Raubritter: Bank of England verweigert Herausgabe des Goldschatzes von Venezuela

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Was passiert mit dem deutschen Gold, das ebenfalls in London lagert, wenn wir mal Streit mit den Angloamerikanern haben?

Die Bank of England (BoE) weigert sich, das von ihr treuhänderisch verwaltete Staatsgold von Venezuela zurückzugeben. Präsident Nicolás Maduro versucht seit mindestens November, 14 Tonnen der nationalen Goldreserven des Landes von London wiederzubekommen – doch die Briten verweigern das und entziehen Venezuela damit dringend benötigte Kapitalreserven. Parallel hat die US-Regierung die Einnahmen Venezuelas aus dem Verkauf seines Öls eingefroren, die auf US-Banken liegen. So will man Maduro den Todesstoß versetzen – aber zuerst wird der Hunger im Land verstärkt. Die kleinen Leute bluten im Machtkampf der Großen.

N-TV kommentiert: „Mit ihrer Entscheidung greift die altehrwürdige Bank of England (BoE) direkt in den venezolanischen Machtkampf ein. Die Goldreserven sind für das von US-Sanktionen und Wirtschaftskrise gebeutelte Regime schon seit Jahren eine der wenigen Möglichkeiten, an Devisen zu kommen. Die braucht es dringend etwa für den Import von Nahrungsmitteln, Medikamenten und damit auch für das eigene politische Überleben.“

Man beachte: Dieser Vorgang ist historisch einmalig, das gab es noch nie. Erschüttert wird das internationale Vertrauen in die vorgebliche treuhänderische Unabhängigkeit der Bank of England oder auch der US-amerikanischen Notenbank Fed, die beide Goldreserven sehr vieler Länder verwalten. Auch Deutschland muss sich jetzt Sorgen um sein in London und New York gebunkertes Gold machen. Selbst die gewohnt US-freundliche FAZ kommentierte am Anfang des Tauziehens um das venezolanische Gold im November 2018: „Wer aber immer schon gegen eine Auslandslagerung von Notenbankgold war, der fühlt sich durch die Begebenheit bestätigt. Gold zurück gebe es eben nur unter Freunden, heißt es in den entsprechenden Internetforen. Die Bundesbank hatte stets argumentiert, es sei durchaus sinnvoll, Teile der Goldreserven an internationalen Handelsplätzen wie London oder New York zu halten, wo man die Währungsreserven bei Bedarf schnell zu guten Preisen veräußern könne. Kritiker dagegen hatten spekuliert, ob das deutsche Gold etwa in den gut gesicherten Tresoren der New Yorker Fed im Felsen von Manhattan überhaupt noch vorhanden sei. Die Bundesbank hatte schließlich nachgegeben und Teile nach Frankfurt geholt. Von den 3374 Tonnen Gold der Bundesbank (Stand Ende 2017) lagern jetzt noch 1236 Tonnen in New York und 427 Tonnen bei der Bank of England.“

Dass es jetzt um den Besitz von Gold geht, spricht für die Schwäche des Papiergeld-Imperialismus der USA und seines engsten Verbündeten Großbritannien – die fehlende materielle Deckung der bunten Scheinchen wird, da sie nicht mehr industriell produziert werden kann, einfach über kriegerischen Raub organisiert. Schon Gaddafis Goldreserven wurden im Krieg 2011 bei erster Gelegenheit geraubt… Wie die Finanz-Mächte hinter den Zentralbanken – die alten Dynastien der Rockefeller und Rothschild, der JP Morgan und Goldman Sachs sowie des Hauses Windsor – seit mehr als hundert Jahren Geld-Kriege anzetteln und lenken, ist eines der zentralen Themen der aktuellen COMPACT-Spezial „Finanz-Mächte. Kriminalgeschichte des Großen Geldes“. Mit diesem Standardwerk haben Sie einen Schlüssel auch zum Verständnis der aktuellen Krisen. Ein Inhaltsüberblick:

Dunkle Dynastien
Fugger, Rothschild und Rockefeller

Diskrete Clubs
Freimaurer, Illuminaten und Bilderberger

US-Notenbank
Papiergeld, Imperialismus und Krieg

Blut-Banker
JP Morgan, Goldman Sachs und die EZB

Heuschrecken
George Soros, BlackRock und andere Hedgefonds

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Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

35 Kommentare

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    Doris Mahlberg am

    Die englische Geschichte ist geprägt vom Raubrittertum. In den heutigen USA ,Nordamerika und anderen Teilen der Welt haben diese Herrschaften gewütet wie die Berserker. Man hat das Land in Besitz genommen, die Eingeborenen vertrieben ,ermordet oder unterdrückt und geplündert, was das Zeug hielt. Die spanischen Conquistadores haben es in Südamerika ebenso toll getrieben und dort ganze Kulturen und Völker ausgerottet und deren Reichtümer ins Mutterland transportiert.
    Spanien und England waren Freibeuter-Nationen und Kolonialherren. Sie waren sich spinnefeind und wetteiferten auf den Weltmeeren um die Macht. Dabei war ihnen jedes Mittel recht. Heute haben beide Länder mit dieser Vergangenheit überhaupt kein Problem.

    Böse waren ja nur die Deutschen !

    Doris Mahlberg

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    Die ganze EU …..,alle westlichen Staaten westwaerts der Elbe sind Raubritter – Treuhaender von Fremdeigentum ….,leben von anderer Arbeit und Vermoegen.

    Gut geplanter Schmarotzerclub und Betruegerverein.

    Leider sind viele Ostblocklaender vertreten von Banditen und auch Gaunern , sodass die ihre eigenen Laender in die Schei….. gefuehrt haben.

    England braucht das Vermoegen Venuzuelas nach dem Brexit ………

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    Dominique Strauss-Kahn hatte "Glück", dass ihm nach der Goldfrage nur die Gelbe Karte gezeigt wurde.
    Er gehört wohl auch zum Club.

    Das deutsche Gold und Strauss Kahn, ganz sicher Verschwörung-s-"theorie" gelle.

    Während die Mainstream-Medien sich in der Kolektivschuld suhlen, sehen andere
    # Godwin, Gabalier und der Hakenkreuz-Streit als modernes Pop-Art-Arschgeweih
    im pernamenten Nazi Geschrei gar "effektiv eine Holocaust-Leugnung" nun ja halt alles Kommunismus denn mit der Widersprüchlichkeit von Daniel Cohn-Bendit und Michael Wolffsohn ist so mancher überfordert.

    Nun ja "Venezuela" dass seltsam rohstoffreiche Länder immer Probleme bekommen schuld ist wohl "Stalin, Mao, den Khmern, Nordkorea überhaupt" wenn ich mal frech aus
    # Venezuela und die Wildsau
    schneide.
    Was für ein Weltbild der Herr.

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      # Berlin geißelt Maduro – Willy Wimmer: „Keine eigenständige Politik“ – EXKLUSIV

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    Washington will Soldaten nach Kolumbien schicken

    Freeman

    Der letzte Satz in meinem vorhergehenden Artikel über Venezuela lautet: "Möglicherweise kommt eine militärische Intervention der NATO gegen Venezuela von Kolumbien aus." Tatsächlich will Washington 5’000 Soldaten nach Kolumbien schicken, wenn man den Text auf John Boltons Notizblock liest, den aufmerksame Reporter erspäht haben.

    Das Washington die Frechheit besitzt, überhaupt von Menschenrechten und Demokratie zu reden, wo doch die Vereinigten Staaten keine Demokratie sind und die grösste Gefängnispopulation der Welt hat mit der höchsten Inhaftierungsrate pro Kopf.

    Ja, in den USA sitzen 2,5 Millionen Menschen hinter Gittern und 5 Millionen stehen unter strikter polizeilicher Überwachung nach Absitzen der Strafe auf Bewährung. Wer vorbestraft ist darf nicht mehr wählen.

    Die Armut in Amerika ist so gross, über 40 Millionen Menschen beziehen staatliche Essensmarken um zu überleben und fast 1 Millionen sind Obdachlose, die auf der Strasse, in Zelten, Autos oder Blechhütten schlafen.

    Wie wäre es wenn Washington endlich sich um das Wohl der eigenen Bevölkerung kümmert, statt ständig sich in die Politik anderer Länder einzumischen und Kriege anzuzetteln? Für Waffen und Kriege ist immer Geld da, für die arme arbeitende Bevölkerung nichts…ALLES LESEN !!

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    Die Bundesbank hat Teile des Goldes nach Frankfurt geholt? Oder hat sie es nur gesagt? Irgendwie glaube ich nicht daran. Das Gold wurde eher einkassiert; und damit es keinen Streß gibt, wurde gelogen wie gedruckt.

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    Was passiert mit dem deutschen Gold, das ebenfalls in London lagert, wenn wir mal Streit mit den Angloamerikanern haben?

    Brauchen wir ja nicht drüber nachdenken. Wir hatten schon Streit GB und den USA.

    Die USA & GB haben unser Gold 1945 abgholt und rückt es seit dem auch nicht mehr raus!

    Einfallen wie die Hunnen, die Staatsbank plündern und dann weiter ziehen.

    Das ist das Geschäftsmodell der Angloamerikanern.

    Sie nenen es Freiheit und Demokratie.

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      Andreas Walter am

      Wichtige Unterschied, Willi.

      Die heutigen Goldreserven der "deutschen" Regierung, die derzeit zum Teil in Deutschland, VSA (NY) und GB (London) lagern, wurden erst nach 1945 während der Zeit des Wirtschaftsaufschwungs nach dem Krieg gebildet, und haben mit dem Nazigold von 1945 nichts zu tun. Sind zwei unterschiedliche paar Schuhe, sozusagen.

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      Das Gold Deutschlands ????? Das wird Amerika schon kassiert haben fuer die deutsch-amerikanische Sippenschaft.

      Wer glaubt , wir haben eine Sicherheit —- ja haben wir ,wenn wir den Kriegsschrott aus Afghanistan bergen und den Chinesen verkaufen.

      Olaf Scholz wird wissen ,wieweit weg Deutschland am Abgrund entlangschliddert.

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      "Das ist das Geschäftsmodell der Angloamerikanern"
      Bestimmt mehr das Modell derer welche wegen der immerwährenden Kollektiv Schuld Verantwortung unkritisierbar gemacht worden!

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    HERBERT WEISS am

    Maduros Amtsvorgänger Chavez wurde gern von Karikaturisten als Esel dargestellt. Ein großes Licht war er sicher nicht – möge er dennoch in Frieden ruhen. Der entscheidende Fehler lag darin, sich zu sehr aufs Öl zu verlassen, Aber auch die liberal-konservativen Vorgänger warfen gern mit der Wurst nach der Speckseite, nur zu Gunsten ihres Klientels. Wie vertrauenswürdig sind also die Gestalten, die sich jetzt als Freunde des venezolanischen Volkes aufspielen?

    Hatte mal bei einem Vortrag eines jungen Bekannten reingelauscht, der als Austauschschüler ein Jahr in Ecuador verbracht hatte. Damals hätten sich die Amis auch gern weiterhin das Öl des Landes für 20 Dollar pro Barrel einverleibt. Doch mit dem damaligen Machtwechsel war Schluss damit.

    Es mag ja unter den weltweit Regierenden eine Menge Stümper und Gauner geben – doch die gibt es in den wirtschaftlich führenden Staaten nicht minder.

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    Präsident Nicolás Maduro ist leider auch ein Vollversager von Anfang an……leichtes Spiel für die USA. Und die Russen haben anscheinend auch nichts gelernt aus dem Ukraine Putsch.

    Nun gut…….das gefällt mir der kleine Dicke aus Nordkorea viel besser…….der kriegt sogar Wirtschaftsaufschwung hin…..man staunt was in Pjöngjang abgeht.

    Nun gut…….in Zukunft sollten Staaten wieder überlegen wo sie Gold bunkern oder ob sie nicht lieber in Autarkie investieren sollten.

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    Michael Theren am

    Deutschland zumindest muß sich keine Sorgen machen, es gibt kein deutsches Gold in London und den USA mehr ; 2 x komplett enteignet (staatlich und privat), 1 x als Fake angelegt um wie bei Target II Handelsüberschüsse nicht allzu offensichtlich als Tribut darstellen zu lassen….ist eh Wurscht, Fiat Money

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    Es war eben ein Fehler, dass sich die USA bei der Gründung der Fed vor über 100 Jahren übers Ohr hauen ließ. Der Staat hätte niemals die Finanzhoheit aus den Händen geben dürfen. So war er den privaten Bankiers hilflos ausgeliefert. Dies setzt sich fort bis heute, einschließlich allen treuhänderisch verwalteten Staatsgoldes, der Auslandslagerung von Notenbankgold von Venezuela oder auch Deutschlands, das den Befürchtungen der Kritiker entsprechend möglicherweise nicht mehr vorhanden ist oder im besten Fall nur an Freunde herausgegeben wird. Souveränität wäre die Lösung.

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      Die Finanzhoheit wollte J.F. Kennedy der FED entreißen. Resultat bekannt.

      Donald Trump will das nun ändern. Ende offen!

      Trump hätte damit die übelste Eiterbeule des Planten entfernt.

      Deshalb wird er ja seit dem Wahlkampf immer angspuckt von den Kolonialsendern ARD und ZDF.

      Stockholm-Syndrom bei ARD und ZDF.

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    Räuber?
    Unter Führung der Kletograden des Neoliberalen US Finanzimprialismus.
    Wir mit den Green back vs. Fiat Geld – Blüten vs. Geld aus dem Nichts erzeugt. Das ist der Hebel zur umfassenden Versklavung der Welt mit Zins und Zinseszins.

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      Und damit das alles prima klappt mit der Versklavung hat man das Berufsbeamtentum erfunden.

      Wolfgang Neuss in der ARD: Die Stricher des Systems. Sie tun es für Geld.

      Zins und Zinseszins plus Beamte ist der Volkstot.

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    Samuel Donar Lang (Freiburg) am

    Es wäre gut hier ein Zeichen zu setzen. Anglo-Britzie-Juda dürfen sich hier nun gerne und offen, für alle Menschen dieser Welt sichtbar, einen Bruch heben.

    Das neuatlantidische Gesindeltum stört schon zu lange die Ordnung und möchte nun von seiner derzeitigen Lage befreit werden. Weder Süd.- und Mittelamerika, noch Afrika oder Asien oder die Orientalen sind der Hinterhof der "Befreier", im Gegenteil, es drängt sich der Verdacht auf, daß das eigentliche "Shithole" der Welt zu dem werden muß, was es ist, denn der Goldlack und die Show ist ab.

    Die Reise der Menschheit geht weiter und die Gewinnler wissen eh schon wohin die Reise geht.

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    Lila Luxemburg am

    Wie kleine Länder überhaupt noch irgendwelche Handelsbeziehungen mit den VSA und/oder GB unterhalten können … ist mir ein Rätsel. Die Geschichte wenigstens der letzten 200 Jahre lehrt deutlich wie solche Beziehungen im Ernstfall ausgehen…

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    Fischer's Fritz am

    Übrigens, wer Gold im seinem Schließfach bei der Hausbank hat, sollte dies in beginnenden, echten Krisenzeiten auch rechtzeitig herausnehmen.

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      Lila Luxemburg am

      Man sollte echtes (= physisches) Gold generell keiner ‚offiziellen‘ Institution (z. B. Bank) anvertrauen, sondern sich besser selbst um ein möglichst sicheres Versteck kümmern. Im Zweifelsfall … wird man nämlich statt seines Goldes von der Institution, der man es dummerweise anvertraute, bestenfalls ein paar warme Worte (und ev. noch einen ‚feuchten Händedruck‘) erhalten – aber ganz bestimmt kein Gold. Gründe dafür … werden sich immer finden – gibtst, ebenfalls im Zweifelsfall, wie Sand am Meer.

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    Wieso 1,2 Billionen? 14 Tonnen Gold kosten aktuell gerade mal 550 Millionen Dollar. Hab ich etwa von den 99,95% Preisverfall in den letzten Wochen nichts mitbekommen? Notiz an Dr. Sauron: Prüfen und ggf. nachkaufen!!

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    Andreas Walter am

    Lieber Jürgen,

    14 Tonnen Gold sind 14.000 kg oder 1,4 Millionen Gramm. Bei einem aktuellen Goldpreis von fast 37 Euro macht das 518 Millionen Euro, also etwa eine halbe Milliarde.

    Deine Zahl ist daher vollkommen falsch, denn eine Billion sind 1.000 Milliarden.

    Bitte darum auch nicht die angelsächsische billion mit der europäischen Billion verwechseln.

    Vertrau‘ mir, schreib‘ darum 600 Millionen Dollar, oder eben 500 Millionen Euro, und du bist wieder auf der richtigen Seite.

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        Gerd Walther am

        Vor allem sollte man wissen, daß Gold überhaupt keinen Wert hat. Alle Werte schafft der Arbeiter. Wie bescheuert handelte denn bloß dieser Maduro.

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        HERBERT WEISS am

        @ Gerd Walther:

        Die wahren Reichtümer sind die, die die Natur dem Menschen bietet. Und was dieser daraus macht. Es gibt zudem das berühmt-berüchtigte Gesetz von Angebot und Nachfrage.

        Lenin hatte schon mal darüber nachgedacht, das Gold eigentlich nur dazu tauge, Bedürfnisanstalten damit zu täfeln. Allerdings schafften er und seine Nachfolger es nicht, das kapitalistische System zu überwinden. Solange man diesem gelben Metall seinen Wert beimisst, ist dieser zunächst real.

        Es gibt jedoch einen weiteren sehr realen Verwendungszweck: Vergoldete Kontakte sind korrosionsbeständig …

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        Fischer's Fritz am

        @GERD WALTER
        "…daß Gold überhaupt keinen Wert hat. Alle Werte schafft der Arbeiter. "
        Wohl ein Anhänger der marxistischen Arbeitswertlehre?
        "Wert" haben alle Dinge, auch nichtmaterielle, denen Menschen einen Wert beimessen (dessen Höhe sich nach Angebot und Nachfrage bestimmt).
        Wenn Gold wertlos wäre, warum sind denn dann alle so "scharf" auf dieses Metall?

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        heidi heidegger am

        @Fritzle, ²Kindererziehung und Altenpflege sind nicht esoterisch, sondern Arbeit und also arbeitswertig, hah! Und das Gold wird mit Bedeutung aufgeladen (esoterisch, quasi) und nur dadurch wertig, gell?

        ²allgemeiner: das *sich kümmern*

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      Andreas Walter am

      Ähm, natürlich 14 Millionen Gramm. Hihihi, wie peinlich. Das Komma ist zuviel.

      Aber die 518 Millionen stimmen trotzdem (sonst hätte ich mich jetzt auch in den Boden geschämt).

      Es ist so schrecklich, was in Venezuela passiert, denn alles wird auch dort auf dem Rücken des Volkes ausgetragen.

      Es geht dort (allen!) nur um’s Öl, und in Venezuela gibt es angeblich sehr viel davon.

      Darum sehe ich auch keine diplomatische Lösung.

      Ausser dass die VSA eben mehr Flugzeugträger haben. Die Nummer ist daher gefährlicher als die Kubakrise 1962.

      Ich war in meinem Leben ein paar mal dort, liebe auch dieses Land wie ganz Iberoamerika. Bin ja in Mexiko 15 Jahre als Kind aufgewachsen. Meine Eltern waren ausgewanderte Deutsche. Nein, keine Nazis. Das war 20 Jahre früher. Venezuela ist (auch) so schön, dass dürfen die nicht kaputt machen. Weder die Amis noch die Chinesen, weder die Rechten noch die Linken. Die müssen sich auf einen Kompromiss einigen, um jeden Preis. Sogar eine Mauer (Zaun) wäre noch besser als Krieg. Denn Venezuela liesse sich tatsächlich Teilen, wenn es nur ums Erdöl geht. Man könnte auch Exportquoten festlegen, für die verschieden Länder, um den Streit beizulegen.

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        DerSchnitter_Maxx am

        Das Öl gehört doch den USA … genauso wie das Öl unter irakischen Boden oder etc. p.p. … das sind die "Guten" – weiß doch jedes Kind !

        Niemand kann in Ruhe und Frieden leben, wenn es den guten Samarita und Schutzpatron aller westl. Länder nicht gefällt … dass Andere das Besitzen, von das der Schutzpatron -immer- ausgeht, dass es doch -eigentlich- ihm gehört und niemanden sonst ! 😉

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        Andreas Walter am

        Max, auch die Deutschen verbrauchen Öl. Selbst du, wenn du kein Vollöko bist.

        Weil Erdöl für die Produktion vieler Dinge gebraucht wird, nicht nur für Kraftstoffe.

        Dass die VSA sich allerdings viel mehr "vom Kuchen" pro Kopf nehmen weiß ich, finde ich auch nicht gut. Daran sind aber auch korrupte Regierungen in solchen Ländern schuld, egal ob "Linke" oder "Rechte". Maduro ist eben auch ein Diktator, und dazu auch noch ein Unfähiger, das darf man bei dem Konflikt nicht vergessen.

        Sein Unglück ist aber womöglich auch, dass der Ölpreis in den letzten Jahren gefallen ist, während sie in der Epoche Chávez immer weiter am Steigen waren bis zum Höchststand ich glaube um 2008, und dann noch mal 2012/2013. Chávez hat daher nur Glück gehabt, doch auch schon sein Missmanagement hat Venezuela kaputt gemacht.

        Such‘ mal nach "The Economics of Venezuelan Crisis" von Prophets of Profit. Dort ist eine gute Grafik, die das zeigt.

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      Andreas Walter am

      Und jetzt mal im Vergleich dazu, was man mit dem Export von Rohöl (WTI crude) im Jahr verdienen kann (Ein Barrel sind fast 159 Liter, merkt euch einfach 160 Liter):

      Venezuela Mitte der 80er: Etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Wäre beim Preis von heute (etwa 55$ pro Barrel) 30 Milliarden US-Dollar im Jahr.

      Venezuela Ende der 90er: 3 Millionen Barrel pro Tag. Wäre beim Preis von heute 60 Milliarden US-Dollar im Jahr, oder 165 Millionen US-Dollar am Tag.

      Ja, ich weiß, Deutschland gibt allein für Asylanten jedes Jahr 20 Milliarden Euro aus (das entspricht 22,84 Milliarden US-Dollar), allerdings von euren Steuergeldern, eurer Arbeit, eure Wertschöpfung.

      Saudi Arabien hat übrigens 2015 für etwa 135 Milliarden US-Dollar Öl exportiert.

      Der Welt-Ölmarkt ist vom Geldwert her betrachtet grösser als alle Metall-Märkte zusammen.

      Sucht mal auf Google: "The Oil Market is Bigger Than All Metal Markets Combined"

      1.720 Milliarden US Dollar, also 1,7 Billionen (B ist billion, was in Europa eine Milliarde ist)

      Die europäische Billion nennt sich in den VSA übrigens trillion (was aber auch wieder nicht das Gleiche wie die europäische Trillion ist. Also Obacht).

  17. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Na die dürfen das … sind doch die Allerbesten und Guten auf diesem Planeten ! 😉

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