Erleben wir einen Frühling des Widerstandes? Cottbus schlägt den Takt, nächste Woche ist Kandel dran!

    Das ist der Wahnsinn: Knapp 5.000 Anfang Februar in Cottbus, gestern waren es bestimmt nochmal 1.000 mehr, etwa 6.000! Diese Leute sind spitze! Nach Pegida das zweite Standbein des Widerstandes! Die gute Ute Fugmann berichtet auf Facebook über den heutigen Nachmittag:

    „Der … Redebeitrag von Monique ging unter die Haut. Sie berichtete von den Zuständen an Cottbuser Schulen. Ihre zwei Kinder erzählen ihr Ungeheuerliches aus erster Hand. Einer der Messerstecher vom Blechen Carre durfte sich ganz selbstverständlich wieder in den Schulalltag begeben. Unfassbar! Die Arroganz der Schulbehörde ist noch unfassbarer! Götz Kubitschek brachte mit seiner nachfolgenden Ansprache Hoffnung und Stolz unter die Teilnehmer. Die Hoffnung mit der Alternative für Deutschland einen Umschwung im Land zu schaffen und den Stolz sich nicht mehr für Heimatliebe rechtfertigen zu müssen.“

    Außerdem sprachen unter anderem Siggi Däbritz von Pegida und der AfD-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller (den Ihr auch im neuen COMPACT-Video, vorgestern hier verlinkt, sehen könnt).

    Nun gilt es am nächsten Wochenende, den Funken auch in den Westen zu tragen: In Kandel wird weiter um Mia getrauert, dort demonstrierten zuletzt über 2.000 Teilnehmer, man darf am 3.3. mit dem doppelten rechnen. Am 4.3. ist Bottrop dran. Am folgenden Wochenende feiern die unermüdlichen Kämpfer von Pegida Nürnberg öffentlich ihren dritten Jahrestag. Nicht zu vergessen: In Hamburg geht es weiter, jeden Montag.

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    Schaffen wir es, den neuen Aufbruch nach Berlin zu tragen – wie 1989? Mein Freund Lars Günther, Ordner auf der Frauendemo am 17. Februar,  hat dazu auf compact-online kluge Anmerkungen gemacht:

    „Die innenpolitische Lage ist aufgeheizt. Und zwar deswegen, weil das System wackelt, und jetzt seine Schlägertruppen auf die Opposition loslässt. Diese Opposition wird breiter – Demonstrationen, auch im Westen, haben Zulauf, wie man es zuletzt 2015 erlebte. Gleichzeitig bringt das System keine handlungsfähige Regierung mehr zustande. Wenn wir, die Opposition, jetzt klug agieren, uns nicht spalten lassen und gleichzeitig nicht in die Fallen laufen, die uns gestellt werden, können wir 2018 wirklich zu einem Wendejahr machen. Ein ganz wichtiger Faktor ist eine wirkliche große Demonstration in Berlin, im Zentrum der Macht. Die Menge muss mindestens zehn Mal größer sein als am 17.2., also ganz deutlich fünfstellig.

    Was muss dafür getan werden:

    1.) Der Startpunkt einer Demonstration darf nicht mitten im Feindesland liegen, am 17.2. war das Kreuzberg. Er muss auch für Auswärtige leicht erreichbar sein, etwa am Hauptbahnhof.

    2.) Die Demonstrationsroute darf nicht durch enge Straßen gehen. Dort sind wir immer leicht zu blockieren, und zwar schon von relativ wenigen Antifanten. Vorzuziehen sind die breiten Verkehrsachsen wie Unter den Linden oder Leipziger Straße. Auch eine relativ kurze Route vom HBF zum Kanzleramt/Reichstag hat sich schon bewährt. Und Dresden hat gezeigt, dass reine Kundgebungen auch ihre Ausstrahlungskraft haben.

    2.) Das Organisationsteam für eine bundesweite Demo muss die Breite der Bewegung repräsentieren. Da müssen Vertreter aus allen wichtigen Städten, wo es derzeit Straßenproteste gibt, vertreten sein, also zumindest Dresden, Erfurt, Cottbus, aus dem Westen Kandel, Nürnberg, Hamburg. Es müssen vor allem demonstrationserfahrene Leute, etwa von Pegida, dabei sein, die auch in brenzligen Situationen die Nerven behalten. Außerdem müssen Abgeordnete aus Bundestag und Landtagen in die Orga mit einbezogen werden – sie können gegenüber der Polizei ganz anders auftreten als normale Bürger. Der Anmelder oder die Anmelderin der Demonstration muss sich auf dieses Orgateam stützen und darf nicht eigenwillig handeln. Eine unerfahrene Frau als Demoanmelderin setzt auch sich selbst höchstem Risiko aus: Beispiel Hamburg, wo Utas Haus von Antifas angegriffen wurde, oder die nächste Anmelderin dann – aus verständlicher Angst – gar nicht erst zur Demo erschien. Das Orgateam bestimmt auch die Durchsagen und selbst die Musik – ein psychologisch wichtiger Faktor, um die Versammelten in Stimmung zu halten und von Frustreaktionen abzuhalten. (Dass am 17.2. ein Anti-Pegida-Lied gespielt wurde, war eine schwere Panne und demoralisierte etliche Anwesende.)

    3.) Genaue Auswahl der Ordner. Die Ordner sind sehr wichtig, wenn es stressig wird. Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Leute mittlerweile viel Wut in sich angestaut haben. Diese Wut darf sich nicht unkontrolliert in Gewalttätigkeit entladen – und am 17.2. konnte das nur knapp verhindert werden. Eine politische Demo in der heutigen Zeit hat mit Straßenkampf der Weimarer Zeiten nichts zu tun. Dies gilt es immer zu verhindern! Die meisten Polizisten sind außerdem auf unserer Seite und geben jeden Tag ihr bestes und werden größtenteils von der Polizeiführung verheizt. Also warum den Stress mit unseren zukünftigen Verbündeten auf der Straße auf Biegen und Brechen austragen?

    Auf zur bundesweiten Großdemo in Berlin! Die Diskussion ist eröffnet! Merkel muss weg – wir schaffen das!“

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