Wichtige Themen haben Vorrang, dürfte sich die Bunderegierung gesagt haben. Verarmung? Billiglöhne? Mietwucher? Rentenflop? Egal, erst mal gendern wir das Personenstandsgesetz.

    Auf der Seite des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gab man heute triumphierend bekannt: „Bei der Geburt eines Kindes ist auch dessen Geschlecht im Geburtenregister zu beurkunden. Bei Kindern, die weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurden, konnte die Geburt ohne eine Geschlechts-angabe eingetragen werden. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017 genügt diese Regelung nicht dem Grundgesetz.

    Auch für Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung müsse das Gesetz einen ,positiven Geschlechtseintrag‘ ermöglichen.Der Gesetzentwurf sieht hier vor, dass der Standesbeamte neben den bereits vorgesehenen Varianten die Angabe ,divers‘ eintragen kann.“

    In den Worten des Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Prof. Dr. Günter Krings: „Der heute dem Kabinett vorgelegte Gesetzentwurf soll neben den bestehenden drei Varianten ,weiblich‘, ,männlich‘, ,ohne Angabe‘ die Möglichkeit schaffen, für intersexuelle Personen das Geschlecht als ,divers‘ zu beurkunden.“

    Ich bin kein Mann, ich bin keine Frau, ich bin divers! Und das darf ich jetzt in meinem Geburtenregister beurkundet werden! Was für ein Erfolg! Was für ein Triumph! Da finde ich‘ auch gar nicht mehr schlimm, dass ich jetzt wegen steigender Mieten aus meiner Wohnung fliege. Und auch mit 800 Euro im Monat komme ich prima aus, denn ich weiß, amtlich bekundet: Ich bin divers.

    Besonders glücklich macht das Tempo des Beschlusses. Das Bundesverfassungsgericht hatte dem Gesetzgeber aufgegeben, seine Entscheidung zu besagten Genderung bis Ende dieses Jahres umzusetzen. Und jetzt ist schon der Entwurf da! Sage nch einer, die Bürger seien der Regierung nicht wichtig.

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    Auch AfD-Politiker Petr Bystron gab sich auf Twitter erleichtert: „Wir können aufatmen! #Seehofer hat bei drängenden Fragen unserer Zeit alles im Griff. Gott sei Dank!“

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