Schock für die Linke: Rechte verdoppelt Wahlergebnis in Spanien

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Damit hatte niemand gerechnet. In Umfragen wurden der patriotischen Partei Vox für die Parlamentswahlen am letzten Sonntag Verluste vorhergesagt, nun verdoppelte sie die Zahl ihrer Mandate und stieg zur drittstärksten Kraft auf.

 Völlig verzockt hat sich hingegen der kommissarisch amtierende Ministerpräsident Pedro Sánchez. Nach den ersten diesjährigen Parlamentswahlen, die am 28. April 2019 stattfanden, war der Sozialist an einer Regierungsbildung gescheitert. Nach Auffassung vieler Beobachter führte er wegen zwischenzeitlich sehr guter Umfrageergebnisse für seine PSOE geradezu mutwillig Neuwahlen herbei, die ihm nun allerdings nicht den erwarteten glänzenden Sieg bescherten.

Pedro Sánchez: Gezockt und verloren

Die Sozialisten, die bei den Wahlen im Frühjahr noch mehr als sechs Prozentpunkte zulegen konnten, kamen gestern auf 28 Prozent und mussten damit sogar leichte Verluste von 0,7 Prozent einstecken. Das hatte kaum jemand erwartet, denn einige Demoskopen hatten Sánchez und seine PSOE vor einigen Monaten sogar noch in der Nähe einer absoluten Mehrheit der Parlamentsmandate gesehen.

Doch daraus ist nichts geworden, in den letzten Wochen gab es offensichtlich nochmals einen starken Stimmungsumschwung bei den spanischen Wählern, von dem die konservative Volkspartei PP und die patriotische Partei Vox profitieren konnten.

Der PP, die bei den Wahlen im April noch erdrutschartige Verluste erlitten und sich im Vergleich zu den Parlamentswahlen des Jahres 2016 von 33 auf 16,7 Prozent der Stimmen fast halbiert hatte, gelang gestern wieder der Sprung über die 20-Prozent-Grenze. Sie erreichte 20,8 Prozent und damit 4,1 Prozent mehr als noch im April.

Klarer Wahlsieg für Vox

Der klare Wahlsieger des gestrigen Abends war aber die patriotische Vox. Sie erreichte die höchsten Zuwächse aller Parteien, die angetreten waren und konnte im Vergleich zu den Wahlen vom 28. April fast fünf Prozent auf 15,1 Prozent zulegen.

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Auf der Ebene der gewonnenen Mandate im spanischen Abgeordnetenhaus, dem Congreso de los Diputados, sieht es sogar noch besser für die nationalspanische Partei aus, sie konnte hier die Zahl ihrer Parlamentssitze von 24 auf 52 mehr als verdoppeln!

Das ist eine faustdicke Überraschung, denn in einer der letzten Umfragen vor der Wahl wurden Vox nur ein knapp zweistelliges Ergebnis und Verluste von fast zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl vom 28. April dieses Jahres vorhergesagt.

Am gestrigen Wahlabend erlebten die spanischen Demoskopen also ein regelrechtes Debakel. Sie haben offensichtlich unterschätzt, wie stark die immer noch sehr virulente katalanische Unabhängigkeitsbewegung die gesamte spanische Gesellschaft spaltet. Am Ende des gestrigen Tages konnten mit Vox und der PP nämlich genau die beiden Parteien deutliche Gewinne einfahren, die als die härtesten politischen Gegner der Sezessionisten in Katalonien gelten.

Gewalt in Katalonien schockierte die Wähler

Wundern braucht man sich darüber nicht. Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung hat in den Augen vieler Spanier in den letzten Wochen durch die von Linksextremisten angezettelten Gewaltexzesse ihre Unschuld verloren.

Nachdem der spanische Oberste Gerichtshof in Madrid die Anführer der katalanischen Sezessionisten, die vor gut zwei Jahren das Referendum organisiert hatten, am 14. Oktober zu hohen Haftstrafen verurteilt hatte, kam es erwartungsgemäß zu großen Demonstrationen in Barcelona und anderen Städten der Region.

Diese uferten dieses Mal allerdings in tagelang andauernde Gewaltexzesse aus. Die Sezessionisten hatten auf der als besonders abhörsicher geltenden Messenger-App Telegram einen Kanal unter der Bezeichnung Tsunami Democràtic eingerichtet, über den sie sich organisierten. Mehr als 300.000 Katalanen haben diese App auf ihre Handys geladen und können so kurzfristig zu neuen Aktionen der Unabhängigkeitsbewegung mobilisiert werden.

Mitte des vergangenen Monats schlugen die Proteste allerdings für eine Woche in wilde und unkontrollierte Gewalt um, bei der in Barcelona brennende Straßenbarrikaden errichtet und Polizisten mit Steinen beschmissen wurden. Selbst der katalanische Innenminister Miquel Buch als Vertreter der separatistischen Regionalregierung sagte dem TV-Sender La Sexta mit Blick auf die Ausschreitungen, „eine solche extreme Gewalt“ habe es in Katalonien „noch nie gegeben“.

Außerhalb der Unruheprovinz scheinen die Gewaltbilder aus Barcelona bei vielen spanischen Wählern nachvollziehbarerweise einen regelrechten Schock ausgelöst zu haben. Zu den Verlierern des gestrigen Wahlabends zählte neben der PSOE auch die radikal linke Partei Podemos, die die Forderung der katalanischen Sezessionisten nach Abhaltung eines bindenden Unabhängigkeitsreferendums unterstützt.

Sie verlor gestern nochmals um 1,5 Prozent auf nur noch 12,8 Prozent, nachdem sie schon bei den Wahlen vom 28. April herbe Verluste von fast sieben Prozent hatte einstecken müssen.

Vox-Erfolg ist Stärkung für das patriotische Europa

Zum Debakel geriet der gestrige Wahlabend auch für die nationalliberalen Ciudadanos. Sie stürzten im Vergleich zu den April-Wahlen um mehr als neun Prozent auf nur noch 6,8 Prozent ab. Ihr Parteichef Albert Rivera hatte sich in der Vergangenheit zwar immer gegen zu große Zugeständnisse an die katalanische Unabhängigkeitsbewegung ausgesprochen, gedankt wurde ihm das vom Wähler am gestrigen Tag aber nicht, der sein Kreuz offensichtlich lieber bei den nationalspanischen Originalen der Vox und der PP setzte.

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Und in Katalonien selbst? Hier war die radikal-sezessionistische ERC („Republikanische Linke Kataloniens“) am 28. April erstmals stärkste Kraft geworden und konnte 15 Mandate erringen. Die Geschichte der ERC reicht bis in die Zeiten des Spanischen Bürgerkriegs zurück, sie strebt ein unabhängiges Groß-Katalonien an, das auch die Region Valencia, die Balearen, Teile Aragoniens sowie das auf französischem Staatsgebiet liegende Nordkatalonien umfassen soll.

Gestern konnte die ERC ihr Ergebnis annähernd halten, allerdings verlor sie zwei Mandate und wird künftig nur noch mit 13 Abgeordneten im Congreso de los Diputados vertreten sein. Zwei Sitze konnte die linksanarchistische und sezessionistische katalanische Regionalpartei CUP holen, die sich erstmals an spanischen Parlamentswahlen beteiligte.

Es wird nun äußerst schwer für den amtierenden Ministerpräsidenten Sánchez werden, aus diesem Ergebnis noch irgendetwas für sich und die PSOE zu machen und eine stabile Koalition zu bilden. Klarer Sieger ist die Vox, was auch über die Grenzen Spaniens hinaus eine Stärkung der europäischen Patrioten bedeutet.

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22 Kommentare

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    Katalonien ist das "Wirtschaftsgebiet" Spaniens. Ohne diese Region wäre Spanien in etwa auf dem wirtschaftlichen Rang Portugals oder Griechenlands. Deshalb fühlen sich die Katalanen von den ärmeren Regionen Spaniens ausgenutzt. Eine nationale Partei muß auch für die Einheit Spaniens stehen; denn getrennt sind wahrscheinlich beide Regionen nicht wirklich lebensfähig.
    Daß bei der Abspaltung Kataloniens offensichtlich Linksradikale eine große Rolle spielen, zeigt, daß denen an einer Einheit / Einigkeit Spaniens wenig gelegen ist! Wenn man die Industriezone wegnimmt, fällt einem der Rest sowieso vor die Füße – so rechnen sie!

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    Katalanen sind kein eigenständiges "Volk" nach den üblichen Kriterien. Die armen Menschen wissen gar nicht das sie von Terror schürenden rechten Politikern am Nasenring missbraucht werden.

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    Katalonien als Experimentierfeld der Linksextremisten unter (williger) Inkaufnahme von IS-Ansiedlung besonders von Pakistanern und Totalvernegerung dürfte ein Motiv gewesen sein, die Notbremse zu ziehen.

    Noch wichtiger ist aber der Grenzschutz in Andalusien sowie den beiden Frontstädten Ceuta und Melilla, außerdem an den Südküsten der Kanaren. Die Westroute muß hermetisch abgeriegelt und der Zaun unter Strom gesetzt werden. Wer es auf die Kanaren schafft, darf nicht aufs Festland transportiert werden, sondern mit Containerschiffen zurück nach Marokko, in die Westsahara oder gleich nach Mauretanien oder Senegal. Je weiter weg und je ärmlicher desto besser.

    15% ist zwar eine Verdoppelung innerhalb von ein paar Monaten, der Triumph aber kommt erst noch! Vox muß den spanischen Altparteien so gehörigen Druck machen, daß die schon aus reiner Angst die Tore für die Illegalen schließen mit obigen Maßnahmen. Sind die umgesetzt kommt die Rückführung sowohl von Arabern als auch den "Manteros" (Senegalneger) in den Fokus.

    Jetzt muß die Westroute dicht gemacht werden. So dicht, daß keine Ratte, keine Kakerlake und keine Zecke mehr durchkommen kann.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Schluß mit der rückgrat- und eierlosen Rumeierei, der kriechenden Polit-Weicher-Luschen und schleimenden, erbärmlichen, Speichellecker-Bücklingen – was ein nutzloses, antideutsches, ekelerregendes, Geschmeiß – ECHT JETZT … einfach nur total ABARTIGE LEUT und absolut, ohne ENDE, fremdschäm-peinlich ! 😉

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    Zitat Gauck: "Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem."
    Das der Staat das Volk ist und nicht die Eliten, haben diese Möchtegerne scheinbar weltweit vergessen. Sie können froh sein, das sich das Volk über Wahlen gegen die schöne neue kollektive Weltgemeinschaft stellt. Es gab auch schon ganz andere Zeiten und Methoden.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Es ist ein Segen für die Völker Europas das die patriotischen Kräfte auf dem Vormarsch sind um das Ungeheuer EU zu stürzen

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    Hm,und was is,wenn diese Vox nun ein Haufen ist wie die AfD in Deutschland,hm? Nix genaues weiß man nicht.

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      Rucksackdeutscher am

      @ Sokrates

      Sieht so aus als ob die Vox auch son Haufen wie dei AfD ist. Dann hat sich das Strohfeuer genauso wie in Deutschland in 1 oder 2 Jahren auch erledigt.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Die gleiche Schock-Therapie für Germoney … ist/wäre jetzt, auf jeden Fall, auch knallhart anzuraten und anzuwenden ! 😉

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    die spanier haben in den sechziger jahren begonnen deutschland mit aufzubauen..
    fleißige,
    rechte,
    landsleute.
    klar dass die ihren grünen staatsfaulenzer nicht mehr lange hoch leben lassen.
    von nix kommt nix – penner in grün

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      Deutsche Beobachtungsstelle am

      @BB (BERND BÄR):
      Das (der) Einzige, das (der) hier irrelevant ist, bist du!
      Du und deine Dummheit seid hier absolut fehl am Platze!

      Normalisierungspatriotische Grüße an die verehrte Compact-Leserschaft!

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    Die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens sollten wir von beobachtender Warte nicht im Links-Rechts-Duktus führen. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist unverhandelbar. Ein "Volk bzw. Staatsvolk" ist nach Prof. Schachtschneider eine hinreichend große Gruppe von Menschen, die auf ihrem Territorium eine gemeinsame politische Organisation zur Verwirklichung des Rechts (Staat, besser Rechtsstaat = Republik) führen bzw. errichten wollen. Die Voraussetzungen hierfür sind in Katalonien m.E. erfüllt. Ein Volksentscheid in dieser Frage halte ich für legitim und geboten. – Persönlich wäre mir die Einheit Spaniens auch lieber, aber die Repressionen aus Madrid in Polizeitstaatmanier machen alles nur schlimmer. – Die Gewaltaktionen der katalanischen Aktivsten sind zu verurteilen, sie können jedoch nicht das Selbstbestimmungsrecht deligitimieren.

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      Der Libero wieder. Zum Selbstbestimmungsrecht der Völker gehört zuvorderst erst mal ein Volk,das sind die Katalanen nicht,sowenig wie Sachsen oder Ostfriesen eines sind.Und ein Polizeistaat ist ein Staat,in dem die Polizei anstelle der Politiker politische Entscheidungen trifft. Das war Spanien nie, weder bei Franco noch bei den Roten.

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        Na so ein Stuß aber auch. Seit wann sind Sachsen kein Volk? Graben Sie mal etwas tiefer in der Geschichte herum…dann werden Sie geholfen!

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        Sie sind dann ein (Staats-)Volk, wenn sie eins sein wollen.
        Siehe: Tschechen, Slowaken, Österreicher … Monegassen …

        Wenn die Bayern es unbedingt + großmehrheitlich so wollten, müsste man sie auch aus der Bundesrepublik ziehen lassen. Und wenn es den Franken danach trachtet, warum sollten sie sich nicht aus Bayern lösen und ein eigenes Bundesland werden können?!

        "Ein Deutscher ist wer sich als Deutscher fühlt."

        Dasselbe gilt für die anderen auch.

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      Über die weltanschauliche Grundlage des Prof.Schachtschneider kann man bei Wikipedia nachlesen,Ich habe noch nie gehört,daß Herr Schachtschneider der Darstellung wiedersprochen hätte.

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        Was die "One-World Plattform" Wikipedia zu Schachtschneider schreibt, ist mir Jacke wie Hose – Herrn Schachtschneider vielleicht auch.

        Nach vielen Vorträgen und Interviews auf YT halte ich Schachtschneider für die fähigste Person zur Durchdeklinierung des Rechtsprinzips unter den (mir bekannten) Lebenden.

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