Salafisten-Schrott in Dresden: Die Debatte läuft heiß!

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Wenn das nicht die ultimative Verhöhnung der Dresdner Bombenopfer ist, was dann? Salafisten-Bus-Schrott vor der Frauenkirche von Elbflorenz, staatlich finanziert und von OB-Hilbert gefördert, pünktlich zum Jahrestag des Feuersturms von 1945…

Zunächst wurde als Vorbild eine Busbarrikade in Aleppo benannt, mit der sich die Zivilbevölkerung angeblich vor dem Beschuss der Regierungstruppen geschützt hätte. Diese Anti-Assad-Propaganda wurde von der Lügenpresse begeistert aufgenommen. Am Tag nach der Aufstellung entdeckte Ein Prozent jedoch, dass es sich in Wahrheit um eine Salafisten-Barrikade handelte.

Danach lenkte auch der Mainstream ein. So schrieb n-tv: „Errichtet wurde die (Bus-)Barrikade – die Vorbild der Dresdener Aktion ist – in Aleppo nämlich offenbar von einer islamistischen Terrororganisation. Auf einer Aufnahme der drei Originalbusse aus dem März 2015 des Fotografen Amar Abdullah der Nachrichtenagentur Reuters ist die Barrikade mit der Flagge der Rebellengruppe Ahrar ash-Sham zu sehen. Das Bild wurde kurz nach der Errichtung aufgenommen. Ahrar ash-Sham wurde vom Verfassungsschutz als Terror-Organisation eingestuft und gehört laut Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zum ,islamistisch-salafistischen Spektrum des Aufstandes. Sie wollen das Assad-Regime stürzen und durch einen islamischen Staat ersetzen, der auf dem islamischen Recht der Scharia beruhen soll‘, lautet die Einschätzung.“

Und es nimmt kein Ende. Die Bild-Zeitung berichtet heute: „Die hitzigen Diskussionen um das Aleppo-Denkmal auf dem Neumarkt sind noch nicht verstummt, da kommt das nächste Monument in die Stadt. Freitag wird das Kunst-Projekt „Lampedusa 361“ auf dem Theaterplatz eröffnet. Insgesamt 99 große Fotos zeigen vor der Semperoper die Gräber von Flüchtlingen, die im Mittelmeer ertrunken sind. Auch diese Installation soll Teil des Gedenkens zum 13. Februar sein.“

Die Ausstellungsmacherin verkündete: „Die Dresdner Opfer des 13. Februar müssen betrauert werden. Sie waren Opfer eines Krieges. Aber auch die toten Flüchtlinge sind Opfer von Kriegen.“ Und weiter: „Alle Opfer sind gleich wert, also sollen alle gleich betrauert werden. Die Toten des Weltkriegs sind Geschichte. Aber heute haben wir noch die Chance, neue Opfer zu vermeiden.“

Welch eine Verhöhnung: Die Dresdner Opfer hatten keine Chance vor dem Bombenterror, sie waren eingeschlossen in der überfüllten Stadt. Die Flüchtlinge aber, die übers Mittelmeer kommen, stammen zumeist aus Ländern wie Tunesien, Algerien, Marokko und Eritrea, wo kein Krieg herrscht. Ihr Tod ist tragisch, aber sie sind nicht Opfer von Kriegshandlungen, und vor allem sind wir nicht dafür verantwortlich. Aber Hauptsache, man kann dem deutschen Michel ein schlechtes Gewissen machen. Hauptsache, man verhindert das Gedenken an die Dresdner Bombentoten durch pseudo-moralisches Klimbim für Fremde von jottwede, Dschihadisten inklusive…

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Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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