Schwedens Regierung versucht in diesem Sommer zwei Vorstöße gegen sexuelle Gewalt. Erstens mit der Einverständniserklärung beider Partner vor dem Sex. Und zweitens: Im Falle drohender Genitalverstümmlung oder Zwangsverheiratung sollen betroffene Mädchen sich durch einen Teelöffel in der Unterhose am Flughafen erkennbar machen.

    Schwedens Regierung versucht, die sexuelle Gewalt im Lande einzudämmen. Anfang Juli soll das umstrittene Einverständnis-Gesetz in Kraft treten, wonach Sex-Partner sich gegenseitig das Okay geben müssen für das, was sie miteinander vorhaben. Wenn nicht, wird der Akt rückwirkend als Vergewaltigung gedeutet.

    Dieser Wahnsinn wäre ohnehin nur mit signierten Verträgen halbwegs praktikabel. Da die Regierung es aber mit mündlicher Zusage gut sein lässt, dürften Schwedens Juristen bald massig „Aussage gegen Aussage“-Fälle verhandeln.

    In ihrem Kampf gegen Zwangsverheiratung und Genitalverstümmlung vertrauen Schwedens Rotgrüne dagegen eher auf Technik als auf kulturelle Integration: Danach soll das Mädchen, das zur Verheiratung oder zur Verstümmlung ausgeflogen wird, sich einen Teelöffel in die Unterhose stecken.

    Wenn sie dann am Flughafen den Scanner passiert, wird der aufgrund des Metalls laut aufheulen. Das Personal nimmt die Kleine dann diskret beiseite, so dass sie ihr Leid klagen kann. Das Flughafenpersonal in Göteborg soll entsprechende Schulung erfahren.

    Bereits 2015 wohnten trotz angedrohter Gefängnisstrafe für Zwangsverheiratungen und Genitalverstümmlung rund 38.000 beschnittene Frauen beziehungsweise Mädchen in Schweden. Die Idee zum Unterhosen-Teelöffel stammt von der Opfer-Organisation Karma Nirvana aus Großbritannien. Bleibt nur die Frage, ob die betroffenen Mädchen sich einen derartigen Aufstand gegen die Familie trauen.

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