Schocker aus Italien: Geheimplan zum Euro-Austritt – Exklusiv in COMPACT

23

Er gilt in Brüssel und Berlin als der gefährlichste Minister in der neuen italienischen Regierung: Paolo Savona. Ursprünglich von der Lega als Finanzminister vorgesehen – was Schockwellen bei der EU ausgelöst hat und beinahe zu Neuwahlen führte –, fungiert Savona jetzt als Europaminister. Aber keine Sorge, damit ist der exzellente Wirtschafts- und Währungsfachmann nicht kalt gestellt. Im Gegenteil: Die Rochade könnte passt sogar ganz gut zu seinem Geheimplan eines Euro-Ausstiegs, den COMPACT-Magazin in der Juli-Ausgabe erstmals auf Deutsch veröffentlicht. Lesen Sie hier Auszüge – und unser ganzes Dossier „Das neue Italien“ in COMPACT 7/2018. 

„Guida pratica all’uscita dall’Euro“ ist eine Powerpoint-Präsentation betitelt, die Savona am 3. Oktober 2015 vorgestellt hat: Dieser „Praxisratgeber für den Euro-Ausstieg“ umfasst insgesamt 80 Schautafeln und war bisher nur in italienischer Sprache verfügbar. COMPACT bringt erstmals Auszüge dieses „Plan B“ auf Deutsch – in der Juli-Ausgabe unseres Magazins mit dem schicken Retro-Cover „Mein Bamf“.

COMPACT-Magazin im Juli 2018

[Auszug aus Savonas „Plan B“]:
„Die Rückkehr zur monetären Souveränität bedeutet im Kern die Rückkehr zur politisch-ökonomischen Souveränität (…). Eine nationale Währung bedeutet die Wiederaneignung eines wichtigen, wenn auch nicht des einzigen Instruments eines souveränen Staates (…).

Dieser Plan B ist notwendig als Abschreckungsmittel in der Auseinandersetzung mit den europäischen Verhandlungspartnern (…). Der Euro-Ausstieg kann nicht über ein Referendum erfolgen [sonst fehlt das Überraschungsmoment, und die Spekulation gegen die neue Währung setzt katastrophal früh ein]. (…)

Überfalloperation am D-Day

Stattdessen muss ein Exekutivkomitee geschaffen werden, das alle notwendigen Schritte im Übergang zur neuen Währung plant und umsetzt. Aber wie kann man die Sache möglichst geheim halten? Indem man die Personenzahl derer, die mit der Umsetzung (zum Beispiel dem Druck neuer Banknoten) betraut sind, möglichst klein hält. Teilnehmen müssen Repräsentanten der höchsten Ebene aller staatlichen und privaten Institutionen wie Banca d’Italia, Wirtschaftsministerium, Industrieministerium, Arbeitsministerium, Außenministerium (…). Es müssen Maßnahmen zur Kapitalkontrolle ausgearbeitet werden [damit Anleger kein Kapital ins Ausland schaffen], und sobald diese Maßnahmen umgesetzt werden, muss die Währungsumstellung sofort beginnen. (…) Sobald der Euro-Austritt öffentlich angekündigt wird, müssen die Banken geschlossen werden, damit keinerlei Transaktionen vorgenommen werden können (…). Am besten, dieser D-Day wird auf ein Wochenende gelegt. (…) Wenn die Europäische Zentralbank die Finanzierung des einheimischen Bankensystems [mit neuem Geld]verweigert (wie das in Griechenland geschehen ist), müssen die Finanzkontrollen verschärft werden, so dass der Erwerb ausländischer Devisen durch Inländer oder der Verkauf der [neuen]Nationalwährung durch Ausländer begrenzt oder verhindert wird. (…) Eine Situation wie in Griechenland muss verhindert werden, wo es [vor allem 2014, vor dem Referendum zum Stopp der Schuldenzahlungen]zu einem beständigen Kapitalabfluss kam, was zu einer extrem ungünstigen Situation gegenüber ausländischen Kreditgebern und den europäischen Institutionen führte. (…)

Italien bleibt Mitglied der EU, behält das gute Verhältnis zu deren Institutionen, den anderen Mitgliedstaaten und zur Europäischen Zentralbank bei und hält die geschlossenen Verträge ein. (…)

Die Lira kehrt zurück

Nach dem D-Day-Wochenende werden die Bankschalter und Bankomaten montags wieder geöffnet; man kann dann auch wieder Euro abheben, aber diese Abhebungen erfolgen wie bei einer Fremdwährung. Die Belastung der Konten [bei Abhebung oder Transaktion in Euro]erfolgt in Lire [der neuen Nationalwährung mit dem traditionellen Namen]. Der Wechselkurs zwischen Euro und Lira ist zu Beginn 1:1, alle Löhne, Preise und andere Werte werden entsprechend umgestellt. Die Preisauszeichnung [in Geschäften]weist beide Währungen je nach dem aktuellen Wechselkurs auf, aber mit einer Obergrenze für Käufe in Euro (zum Beispiel 100 Euro).

Der Druck neuer Banknoten und die Prägung neuer Münzen muss erfolgen, bevor man den Rückzug aus dem Euro ankündigt. (…) Das muss zwei oder drei Monate vorher getan werden. Man muss damit rechnen, dass die Umstellung zunächst ohne neue Banknoten und Münzen beginnt, und dass dann eine „duale“ Übergangsperiode [mit Lire und Euro]folgt.

Man kann zunächst mit Gutscheinen und Schecks [in der neuen Währung]beginnen, die sind leicht und schnell zu drucken. Man könnte außerdem [in einer Übergangszeit]die Euro-Scheine zur Zahlung von Lire-Beträgen in Euro zulassen, aber nur im Verhältnis von 1:1, was die Kunden zurückhaltend aufnehmen werden. Vor allem muss der elektronische und virtuelle Zahlungsverkehr maximal erhöht werden (Banküberweisungen, Kreditkarten, Bankkarten). Für alltägliche Kleinzahlungen ist das allerdings unpraktisch.

Nach dem Euro-Austritt ist eine Abwertung der Lira unabwendbar. Italien hat gegenüber Deutschland seit dem Jahr 2000 insgesamt 22 Prozent an Produktivität (gemessen in Arbeitskosten) verloren. Deswegen empfehlen wir eine Abwertung zum Euro zwischen 15 und 25 Prozent. Italien hat bis zu einem gewissen Grad Interesse an einer Abwertung, muss aber eine exzessive Abwertung verhindern, weil sich dann alle Importgüter stark verteuern würden. Bei einer Abwertung von 15 bis 25 Prozent sollte sich die Inflation von derzeit null bis einem Prozent auf 1,5 bis drei Prozent pro Jahr erhöhen.

Italien schuldet dem Ausland 617 Milliarden Euro [Stand 2015]. (…) Die Auslandsschulden des Staates sollten in Lira umgerechnet und in Lira bezahlt werden [also mit einem der Abwertung entsprechenden Abschlag von 15 bis 25 Prozent]. Ein entsprechender Schnitt soll auch bei den Target-2-Schulden gemacht werden, 214 Milliarden Euro [Stand 2015; Target-2 ist eigentlich eine Liquiditätsspritze, also ein bloßer Übergangskredit, zwischen den Zentralbanken der Euro-Zone, der sich seit 2009 allerdings zu einer Dauereinrichtung entwickelt hat. Die Bundesbank und damit der deutsche Staat sitzen mittlerweile auf Außenständen von knapp einer Billion Euro, darunter sind auch die Forderungen an Italien]. (…) Im anvisierten Idealfall soll die Staatsschuld Italiens auf 60 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung sinken [derzeit beträgt sie über das Doppelte]. (…)

Die italienische Notenbank Banca d’Italia wird verstaatlicht [unterliegt damit der Regierungskontrolle]und muss sofort enorme Mengen an Liquidität bereitstellen, um das Finanzsystem zu stützen und die Banken zu rekapitalisieren, notfalls mit dem Instrument des quantitave easing [exzessive Geldschöpfung, wie sie auch von der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Federal Reserve praktiziert wird]. (…) Um das Vertrauen und die Kreditwürdigkeit wiederherzustellen, muss ein Inflationsziel festgesetzt werden, überwacht von einer Gruppe unabhängiger Experten. (…)

[Ende des Auszugs aus Savonas „Plan B“]

 

Über den Autor

COMPACT-Magazin

23 Kommentare

  1. Jürg Rückert am

    Egal wie es kommt, eines ist sicher: Alle Europäer werden vorbereitet sein, für ihr Volk einstehen, nur die Deutschen nicht. Wir sind kraft unserer Regierung das Luder, von dem alle zehren dürfen. Der Selbstmörder ist ein Meister aus Deutschland.

  2. Hierzu den genialen newsletter von Friedrich und Weik lesen die den Euro am Ende sehen:

  3. Aristoteles am

    Hab den Artikel heute zufällig am Baggersee gelesen.
    Ich glaube nicht, dass eine Zweitwährung Erfolg hat. Der Euro ist zusammen mit der Überfremdung dazu da, die Deutschen bluten zu lassen. Das Wissen die Italiener nur zu gut.

  4. Jens Pivit am

    Gertrud Hohler richtig: " Wer sich mit der Merkel einlässt, wird schwächer, nicht stärker." EU, stirb! Merkel muss weg! Die hat nämlich "gute Argumente" ( cdu-Klöckner). – Klöckner ist bereits schwach, Kopf schwach…

    • brokendriver am

      CDU-Merkel ist der Sargnagel Deutschlands…

      Positiv formuliert:

      CDU-Kohl-Helmut sein Mädchen aus der Uckermark….

      Hat das deutsche Volk diese Merkel-FDJ-Sekretärin verdient ???

      • Ja…..

        Wollt ihr die totale Propagandistin …… ???????????????????????????

        Und alle schreien alternativ JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA …..

        Nach der neueusten Umfrage ….trauen 62% der deutschen Vollsocken nur Merkel zu ,das Schiff Deutschland steuern zu koennen ….
        Wahrlich ein trauriges Zeugnis fuer die hoch gebildeten Kabinettmitglieder ….. Aber alle gehen jeden Abend mit frommen Gebeten zu Bett und einem meterlangen Wunschzettel ,das Gott sie zum Kanzler ernennen wird .

        Wie war das mit den Ostfriesen ,wo nur Autobusse 16 Meter in der Breite zugelassen werden ??? Weil alle auf der Fahrerbank mit sitzen wollen …..

        Hoffentlich muss kein zarter Altmeyer auf Spahns Schoss sitzen ….

    • Ja. Sprache ist ein Machtmittel.
      Wir sollten lernen zum Ausdruck zu bringen was werden soll. Ich finds klasse, dass Italien sich aufmacht.
      Und nein: weder Stuttgart noch Tü lagen jemals in der ddr.
      Grüße an Flocki. Ich spiel nicht mit…

    • heidi heidegger am

      wer sich mit Höhler einlässt (sie lädt halt jeden ein), wird irre. wie prof Schlotterdeich einst, hihi.

      ich rekurriere auf das legendäre video mit dem pfarrer und dem dann folgenden inszenierten(?) talkshow-skandal. ganz großes kintopp!

  5. Rechtsstaat-Radar am

    Das wäre seit langen, langen Jahren endlich einmal etwas wirklich sinnvolles, das Italien der Welt beschert. Bitte, liebe Italiener, setzt dem EURO und damit der EU den Todesstoß. Wir Deutschen werden es Euch danken! EURO und EU müssen im übertragenen Sinn endlich an einer Gitarrensaite aufgehängt werden!

  6. Direkter Demokrat am

    Der EURO wurde als Unterdrückungsorgan der Deutschen eingeführt. Unterdrückt hat er aber auch die anderen Europäer. Es wird endlich Zeit, den EURO zu entsorgen. Wenn Italien damit anfängt… gut so!

    • brokendriver am

      Der Euro ist eine totalitäre Unterdrückungswährung.

      Er zerstört die Kaufkraft der sogenannten "kleinen Leute".

      Der Euro ist Armut per Gesetz…..

      Diese Währung ist keinen Cent mehr wert.

      Eingeführt von CDU-Kohl ohne das deutsche Volk zu befragen.

      Damit das klar ist liebe CDU-Fuzzis:

      Ich will meine Deutsche Mark zurück….

  7. Güntherode am

    Einer muss den Mut haben dem Euro-Spuk ein Ende zu bereiten. Warum nicht die Italiener? wäre das nicht zwingend notwendig und logisch? Ich glaube fest daran.

    • brokendriver am

      ich hasse den Euro..eine Drecks-Währung…sie produziert Armut und Kaufkraft-Verluste

      für jeden von uns…

      Was ist der Euro heute wert ?

      Antwort: Einen Vogelschiss !!!

  8. heidi heidegger am

    avanti popolo! die assignaten kommen wieder! nieder mit den tyrannen der EU und der EZB! ih werr narrisch. ich l i e b e gutscheine und rabbattmärkchen (im stripclub) ämm..muss mich aber noch mehr in die materie einarbeiten, denn biss etzala kommt das geld noch aus einem loch in der wand. tia!

  9. Uwe Lingner am

    wer hat denn da geträumt. Wenn Paolo Savona das vor hat, wird er nach Dallas eingeladen und bekommt eine Freifahrt im offenen Cadilek.

  10. brokendriver am

    Europa und der Euro sind der Sargnagel für jede Nation.

    Die "Europäische Union" ist ein gigantischer Wasserkopf.

    In das europäische Parlament werden abgehalfterte Berufspolitiker abgeschoben.

    Frei nach dem Motto "Hast Du einen Opa, schick? ihn nach Europa"…

    Der größte Politik-Clown aus Deutschland ist Günther Öttinger.

    Er spricht perfekter DENGLISCH als jeder von uns….

    und ist von Merkels Gnaden zum Einkommensmillionär im Europa-Sumpf

    ernennt…

    Schluss jetzt mit dem Euro und der Europäischen Union…

    Wir wollen wieder in Freiheit und Sicherheit leben….

  11. Nachdenker am

    Wer ist an alle dem Schuld.
    Deutschland.
    Die Deutsche Politik, Wirtschaft und vor allem die Gewerkschaften haben 2002 beschlossen, die Löhne nicht mehr zu erhöhen, wie es 1999 im EU Vertrag vereinbart wurde.
    Dadurch hat Deutschland 20 % billiger produzieren können und ist somit zum Exportweltmeister geworden, auf Kosten der andern. Deutschland muss den andern Ländern unsere Spargroschen geben, damit sie unsere Waren kaufen können. Nur werden wir unsere Spargroschen nicht zurückbekommen.
    Italien kann nicht mehr abwerten und hat gegen Deutschland gewählt.
    Die USA beklagen das Deutsche vorgehen seit Jahren und leiten Gegenmaßnahmen ein.
    Nach meiner Meinung hat die Deutsche Politik 2002 so verfahren, weil sie Geld brauchte zur Umvolkung.
    Denn an der Infrastruktur wurde nichts gemacht. Suppenküchen und Altersarmut wurde nicht abgeschaft. Die Liste ist lang.
    Ein ganz übler Plan der dort vorbereitet wurde.

    • Direkter Demokrat am

      @Nachdenker: Nicht Deutschland und die deutsche Politik sind schuld, sondern die BRD und Merkels Politik. Das ist ein großer Unterschied! Die BRD ist nicht gleich Deutschland! Das sollte sich doch nun endlich mal herumgesprochen haben.

  12. DerGallier am

    Und wenn es so kommen sollte, ein Grund nach Italien auszuwandern.

    Nur weg aus diesem Moloch EU.

    Salute Italien, Ihr braucht den Brüssel Kantinenalkohol nicht.

  13. Tschukawin am

    Eher lassen die Brüsseler Verbrecher Rom bombardieren.
    Denn mit dem Austritt der Katzlmacher wäre dieser Kommunistenmoloch EU fertig.

    • brokendriver am

      Dürfen die Europa-Verbrecher Italien bombardieren ?

      Ist das nicht verboten ?

      Wollen wir nicht alle lieb sein und CDU-Günther Öttinger knuddeln ?

      Keiner spricht so ein herrliches DENGLISCH…

      Dumpfbacken aller Länder vereinigt euch in der sogenannten

      "Europäischen Union"….

      • Harald Kaufmann am

        Öttinger? Ist das nicht der geschniegelte und gestriegelte Lack…….? Diesen Menschen knuddeln? Brrrrr. Ich will doch gar nicht lieb sein.

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel