Rentenpolitik – Totales Versagen der Politiker und die Folgen!

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Sind Alte und Kranke – Rentner – eigentlich Menschen 2. Klasse? Das Thema Rente „geistert“ nun schon ca. 40 Jahre durch die Politthemen der alteingesessenen Parteien, insbesondere bei der „Führungselite“ CDU/CSU/ FDP. ALLE wollen ja nur das Beste für die Alten und Kranken.

_von Jürgen Brandenburg

Aber was wollen sie wirklich, fragt man sich doch als normaler Bürger. Nach jahrelangen Einzahlzeiten in die Rentenkasse sollten die Alten und auch vorzeitig erkrankten Menschen eine finanzielle Absicherung erhalten – und nicht wie Bettler und Aussätzige behandelt zu werden. Schlimm genug für viele Kranke, die eventuell vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden müssen, ohne Verschulden arbeitslos werden, abrutschen in das „Tal der Tränen“ als Hartz IV Empfänger, in ein soziales Abseits!

Wir, die immer brav zur Arbeit gegangen sind, unsere Steuern, Gebühren und Abgaben bezahlt haben, stehen dann, wenn die Rente gefordert wird, quasi als Bittsteller vor den Rentenämtern. Und wenn dann die Berechnungen der zustehenden Rentenbezüge schwarz auf weiß auf dem Papier vor uns liegen – oft ein unvorstellbarer Schock – der zustehende monatliche Rentenbetrag treibt viele Menschen in eine Art Verzweiflung, stehen wie ohnmächtig mit dem Bescheid in der Hand und wissen nicht, was geschehen ist. Der soziale Abstieg in einen sozialen Supf der Armut, eventuell Hunger und Not – davon wollen unsere Damen und Herren der Politik in Berlin nichts hören.

Zu groß ist der Unterschied zu den armen, betroffenen Bürgern und der „Politelite“. Die haben völlig den Bezug zur Realität verloren. Diese Gruppe von Menschen erhalten ja später tausende von Euros jeden Monat aus der Staatskasse überwiesen – eine Ungerechtigkeit gegenüber der „normalen Arbeiterschicht“, wie es schlimmer nicht sein kann.

Ich kann mich noch gut an die Worte und riesigen Plakaten von und mit Norbert Blüm erinnern – Unsere Renten sind sicher – klar, habe damals nur nicht verstanden, wie es gemeint war, nämlich die Altersbezüge der Beamten und Politiker – die sind sicher – nur die arbeitende, einzahlende Bevölkerung wurde völlig übersehen, die waren damit wohl nicht gemeint.

Wenn diese Personenschicht einmal genauso an „UNS“ denken würde, wie sie selbst sich ihre Altersbezüge ausrechnen, dann vorstellen – sie müssten mit den Rentnern plötzlich tauschen – ohhh je … was gäbe das dann ein Geschrei – dann würde auch schnell, unbürokratische gehandelt und einheitlich abgestimmt werden. Nur so, wie im Moment, wo es diese Schicht der Beamten und Politiker nicht betrifft, warum da aufregen, sich Gedanken machen – ist doch alles so weit vom EIGENEN ICH entfernt.

Wenn es die Bundeskanzlerin – Frau Merkel, der Finanzminister – Herr Schäuble, die Ministerin für Arbeit und Soziales – Frau Nahles & Co. wirklich ehrlich mit den steuerzahlenden Bürgern meinen würde, dann würden die Prioritäten in Sachen Verteilung der Mittel aus dem Bundeshaushalt völlig anders gesetzt.

Es kann doch nicht angehen, für jeden eingewanderten Flüchtling ist Geld vorhanden, erhält Essen und Trinken, Wohnung und Strom, Wasser und Heizung – alles umsonst gestellt – und die Menschen, welche ein Leben lang für die Aufrechterhaltung des deutschen Staats Steuern, Rentenbeiträge – ja, sich „krummgeschuftet“ haben, denen nun kaum noch Aufmerksamkeit zu schenken, ja – zu bestrafen. „Schuften bis zum Umkippen“ – so grausam es klingt, wäre doch für den Staat am Besten. Dann wäre endlich das Thema „Renten/Altersversorgung“ vom Tisch – und die Gelder könnten für andere Zwecke genutzt werden. ( Das haben wir ja schon einmal so erlebt – die Rentenkassen wurden geplündert) Denn lang hat die „SCHWARZE NULL“ nicht mehr die Farbe schwarz – zu groß ist schon jetzt der unweigerlich auf uns zukommende Erhaltungsaufwand für zerfallene Gebäude, Schulen, etc. Da werden Milliarden gespart an Schulsystemen, sozialen Projekten, nur um diesen blöden Spruch immer wieder sagen zu können. Aber, dass durch diese Art der Einsparungen auf Zeit, der Aufwand letztlich weitaus teurer wird, das interessiert zu diesem Zeitpunkt niemanden. Wenn in ein paar Jahren nur noch Gelände- u. Kettenfahrzeuge gebaut werden, damit man überhaupt noch auf vorgezeichneten Strecken fahren kann – von Straßen kann man dann ja nicht mehr reden – dann sitzen Frau Merkel und Herr Schäuble irgendwo auf ihren Landsitzen und schauen der Sonne nach.

Hier muss nun grundlegend eine Änderung her. So verantwortungslos mit unserer Zukunft umzugehen, das muss ein Ende haben. Schon für unsere Generation wird es immer schlimmer – was geschieht aber mit unseren Kindern? Was passiert mit denen?

Aber ein sehr wichtiger Aspekt wird eigentlich nirgends beschrieben, bedacht – es wird immer von einer Altersarmut gesprochen – und hier liegt ja nur ein kleiner Teil der Problemstellung. Was bedeutet es in Vollzug? Stellen wir uns vor, 5 Millionen, oder mehr Menschen beziehen so kleine Renten – was ist denn eigentlich mit dem Wirtschaftswachstum? Was ist mit dem Bruttosozialprodukt? Dieser Gedanke wird nie angesprochen – ja, ein brandheißes Thema, wo sich alle hier Beteiligten der Politiker die Finger verbrennen würden.

Wenn nur noch so ein niedriges Grundeinkommen zur Verfügung steht, für Mietzahlungen, Lebenshaltungskosten usw., was können diese Menschen denn dann noch kaufen? Nicht wie jetzt zu Weinachten – „Oma kauft für die Kinder warme Sachen, Opa ein neues Fahrrad für die Enkelkinder“ – nein, alles vorbei. Durch die niedrigen Renten, sinkt die Einkaufskraft massiv in vielen, fast allen Bereichen, die tausenden von Gewerbetreibenden verlieren riesigen Umsatz, die Unternehmen können nichts mehr produzieren, die drastische Reduzierung der Steuereinnahmen, allein der Mwst. wird zu katastrophalen Finanzausfällen führen. Die Arbeitslosigkeit steigt in unvorstellbare Höhen, die Sozialkassen können nicht mehr bezahlen. Aber, was dann? Darüber sollten die Politiker in allen Parteien einmal nachdenken. Wenn der Finanzkreislauf destabilisiert wird, werden viele Menschen wirklich alles tun, um ihr Überleben zu retten. Es gibt Dinge, diese möchte ich hier nicht aufzählen. Was würden Sie tun?

Es bleibt also nur eine Möglichkeit, diese Katastrophe von Deutschland fernzuhalten – die Finanzen der Alten und Kranken müssen einfach, auch wenn es aus Steuermittel Zuschüsse geben muss, ein Mindestmaß an Kaufkraft erhalten. Die Grundbedürfnisse der Menschen müssen bezahlbar sein und bleiben.

Die Rentendebatten führen zu oft in den Bereich der Zukunft, also was ist in 30/50 Jahren? Jetzt im Hier und Jetzt sollten doch erst einmal die Parameter für die kommenden z. B. 10 Jahre festgesetzt werden. Wenn dort Einigungen erzielt worden sind, dann als 2. Thema die Zukunftsthemen bearbeiten. Mir erscheint die ganze Rederei auf eine reine Ablenkung auf Zeit…so in der Art…“Was schert mich in 30/50 Jahren, was mit den Alten geschieht“? Wir schreiben das Jahr 2016, schon wieder wurde den Ostrentnern eine Angleichung der Renten an das „Westniveau“ versprochen. Das geht nun schon fast 30 Jahre so. Getan hat sich kaum etwas. Und nun sucht man weitere fast 10 Jahre, diese Angleichung endlich zu vollziehen. Dann sind die jetzigen Rentner schon gar nicht mehr davon betroffen. In diesen ca. 40 Jahren hat sich doch schon wieder eine ganze Generation in das Rentenalter gearbeitet. Merken die Menschen das eigentlich nicht?

Jetzt – MUSS – eine Entscheidung her, welche zuerst einmal die Rentner von heute ab sofort halbwegs finanziell abgesichert werden – und die kommenden Jahre überstehen.

Wenn die CDU/CSU SPD in dieser Wahlperiode der „Großen Koalition“ erneut nicht für ordentliche Lösungen sorgt, wird wieder nur um das Thema herumgesprochen. NICHTS wird getan, geändert, vorausgeplant.

Wir sollten viel lieber einmal ernsthaft darüber nachdenken, ob es weiterhin ratsam ist, unsere „Kreuze“ auf den Wahlzettel noch immer an altgewohnte Stelle zu machen. Nur so haben wir, das Volk, die Möglichkeit uns Gehör zu verschaffen, denn ehrliche Mitbestimmung gibt es später nicht mehr.

Wir sollten den Mut haben, Abstand von den „alten Kameraden-
u. Kameradinnen“ im Bundestag zu nehmen und uns einmal auf die fachlichen Qualifikationen der „jüngeren Generation“ stützen und verlassen. Speziell dieses eingefahrenen Festhalten an Pöstchen und „Sesselpupserei“ im Land- u. Bundestag sollte einmal grundlegend angestrebt und die Personen ausgetauscht werden. Schlimmer wie in den vergangenen Jahrzehnten kann es doch nicht mehr werden. Wenn sich auf diesem Parkett nichts ändert, wird sich auch für das Volksbegehren nichts mehr ändern – Warum auch, wenn doch die eigenen Gehälter, Bezüge, Pensionen gesichert sind. Beste Verhaltensweise ist doch in diesen Reihen – nicht auffallen, nur mit dem Kopf nicken und verstecken.

Wem es gefällt – sie können mich erreichen unter: jrbrandenburg23@gmail.com

© Jürgen Brandenburg

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