Qatarisierung des Sports schickt Boxenluder in die Wüste

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Die Formel 1 rast ohne Grid Girls in die neue Saison. Ein reines Opfer der Sexismus-Debatte, wie die Mainstreammedien die Sache darlegen, sind die Damen aber nicht.
Sexy Grid Girls, Boxenluder – seit anno dazumal präsentieren sie Namens- und Startnummernschilder auf dem Asphalt. Zur neuen Formel-1-Saison im März wird es sie in der Startaufstellung nicht mehr geben.

„Obwohl die Praxis, ‚Grid-Girls‘ zu beschäftigen, seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Grands Prix ist, glauben wir, dass diese Sitte nicht mit unseren Markenwerten in Einklang und klar im Widerspruch zu modernen gesellschaftlichen Normen steht“, wird Marketingchef Sean Bratches vom Formel-1-Eigner Liberty Media seit Mittwochnachmittag allerorten zitiert.

„Zuletzt hatte es Kritik am Einsatz der ‚Grid-Girls‘ gegeben, da diese sexistische Rollenklischees bedienten“, heißt es bei Spiegel Online. Und das Hamburger Abendblatt schreibt: „Bratches und Technikchef Ross Brawn hatten in der laufenden Sexismus-Debatte zuletzt bereits angedeutet, mit der Tradition brechen zu wollen.“

Ist Anpassung an den Turbo-Feminismus wirklich der einzige Grund für die Säuberung? Natürlich nicht. Was Ihnen die Qualitätsmedien vorenthalten, finden Sie seit Wochen in COMPACT:

Vor anderthalb Jahren war Qatar Sports Investments ganz dicht dran, sich die Mehrheitsbeteiligung über die Formel 1 zu sichern. Die Muselmanen sind also bereits im Spiel, und dass Liberty Media die Grid Girls in Frage stellt, wird wohl ein weiterer Kniefall vor einer todesverliebten Wüstenreligion sein.

Gott behüte, dass Sie in den Mainstreammedien ein sterbenswörtchen über die grassierende Qatarisierung des Sports lesen würden. Über Burkinis Marke Nike beim Beachvolleyball der Damen, das Herausnehmen des Kreuzes aus dem Wappen von Real Madrid im arabischen Raum – „Menetekel einer Unterwanderung durch eine dem Abendland feindlich gesinnte Ideologie, die alles verneint und ablehnt, was Spaß und Freude bringt“ (COMPACT).

Immerhin in einem Punkt liegen die Kollegen der etablierten Medien richtig: Die Rennpiloten finden die Entscheidung richtig besch***. „Haben die einen Vogel?“ kommentierte Formel-1-Legende Niki Lauda. Die Emanzipation der Frauen „ist vollkommen richtig, um genau zu sein, sind sie dabei, uns zu überholen. Wieso sollen sie nicht mehr da stehen dürfen?“, meinte der Österreicher. Steht aber auch in COMPACT…

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Über den Autor

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Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

 

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