Eine Ideologie betritt das Reich der Paranoia, wenn sie überall eine Anspielung auf ihr Thema erkennen will, das heißt, hineinliest. Diverse Verschwörungstheoretiker können an keinem Dreieck vorbei, ohne darin eine versteckte Illuminaten-Botschaft zu vermuten. Psychiatriereife Antifas errechnen aus der Quersumme eines Nummernschildes, die anschließend durch x geteilt wird, den „Führergeburtstag“ und halten den Besitzer des Fahrzeugs daraufhin für ewiggestrig…

    Dieses Problem hat auch manch selbsternannter weißer „Antirassist“. So in Oslo, wo sich Magnus Carlsen (Norwegens Schachweltmeister) und der russisch-niederländische Großmeister Anish Giri auf dem karierten Brett duellierten. Da die Partie im Rahmen einer antirassistischen Veranstaltung stattfand, setzte das Duo ein todesmutiges Zeichen: Anstatt der Tradition aus dem 19. Jahrhundert zu folgen, wonach Weiß den ersten Zug macht, begann diesmal der Spieler der schwarzen Figuren. Klar, denn bei diesem skandalösen Brauch war der „Weiße“ immer einen Zug voraus. Das wurde jetzt in einem großen Symbolakt geändert.

    Magnus Carlsen twitterte stolz: „21. März. Today, we made a #MoveForEquality. @anishgiri and I broke a rule and black started instead of white. Through chess, we can give a new perspective to the worldwide discussion about how we can build a world where opportunity is equal.“ (Heute haben wir einen Zug für die Gleichheit gemacht. Anishgiri und ich brachen die Regel, und Schwarz begann anstelle von Weiß. Durch Schach können wir der weltweiten Diskussion eine neue Perspektive geben, wie wir eine Welt schaffen können, in der Chancengleichheit herrscht.)

    Nun ist die Lage aber komplizierter: Der alte Spruch heißt nämlich nicht nur, „Weiß beginnt“, sondern vollständig: „Weiß beginnt, Schwarz gewinnt“. Das beinhaltet: Der „Zug voraus“ nutzt nichts, die Gegenseite kann dennoch gewinnen. Das heißt, der zweite Satzteil hebt den „Rassismus“ des ersten auf. Oder träumen die „Antirassisten“ etwa heimlich von einer kompletten Umdrehung des Satzes? Ohnehin sind beide Schachmeister haarsträubend inkonsequent: Das ganze Spiel basiert auf „Schwarz“ gegen „Weiß“ (oder umgekehrt), ist also ein eindeutiger Aufruf zum „Rassenkrieg“, gehört allenfalls in den Aufenthaltsraum eines Kluklux-Clan-Hauses. Carlsen und Giri sollten also ganz schnell den Job wechseln.

    Aber Halt! Wäre das Spiel nicht doch zu retten, indem man die Farben ändert? Indem man Farben verwendet, die an keine Hautfarbe erinnern? Beispielsweise „Grün“ gegen „Lila“? Geht leider auch nicht. Denn beide Farben haben gesellschaftspolitischen Symbolwert: Grün steht für Umwelt, Lila für Lesbenbewegung. Sollen die vielleicht gegeneinander aufgehetzt werden? Vor allem: Wer macht den ersten Zug? Angenommen, Grün macht den: Sind die Umweltschützer der lesbischen Minderheit etwa „einen Zug voraus“? Skandal!… Die Debatte muss leider abgebrochen werden, weil der Blaulichtwagen soeben eingetroffen ist.

    Jetzt mal ernst: Das Smartphone, mit dem Carlsen seine Großtat in die Twitter-Welt posaunt hat, enthält zu 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit Rohstoffe, die von afrikanischen Kinder-Sklaven geborgen wurden. Auf dieses Smartphone zu verzichten, wäre ein wahrhaftig antirassistischer Schritt für Chancengleichheit! Aber genau diesen wird Carlsen höchstwahrscheinlich nicht tun. Lieber nutzlose Gratis-Symbolpolitik machen.

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