Schultze-Rhonhof zur Debatte um den 2. Weltkrieg – Auf der COMPACT-Geschichtskonferenz am 9. Juni in Magdeburg!

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Gerd Schultze-Rhonhof gehört zu den hochdekorierten Generalen der Bundeswehr – und hat sich ganz der historischen Aufarbeitung von Geschichtslügen verschrieben.

COMPACT-Geschichtskonferenz 2019

Auf der 1. COMPACT-Geschichtskonferenz am 9. Juni in Magdeburg können Sie diese beeindruckende Persönlichkeit live erleben! Hier können Sie sich über das Programm dieser Konferenz informieren und Tickets bestellen.

COMPACT-Geschichte Nr. 4: Der Krieg, der viele Väter hatteSchultze-Rhonhof spricht am 9. Juni zur Vorgeschichte des 1. Septembers 1939. Zu diesem Thema empfehlen wir auch seine Veröffentlichung in der Reihe COMPACT-Geschichte „Der Krieg, der viele Väter hatte“. Es folgt ein Auszug aus dieser Publikation:

Vom Polenfeldzug zum Weltkrieg
_ Strategie, Improvisation und Chaos. Von Gerd Schultze-Rhonhof

Folgte Hitler 1939 einem Generalplan zur Eroberung der Weltherrschaft? War der Angriff am 1. September für ihn nur der erste Schritt zur Besetzung des gesamten eurasischen Kontinents? Viele Indizien sprechen dagegen.

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Ein vieldiskutiertes Thema sind Hitlers Kriegspläne zu Beginn des Polenfeldzugs 1939. Die vorherrschende Historikermeinung in Deutschland geht davon aus, dass Hitler einen lang gehegten und seit 1933 vorbereiteten Langzeitplan für einen Eroberungs- und Vernichtungskrieg um den «Lebensraum im Osten» hatte.

Die vorherrschende Geschichtsschreibung

Manche Historiker sprechen auch von einem Rassen- und Vernichtungskrieg. Diese Mehrheitsmeinung geht dahin, dass Hitler 1939 nicht vorrangig die Danzig-Frage regeln, die wirtschaftliche Abschnürung Ostpreußens durch Polen mit Hilfe einer Autobahn durch den Korridor beenden und das Los der in Polen drangsalierten Deutschen mildern wollte. Diese Mehrheit ist der Überzeugung, dass Adolf Hitler 1939 Polen erobern wollte, um zusätzlichen Lebensraum für Deutsche im Osten zu erschließen. Um dies zu belegen, verweisen die genannten Historiker zum Ersten auf das Buch Mein Kampf, in dem Hitler 1924 geschrieben hat, Deutschland brauche neuen Lebensraum im Osten, und sie führen zweitens an, dass Hitler dieses Motiv in seinen Reden wiederholt genannt und er drittens das so Angekündigte 1941 mit dem Russlandfeldzug in der Tat umgesetzt habe. So sei es von 1924 an und auch 1939 stets sein Plan gewesen, Deutschland nach Osten hin zu erweitern. Alle Ereignisse um Danzig und so weiter seien ihm dabei nur willkommene Vorwände gewesen. Das klingt zunächst plausibel. Ein solcher Generalplan zur Osteroberung oder gar zur Welteroberung ist allerdings als Dokument nicht überliefert. Er ist bisher nur eine Hypothese.
Es muss zu denken geben, dass Hitler sein Lebensraum-Programm zwischen Mein Kampf im Jahre 1924 und seiner im Hoßbach-Protokoll überlieferten Ansprache von 1937 bereits deutlich auf Österreich und die Tschechoslowakei reduziert hat. Beides war 1939 schon sozusagen erledigt. Auch die wirtschaftlichen Überlegungen, die Hitler 1924 zu seiner Lebensraum-Idee geführt haben, waren inzwischen durch den ausgedehnten und erfolgreichen Präferenzhandel mit 26 Export-Import-Partnerstaaten nicht mehr aktuell.

Die Gegentheorie

Hitler hatte 1924 zwar in seinem Buch Mein Kampf geschrieben, und später mehrfach wiederholt, dass Deutschland «Lebensraum im Osten» gewinnen und mit deutschen Bauern besiedeln müsse, und er hatte 1941 mit der Eroberung der Ukraine und Weißrusslands auch so gehandelt, aber er hatte diese Absicht in seinen ersten Amtsjahren wohl aufgegeben und selbst zu Kriegsbeginn 1939 nicht mehr verfolgt. Für diese These steht eine Zahl schwerwiegender Indizien.
1. Adolf Hitler hat die Wehrmacht nicht für einen Krieg im Osten rüsten lassen. Es fehlten Winterbekleidung, Logistik, Fernbomber und vieles mehr. Wenn er den Kampf um den Lebensraum im Osten 1935 bis 1939 noch immer im Sinn gehabt hätte, hätte er die Wehrmacht entsprechend ausrüsten lassen.
2. Hitler hat im September 1938 im polnisch-tschechischen Streit um die Stadt Oderberg gegen den Anspruch des Auswärtigen Amts (AA) entschieden, dass die tschechische, aber zu Teilen auch deutsch und polnisch besiedelte Stadt von Polen annektiert werden darf. Seine Begründung gegenüber dem AA: «Wir können nicht um jede deutsche Stadt mit Polen streiten.» Wenn Hitler Krieg mit Polen hätte haben wollen, um den Weg nach Osten freizubekommen, hätte er hier nicht nachgegeben.
3. Am 14. März 1939 hat der Ministerpräsident der gerade selbständig gewordenen Karpato-Ukraine, Augustin Woloschin, sein Land unter die Schutzherrschaft des Deutschen Reichs stellen lassen wollen. Hitler hatte den dementsprechenden Antrag abgelehnt. Wenn Hitler Anfang 1939 noch immer den Plan verfolgt hätte, die Ukraine einmal als Lebensraum im Osten zu erobern, hätte er die Schutzherrschaft über diesen Teil der Ukraine übernommen und damit quasi seinen Fuß in der Tür der Ukraine gehabt.
4. Im August 1939, im sogenannten Zollinspektorenstreit zwischen dem Freistaat Danzig und Polen, stand es dicht vor einem von Polen begonnenen Krieg. Hitler hat den Senatspräsidenten von Danzig jedoch gedrängt, für Entspannung zu sorgen und «die Angelegenheit nicht noch mehr zu vergiften». Hätte Hitler so kurz vor dem dann wenig später von ihm selbst eröffneten Krieg den Konflikt mit Polen haben wollen, statt weiter zu verhandeln, hätte er den Danziger Zollinspektorenstreit nur weiter anheizen müssen. Polen hätte den Krieg dann wohl selbst, wie angedroht, begonnen. Wenn Hitler unbedingt Krieg mit Polen hätte haben wollen, um Lebensraum im Osten zu gewinnen, hätte er diese Chance sicherlich genutzt.
5. Hitler hatte im August 1939, nachdem er den Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion in der Tasche hatte, den schon angesetzten Angriffsbeginn der Wehrmacht auf Polen drei Mal verschieben lassen – jedes Mal mit der Begründung vor der Wehrmachtsführung: «Ich brauche noch Zeit zum Verhandeln.» Wenn Hitler unbedingt seinen Krieg um den Lebensraum im Osten hätte haben wollen, hätte er die Wehrmacht zum Angriff antreten lassen, nachdem sie ja bereits voll aufmarschiert war und ihm Stalin die erforderliche Rückendeckung dazu vertraglich zugesichert hatte.
6. Den ganzen August 1939 über liefen die Vorbereitungen für den nächsten Reichsparteitag, der ab dem 2. September in Nürnberg abgehalten werden sollte. Der Parteitag wurde erst sechs Tage vor Kriegsausbruch vertagt. Hitler hätte die Vorbereitungen für diese Großveranstaltung auf höchster politischer Ebene nicht auf vollen Touren und mit so viel Aufwand laufen lassen, wenn er damit gerechnet oder gar gewusst hätte, dass sie nicht stattfinden würde. Wenn der Polenfeldzug Teil eines lang gehegten Plans gewesen wäre, hätte Hitler den Reichsparteitag für 1939 lange vorher anderweitig terminiert. So ist eher zu unterstellen, dass Hitler damit gerechnet hat, dass er sich auf dem Parteitag mit einem Verhandlungserfolg um Danzig hätte brüsten können.
7. Am zweiten Tag des Polenfeldzugs hat Hitler der englischen Regierung den Rückzug der deutschen Truppen aus Polen und Entschädigung für alle bis dahin entstandenen Kriegsschäden an Polen angeboten, wenn London dafür in Warschau die Rückkehr Danzigs in das Deutsche Reich und eine exterritoriale Verkehrsverbindung vom Reichsgebiet nach Ostpreußen vermitteln würde. Hätte Hitler ganz Polen als deutschen Lebensraum erobern wollen, hätte er ein solches Angebot während des überaus erfolgreichen Feldzugbeginns nicht übermitteln lassen.
8. Nach dem siegreichen Polenfeldzug hat Hitler der englischen und der französischen Regierung Frieden angeboten. Zum Angebot gehörte die Räumung Polens durch die Wehrmacht, bis auf Danzig und den Korridor. Hätte Hitler Polen als Lebensraum im Osten haben wollen, hätte er dieses Angebot nicht gemacht.
9. Hitler hatte 1939 kein Konzept für die Eroberung eines Lebensraums im Osten. Er wusste – das geht aus Gesprächsaufzeichnungen hervor – während des Polenfeldzugs noch nicht, was er nach einem Sieg mit Polen anfangen sollte. Hätte er 1939 noch immer vorgehabt, Lebensraum im Osten zu erobern, dann hätte er ein Konzept für das besiegte Polen parat gehabt.
10. 1940 hat Hitler in vertraglicher Absprache mit Stalin die vor etwa 200 Jahren in der Ukraine angesiedelten deutschen Bauern in den Warthegau, also an den Rand des Deutschen Reichs, umsiedeln lassen. Wenn er zu der Zeit noch immer deutsche Bauern in der Ukraine hätte ansiedeln wollen – wie in Mein Kampf beschrieben –, hätte er nicht das Gegenteil getan und die deutschen Bauern aus der Ukraine «heim ins Reich» geholt.
11. Nach dem erfolgreichen Frankreichfeldzug hat Hitler die Panzer- und die Munitionsproduktion um ein Drittel zurückfahren lassen. Wenn er zu der Zeit an eine Fortsetzung des Krieges gegen die Sowjetunion gedacht hätte, um Lebensraum im Osten zu erobern, hätte er diese Reduzierung der Rüstung sicherlich nicht angeordnet.
12. Nach dem erfolgreichen Frankreichfeldzug hat Hitler 35 deutsche Heeresdivisionen auflösen oder kadern lassen. Wenn er zu der Zeit an eine Fortsetzung des Krieges gegen die Sowjetunion gedacht hätte, hätte er das sicher nicht veranlasst.
13. Im Jahr 1945 erbeuteten die Sieger alle deutschen Akten und Archive und werteten sie unverzüglich nach Belastungsmaterial gegen die Reichsregierung und die Wehrmachtsführung aus. Im Nürnberger Prozess konnte trotzdem kein einziges Dokument vorgelegt werden, das auf einen deutschen Vorkriegsplan zur Eroberung Polens, der Ukraine oder Russlands hingewiesen hat. Hätte Hitler vor Kriegsausbruch geplant, Polen als Erweiterung des Lebensraums für Deutschland zu erobern, so hätten die Sieger nach dem Kriege sicherlich Akten hierzu präsentieren können.

Das sind 13 Sachverhalte, die dagegen sprechen, dass Hitler 1939 und 1940 noch immer vorhatte, Lebensraum in Osten zu erobern, auch wenn die eingangs erwähnten drei Sachverhalte – Mein Kampf, seine Reden und der spätere Angriff auf die Sowjetunion – dafür sprechen, dass er den Germanenzug nach Osten 1939 und 1940 immer noch beabsichtigte. Ein Wissenschaftler bewertet alle Sachverhalte, die er kennt, und nicht nur die, die seine Thesen stützen. Dem Leser ist die Bewertung selbst überlassen.

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Erleben Sie Gerd Schultze-Rhonhof live auf der COMPACT-Geschichtskonferenz am 9. Juni in Magdeburg (Konferenzzentrum halber85, Halberstädter Straße 85, von 12 bis 17 Uhr). Mit dem Formular unten können Sie sich gleich hier anmelden:

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

25 Kommentare

  1. Avatar

    Nur eine kleine Zitatauswahl betr. "friedliches" Polen

    “Die natürliche Grenze Polens ist im Westen die Oder, im Osten die mittlere und untere Düna …”
    Der polnische Westmarkenverband 1926 (vgl. Splittgerber, H., a.a.O., S. 6)

    „Hitler will nicht den Krieg, aber er wird dazu gezwungen werden, und zwar bald. Das letzte Wort liegt wie 1914 bei England.“
    Zionist Emil Ludwig Cohn, „Annalen“(vgl. Hennig, a.a.O., S. 137)

    „Es wird die polnische Armee sein, die in Deutschland am ersten Tage des Krieges einfallen wird.“
    Erklärung des polnischen Botschafters in Paris am 15.8.1939 (vgl. Freund, M. „Weltgeschichte“, a.a.O. Bd. III, S. 90):

    “Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so dass er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann”.
    Lord Halifax, englischer Botschafter in Washington, 1939 (vgl. “Nation Europa”, Jahrg. 1954, Heft 1, S. 46):

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      Problem ist, das z.B. Nation Europa Verlag GmbH – aus antideutscher Feind Sichtweise (Belltower.News) keine Quelle kein Beleg ist.

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    Wie ich schon einmal schrieb habe ich Herrn Schultze-Rhonhof in Muenchen gesehen und ich habe auch seine Buecher. Was die militaerische Strategie Hitlers und seiner Generalitaet angeht, gehe ich mit Herrn Schultze-Rhonhof voellig konform. Dazu kommen z.B. noch die 100.000e Deutsche die vor dem Krieg in den angrenzenden Laendern getoetet wurden und die Aktivitaeten aus dem AA gegen das Deutsche Reich. Selbst Jerusalem spricht von den Massenmorden an Juden in Polen durch Polen, bevor ein Schuss gefallen war. Falls da wieder jemand auf dieses Thema kommt. Die Millionen ermordete Deutsche NACH dem Krieg sind ein besonderes Thema. Die Leute, welche einige Verbrecher in Uniform hervorheben, vergessen immer wieder, dass das Regime eine Vielzahl hinrichten liess. Zaehlt man die “menschliche Beute” der Alliierten dazu, welche spaeter fuer die USA, Russland, den Mossad oder den MI6 ohne jegliche Probleme arbeiteten, kommt auch langsam Licht ins Dunkel, in dem man die Deutschen halten will.

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      Unrecht gegen Unrecht aufzurechnen ist wohl Unsinn. Niemand hat sich im Krieg etwas geschenkt und wenn man wahre Geschichten aus den jetzigen Kriegen liest oder bei Youtube anschaut, ist das immer noch so. Wer heutzutage fuer die damalige Zeit unter Hitler Partei ergreifen will, braucht starke Nerven. Moeglicherweise kann man mal damit anfangen, dass in dieser Zeit das Schuldgeldsystem in Deutschland abgeschafft wurde. Hitler hat die Regierungen saemtlicher eroberter Laender im Amt gelassen, es sei denn sie sind geflohen und das waren nicht viele. In Nuernberg wurde zwar die Spitze der Fuehrung gekappt aber alles was dicht darunter war fand sich spaeter in der Wirtschaft, beim Militaer oder in der Politik wieder. Wem wirklich nicht zu helfen ist und meint, dass der letzte Krieg gegen die Hitlerdiktatur gefuehrt wurde, der moege mal durch Berlin gehen. Es ist immer noch Krieg, das soll man nicht vergessen und es geht immer noch um die voellige Vernichtung des deutschen Volkes.

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    Markenwende am

    Herr Gerd Schultze-Rhonhof ist nicht " zu den hochdekorierten Generalen der Bundeswehr" sondern er war lediglich Generalmajor. Zweiter Rang von vier möglichen als General.

    Und wichtige Auszeichnungen erhielt er auch keine. Lediglich vier unwichtige =

    1996: Freiheitspreis der Stiftung Demokratie und Marktwirtschaft
    1996: Couragepreis des Verbandes der privaten Wohnungswirtschaft
    2012: Kulturpreis der Landsmannschaft Ostpreußen, Bereich Wissenschaft
    2014: Ulrich-von-Hutten-Medaille der Gesellschaft für freie Publizistik

    Die Bundeswehr verfügt immer über ca. 200 aktive Generale der Bundeswehr. Von daher ist dieser Generalmajor vom Dienstgrad und Auszeichnungen her völlig unwichtig.

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      Immerwieder dasselbe. Wer den Boten toetet liest auch die Botschaft nicht. Von mir aus kann Schulze-Rhonhof Stallmeister bei Wiesenhof sein. Wichtig ist was er ausgegraben hat.

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    Der 68er Desinformierer Verbreitet seine Lügen.
    Hier die Richtigstellung.

    III)
    Seine Verwandten bestätigten, daß Koch während der Haft an seinen Memoiren gearbeitet hatte. Koch war sich sicher, daß seine Memoiren „einschlagen werden wie eine Atombombe“. An einen Vertrauten schrieb er 1972:
    „Ewig schade wäre es, wenn ich alles mit ins Grab nehmen müßte. Ich denke, wir verstehen uns!“
    Und weiter:
    „Weder Halder, Speer noch Schirach wissen Wirkliches.“
    Erich Koch verstarb am 12. November 1986 immer noch inhaftiert. Eine in der Schweiz lebende Erbin von Koch wandte sich nach dessen Tod im Jahre 1986 vergeblich an die polnischen Behörden, um eine Herausgabe seiner Aufzeichnungen zu erreichen. Das Manuskript gilt bis heute als „verschollen“. Selbst den Ort seiner Bestattung halten die polnischen Okkupanten bis heute geheim

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      II)
      Als im Dezember 1970 der damalige Bundeskanzler Willy Brandt bei seinem Besuch in Polen mit dem Kniefall von Warschau für Schlagzeilen sorgte, boten die Polen überraschend die sofortige Freilassung Kochs und seine sofortige Übergabe an Deutschland an.
      Völlig verblüfft von diesem Angebot und der Tatsache, daß Koch überhaupt noch am Leben war, lehnte Brandt das Angebot ab, den mittlerweile 74jährigen Koch mitzunehmen. Da man befürchtete, daß Koch mit seinem Wissen über die Vergangenheit verschiedener Bonner Nachkriegspolitiker plaudern könne, galt er als ungefährlich, solange er im polnisch besetzten Ostdeutschland im Gefängnis saß.

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        I)
        Am 9. Mai 1959 wurde er durch ein polnisches Gericht in Warschau wegen angeblicher Kriegsverbrechen verurteilt. Die Hinrichtung blieb ihm wegen einer chronischen Erkrankung erspart (Todesurteile wurden nur an gesunden Verurteilten vollstreckt). 1960 wurde das Urteil in lebenslange Haft umgewandelt. Außerdem vermutete man, daß Koch Informationen über den Verbleib des Bernsteinzimmers besaß. Koch wurde 1965 im Gefängnis in Wartenburg in Ostpreußen (derzeit polnisch: Barczewo) inhaftiert.

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      Alles richtig Paul. Gut das es noch einige gibt die die Wahrheit kennen.

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        Bin halt ein zeitnaher Zeuge und von der Verwandschaft her quasi vorbelastet, aber das schrieb ich schon mal …..

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    RE: Lila Luxemburg – Was Sie da anführen an Brutalitäten der Polen und Tschechhen gegen Deutsche 1919-39, ist ebenso zu verurteilen, aber mit ihrer hämischen Ignoranz, ignoranten Häme können Sie damit das von mir angeprangerte und faktische (dazu kann die H-Debatte völlig wegfallen!!) Negative, Böse, Inhumane, Verbrecherische der Hitler-Person (deren Anhänger sie damit werden) und -Politik nicht wegmachen. Gehen Sie besser ins NPD-Forum!

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      Besser kann sich ein Anhänger der verdorbenen West AfD nicht outen.
      Vielen Dank, schreib in der Jungen Welt, der Süddeutschen oder Im Blöd Blatt. 😉

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      " (deren Anhänger sie damit werden) " … oh Gott
      Geht es noch?
      Oder vielleicht noch indirekter Anhänger.
      Kennt man aus anderen Übungen der Hirnakrobatik.

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    neunter zweiter zweitausendsieben am

    Schuldkult wann ist das Leugnen der behaupteteten Alleinschuld strafbar?

    Pflegen die Meister der Schuldkultreligionen mit Schultze-Rhonhof nicht einen ähnliche Nichtbeachtung wie mit Ulrich Fleischhauer?
    Sind da nicht Parallelen?

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    Entscheidend ist nicht, was in Büchern und Zeitungen stand, sondern was konkret ab 1938 passierte, etwa die Verschacherung der Baltenvölker an Stalin im August 1939, und da verbieten sich alle Entschuldigungen für das Scheusal Hitler. Seine Angebote an das gewiß uneinsichtige und selbst aggressive Polen, das aber keinerlei Gehorsamspflicht hatte, und lächerliche "Friedens-Fühler" nach der Polen-Invasion später an England standen doch nur unter dem Aspekt: Annehmen oder mein Wille geschieht! Mag auch national der Angriff AUF POLEN SEINE berechtigten Gründe GEHABT HABEN, so war klar, was negativ folgen würde AUSSENPOLITISCH und militärisch MIT dem Kriegseintritt ENGLANDS, EIN unverantwortliches RISIKO, SELBST IM EIGENEN LAGER EINIGEN BEWUSST wie Göring.

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      UND WIE SICH HITLER (in ekelhaftester Regime-Inszenierung mit einem jeden Kulturvolk unwürdigsten abartigsten Personenkult um den "Führer", den dahergelaufenen schreihalsigen Laufbahn-Versager wie später Joschka Fischer) INNENPOLITISCH ALS Freiheitsberauber, Entmündiger und MÖRDER benommen HATTE BIS 1939, VERBIETET JEDE -wie hier geplant!- PARTEINAHME (natürlich unter sachlichem Getue) , als ob man ihn unter dem Gesichtspunkt nationaler Rechtfertigung sehen solle. Nein, man mag alles korrekt und fair beurteilen, dann kommt er besser weg als offiziell nach 1945, aber an seinem abstoßenden Verbrechertum von Anfang bis Ende kommt man nicht vorbei, es ist zuviel passiert (bei ihm und Mittätern) nur aus eigenem Antrieb, Dreckscharakter, wofür kein anderer schuld hatte, etwa bei der brutalen Besatzungspolitik in Polen und im Osten, wo ja anfangs wie jubelnd in Kiew die Völker die deutschen Truppen noch begrüßt hatten als Befreier vom Kommunismus.

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        Gewiß war er auch teils ein Getriebener, aber mehr durch sein eignes schuldhaftes Tun und aggressiv-aufschneiderisches Reden (etwa völlig wahnwitzig gegen die übermächtigen USA) als durch andere. Gegen das viele unentschuldbare Negative (wie die brutal-rassistische Besatzungspolitik im Osten mit der entmenschten Bestie eines Gauleiters Erich Koch, bis zum Tode 1985 dafür zu Recht in Polen inhaftiert, und des schmierigen Polen-Besatzers Hans Frank, hingerichtet 1945 in Nürnberg) kommt keine sowieso verlogene Apologetik an, man prüfe auch mal die Motive dieser (ich kenne seit 1992 genug!) Verharmloser, der Schreiber der Gerechtigkeits- und Opferthesen. Der Hitlerismus war ein monströser Zivilisationsbruch, eine Schande für das deutsche Volk wie heute Merkel und die GRÜNEN, da gibt es nichts mehr zu beschönigen. Wer das dennoch tut, soll zur NPD gehen, im AfD-Umfeld hat er nichts (mehr!?) verloren!!

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        Lila Luxemburg am

        "Gegen das viele unentschuldbare Negative (wie die brutal-rassistische Besatzungspolitik im Osten mit der entmenschten Bestie eines Gauleiters Erich Koch, bis zum Tode 1985 dafür zu Recht in Polen inhaftiert, und des schmierigen Polen-Besatzers Hans Frank, hingerichtet 1945 in Nürnberg) kommt keine sowieso verlogene Apologetik an,…"

        Vielen herzlichen Dank! Für ihre aufklärenden Worte!! Ohne diese Aufklärung hätte ich doch jetzt tatsächlich an eine BRUTAL-RASSISTISCHE BESATZUNGSPOLITIK der POLEN oder TSCHUSCHEN … ach nein, heißen ja wohl TSCHECHEN (Tschuldigung, kann diese Begrifflichkeiten immer so schwer auseinanderhalten) geglaubt, die nicht nur 6 Jahre dauerte – sondern 20 Jahre … die zudem noch den 6 Jahren vorangingen.

        Aber davon bin ich glücklichweise durch ihre aufklärenden Worte geheilt worden. Nochals: Vielen Dank dafür! xxx

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        Oh, ein extraklasse Kasperle kommt aus der Kiste gekraucht – und sabbert geschichtsverfälschendes dummes rotzrotes Zeug.
        Hast fein aufgepasst im Polituntericht 😉 😉

  8. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Ich kenne nur eine hinterfotzige Gruppe, welche die Weltherrschaft antrebt …. es sind die üblichen Verdächtigen, die nimmersatten Globalisten-Schweinehunde ! 😉

    • Avatar
      Fischer's Fritz am

      @DER…
      Endlich lese ich bei Ihren geistreichen Kommentaren wieder mal Ihr Lieblingsattribut "hinterfotzig" (gleich nach "geisteskrank"). Hatte schon Entzugserscheinungen!

      • Avatar
        heidi heidegger am

        ohnein, geistesschwach ist hier in der Forums-Community nur einer, und das ist und bleibt eben Mimon (Grüßle an euch 2 und @antif! und Gabi (!) -> lass bitte Mimon in Ruhe, heast?! hihi):

        [ Best of | Mimon Baraka liest Fan-Kommentare vor | Mimon Baraka kommentiert Kommentare ] /watch?v=T2w2_b_7n0E

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