Schweden und der „Code 291“ – Maulkorb-Diktat zur Flüchtlingsgewalt

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Manchmal glaubt man sich in Europa in einem bösen Traum. So dreist und irrwitzig, wie auf unseren Breitengraden die mediale Manipulation der Menschen betrieben wird, hätte es sich selbst ein Romanautor wie Orwell in den 1940er Jahren nicht träumen lassen. Dabei ist das folgende Thema sogar in doppelter Hinsicht interessant. Die Frage lautet: Wie geht Schweden mit dem Thema Flüchtlingskriminalität um?

Nehmen wir zur Einstimmung ein Zitat aus einem aktuellen Beitrag des Deutschlandfunks (DLF) zum Thema: „Flüchtlingskriminalität in Schweden – Die Medien schweigen.“ Schon der Titel weckt Interesse, da sich die Medien hierzulande bei ihrer Berichterstattung auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, wenn es um die Frage der Flüchtlinge geht. Im Artikel heißt es: „In Deutschland wird das Herkunftsland eines Tatverdächtigen nicht in den Medien genannt – wenn es nicht notwendig ist“ (1). Diese Formulierung wirft einige Fragen auf. Wann wäre dieses Detail denn „notwendig“? Wenn die Tat etwa ein Ehrenmord war, und daher der kulturelle Hintergrund der Täter eine Rolle gespielt hat? Oder wenn der Täter noch frei herumläuft und per Fahndungsfoto gesucht werden muss – wie bei dem U-Bahn-Treter vor Kurzem?

Inquisition im Merkel-Staat

Wichtig wäre auch zu wissen: Wer entscheidet denn, wann derartige Zusatzinfos berichtenswert sind? Herr Kleber? Muttis Pressesprecher Herr Seibert? Chef-Inquisitor Heiko Maas? Erinnern sie sich noch, wie mancher Journalist nach den Silvesterkrawallen im letzten Jahr versuchte, die Herkunft der Täter als Nebensächlichkeit hinzustellen? Die Argumentation ging etwa so: Deutsche Männer vergewaltigen und grapschen genauso viel wie unsere zugezogenen „Nafris“ – etwa jedes Jahr auf dem Oktoberfest. (COMPACT berichtete darüber hier, hier, hier und hier)

Vielleicht werden Sie sich auch noch an Kai Gniffke erinnern, den hochbezahlten Chefredakteur der ARD-Tagesschau, der den Sexualmord an der jungen Studentin Maria L. für nicht wichtig genug hielt („regionale Bedeutung“), um in den Abendnachrichten darüber zu berichten – vermutlich, weil damit schon wieder ein Flüchtling bundesweit und zur besten Sendezeit als bestialischer Mörder vorgeführt worden wäre. (siehe hier und hier)

Es entsteht hier also – wenn man davon ausgeht, dass solche Negativschlagzeilen der von Merkel verordneten Willkommenskultur enormen Schaden zufügen – der Verdacht, dass die Frage, wann es „notwendig“ sei, die „Herkunft der Tatverdächtigen“ zu kommunizieren, tendenziell politisch beantwortet wird. Derzeit kann man täglich schreckliche Nachrichten über Gräueltaten von Flüchtlingen an anderen Heimbewohnern oder der deutschen Bevölkerung lesen. Ja, täglich. Dass dies politische Auswirkungen haben wird und bereits hat, ist der Kanzlerin – besonders mit Blick auf die diesjährige Bundestagswahl – schmerzlich bewusst.

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Im Zweifel Maulkorb

Ob die Lösung nun nicht genau die ist, die die Schweden nun vorleben, und die etwas heuchlerisch auch von unseren Systemmedien kritisiert wird? In Schweden nämlich läuft die Sache neuerdings anders: „Schweden geht einen Schritt weiter: Die Polizei darf keine Kriminalfälle nennen, bei denen Flüchtlinge beteiligt sind. Eine Regel, die auch innerhalb des Landes umstritten ist.“ Polizeiberichte über Verbrechen, die mit Zugewanderten zu tun haben, werden unter der Zahlenkombination „Code 291“ gesammelt und „zu einer nationalen Statistik zusammengefasst“. Die Bevölkerung soll davon nichts wissen. Es gebe sogar „seriöse Hinweise darauf, dass dieser Code nach wie vor gilt“, heißt es beim DLF. Und das sogar „trotz vieler Proteste auch von Medien, die auf ihr Informationsrecht pochen“. Doch wie schafft die Regierung es, den Medien einen Maulkorb zu verpassen – und wie wird dieses Vorgehen begründet?

Der DLF referiert dazu den Fall einer Gruppenvergewaltigung in Schweden, bei der sechs Männer eine Rollstuhlfahrerin geschändet haben sollen. Die Medien machten keine Angabe zur Herkunft der Täter, woraufhin die Rechtspopulisten „Schwedendemokraten“ sich betrogen fühlten und zu Demonstrationen aufriefen. Das wiederum rief natürlich sofort die Antifa auf den Plan, die eine Gegendemo abhielt. Die Rechten fragten also: Wer waren die Täter? Die Linken aber wollten das nicht so genau wissen. Sie beunruhigte eher, dass jemand die Fakten „missbrauchen“ könnte. Die alles entscheidende Frage für den DLF: „Hätte die Konfrontation [zwischen Rechten und Linken]vermieden werden können, wenn die Herkunft der Verdächtigen bekannt gewesen wäre? Sicher nicht, wenn es tatsächlich Flüchtlinge waren, ganz im Gegenteil. Macht das Schweigen der Polizei also Sinn?“

„Ergibt das Schweigen der Polizei also Sinn?“, so fragt man allen Ernstes bei der Lügenpresse, die Schweigen immer dann sinnvoll findet, wenn das Aussprechen der unbequemen Wahrheit erstens: Die eigenen, jahrelang kolportierten Lügen über Migration und Islam als Bereicherung enttarnt. Wenn zweitens das politische System, mit dem diese Lügenmedien in fruchtbarer Symbiose leben, durch solche Wahrheiten ins Wanken gebracht werden könnte – und drittens: Wenn die privaten Besitzer der großen Medienkonzerne (allesamt Globalisten) erklären: Wir wollen den großen Austausch, daher bitte keine Berichterstattung, die Zweifel über die Multikulti-Ideologie in der angestammten Bevölkerung säen und damit die schleichende Völkerdurchmischung erschweren könnte.

Lügenpresse par excellence

Beim DLF gibt man an, dass über die Frage „Schweigen, ja oder nein“ seit Jahresbeginn „gestritten“ würde. Was, so muss man sich fragen, gibt es da zu streiten? Die Frage lautet doch in Wahrheit: Dürfen wir unsere Leser belügen? Dürfen wir ihnen aus politische Gründen Informationen vorenthalten? Oder anders: Darf man Flüchtlinge permanent als „Schutzsuchende“ bezeichnen, sich bei Dreharbeiten vor allem auf kleine Flüchtlingskinder mit großen Kulleraugen fixieren, wenn doch die Realität anders, weniger schön und süß ist? Diese Fragen scheint man sowohl in Schweden als auch bei den deutschen Systemmedien mit einem klaren Ja beantworten zu wollen.

Tatsächlich scheint die schwedische Regierung ganz andere Probleme zu haben. Statt die Beschränkungen für die Berichterstattung zu lockern, hat sie den „Schutz für Tatverdächtige“ noch weiter ausgebaut, wie es heißt. Daten über Herkunft und Alter eines Täters können heute nicht mehr wie früher abgerufen werden, wenn die Anklage formuliert wurde, sondern erst, wenn das Urteil gesprochen oder der Täter zumindest in Untersuchungshaft überstellt wurde.

Schön ist in dieser Angelegenheit jedoch, dass sie nicht nur absolut durchschaubar auf das Unterdrücken der Wahrheit abzielt, sondern dass auch in der Analyse des Mainstreams die offensichtliche Wahrheit nicht fachgerecht überpinselt werden kann. Man lasse sich folgende Sätze auf der Zunge zergehen: Hinter „dem Streit um ,Code 291‘“ stecke nämlich, die „vermutete, weil so nie laut ausgesprochene, Sorge von Polizei und Politik, fremdenfeindlichen Kräften wie den ,Schwedendemokraten‘ Argumente zu liefern und so zur weiteren Verschärfung der Debatte im Land beizutragen.“ Mit anderen Worten: Die Wahrheit nützt leider nur den falschen politischen Kräften. Vielleicht fällt Ihnen dazu auch spontan das Gerede vom „Wasser auf die Mühlen“ der bösen Rechtspopulisten ein. Wer mag, kann diesen Wahnsinn aus der ideologischen Gummizelle des linken Denkens 1:1 auf Deutschland übertragen. Lügen? Ja, wenn es uns nützt!

Umso besser, dass es für Sie eine Alternative zu diesem rückgrat- und ehrlosen Erziehungsjournalismus gibt: Das COMPACT-Magazin! Hier können Sie Unterstützer werden und ehrlichen Journalismus in Zeiten der Lüge auch für die Zukunft sichern!

(1) http://www.deutschlandfunk.de/fluechtlingskriminalitaet-in-schweden-die-medien-schweigen.795.de.html?dram:article_id=373438

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

 

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