieht. Wer an die Ursachen gehen will, der kommt nicht daran vorbei zu erklären, dass natürlich die rechtswidrige und kopflose Asylpolitik der Rautenfrau diese Zustände überhaupt erst möglich gemacht hat. An welcher Stelle von Strohms Predigt kommt er auf Merkels Verbrechen zu sprechen? Gar nicht! Welche Überraschung…

Stattdessen ergießt sich ein weiterer, moralinsaurer Sermon nach dem anderen: Jeder Mensch müsse spüren und erfahren, dass er Teil dieser Gesellschaft sei, „dass er gewollt ist, dass er gebraucht wird, dass er einfach sein darf, dass er eine Würde hat“. Jeder Mensch? Also natürlich auch diejenigen, die „neu dazugekommen sind“? Ja, klar! Und die sollen „Teil der Gesellschaft“ sein, die sollen alle das Gefühl bekommen, dass sie „gewollt“ und „gebraucht“ werden und „einfach sein dürfen“. Sehen Sie was hier passiert, liebe Leser? Die unmoralische und verfassungswidrige Multikulturalisierungspolitik von Frau Merkel wird hier heilig gesprochen und mit der Würde des Menschen begründet – der Judaskuss für Deutschland. Mit einer universalen Menschheitsethik sollen alle Härten und Verbrechen gegen die Deutschen legitimiert werden – und wer dem widerspricht, der ist eben des Teufels…

Der Ratsvorsitzende fügt dem noch hinzu: „Dass alle Menschen in unserer Gesellschaft, auch die Schwächsten und Verletzlichsten, in diesem Gefühl leben können, das ist die große Aufgabe in Politik und Gesellschaft der nächsten Jahre.“ Soll heißen: Die Politik wird auch in den nächsten Jahren die Aufgabe haben, sich um die „Schwächsten“ besonders zu kümmern. Diese „Schwächsten“ sind aber nicht deutsche Rentnerinnen oder deutsche Mädchen oder deutsche Hartz-4-Empfänger, sondern natürlich die Armen Kerlchen, die bei uns für Asyl, Sozialleistungen und Vollverpflegung Schlange stehen.

Natürlich lässt es sich Herr Bedford-Strohm auch nicht nehmen, zum Abschluss seiner Rede noch auf die Mitarbeiter der Tafel einzudreschen: Zwar dürfe niemand „das Gefühl der Bedrängnis“, das ältere Damen beim Anstehen bei der Essener Tafel hatten, einfach wegwischen. Aber: „Dass man Menschen in Not je nach Pass unterschiedlich behandelt, kann aber sicher nicht die Lösung sein.“

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