Rockefeller, Kissinger und Co. – Die Trilateralen und Chinas Aufstieg zur Weltmacht

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Die neue Weltmacht China verdankt ihren Aufstieg vor allem einem staatlich gelenkten Turbo-Kapitalismus. Installiert haben den alte Bekannte aus dem Westen: Rockefeller, Kissinger und Co. fanden in China ein lukratives Betätigungsfeld. Eine besondere Rolle bei der Öffnung Chinas spielte die Trilaterale Kommission, ein globalistischer Elitenzirkel, dem auch US-Präsident Jimmy Carter angehörte.

Es ist ein kleines Schwarz-Weiß-Foto, das den Beginn chinesisch-amerikanischer Beziehungen für die Nachwelt festgehalten hat. Aufgenommen wurde es im Januar 1979. Rechts im Bild: ein lächelnder, bereits 75-jähriger Politiker namens Deng Xiaoping. Er war der Nachfolger des chinesischen Revolutionärs und Volksführers Mao Tse-Tung und gerade zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei und damit zum ersten Mann im Staate aufgestiegen. Links neben ihm im Sessel saß der mit 51 Jahren fast jugendlich wirkende Zbigniew Brzeziński, ein Politikwissenschaftler polnischer Herkunft und nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten Jimmy Carter.

Das Foto zeigt Brzezińskis Sternstunde: Den Abschluss der Verhandlungen mit China über die „Normalisierung“ der diplomatischen Beziehungen. Jahrelang waren die Gespräche versandet, die Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford hatten den Durchbruch nicht erreicht. Nicht nur außenpolitisch von großer Bedeutung, versprach er den Verhandlungsführern (und ihrer Klientel) auch vielversprechende Business-Deals. China konnte von einem rückständigen, autoritären Staat zu einer modernen Technokratie umgebaut werden – das Geschäft des Jahrhunderts. Doch das Foto zeigt noch mehr als das. Es beweist auch, wie ein von Geostratege Brzeziński, US-Präsident Carter und Multimilliardär David Rockefeller gemeinsam gegründeter Elitenzirkel – die Trilaterale Kommission – der Operation China bereits im Anfangsstadium ihren Stempel aufdrückte.

Stattgefunden hat das Treffen zwischen dem Repräsentanten des Reichs der Mitte und dem Gewährsmann des US-Präsidenten im herrschaftlichen Anwesen der Brzezińskis in Mc Lean, Virginia. Die Ehefrau, Muska Brzeziński, bereitete das Festessen zu – es gab Roastbeef, Krabben und ein Fruchtsalat-Dessert –, die Kinder Ian, Mark und Mika spielten die Kellner. Die Beine übereinandergeschlagen, die Hände im Schoß gefalten, richteten sich die Raubtieraugen Zbig’s, wie seine Freunde den (neben Henry Kissinger) wohl berüchtigtesten Chefstrategen der USA nannten, an diesem denkwürdigen Abend fest auf seinen Gast aus Fernost. Die Anspannung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Nicht nur hatte seine Karriere gerade einen Satz nach vorne gemacht, er hatte soeben Geschichte geschrieben – ein Moment, den der Ende Mai 2017 verstorbene Brzeziński wohl als einen seiner größten Triumphe in Erinnerung gehabt haben dürfte.

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Globalisten und Technokraten

Immer wieder zeigt Brzeziński mit dem Zeigefinger auf das Foto von sich und Xiaoping, als er wild gestikulierend einem Reporter der Washington Post Anfang Februar 1979, wenige Tage nach dem Bankett, die Tragweite dieses denkwürdigen Abends begreiflich zu machen sucht. „Es ist erstaunlich, wenn man darüber nachdenkt. Der Anführer von einer Milliarde Menschen kommt in mein Haus zum Abendessen, nur zwei Stunden nachdem er in diesem Land gelandet ist!“ Der Reporter schreibt darüber: „Zbigniew Brzeziński wurde wiedergeboren als höchst sichtbarer – und seine Kritiker fürchten, dominanter – Gestalter der US-Außenpolitik.“ Und in der Tat: Präsident Carter übertrug ihm in den folgenden Monaten die Ausdefinition der US-China-Politik.

Welch durchschlagenden Erfolg die Trilateralen nach der Öffnung Chinas für den Kapitalismus „american style“ hatten und wie grundlegend diese Öffnung Wirtschaft und Gesellschaft transformierte, hielt ein Journalist des Time-Magazins in einem von der Nachwelt vielbeachteten Artikel Ende Juni 2001 fest: „Made in China – Die Rache der Nerds“ ist der Text überschrieben. Über 20 Jahre nach Xiaopings Machtantritt habe sich die chinesische Führung radikal verändert, werde nun von „Technokraten“ bestimmt, die Hochschulabschlüsse in Natur- oder Ingenieurswissenschaften vorweisen können. Die maoistischen Kader sind zur Jahrtausendwende weg vom Fenster, „im heutigen China schmeißen Streber die Show“.

Kissingers Erbe

Bilanziert wird hier das Ergebnis einer Politik, die von westlichen Eliten vorgezeichnet und gefördert wurde. Als Pionier darf sich der ebenfalls zur Trilateralen Kommission gehörende Henry Kissinger sehen, der als nationaler Sicherheitsberater unter Präsident Nixon bereits 1971, also acht Jahre vor Brzezińskis Durchbruch, zu geheimen Meetings mit den Führern des Reichs der Mitte flog und damit der von seinem Nachfolger – und von Cyrus Vance, dem damaligen US-Außenminister und ebenfalls Mitglied der Kommission – eingetüteten Achse Washington-Peking den Weg geebnet hatte. Dass es Brzeziński zufiel, dieses Werk zu vollenden, erfüllte den Professor für Außenpolitik mit Stolz.

Eine Anekdote fasst die Lage perfekt zusammen: Während eines diplomatischen Besuchs im Mai 1978 fragte Brzeziński – auf der Chinesischen Mauer stehend – den Reiseleiter: „Wie weit ist Kissinger gekommen?“ Der Chinese zeigt mit seinem Finger auf eine Stelle des imposanten Bauwerks. „Okay“, sagt Brzeziński, „wir werden noch weiter gehen“. Die Washington Post fasst diesen Aspekt des Konkurrenzkampfes zwischen den Oberglobalisten brillant zusammen: „Sein ganzen Berufsleben lang – in Harvard, bei der Trilateralen Kommission, im Weißen Haus – hat Brzeziński im Schatten Henry Kissingers gelebt“, scheibt der Autor. „Jetzt würde er ihn endlich übertreffen.“

Dass es tatsächlich die geheimnisumwitterte Trilaterale Kommission war, die China zum global Player aufbaute, wird aus ihren eigenen Veröffentlichungen deutlich. Im Tri-Angle Paper Nummer 15, einem Bericht der Trilateralen „Task-Force“ von 1978 heißt es: „China vorteilhafte Konditionen in den wirtschaftlichen Beziehungen einzuräumen, ist definitiv im Interesse des Westens.“ Und weiter: „(…) es scheint viele Wege zu geben, China in akzeptabler Weise mit fortschrittlicher ziviler Technologie zu unterstützen.“ Die bekannten Autoren und Politik-Analysten Patrick Wood und Anthony C. Sutton kommen zu der Einschätzung, dass es im Interesse der Trilateralen lag, China zu einer militärischen und technologischen Großmacht aufzubauen.

Drache schützt Dollar

Dahingehend hat der Club der Trilateralen historisches geleistet, doch mit Verlaub: Es gibt immer einen, der noch früher aufsteht und nicht an politische Protokolle gebunden ist. Ein ganzes Jahrhundert bevor Kissinger zu den ersten geheimen Treffen mit der chinesischen Führung aufbrach, war der Patriarch John D. Rockefeller bereits im Reich der Mitte aktiv, verkaufte um 1870 das erste Kerosin an die aufkeimende Industrienation. Sein Enkelsohn David Rockefeller wurde laut einem Bericht auf chinadaily.com von Ende März 2017 „Zeuge der über Jahrhunderte entwickelten Verbindung der Rockefeller Foundation mit China, die auch in die Wissenschaft, die Medizin und die höhere Bildung des Landes investierte“. Ein klarer Hinweis darauf, wer die Technokratie und das westlich-materialistische Denken nach Fernost importierte. Dieser Samen fiel auf fruchtbaren Boden.

Heute gehört China zu den mächtigsten Industrienationen der Erde und während das Land als größter Konkurrent des Westens gefürchtet wird, haben internationalen Banken und Konzerne ihre helle Freude an dem nominell kommunistischen Staat. Auch die Chefs der privaten US-Zentralbank setzen auf Rot, denn: China ist der größte Gläubiger der USA und hält damit das Dollar-System künstlich am Leben. Die US-Notenbank schuldet dem Land des Lächelns derzeit rund 1,15 Billionen Dollar. Das Handelsblatt erklärte dazu Anfang Oktober 2012 unter der Überschrift „Neue Weltordnung – Wie China den Dollar knacken will“, dass der „Berg an Dollarnoten“ für China „Fluch und Segen zugleich“ sei. Einerseits hätte China damit eine „kaum zu unterschätzende Machtposition“, da die Amerikaner davon abhängig seien, „weiterhin Kredit von China“ zu bekommen. Doch andererseits seien „auch die Chinesen in einer verzwickten Lage“, da sie den Aufkauf von US-Anleihen nicht einfach einstellen oder die vorhandenen verkaufen könnten, ohne dass „sie sich selbst schaden“ würden.

Dieses Lagebild gegenseitiger Abhängigkeit, das de facto die Stützung der US-Leitwährung und damit der Fed als Weltgeldzentrale der Hochfinanz durch die Chinesen belegt, wird im Handelsblatt ausgerechnet vom US-Verteidigungsministerium ausgegeben. Dies ist nur auf den ersten Blick merkwürdig, denn: Währungsstabilität hat für die US-Armee erste Priorität – und zwar nicht nur, wenn zur Dollar-Stabilisierung ölreiche Länder überfallen werden müssen, sondern auch wenn es um Finanzmarktkriege geht. So soll das Pentagon sich mit der Frage befasst haben, ob China die USA durch „die aggressive Option eines umfangreichen Verkaufs“ ins Wanken bringen könnte. Die Experten gaben Entwarnung: „China hat wenig attraktive Anlagemöglichkeiten außerhalb der US-Treasuries für die Masse seiner umfangreichen Devisenreserven.“ Man sei an einem stabilen Dollar interessiert, denn ein Crash würde auch die Volksrepublik unweigerlich in den Abgrund reißen – und wer von Finanzkrisen profitiert, haben wir Europäer spätestens 2008 gelernt. Es sind die internationalen Banken selbst, die sich – „too big to fail“ – mit Steuergeld „retten“ lassen, bis das Spiel wieder von vorne losgeht.

Mehr über die Geschichte der amerikanisch-chinesischen Beziehungen, die Pläne der Globalisten und den wichtigsten Konflikt des 21. Jahrhunderts in COMPACT-Spezial Nr. 16: USA gegen China – Endkampf um die Neue Weltordnung.

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

30 Kommentare

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    Andreas Walter am

    Vielleicht heisst das "neue" System auch:

    Es ist scheissegal, wer der Feind ist, solange dadurch alle auf Trab, im radikalen Wettbewerb gehalten werden.

    Das es dabei natürlich um "Leben und Tod" geht besorgen schon die drama queens von Funk und Fernsehen.

    "Born To Create Drama1", auf YouTube (hihihi, wie geil!)

    Hohohohoho, oder so:

    "Commercial – Born to create drama", auch auf YouTube

    Denn angeblich werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auch 75% aller Jobs wegfallen, dank immer mehr und neuer Roboter und Automation und auch immer besserer Technik, Rechner und Programme. Dann wird irgendwann auch der Chinesische und Indische Traum platzen, so wie jetzt schon der VS-Amerikanische und Mexikanische oder Südafrikanische. Der Deutsche ist ja eh schon lange Geschichte. Doch es ist immer der Gleiche, überall auf der Welt, selbst in Israel, machen wir uns da nichts vor. Das was uns jetzt daher noch brutal und gemein, irre und verrückt erscheint wird schon bald das neue Normal sein.

    Und da kommt man entweder mit klar oder unter die Räder. So einfach ist das, egal was man darüber denkt.

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    LeingschwendtnerSepp am

    Die kommende Weltmacht China ist von der aktuellen Weltmacht USA so weit entfernt wie die kommende kommende Weltmacht von China.

    Von wem ich rede? Indien. Das ist der sprichwörtliche Elefant im Zimmer, den irgendwie jeder übersieht. Sogar die Chinesen. Deshalb werden die Chinesen dieselbe Erfahrung machen wie jeder, dem die Welt bislang in den Schoß fiel: Kaum hast Du sie, wartet der nächste schon hinter Dir, um sie Dir abzunehmen. 🙂

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    Karl Blomquist am

    @Marc Dassen 30. 1.2018 10:48
    "Herr Blomquist, zumeist sind Ihre Kommentare ja ganz passabel. Aber was soll eigentlich dieses "Wie aus Freimaurerkreisen (dem Arm der NWO) zu erfahren ist" ? Ich kapiere es nicht. … Ich behaupte mal, dass Sie keine Garantie auf solche Aussagen geben können. Das ist schade, denn damit ziehen Sie die tatsächlichen Aktivitäten bestimmter Geheimbünde ins Lächerliche und Unglaubwürdige."

    Belegen kann ich das natürlich nicht, und ins Lächerliche und Unglaubwürdige will ich die Aktivitäten der Freimaurer schon gleich gar nicht. Ich sagte ja: der Arm der NWO. Ich vermute allerdings dass da was dran ist. Uns bleibt die Möglichkeit, das anhand von Ereignissen oder öffentlichen Äußerungen von Politikern zu versuchen zu verifizieren.

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    DerSchnitter_Maxx am

    Lockelfellel, Kissingel und Co.- Die Tlilatelale und Chinas Aufstieg zul Weltmacht !? Das Klingt wilklich lustig – weitel so meine lieben Fleunde, immel schön gelassen und lockel bleiben und ncht velgessen … babbelbabbel luntelladen und Chinesisch lelnen. Jingjing dingding.
    Auf Wiedelsehen … und ich velsuche beim nächsten Mal auch deutschlichel zu splechen … velsplochen.

    Wenn China ad hoc, weil größter Gläubiger der USA – U glaubwürdig S chädlich A rrogant, die Unverbindlichkeiten zurückfordern würde, würde es den Amis ziemlich schlecht ergehen – nur China hätte rein gar nichts davon. Wer schlachtet schon die Washington-Ente ($chwester der Peking-Ente) die goldene Eier legt ?! Zum Thema Schulden und Kriegsschuld, empfehle ich jedem die Aufklärungs-Doku: Der zweite Dreißigjährige Krieg 1914 – 1945

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      DerSchnitter_Maxx am

      Ach ja, und die gepleiteten Armis … finden das absolut gar nicht mehr amüsant und lustig, -weiterhin- die Washigton-Ente Chinas sein zu müssen … rigth on –
      to be continued …

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        Andreas Walter am

        Ich mag Ente. Ente gut, alles gut.

        LOL

        Jetzt schlachten sie aber erstmal uns.

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    Michael Theren am

    @™

    der Status als Weltleitwährung bedeutet für die USA u.a. ein globales Monopol zur Geldschöpfung, Ihre Währung ist keinen Marktmechanismen unterworfen (was uns so scheint ist ein Spiel der Großspekulanten), es kann beliebig vermehrt werden (von der FED gegen Zinsen), andere Staaten müssen es akzeptieren, andere Staaten dürfen noch nicht einmal ihre eigenen Geldmengen erhöhen (siehe die EZB Verrenkungen dazu)

    Wozu soll eine Golddeckung gut sein, außer für Goldspekulanten?

    Jeweils unabhängige Zentralbanken, das Verbot der privaten Geldschöpfung und wesentliche Schritte zu einer echten freien Welt und einer echten Wirtschaft wären ergriffen, Gewinne kämen den Staaten zu gute und nicht der "Wall Street"

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    Michael Theren am

    sehr gut Danke – genau das ist das Problem mit dem USA vs. China (im Übrigen durchaus auch bei vs. Rußland)…

    Die Eliteparasiten haben sich einen neuen Wirt gesucht und offenbar gefunden, China….

    Wie sonst sind die Privilegien Chinas im Handel und Finanzwesen zu erklären?

    Uns bleibt nur die Pflege des "Eigenen" – Völker haben keine Freunde, Staaten erst recht nicht, unsere derzeitige Junta jzu beseitigen bleibt die einzige Möglichkeit, daß Ausland wird da nicht helfen, eher i Gegenteil, siehe die Feindstaatenklausel oder auch manche Reden von Madame Le Pen und Co.

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      Genau so ist es. Und das muss sich nicht unbedingt positiv auf uns auswirken. Vielleicht haben wir Glück und dürfen unter chinesischer Weltherrschaft unser Eigenes ein bißchen besser pflegen, wer weiß? Zu DDR-Zeiten durften wir das unter Sowjetherrschaft bis zu einem gewissen Grad ja auch. (Natürlich nur im herrschaftlich sozialistischen Sinn, ehrliche Geschichtsschreibung und -aufarbeitung gab`s da aber auch nicht.) Allerdings werden insbesondere die wirtschaftlichen Kokurrenzkämpfe mit China dann nicht ohne sein.

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        Karl Blomquist am

        @Jana
        Genau. Die USA/NWO verweigern unserem Land das Existenzrecht mit ihren gesteuerten Migrationsbewegungen/Hooton-Plan und ihren Plänen, Deutschland zum Schlachtfeld zu machen in ihrem Krieg gegen China. Es kann mit China also schon einmal gar nicht schlechter werden als mit den USA. Dass die deutschen Handelsüberschüsse, die wir heute nicht behalten dürfen (komische Wirtschaftsweise), dann eventuell geringer werden, muss kein Nachteil sein.

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    Das beschrieb bereits Gary Allen in seinem Buch "Die Rockefeller Papiere" in den Siebzigern, genau wie die Verflechtungen dieser Dynastie in Industrieinvestitionen in der damaligen UdSSR.
    Vieles ist eben anders als es scheint und der Kommunismus -auch der Wiederkehrende- ist eben ein Projekt dieser Eliten.

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      Es reicht eben nicht, wenn die USA als Hegemonialmacht verschwinden, wie manche das glauben. Die Hintermänner bleiben die selben, und somit wird sich auch das große Spiel nicht ändern, nur weil die Beteiligten ausgewechselt werden.

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    Also wird Herr Trump die zwei Jahre haben das Außenhandelsdefizit
    herunter zu fahren, um sich dann um die Weltschuldenlage zu kümmern.

    RB 4

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    Direkter Demokrat am

    Damit wurde der Abstieg der USA als Imperium besiegelt und der wirtschaftliche Aufstieg Chinas eingeläutet. Der milliardenschwere Geldadel hatte und hat die Macht mit Staaten Monopoly zu spielen. Natürlich hatte, wie so oft, der Bilderberger und Menschenverachter Kissinger die Hände mit im Spiel. Seine Aussage aus den 70ziger von den "nutzlosen Essern" unterstreicht dies.

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    China hat eine ziemlich kontinuierliche Geschichte von ca. 7000 Jahren. Höhen und Tiefen hat es immer gehabt und das gesamte 19.Jh. wurde es von Angloamerikanern vorgeführt und ausgenommen. Die sollten sich nicht darauf verlassen, daß die Chinesen das vergessen haben! Wenn da jemand glaubt, daß er die Chinesen lenkt, glaubt er das wahrscheinlich nur! Das gilt auch für amerikanische "Denkfabriken" und Geheimbünde. Da kann sich ganz schnell etwas ändern und in einer Aufstiegsphase Chinas – wie heute – immer zu Gunsten Chinas. Die knicken den Dollar und die Machtstellung der USA, sobald sie es sich erlauben können, bzw. einen günstigen Zeitpunkt dafür sehen.

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      Karl Blomquist am

      @Livia
      So ist es: China ist NICHT Teil der NWO
      Sonst würden die USA nicht den großen Krieg gegen den Haupthandelskonkurrenten, diesmal China, planen. Und das tun sie. Sie haben diesen Krieg sogar schon selbst angekündigt: bis 2028. Wir müssen allerdings davon ausgehen, dass sie, um ihrer Pleite zuvorzukommen, schon weit eher zuschlagen, schätzungsweise bis 2020. Der Feind hat keine Zeit mehr. Das ist sein schwacher Punkt.

    • Avatar
      Manfred aus München am

      @Livia
      diese Meinung teile ich … die Briten haben damals mit dem Opiumhandel ein ganzes Volk versklavt und in die Drogen-abhängigkeit getrieben. Wie könnte man das vergessen. Das wird ihnen jetzt auf die Füße fallen. Ein Volkskörper vergisst nicht. Auszug aus der Wiki:
      Ab ca. 1820 verstärkte die britische East India Company den Export bengalischen Opiums nach China systematisch. Allein zwischen 1821 und 1837 verfünffachte sich die umgeschlagene Menge. Dies führte zu zunehmenden Problemen in der chinesischen Verwaltung und zu einem Handelsbilanzdefizit auf chinesischer Seite. Dass Millionen Chinesen abhängig von Opium wurden, sorgte für eine ganze Reihe sozialer und wirtschaftlicher Probleme. Nicht zuletzt aus Besorgnis um den Abfluss von Silber ins Ausland bemühte sich Kaiser Daoguang jahrelang nachdrücklich, aber mit mäßigem Erfolg, um eine Eindämmung des Opiumhandels: Der britische Opiumhandel wuchs ungehindert weiter.

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    Werner Wolff am

    Ein sehr interessanter Artikel von Herrn Dassen, der substanzielle Aspekte der Verbindung USA-China beleuchtet und damit indirekt auch in Bezug zu China-Russland.

    In der Presse wird immer so getan, als würde China der schärfste Rivale der USA sein, der es bei seinen Machtansprüchen im pazifischen Raum auch auf einen Krieg mit den USA ankommen lassen würde. Doch das ist nur der Schein und der trügt immer, denn bei solch einer substanziellen Abhängigkeit beider voneinander wird keiner dem anderen ernstlich wehtun.

    Mit Kommunismus hat China nichts zu tun. Interessant ist lediglich, wie die USA mit einem strukturell kommunistisch ausgerichteten System einen sehr effizienten Kapitalismus aufgebaut haben. Der Faden ließe sich jetzt weiterspinnen. China, ein Modell für die NWO? Substanzielle Übereinstimmungen gibt es tatsächlich auch mit der EU. Das erklärt einiges, was hier unter Merkel abgelaufen ist und auch die Rolle der "Grünen" dabei aus einer ganz anderen, aber doch bereits bekannten Perspektive.

    Geheime Beziehungen der USA zur „Großen Roten Sonne“ soll es ja schon vor 1945 gegeben haben. Lag hier die Ursache für das spätere Zerwürfnis zwischen Stalin und Mao? Ein interessanter Gedanke mit Konsequenzen.

    Auf jeden Fall ist der Artikel von Herrn Dassen ein guter Anlass, weltpolitische Fragen substanzieller Art neu zu durchdenken.

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      Ich sehe diese Ansicht nicht so sonnenklar, da Amerika noch nie ein ehrlicher Partner war. Gerade durch diese Abhängigkeit wird das US Regime immer wieder versuchen sich dieser zu entledigen und sei es dies durch Krieg.

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        Werner Wolff am

        Ihren Einwand sehe ich als berechtigt. Ich werde Ihre Überlegung in die meinige einbeziehen. Danke.

      • Avatar
        Karl Blomquist am

        @McCoan
        @Werner Wolff
        Die USA haben den Krieg gegen China sogar schon selbst angekündigt: bis 2028. Wir müssen allerdings davon ausgehen, dass sie, um ihrer Pleite zuvorzukommen, schon weit eher zuschlagen.

  12. Avatar

    "Auch die Chefs der privaten US-Zentralbank setzen auf Rot, denn: China ist der größte Gläubiger der USA und hält damit das Dollar-System künstlich am Leben. Die US-Notenbank schuldet dem Land des Lächelns derzeit rund 1,15 Billionen Dollar. "

    Nein, die Fed ist nicht privat, sondern öffentlich-rechtlich.

    Und 1,15 Bio. USD sind gerade einmal 5,8% der gesamtem ausstehenden US-Staatsschulden. Inwiefern hält das irgendwas "künstlich" am Leben? Chinas Bestand ist seit 2010 nahezu konstant.

    • Marc Dassen

      Hallo tm!

      Die Fed ist "öffentlich-rechtlich"? Ich empfehle die Lektüre "The Creature from Jekyll Island"!

      Und was die Verschuldung angeht: China ist und bleibt der größte Gläubiger der USA! Die Stabilität des Dollars wird einzig dadurch garantiert, dass andere Volkswirtschaften/Wirtschaftszonen dieses "wertlose Papiergeld" noch im Tausch für ihre Waren akzeptieren. China tut das – und zwar aus einem Kalkül: Solange der Dollar stabil bleibt, läuft auch der Welthandel zum Vorteil der Chinesen wie gewohnt weiter. Sie verstehen?

      Grüße,

      MD

      • Avatar

        Ich kenne diese "Lektüre" und andere Pamphlete… DIe Sache ist doch eigentlich klar: Die Politik bestimmt die Richtung der Fed. Es gibt private Anteilseigner, denen jedoch kein Anteil am Gewinn zusteht, sondern eine feste Verzinsung und diese Anteilseigner können auch die politische Richtung der Fed nicht mitbestimmen. Wo soll da etwas privat sein?

        Meine Güte. China hält ganze 5,8% der ausstehenden US-Staatsschulden. Was soll damit garantiert werden? Und wenn China sich entschließen sollte, diesen Bestand abzubauen, wäre das prima für die US-Wirtschaft (und auch für Europa): Der chinesische Handelsbilanzüberschuss wäre weg.

        Was macht den USD denn aus Ihrer Sicht zum "wertlosesn Papiergeld"? Also der Rest der Welt sieht das ja offenbar anders.

      • Marc Dassen

        Hallo tm,

        ich respektiere Ihre Einschätzung, auch wenn ich sie nicht teilen kann. Ein kluger Mann hat mal gesagt: Der Dollar ist hauptsächlich durch Blei und Plutonium gedeckt. Soll heißen: Wer das US-Dollarsystem ins Wanken bringen oder den Dollar nicht akzeptieren will – sie Irak, siehe Libyen – der wird freundlich darum gebeten.

        Und zur FED: Fragen Sie mal Herrn Grünspahn oder Frau Yellen, ob die Zentralbank von der Politik geführt wird oder umgekehrt…

        mfG

        MD

      • Avatar

        @Marc Dassen
        Erstmal Danke, dass hier eine sachliche Diskussion zustande kommt.

        Die Einschätzung, dass der USD durch das Militär gedeckt ist, hört man oft, aber worauf basiert diese Einschätzung? Neuseeland, Kanada, Brasilien und diverse andere Volkswirtschaften finanzieren größere Leistungsbilanzdefizite als die USA, ohne über eine Weltwährung zu verfügen. Wieso benötigt also zum einen ausgrechnet die größe Volkswirtschaft der Welt überhaupt eine Weltwährung und wieso muss diese dann durch das Militär gestützt werden?

        🙂 Und zu Yellen oder Greenspan: Wierum auch immer, es sind jedenfalls nicht die Anteilseigner, von denen jeder auch ohnehin nur einen winzigen Bruchteil hält bzw. halten muss, um überhaupt mit der Fed Geschäfte machen zu dürfen.

      • Marc Dassen

        Hi tm,

        klar, kein Ding! Tja. Warum benötigt die USA eine Weltwährung? Das ist eine Frage, die glaube ich schon falsch gestellt und so auch nicht zu beantworten ist. Ich glaube die erfolgreiche wirtschaftliche und auch militärische Kriegsführung der USA gegen den Rest der Welt seit 1941 – auch Siegeszug des Kapitalismus genannt – könnte den anglo-amerikanischen Geldadel auf die Idee gebracht haben, dass eine von den USA kontrollierte Weltwährung profitabel wäre. (Weltbank, BIZ und IMF werden, so meine ich, im Interesse der USA geleitet) Dass diese Dominanz des Dollars andere Nationen der Welt erpresst und erdrückt – siehe Libyen, wo Gaddafi den Gold-Dinar als Alternativwährung für Afrika aufstellen wollte – dürfte glaube ich kein Streitpunkt sein. Insofern können Sie sich die Frage selbst beantworten, warum das US-Militär Krieg für Papiergeld führt…

        Grüße

        MD

      • Avatar

        @Marc Dassen
        "Dass diese Dominanz des Dollars andere Nationen der Welt erpresst und erdrückt – siehe Libyen, wo Gaddafi den Gold-Dinar als Alternativwährung für Afrika aufstellen wollte – dürfte glaube ich kein Streitpunkt sein."

        Doch ist ein Streitpunkt. Denn Sie unterstellen ja damit bereits, dass die USA den USD irgendwie als Weltwährung benötigen und daher Krieg führen, wenn jemand den USD nicht mehr möchte. Aber genau das stelle ich in Frage. Was sollte es die USA jucken, ob Lybien mit USD bezahlt? Im Gegenteil, es sind ja die USA, die China und andere Staaten seit langem drängen, ihre Währungen eben nicht mehr an den USD zu koppeln.

        Diese Bezahlung in USD etwa im Falle Chinas ist nur notwendig, weil der CNY nicht frei konvertierbar ist. Würde China das ändern, so dass sich jeder in beliebiger Menge CNY besorgen könnte, bräuchte es den Umweg über den USD und damit die Kopplung des CNY an den USD auch nicht mehr – aber China und andere wollen ihre Währungen an den USD kopplen, um Exportvorteile zu haben.

        Im übrigen halte ich den angeblichen Gold-Dinar für ein Gerücht. Ich würde sogar noch weiter gehen: Kein Staat mit halbwegs Verstand wird eine Golddeckung einführen und sich damit jeglicher Flexibilität bei Wechselkurs und Zins berauben. Wohin eine Fixierung der Wechselkurse – und das ist eine Golddeckung de facto – führt, sehen wir in der Eurozone. Mit der Golddeckung wäre dann auch noch der Zins inflexibel.

      • Marc Dassen

        Hallo tm,

        habe leider keine Zeit, um das mit Ihnen auszudiskutieren. Vielleicht ein anderes Mal.

        MfG

        MD

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      Manfred aus München am

      @TM
      [Nein, die Fed ist nicht privat, sondern öffentlich-rechtlich] .. soso… Sie disqualifiziren sich gerade … sogar mein 13jähriger Neffe weiß, dass die amerikanische Zentralbank dem amerikanischen Volk entwendet wurde. Ganz schwacher Auftritt! … geh raus, spielen … mach irgendwas von dem Du Ahnung hast. ###
      Die Gründung der FED nahm ihren Anfang mit der Verabschiedung des Federal Reserve Acts. Dieser wurde 1913 unter Präsident Woodrow Wilson verabschiedet. Dadurch fiel die Macht über den US-Dollar in die Hand der mächtigsten Privatbankiers. Zu dieser Zeit waren dies Rothschild, Rockefeller, Morgan und Warburg. Diese hatten kurz zuvor ein Kartell gegründet und somit rund ein Viertel des damaligen, global verfügbaren Reichtums auf sich vereinigt.

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