Der 23-Jährige Asylant Yussif O. hat den Behörden in Ellwangen enorme Probleme bereitet. Wegen ihm und seinen 200 Mitstreitern gab es Krawalle gegen die Polizei, einen Großeinsatz, und dann veranstalteten die Asylanten dreist eine Demo durch die kleine Stadt in Baden-Württemberg, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten.

    Heute Morgen wurde der aus dem sicheren Togo stammende Yussif O. endlich per Flugzeug nach Italien abgeschoben. Zuvor war er vor das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gezogen, um seine Abschiebung zu verhindern. Das Gericht hat in seinem Fall gestern entschieden, dass er abgeschoben werden darf.

    „Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt“, teilte das BVerfG mit. Die Verfassungsbeschwerde, die der Anwalt des Togolesen in Karlsruhe eingereicht hatte, sei „bisher mangels ausreichender Begründung unzulässig“. Die einstimmige Entscheidung des Gerichts ist unanfechtbar.

    Deswegen holte die Polizei Yussif O. heute um 04:52 Uhr vom Gefängnis in Pforzheim ab und brachte ihn zum Flughafen Frankfurt. Um 9.30 Uhr startete sein Abschiebeflug. Er wurde wie geplant nach Italien zurück gebracht; das Land, wo der Togolese bei seiner angeblichen Flucht erstmals europäischen Boden betreten hatte. Es stellt sich allerdings die Frage, wovor er geflohen ist? Im Togo herrscht schließlich kein Krieg. Eigentlich wäre es sinnvoller gewesen, ihn gleich dorthin abzuschieben, anstatt nach Italien.

    Allerdings sind die Behörden klug vorgegangen, indem sie den Ausreisepflichtigen zuvor in Haft nahmen. 2017 scheiterten nämlich 9.200 Abschiebungen bereits am Flugtag, weil die Migranten nicht angetroffen wurden, ärztliche Attests oder eon Einspruch vorlagen. Insgesamt wurden im letzten Jahr 23.966 Migranten in ihre Heimatländer zurückgebracht. Das sind 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Ganze 20.869 geplante Rückführungen konnten nicht durchgeführt werden!

    Kommentare sind deaktiviert.