Schockierende Bilder aus Frankreich: Brachiale Gewalt der Polizei gegenüber Kindern

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Es ist kaum mit Worten zu beschreiben, mit welch brachialer Gewalt die Polizei gestern – am Tag des heiligen Nikolaus – gegen blutjunge Menschen vorging: Dutzende von Gymnasiasten des Lycée Saint-Exupéry mussten vor der Staatsmacht knien, die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Behelmte Ordnungshüter verbarrikadierten sich hinter ihren Schutzschilden, bewachten sie mit erhobenen Schlagstöcken. Diese Bilder erinnern an Hinrichtungsszenen des Islamischen Staates.

Insgesamt 153 Jugendliche aus Mantes-la-Jolie (Yvelines) wurden verhaftet, 189 in Gewahrsam genommen, verkündet Vincent Lesclous, Staatsanwalt der Republik Versailles. Sie werden verdächtigt, nach erneuten Ausschreitungen in der Nähe ihrer Schule zwei Autos niedergebrannt und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert zu haben. Bilder der Festnahmen machten die Runde in sozialen Netzwerken, lösten Entsetzen aus.

Zudem werden sie beschuldigt, sich an bewaffneten Aufständen beteiligt zu haben, ergänzt Kommissar Arnaud Verhille. Mit den Festnahmen habe man eine unkontrollierte Ausuferung verhindern wollen. In einem der Videos kommentiert eine Person: „Hier ist eine Klasse, die weise ist.“

Der Protest der Gelbwesten greift nun also in die Winkel der Provinz über. Er erfasst Kinder, Jugendliche, die sich angesichts ihrer Perspektivlosigkeit, der Drogenprobleme, der hohen Arbeitslosigkeit, der Migrantengewalt insbesondere in den Vororten, der arabischen Clans, der Flutung mit Asylanten sowie der enormen Staatsverschuldung, die auf dem Rücken einer ganzen Nation ausgetragen wird, nicht länger von ihrem Sonnenkönig, dem Westentaschen-Napoleon, an der Nase herumführen lassen wollen.

Von dem von Macron anlässlich des 100. Jahrestages des Ersten Weltkriegs eingerichteten Friedensforum – eine kostenspielige aber sinnfreie Veranstaltung mit 70 Staatsgästen aus aller Welt – kann längst keine Rede mehr sein.

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